Monate: Oktober 2021

Viele junge Frauen und Männer in der DDR wollten Flugbegleiterinnen oder Piloten bei der Interflug werden. Foto: Interflug Abteilung Werbung, Repro (hw): aus: S. Schmitz: Interflug

„Interflug“-Buch über Aufstieg und Absturz der DDR-Airline

Ostdeutsche Fluggesellschaft stand für den Traum von der Ferne – agierte aber auch als Billigflieger für Westberliner und Billigflieger für Westberliner Die war die Vorzugs-Airlines des Sandmännchens, transportierte Waffen ebenso wie Küken, beförderte, Preisfüchse aus dem Westen und besprühte Felder in der ganzen DDR, unter ihren Farben agierten aber auch die Stasi und die Leibflugzeuge der SED-Oberen: die Interflug. Der westdeutsche Stewart und Autor Sebastian Schmitz hat der staatlichen Fluggesellschaft der DDR ein ausführliches Buch gewidmet, das nun unter dem Titel „INTERFLUG – Die Fluglinie der DDR“ in den Stuttgarter Paul-Pietsch-Verlagen erschienen ist.

Mitteldeutsche Industriebetriebe beschäftigen 1 Million Menschen im ländlichen Raum. Doch die Infrastruktur dort ist immer noch unterentwickelt, kritisiert der VDMA Ost. Foto: VDMA Ost

Lieferprobleme belasten ostdeutschen Maschinenbau

VDMA Ost: Auftragslage ist gut, doch Materialengpässe und Energiepreise gefährden Erholung Leipzig, 23. Oktober 2021. Der ostdeutsche Maschinenbau erholt sich weiter von der Corona-Krise: In einer Umfrage beurteilten 80 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als „sehr gut“ oder „gut“. Ähnliche Werte gab es zuletzt Mitte 2019. Allerdings stören aber weiter Lieferengpässe die Produktion. Das hat der „Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ (VDMA) Ost aus Leipzig mitgeteilt, der die Umfrage initiiert hatte.

Versetzt Corona dem Flughafen Dresden den Todesstoß? Wirtschaftsvertreter warnen vor einer Ankopplung vom innerdeutschen Flugverkehr. Foto: Mitteldeutsche Flughafen AG

IHK: Abkopplung des Flughafens Dresden droht

Zahl der innerdeutschen Flüge seit 2019 halbiert Dresden, 22. Oktober 2021. Vor einer „drohenden Abkopplung“ des Flughafens Dresden vom innerdeutschen Flugverkehr hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden heute gewarnt. „Sollten die wichtigen Linienverbindungen, insbesondere nach Frankfurt und München, wegfallen, bedroht das nicht nur die Attraktivität dieses herausragenden und im strukturschwachen Ostdeutschland einzigartigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes, sondern stellt dessen Zukunftsfähigkeit zur Disposition“, betonte IHK-Präsident Andreas Sperl. „So klar muss man das aussprechen.“

Ein Mitarbeiter kontrolliert in der Fabmatics-Fabrik in Dresden einen schienengebundenen Roboter, der künftig in einer Chipfabrik die Anlagen mit Wafer-Boxen bestücken soll. Foto: Heiko Weckbrodt

Chip- und Personalmangel bescheren Fabmatics Dresden neue Robotikaufträge

Ältere US-Chipwerke hängen Europa bei Automatisierung um Jahre hinterher Dresden, 22. Oktober 2021. Angesichts der globalen Mikroelektronik-Engpässe und der wachsenden Fachkräfte-Engpässe in vielen Branchen rechnet „Fabmatics“ aus Dresden mit einer steigenden Nachfrage für seine Automatisierungslösungen und wachsenden Umsätzen. Das haben die Fabmatics-Geschäftsführer Roland Giesen und Andreas Purath eingeschätzt.

Der Firmensitz von Dr. Quendt in Dresden-Gittersee. Ursprünglich wollte die DDR-Wirtschaftsführung hier mal ein Reinstsiliziumwerk bauen. Foto: Dr. Quendt

Dr. Quendt macht mehr Umsatz mit Süßem

Stollen und Süßigkeiten aus Dresden weiter stark gefragt Dresden, 21. Oktober 2021: Die Deutschen haben auch im zweiten Corona-Jahr süßen Trost für bittere Zeiten gesucht – und „Dr. Quendt“ in Dresden profitierte von diesem Effekt: Das Dresdner Backunternehmen steigerte seine Umsätze mit Stollen, Domino-Steinen und anderen Süßwaren im nun abgelaufenen Geschäftsjahr um 5,5 Prozent auf 23,2 Millionen Euro. Das hat das Mutter-Unternehmen „Lambertz“ aus Aachen mitgeteilt, zu dem Dr. Quendt seit 2014 gehört.

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Siedende Steine für die Energiewende

Wasser rein, Wärme raus: Fraunhofer-Plasmainstitut FEP Dresden arbeitet an Alu-Zeolith-Speicherheizungen für kühle Tage Dresden, 21. Oktober 2021. Um Sonnenwärme künftig für kühle Stunden besser zwischenspeichern zu können, arbeitet Fraunhofer Dresden aus neuartigen Thermospeichern aus metallbeschichteten Zeolith-Körnern. Dahinter stecken Aluminium-Silizium-Molekülgerüste, die thermische Energie effizienter und auf kleinerem Raum puffern können als klassische Wasser-Wärmespeicher.

VW setzt auch in seiner Manufaktur in Dresden immer mehr Roboter ein. Foto: Heiko Weckbrodt

5G-Inseln lotsen Transportroboter durch Elektroauto-Fabrik von VW in Dresden

TU arbeitet an vernetzten Lösungen für Volkswagen-Gruppe und den Mittelstand Dresden/Wolfsburg, 20. Oktober 2021. Volkswagen testet in Dresden und Wolfsburg die weitere Automatisierung der Fahrzeug-Produktion mit werksinternen Mobilfunknetzen der 5. Generation (5G). Im Fokus stehen dabei Versuche, fahrerlose Transportsysteme (FTS) mit 5G zu steuern und zu vernetzen. Außerdem wollen die VW-Ingenieure per 5G-Funk mobilen Leichtbau-Robotern mehr Intelligenz zu verleihen, indem sie Rechenkraft jederzeit aus einer nahen Rechnerwolke („Edge Cloud“) saugen können. Das geht aus Mitteilungen von VW hervor.

Die Verladeanlage im Kaliwerk Roßleben mit den Gleisanschlüssen - die Aufnahme entstand 1992 kurz vor dem Abriss. Foto: Peter Weckbrodt

Ifo-Ökonom: Treuhand hat ihr Mandat gut erfüllt

Laut neuer Datenanalyse hat Treuhand die DDR-Wirtschaft nicht verschleudert, sondern Erfolgschancen richtig eingeschätzt Dresden/München, 20. Oktober 2021. Wenn man ihren Auftrag zugrunde legt, die DDR-Wirtschaft möglichst schnell zu privatisieren, dann hat die Treuhandanstalt in der Nachwendezeit nur wenig falsch gemacht und recht effektiv gearbeitet. Das hat Dr. Lukas Mergele vom Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo in München nach einer Datenanalyse und Simulationen mit Elementen „Künstlicher Intelligenz“ (KI) in einem Vortrag für das Ifo Dresden eingeschätzt.

Ab Ende April können E-Mails von Telekom, Freenet, web.de und gmx nur noch verschlüsselt versendet werden. Foto: Heiko Weckbrodt

Schlüssel verloren? Das sollte man tun!

Wer seinen Schlüssel verliert, kann vor vielen Problemen stehen. Häufig hängen die Schlüssel an einem Schlüsselbund, sodass mehrere Schlüssel bei Verlust verschwunden sind. Der Verlust von Haustürschlüssel, Garagenschlüssel, Autoschlüssel, Arbeitsschlüssel und viele mehr können unangenehme Folgen haben. Im Folgenden wird erläutert, was man tun kann, wenn die Schlüssel verloren gehen.

Preisträgerin Corina Hampel bekommt den mit 2000 Euro dotierten 1. Preis im Wettbewerb "Zeiss Woman Award". Neben ihr stehen Initiatorin Viola Klein (l.) und Zeiss-Managerin Inkeri Klomsdorf. Foto: Sabine Mutschke

Zeiss ehrt in Dresden hervorragende Nachwuchs-Informatikerinnen

Corina Hampel aus Aalen auf Platz 1 Dresden/Oberkochen, 19. Oktober 2021. Für ihre Master-Arbeit über Sicherheitslösungen beim Programmieren hat die Nachwuchs-Informatikerin Corina Hampel heute in Dresden den „11. Zeiss Women Award“ bekommen. Mit dem Preis zeichnet das Optikunternehmen Zeiss aus Oberkochen alljährlich junge Informatikerinnen mit herausragenden Abschlussarbeiten und besonderem gesellschaftlichen Engagement aus.

Arbeitsschutz ist in Zeiten der Corona-Pandemie ein besonderes Thema. Grafik: Heiko Weckbrodt

Wie Unternehmen die Bestimmungen der Corona-Arbeitsschutzverordnung einhalten können 

In Deutschland sind bereits mehr als 65 Prozent der Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Die Regelungen sind aktuell nicht mehr so streng, was auch an den Arbeitsplätzen gilt. Viele Mitarbeiter sind bereits aus dem Home-Office zurückgekehrt. Die verschärften Corona-Regeln haben zu Veränderungen für Unternehmen und Mitarbeiter geführt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat eine Corona-Arbeitsschutzverordnung erarbeitet, die von Unternehmern einzuhalten ist.

Überschüssiges Gas aus der Erdöl-Förderung und -Verarbeitung - hier eine Aufnahme von einer Raffinerie in Hemmingstedt - lässt sich effektiv nutzen, wenn man es nicht abfackelt, sondern damit zum Beispiel Rechenzentren speist. Foto: Dirk Ingo Franke, Wikimedia, CC2-Lizenz, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hemmingsedt_raffinerie_turm_ganz_nah.jpg

Gasfackeln treiben Rechenzentren und Entsalzer an

Cloud & Heat Dresden liefert Computer-Container an “Earth Wind & Power” in Norwegen Oslo/Dresden, 19. Oktober 2021. Die Zeit der ewigen Gasfackeln über Ölfördertürmen könnte bald vorbei sein: Der norwegische Energiekonzern „Earth Wind & Power“ (EW & P) aus Oslo will künftig mit der Energie aus dem überschüssigen Gas, das bei der Erdölförderung frei wird, Computertechnik antreiben. Dafür haben die Norweger nun bei „Cloud & Heat Technologies“ (C & H) aus Dresden ein erstes mobiles Container-Rechenzentrum bestellt. Das geht aus Mitteilungen von C & H und EW & P hervor.

Blick in das Untertage-Labor im Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Freiberg. Foto: Lukas Ochmann für die Bergakademie Freiberg

Freiberger testen CO2-Speicherung unter Tage

Ölfirmen wollen Abgase unter Nordsee pressen, um alte Gasfelder zu stabilisieren Freiberg, 18. Oktober 2021. Um die Altlasten, aktuellen Umwelteinflüsse und langfristigen Hinterlassenschaften der fossilen Energiewirtschaft zu verringern, experimentieren Forscher der Bergakademie Freiberg gemeinsam mit europäischen in den kommenden drei Jahren in ihrem Lehrbergwerk an Technologien, um Kohlendioxid aus Abgasen in das Meeresgestein unter ehemalige Erdgasfelder in der Nordsee zu pressen. Das hat die Uni heute angekündigt.

Das Goldene Ei aus der Sammlung August des Starken, vermutlich in Deutschland um 1700 angefertigt. Foto: Michael Wagner für das Grüne Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Grünes Gewölbe Dresden bekommt Goldenes Ei zurück

Kunstvolles Kleinod von August dem Starken inspirierte einst Fabergé Dresden, 18. Oktober 2021. Ein Meisterwerk der Schatzkunst kehrt in das Grüne Gewölbe in Dresden zurück: Die Ernst-von-Siemens-Kunststiftung (EvS) hat ein besonders kunstvolles „Goldenes Ei“ aus der Sammlung August des Starken, das im Zuge der Fürstenabfindung 1924 im Besitz des Hauses Wettin verblieb, angekauft und nun den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) als Dauerleihgabe übergeben. Das hat der Museumsverbund heute mitgeteilt.