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Neuer Millionen-Schub für Sachsens Hochschulen

Der Reifenmontage-Roboter in Aktion. Foto: HTW Dresden

Ein Reifenmontage-Roboter in Aktion – ein Beispiel für den Wissenstransfer aus sächsischen Hochschulen in die Industrie. Foto: HTW Dresden

Saxony5 will mit dem Geld den Wissenstransfer in die Praxis ausbauen

Dresden, 10. Mai 2022. Damit Forschungsergebnisse schneller in der Praxis nutzbar werden, bekommt der sächsische Hochschul-Verbund „Saxony5“ eine weitere Millionenförderung von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“. Das hat die federführende Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden mitgeteilt. Wieviel Geld konkret fließen wird, steht laut Anna Luise Schicha von der HTW zwar noch nicht fest. Beantragt hatte der Verbund aber 12,5 Millionen Euro.

Multimedia, KI und „Erlebnisräume“ im Baukasten für Transferprojekte

Mit dem Geld wollen sich die Projektpartner vor allem auf den Wissenstransfer in den Segmenten Produktion, Energie und Umwelt fokussieren. Die Idee dabei: Forscherinnen und Forscher sollen sich künftig leicht aus einer Art virtuellem Werkzeugkasten bedienen können, wenn sie ihre Erfindungen und Konzepte in die Wirtschaft beziehungsweise Gesellschaft transferieren wollen. Dazu sollen laut HTW-Angaben „innovative Methoden etwa zur multimedialen Kommunikation, zum interaktiven Transfer, zu erlebbaren Transferräumen und zur transferbezogenen Kompetenzvermittlung“ gehören. Auch computergestützte Hilfesysteme mit „Künstlicher Intelligenz“ sollen beim Transfer helfen. „In den Hochschulen schlummern immer noch viele Ideen, die nur darauf warten, ,draußen’ aufgegriffen zu werden“, betonte Gesamtprojektleiter Prof. Gunther Göbel.

Erklärvideo von Saxony5:

Eine Art Exzellenz-Initiative für anwendungsnahe Hochschulen

Hintergrund: Die großen Exzellenzinitiativen von Bund und Ländern in den vergangenen Jahren hatten vor allem den Universitäten gegolten. Unter den ostdeutschen Unis war dort in den finalen Phase nur noch die TU Dresden zum Zuge gekommen. Gerade in Ostdeutschland gibt es aber seit DDR-Zeiten viele anwendungsnahe Hochschulen mit besonderen fachlichen Ausrichtungen, die hier neben Unis, außeruniversitären Instituten von Fraunhofer, Leibniz & Co. eine weitere Säule für Forschung und Lehre sind. Auch deshalb hatten Sachsen und der Bund ebenfalls kleinere Sonderförderprogramme für die Hochschulen aufgelegt, um deren Profil zu schärfen. In Sachsen bauten die HTW Dresden, die Hochschule für Technik Wirtschaft und Kultur Leipzig, die Hochschule Mittweida, die Hochschule Zittau/Görlitz und die Westsächsische Hochschule Zwickau ab 2007 ihre Kooperationen aus und gründeten schließlich den Verbund Saxony5, um gemeinsam stärker agieren und leichter Fördermittel zu akquirieren. Schon in der ersten Phase des Programms „Innovative Hochschule“ konnte Saxony5 rund 15 Millionen Euro an Land ziehen – und kommt nun erneut zum Zuge.

Autor: hw

Quelle: HTW Dresden, Saxony5