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Umsatzrekord für Jenoptik

Eine Jenoptik-Mitarbeiterin in Berlin bei der Bedampfung optoelektronischer Bauteile. Foto: Torsten Proß von Jeibmann Photographik für Jenoptik (Pressedatenbank)

Eine Jenoptik-Mitarbeiterin in Berlin bei der Bedampfung optoelektronischer Bauteile. Foto: Torsten Proß von Jeibmann Photographik für Jenoptik (Pressedatenbank)

Starke Chipnachfrage sorgt auch bei Halbleiterausrüstern für viele Aufträge

Jena/Dresden, 9. Februar 2022. „Jenoptik“ hat im vergangenen Jahr einen neuen Umsatzrekord erzielt: Die Umsätze stiegen um rund ein Fünftel auf 895 Millionen Euro, teilte der Optikkonzern heute in Jena mit. Herausragend sei unter anderem „die anhaltend hohe Nachfrage aus der Halbleiter-Ausrüstungsindustrie“ für die Optiksysteme des Unternehmens gewesen. Auch die Nachfrage für Medizintechnik war ein Wachstumstreiber.

Umbau hin zum Photonik-Konzern im Gange

„Zudem haben wir die notwendigen strategischen Weichen gestellt, um nicht nur 2022, sondern auch in den Folgejahren weiter profitabel zu wachsen“, kommentierte Jenoptik-Chef Stefan Traeger die Zahlen. Auf dem Weg hin zu einem „global führenden reinen Photonik-Konzern“ fokussiere sich das Unternehmen nun „auf die drei Zukunftsmärkte Halbleiter & Elektronik, Life Science & Medizintechnik sowie Smart Mobility“. Bis 2025 will er mit diesem Kurs auf 1,2 Milliarden Euro Umsatz kommen.

Fabrikneubau in Dresden geplant

Jenoptik war nach der Wende aus dem DDR-Kombinat Carl Zeiss Jena hervorgegangen. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 4900 Mitarbeiter. Auch am Mikroelektronikstandort Dresden ist Jenoptik präsent, hier fertigt das Unternehmen Mikrooptiken und Sensoren für Halbleiter-Ausrüstungen. Ab diesem Jahr will der Konzern in Dresden für 70 Millionen Euro eine neue Fabrik bauen und damit Produktionskapazitäten in der sächsischen Landeshauptstadt verdoppeln. Auch die Belegschaft werde sich dadurch mehr als verdoppeln – um 60 auf dann 110 Mitarbeiter in Dresden.

Autor: hw

Quellen: Jenoptik, Oiger-Archiv, Wikipedia

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