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KI hilft bei Zulassung von neuer Medizintechnik-Software

Im Kimeds-Projekt soll Künstliche Intelligenz helfen, innovative Medizintechnik und deren Software rasch zu zertifizierten. Foto: M. Brombach für das EKFZ

Im Kimeds-Projekt soll Künstliche Intelligenz helfen, innovative Medizintechnik und deren Software rasch zu zertifizierten. Foto: M. Brombach für das EKFZ

Bund gibt 1,46 Millionen Euro für „Kimeds“-Projekt mit Dresdner Beteiligung

Dresden, 2. August 2022. Künstliche Intelligenzen (KI) sollen künftig dabei helfen, neue Medizintechnik und deren Steuer-Software schneller und transparenter als bisher für den Einsatz am Menschen zuzulassen und zu zertifizieren. Dafür haben sich nun mehrere Unternehmen, Behörden und Forschungsinstitute aus Deutschland im Konsortium „Kimeds“ zusammengetan, darunter auch Mediziner und Informatiker der TU Dresden. Sie wollen so helfen, innovative Medizintechnik schneller in die klinische Praxis zu überführen und damit letztlich Menschenleben zu retten. Das Bundesforschungsministerium fördert dieses Vorhaben mit 1,46 Millionen Euro. Das geht aus einer Mitteilung der Technischen Universität Dresden hervor.

Akteure hoffen auf mehr Tempo und Transparenz

„Wir streben einen integrierten, KI-basierten Ansatz zur Überwachung von Produktsicherheitsrisiken an, der den gesamten Lebenszyklus medizinischer Software abdeckt, von der Entwicklung über die Zertifizierung bis hin zur Produktüberwachung“, erklärt Stephen Gilbert, Professor für „Medical Device Regulatory Science“ am Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Digitale Gesundheit (EKFZ) für Digitale Gesundheit der TU Dresden. „Wir erwarten von Kimeds nicht nur die schnellere Erstellung von Nachweisen, sondern auch eine erhöhte Transparenz der Sicherheitsnachweise, mit positiver Auswirkung auf die Patientensicherheit sowie die nachträgliche Klärung von Zwischenfällen“, betonte Qualitätsmanager Georg Heidenreich von „Siemens Healthcare“.

Sachsen stark im Konsortium vertreten

Am Projekt beteiligen sich das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das EKFZ Dresden, die iSAX GmbH, das „International Center for Computational Logic“ an der TU Dresden, Siemens Healthineers, der TÜV Süd, Biotronik, B. Braun, Ovesco Endoscopy, Zeiss, Secunet, das Johner-Institut und die MED-EL Elektromedizinische Geräte. „Kimeds“ ist nur eines von mehreren Vorhaben, die darauf zielen, mit Hilfe „Künstlicher Intelligenz“ medizintechnische Innovationen zu unterstützen. Darauf zielt unter anderem auch das neue Medizintechnik-Zentrum „Semeco“ in Dresden, das sich langfristig auf neuartige vernetzte Mikrosystemtechnik in der Medizin und deren Zertifizierung fokussiert.

Autor: hw

Quelle: TUD