Monate: Mai 2024

Glasfaser-Leitungen. Foto: Heiko Weckbrodt

Telekom hat 100.000 Glasfaser-Anschlüsse in Dresden verlegt

Konzern spricht vom größten Glasfaser-Ausbauprojekt in Sachsen Dresden, 31. Mai 2024. Die Deutsche Telekom investiert derzeit einen dreistelligen Millionenbetrag in Dresden, um bis 2030 insgesamt 200.000 Privatwohnungen und Gewerbetreibende mit Glasfaser-Anschlüsse für schnelles Internet zu verkabeln. Davon sind rund 100.000 Anschlüsse nun verlegt, teilte Axel Wenzke,der Konzernbevollmächtigte für Sachsen, mit. Es handelt sich laut Telekom um „das größte Glasfaser-Ausbauprojekt im Freistaat Sachsen“.

Beim Hackathon. Foto: Timm Ziegenthaler für die Sächsische Staatskanzlei

Navi tüftelt bei Hitze die kühlste Route aus

Sieger des Dresdner „Extremwetter“-Hackathons stehen fest Dresden, 31. Mai 2024. Bieten Navi-Systeme in künftigen heißen Zeiten nicht nur den kürzesten oder schnellsten Weg zum Ziel an, sondern auch den kühlsten? Darauf zielt zumindest ein Software-Konzept des „3N“-Teams beim jüngsten „Open Data Camp“ in Dresden: Deren „Solarpass“ nutzt im Stadtgebiet verteilte Temperatursensoren wie etwa das „Klips“-Sensornetz in Dresden für Routenplanungen, die kühle und beschattete Wege in der Stadt hervorhebt und kühle Orte für Pausen empfiehlt. Damit setzte sich „3N“ nach dem dreitägigen Hackathon in den Augen der Jury in der Kategorie „Anwendungen“ als Gewinner durch. Das geht aus Mitteilungen der Stadtverwaltung Dresden und der sächsischen Staatskanzlei hervor.

Grünalge unterm Mikroskop. Abb.: Dr. Ralf Wagner, Wikipedia, GNU Free / CC3-Lizenz

Puevit plant „modernste Algenproduktion Deutschlands“ in Dresden

Gewächshäuser von Algenwerk sollen für nachhaltige Rohkost sorgen Dresden, 31. Mai 2024. Der Maschinenbauer und Gründer Gunnar Mühlstädt unternimmt einen neuen Anlauf, die Produktion maritimer Nahrungsmittel in Dresden groß aufzuziehen: Mitte Juni eröffnet er in Dresden-Hellerau ein „Algenwerk“. Das hat sein neues Unternehmen „Puevit“ angekündigt. Es handele sich um „Deutschlands modernsten Algenproduktion“, die da in Dresden-Hellerau eröffnete werde und ein wichtiger Beitrag zur Bioökonomie in Sachsen und Deutschland, so „Puevit“.

Auch dafür braucht das Kälteinstitut ILK Dresden eine neue Versuchshalle: Mit Flüssigeisanlagen wie in diesem Modell - nur eben größer - will das ILK Dresden Tagebauseen in der Lausitz anzapfen, um mit der gewonnenen thermischen Energie dann die Lausitz zu heizen. Foto: Heiko Weckbrodt

Kälteinstitut ILK plant 12 Millionen Euro teuren Ausbau in Dresden

Direktor Franzke sieht gute Chancen, den gordischen B-Plan-Knoten endlich zu lösen Dresden, 30. Mai 2024. Mit Blick auf den wachsenden Bedarf an Energiespeichern, Tiefkühlkammern und anderem thermodynamischen Spezialanlagen aus Sachsen plant das private „Institut für Luft- und Kältetechnik“ (ILK) Dresden eine Erweiterung. „Wir gehen von etwa zwölf Millionen Euro Kosten aus“, sagte ILK-Chef Prof. Uwe Franzke auf Oiger-Anfrage anlässlich des 60. Instituts-Jubiläums.

Jan Böhmermann warf Unternehmen und beispielhaft einem Meißner Imker "Beewashing" vor. Der antwortete honigsüß. Nun beschäftigt der Streit die Gerichte. Foto: Heiko Weckbrodt

Streit zwischen Böhmermann und Meißner Imker landet beim OLG Dresden

Richter sollen über Satire-Schlagabtausch entscheiden Dresden/Meißen, 30. Mai 2024. Der Streit um gegenseitige Satire-Angriffe und Persönlichkeitsrechte zwischen dem ZDF-Spaßmacher Jan Böhmermann und dem Meißner Imker Rico Heinzig beschäftigt die Gerichte in nächster Instanz: Nach einer Berufung verhandelt am 11. Juni 2024 nun auch das Oberlandesgericht (OLG) Dresden den Fall. Darauf hat das OLG nun hingewiesen.

Ein Quantenwissenschaftler testet ein Ionenfallenmodul im Quantenlab von Infineon in Villach. Foto: Infineon

Halbleiter-Regionen fordern mehr EU-Hilfe für existierende Chipindustrie

Esra-Allianz trifft sich in Dresden: Neben Großansiedlungen wie Intel und TSMC braucht Europas Mikroelektronik Impulse für eigenes Wachstum Dresden, 29. Mai 2024. Europas Mikroelektronik braucht neben Großansiedlungen wie TSMC in Dresden oder Intel in Magdeburg auch Impulse für ein eigenes, organisches Wachstum („Upscaling“). Zudem sind mehr geförderte Elektronik-Pilotlinien nötig, Steuerermäßigungen sowie Subventionen auch für kleine und mittlere Chip-Firmen, längere Übergangsfristen für das Verbot wichtiger Schlüssel-Chemikalien und eine neue Fachkräfte-Offensive. Das haben rund 100 Vertreter von 31 europäischen Halbleiterregionen der „Esra“-Allianz heute in Dresden in einem Positionspapier von der EU gefordert. Nur durch solche und weitere Hilfen könne sich die EU dem selbst gesteckten Ziel nähern, ihren Mikroelektronik-Weltmarktanteil bis zum Ende der Dekade auf 20 Prozent zu verdoppeln, hieß es zum ersten Jahrestreffen der vor einem knappen Jahr durch Sachsen initiierten „European Semiconductor Regions Alliance“ (Esra).

Baby, Kinderwagen Foto: Heiko Weckbrodt

„Mutterschutz für Selbstständige dringend verbesserungsbedürftig“

Handwerkerinnen fordern besseren Mutterschutz für Selbstständige Dresden, 28. Mai 2024. Bei der Diskussion, Beruf und Familie besser zu vereinbaren, sollte sich das Augenmerk nicht nur auf Arbeitnehmerinnen verengen, sondern auch die Selbstständigen im Blick haben: Mutterschutz und andere staatlich organisierte Hilfen sind noch zu wenig auf die Lebenswirklichkeit solcher Eltern ausgerichtet, kritisieren selbstständige Handwerkerinnen und Handwerker aus Ostsachsen. Daher hat die Handwerkskammer (HWK) Dresden nun eine Resolution an Bund und Land verabschiedet, die Verbesserungen einfordert.

Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben mit einer neuen Laserschweißtechnik die weltweit größten Rumpfsegmente aus thermoplastischen Flugzeugfaserverbundstoffen zusammengefügt. Foto: Clean Aviation via Fraunhofer IWS Dresden

Leichte Plaste-Flugzeuge zusammengeschweißt

Laser-Technologie von Fraunhofer Dresden soll Ökobilanz und Reichweite von Flugzeugen verbessern helfen Dresden, 28. Mai 2024. Um die ökologische Bilanz in der Luftfahrt zu verbessern und sparsamere Flugzeuge bauen zu können, hat Fraunhofer Dresden eine neue Laser-Schweißtechnologie für Leichtbau-Materialien aus Kohlenstoff und Plaste entwickelt. Exemplarisch haben die Ingenieure die zwei Hälften des weltweit größten Flugzeug-Teilrumpfes aus kohlenstoffffaser-verstärkter Themoplaste (CFRTP) automatisiert zusammengefügt. Das hat Gruppenleiter Maurice Langer vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden mitgeteilt.

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Planeten mitschuld an Sonnenzyklen

Modell von Helmholtz Dresden erklärt Takt der solaren Magnetfelder mit Gezeiten und Rossby-Wellen Dresden-Rossendorf, 27. Mai 2024. Die Erde, Venus und Jupiter sind mitschuld daran, dass unsere Sonne etwas unstet strahlt. Denn eben diese Planeten ziehen von Zeit zu Zeit mit ihrer Schwerkraft so sehr an unserem Zentralgestirne, dass wirbelförmige Strömungen auf der Sonne entstehen – sogenannte „Rossby-Wellen“. Und die wiederum lösen kurz- und langfristige Schwankungen im solaren Magnetfeld aus – mit all ihren Folgen für Kommunikation, Wetter und Navigation auf Erden. Davon ist ein Forscher-Team um Dr. Frank Stefani vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) überzeugt und hat dafür nun ein – laut eigener Einschätzung – schlüssiges Modell der Sonnenzyklen vorgestellt.

Mikroskop Biotech Medizin Breslau

Strahlende Mini-Helden im Kampf gegen Hirn- und Pankreas-Krebs

Trimt Radeberg arbeitet an radioaktiven Biomolekülen, die sich an zielgerichtet an Metastasen anheften Radeberg, 27. Mai 2024. Um die Diagnose und die Behandlung von besonders tückischen Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsen-Tumore oder Hirn-Metastasen zu verbessern, arbeitet das Radeberger Unternehmen „Trimt“ an einer neuen Strahlenmedizin: Das mit einem leicht radioaktivem Gallium-Isotop beladene Biomolekül „Ga-68-Trivehexin“ habe inzwischen unter anderem Tests am Uniklinikum Dresden an einem Patienten mit mehreren Krebsarten und Hirnmetastasen absolviert, berichten die Radeberger.

Blick in die Akku-Produktion im BMW-Werk Leipzig. Hier im Bild werden gerade die Zellen vereinzelt. Foto: BMW

„Zinnwald Lithium“ von Freiberg nach Altenberg umgezogen

Verlagerung des Firmensitzes soll Verankerung im Osterzgebirge verdeutlichen Altenberg/Freiberg, 26. Mai 2024. Ein Signal, dass es nach jahrelangen Erkundungen und Vorbereitungen nun wohl doch ernst wird mit dem Lithium-Abbau im Erzgebirge: Die Zinnwald Lithium GmbH hat im Mai 2024 ihren Firmensitz von Freiberg nach Altenberg verlagert. Das hat das Unternehmen nun mitgeteilt.

Auf der 5G-vernetzten, digitalen Baustelle arbeiten Mensch und Maschine effizienter und machen weniger Fehler, hoffen die Forscher der TU Dresden, Foto: Oliver Koch für die TUD

„Digitale Transformation des Gebäudesektors drängt“

Bitkom: Digitalisierung kann Ökobilanz der Bauwirtschaft spürbar verbessern Berlin/Dresden, 25. Mai 2024. Die Bau- und Gebäudewirtschaft sollte rasch mehr digitale Technologien nutzen, um die ökologische Bilanz deutscher Immobilien zu verbessern. Große Effizienzpotenziale hat vor allem der Einsatz von Bau-Informationsmodellen (BIM) und „Digitalen Zwillingen“ ganzer Gebäude. Darauf hat der deutsche Digitalwirtschaftsverband „Bitkom“ aus Berlin hingewiesen.

Robotik-Station im Ceti Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

„Smart Systems Hub“ für betriebsübergreifende KI-Testlabore in Sachsen

Hub-Chef: Szene rund um „Künstliche Intelligenz“ wächst, doch Raum zum Ausprobieren fehlt Dresden, 24. Mai 2024. Die wachsende Wirtschaft und Forschung rund um „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Sachsen braucht mehr praxisnahe Testplattformen und -labore, um den KI-Einsatz in den Betrieben zu beschleunigen. Das hat Michael Kaiser vom Dresdner Technologie-Vermittler „Smart Systems Hub“ auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Er reagierte damit auf Vorschläge der sächsischen Wirtschafts-Staatssekretärin Ines Fröhlich (SPD), eine Art „KI-Hub“ als gemeinsame Innovationsplattform im Freistaat zu etablieren – womöglich unter dem Dach des „Smart Systems Hubs“.