Monate: September 2021

Coboworx-Mitgründer Olaf Gehrels. Foto: Joachim Stretz für Coboworx

4,5 Millionen Euro Risikokapital für Robotik-Firma Coboworx

Unternehmen ist auf die Einsatzplanung von Cobots im Mittelstand spezialisiert Osann-Monzel/Dresden, 19. September 2021. Das westdeutsche Robotik-Unternehmen „Coboworx“ hat 4,5 Millionen Euro Risikokapital von der Beteiligungsgesellschaft „Picus Capital“ , der Technologieholding „Team Global“ und andere Finanziers eingenommen. Mit dem Geld wollen Geschäftsführer Olaf Gehrels und seine Mitstreiter seine Lösungen für die Mensch-Roboter.Kollaboration (MRK) verbessern.

Karl-Hans Janke, Weltall-Kugel-Trajekt „Terra Venussa“, undatiert, Bleistift, Kugelschreiber, Farbstifte, 30 x 84 cm, Museum Karl-Hans Janke, Rosengarten e. V. Wermsdorf, Bildrechte: VG BILD-KUNST Bonn, 2021 (via Städtische Galerie Dresden)

Prototypen von Faustkeil bis Fleischformel

Städtische Galerie Dresden assoziiert 35 Bilder, Skulpturen, Installationen, Vasen und andere Prototypen aus Kunst und Technologiegeschichte Dresden, 18. September 2021. „Prototypen“ assoziieren die Meisten sicher mit technologischen Dingen: Das mag ein erstes Auto unter Millionen sein oder die erste – womöglich noch etwas unbeholfene – Formwerdung einer wissenschaftlich-technischen Erfindung. Im ursprünglichen altgriechischen Wortsinn ist der Prototyp der erste Hammerschlag, der erste Abdruck, den der Schmied auf einem neuen Schwert oder Hufeisen hinterlässt. Von dort ist der Bückenschlag zur Kunst nicht mehr weit: Auch der erste Linolschnitt kann ein Prototyp sein – und das Bild etwas Prototypisches zeigen. So ist es auch mit der neuen Ausstellung „Prototypen – Muster und Vision“, die ab 18. September 2021 in der „Städtischen Galerie Dresden“ zu sehen ist.

Porsche spendiert der TU Dresden einen schnellen Elektro-Taycan. Foto: Porsche AG / TUD

Porsche übergibt Dresdner Forschern neuen Elektro-Sportwage

TU-Mechatroniker wollen Schnelllade-Systeme und Lademanagement verbessern Dresden, 17. September 2021. Ein Job in der universitären Fahrzeugforschung kann gelegentlich angenehme Nebeneffekte mit sich bringen: Die Mechatroniker vom Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD) können fortan mit einem nagelneuen Elektro-Porsche durch die Stadt fahren – natürlich nur zu Forschungszwecken. Denn damit Porschefahrer ihre Elektro-Sportwagen künftig schneller und effizienter aufladen können, wollen der Fahrzeughersteller und die TU Dresden ihre Forschungskooperation nun auszubauen. Dafür hat Oliver Seifert, der bei Porsche die Elektrik-Entwicklung leitet, heute dem Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD) einen elektrischen Porsche Taycan, ein Schnellladesystem sowie ein Test-Cockpit übergeben.

Eine Lithium-Flüssigmetall-Elektrode. Foto: Steffen Landgraf und Michael Nimtz für das HZDR

Stromausbeute von Flüssigmetall-Akkus verbessert

Teams aus Dresden und Cambridge forschen an Großbatterien für die Energiewende Dresden/Cambridge, 17. September 2021. Um Lieferspitzen und -täler von Windkraft- und Solarkraftwerken künftig besser abfedern zu können, arbeiten Wissenschaftler und Ingenieure seit Jahren an großen stationären Batterien. Die sollen viel elektrische Energie chemisch zwischenspeichern– und sie möglichst verlustarm auch wieder als Strom abgeben können. Auf dem Weg dorthin sind Forscher aus Sachsen und Massachusetts nun ein ganzes Stück weitergekommen: Sie haben einen Flüssigmetall-Akkumulator auf Lithium-Blei-Basis entworfen, der durch eine verbesserte Elektrolyt-Rezeptur „fast 100 Prozent des eingespeisten Stroms auch wieder zurück speisen kann“. Das hat Dr. Norbert Weber mitgeteilt, der am Batterieentwurf maßgeblich im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und im Massachusetts Institute of Technology (MIT) im US-amerikanischen Cambridge maßgeblich beteiligt war. Zudem sei es gelungen, die Energiedichte dieses Flüssigmetall-Akkus um 45 Prozent zu erhöhen, teilte das HZDR mit.

Blick in einen Mikrooptik-Reinraum von Jenoptik. Foto: Jenoptik

Jenoptik steckt 70 Millionen in neue Fabrik in Dresden

60 neue Jobs angekündigt Dresden/Jena, 16. September 2021. Jenoptik will rund 70 Millionen Euro in den Aufbau seiner geplanten neuen Fabrik in Dresden investieren. Dadurch sollen sich die Produktionskapazitäten in der sächsischen Landeshauptstadt verdoppeln. Auch die Belegschaft werde sich dadurch mehr als verdoppeln – um 60 auf dann 110 Mitarbeiter in Dresden. Das hat das Jenaer Technologieunternehmen heute mitgeteilt und damit frühere Ankündigungen präzisiert.

Kollaborative Roboter, die direkt und ohne Schutzzaun mit Menschen in einer Fabrik zusammenarbeiten können, gehören zu den Hoffnungsträgern der sächsischen Robotik-Szene. Ein solcher Roboter-Arm begrüßt derzeit die Besucher des „Dresden Robotics Festival“ im Dresdner Messegelände. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresden hofft auf weitere Robotik-Ansiedlungen

Neues Robotik-Festival soll Aufstieg Sachsens zu führendem Standort besiegeln Dresden, 15. und 16. September 2021. Mit ambitionierten Zielen hat das „Dresden Robotics Festival“ in der sächsischen Landeshauptstadt begonnen. Organisator Thomas Schulz vom Veranstalter „Robot Valley Saxony“ will mit dem neuen Veranstaltungsformat zwischen Kongress, Messe und Visionen den Aufstieg Sachsens zu einem der führenden Robotik-Standorte in Deutschland besiegeln.

Die Aufnahme zeigt aktive Zonen unserer Sonne. Solar Dynamics Observatory, NASA

Klimadebatte: Warum wir die Welt und nicht uns selbst retten

Ein Kommentar – und Versuch einer Provokation „Planet in Gefahr. Der Klimawandel bedroht unserer Welt. Können wir sie noch retten?“ Diese Panik erzeugende beziehungsweise verstärkende Schlagzeile schmückte die Seite 1 der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 15. August 2021. Angesichts der Tatsache, dass diese renommierte deutsche Zeitung über ein Wissenschaftsressort mit durchaus kompetenten Redakteuren verfügt, kann solch ein Aufmacher nur Kopfschütteln hervorrufen. Der reißerischen Frage, ob wir die Welt noch retten können, soll die These entgegengestellt werden, dass es erstens nicht möglich wäre und zweitens auch gar nicht nötig ist.

Materialermüdung kann zu Mikrofrakturen - und damit elektrischen Signalproblemen - in den Lotverbindungen zwischen Chip und Platine führen. Foto: hw

Fraunhofer Dresden will Sicherheitslücken in Autochips aufdecken

EAS-Forscher arbeiten im „VE-VIDES“-Verbund an Designregeln für vertrauenswürdige Elektronik Dresden, 14. September 2021. Um Autoelektronik aus Europa künftig besser gegen Angriffe und Industriespionage zu schützen, arbeitet der Dresdner Fraunhofer-Institutsteil „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (EAS) derzeit an neuen Konzepten für vertrauenswürdige Computerchips und -systeme. Dies ist Teil des Projektes „Designmethoden und HW/SW-Co-Verifikation für die eindeutige Identifizierbarkeit von Elektronikkomponenten“ („VE-VIDES“), an dem sich unter Infineon-Führung zwölf Unternehmen und Institute beteiligen.

Das Kunstwerk "Feldzeichen" im Findlingspark Nochten interpretiert das Thema "Findlinge und Eiszeit". Foto: Peter Weckbrodt

CO2-Verwerter können Ökobilanz in Zementwerken verbessern

IDTechEx: Kohlendioxid-Fänger müssen aber 100 Mal größer werden Cambridge, 14. September 2021. Der Druck auf die Betonhersteller wächst, ihre ökologische Bilanz zu verbessern. Denn einerseits ist die Herstellung von Zement energieintensiv, anderseits setzen die dabei nötigen chemischen Reaktionen Kohlendixoxid (CO2) frei. Schon jetzt ist die Zementproduktion für sieben Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen von Kohlendixoxid (CO2) verantwortlich, heißt es in einer Analyse von Robbie M. Andrew vom norwegischen „Cicero Center for International Climate Research“. Und die Belastung der Atmosphäre durch die Bauindustrie wird voraussichtlich noch stark wachsen: Laut Schätzungen des „Weltrates für grünes Bauen“ wird sich der globale Gebäudebestand bis 2050 verdoppeln. Lösungen sind in Sicht, allerdings noch viel zu kleinformatig im Einsatz, betonen die Analysten des britischen Marktforschungs-Unternehmens „IDTechEx“ aus Cambridge. Sie sehen einen vielversprechenden Weg in Technologien, die gleich bei der Zementproduktion das CO2 abbinden und das Gas möglichst gleich vor Ort weiternutzen.

Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger - zudem braucht die Chemieindustrie das Gas für viele Prozesse. Grafik: Heiko Weckbrodt

TU Dresden arbeitet an besseren Gleichrichtern für Elektrolyseure

Das Ziel ist letztlich eine effizientere Wasserstoff-Erzeugung Dresden, 13. September 2021. Um eine umweltfreundliche Wasserstoff-Erzeugung anzukurbeln, wollen Energieexperten der TU Dresden bessere Strom-Gleichrichter für Elektrolyse-Anlagen entwickeln. Die Uni bekommt dafür 3,6 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. Dies geht aus einer Mitteilung der Universität hervor.

Eine universelle Sensorplattform mit Globalfoundries-Chips kann durch Sensoren, Funkchips und andere Technik zu einem komplexen elektronischen System erweitert werden. Foto: Fraunhofer-EAS

Kallisto aus Dresden wacht über Marathon-Läufer

Made in Saxony: Sport- und Hightech-Firmen aus Sachsen bauen GPS-Orter mit Chipbaukasten Dresden, 13. September 2021. Beim Marathon, „Iron Man“ und anderen vielbejubelten Läufen wollen Sportler und Zuschauer möglichst genau wissen, wer sich gerade im allgemeinen Gewusel platziert hat. Dabei hilft seit einiger Zeit eine Kombination aus Künstlicher Intelligenz und moderner Halbleiter-Technologie. Gemeinsam mit sächsischen Mikroelektronik-Spezialisten hat das Dresdner Unternehmen „Racemap“ einen GPS-Orter („Tracker“) konstruiert. Dieses von einem sächsischen Technologie-Netzwerk entwickelte und produzierte Gerät meldet die die Position aller damit ausgerüsteten Läufer auf elektronischen Karten und in frei verfügbaren Apps – selbst bei Sportveranstaltungen mit Hunderten oder gar Tausenden Teilnehmern.

Besonders Nachrichten über Gewalt und "bunte" Themen werden sehr häufig über Kontaktnetzwerke wie Facebook weiterverbreitet. Montage: hw

Zwei Drittel fürchten digitale Angriffe auf Bundestagswahl

Bitkom-Umfrage zeigt Ängste vor fremden Mächten Berlin, 12. Septeber 2021. Zwei Drittel der Deutschen sorgen sich davor, dass „von ausländischen Staaten gesteuerte Medien“ die bevorstehende Bundestagswahl beeinflussen könnten. Das hat „Bitkom Research“ aus Berlin in einer Telefonumfrage unter 1003 Menschen in Deutschland ermittelt.

Dresdner TU-Ingenieure wollen sich mit der Verschwendung von Schokolade in der Süßigkeiten-Industrie nicht abfinden. Foto: TUD

Dresdner Ingenieure kämpfen gegen Schokoladen-Ausschuss

TU-Schokomaschine soll „Mischphasen“-Verschwendung verringern Dresden, 11. September 2021. Aus strikt wissenschaftlichen Gründen haben sich Maschinenbau-Ingenieure an der TU Dresden eine Schokoladenmaschine gebaut. Damit wollen sie laut eigenen Angaben erforschen, wie sich Schokoladenverluste in der Süßigkeitenindustrie verringern lassen. Dies geht aus einer Uni-Mitteilung hervor.

Grafik: Heiko Weckbrodt

Was man zu Treppenliften im Außenbereich wissen sollte

Treppenlifte gibt es nicht nur für den Innen-, sondern auch für den Außenbereich. Wer über ein Eigenheim mit Außentreppe verfügt, sollte sich bereits frühzeitig Gedanken darüber machen, was bei der Anschaffung und Installation eines Treppenliftes für den Außenbereich beachtet werden muss. Hilfreiche Hinweise können hier nachgelesen werden.