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Zentrum für Kälte- und Energietechnik entsteht im Vogtland

Das ILK betreibt in seinem Technikum sowohl wärme- wie auch kältetechnische Versuchsanlagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Projektpartner ILK betreibt in seinem Technikum in Dresden bereits mehrere wärme- wie auch kältetechnische Versuchsanlagen. Foto: Heiko Weckbrodt

Bund gibt 15 Millionen Euro Zuschuss

Reichenbach, 11. März 2021. Um den Energieverbrauch für Kühllager, Klimaanlagen und Heizungen zu senken und die Umwelt zu entlasten, etablieren die Technische Universität Chemnitz (TUC), das private „Institut für Luft- und Kältetechnik“ aus Dresden und das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) aus Freiburg im vogtländischen Reichenbach eine gemeinsame „Forschungsplattform Kälte- und Energietechnik“. Dort wollen sie gemeinsam neue Kältemittel, Kältemaschinen, Wärmepumpen, Rückkühler sowie Wärme- und Kältespeicher entwickeln und dabei auch „Künstliche Intelligenz“ (KI) einsetzen. Der Bund schießt 15 Millionen Euro für das Verbundprojekt zu. Das haben die Chemnitzer Uni, die sächsische Staatskanzlei (SKK) und das Bundesforschungsministerium mitgeteilt.

Uni, Privatinstitut und Fraunhofer wollen gemeinsam Energiehunger von Kühlhäusern dämpfen

„Inhaltlich geht es unter anderem um die bestmögliche Anwendung des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen, die stärkere Nutzung von Abwärme, den Einsatz neuer ökologischer Kältemittel und die effiziente Energiespeicherung“, erklärte TUC- Projektkoordinator Prof. Thorsten Urbaneck von der Professur für „Technische Thermodynamik“. Dies sei „bedeutsam für die Lebensmittelversorgung, die Klimatisierung von Gebäuden oder die Fernkälteversorgung, die Energiebereitstellung in der Industrie sowie den Betrieb von Rechenzentren.“ Auch TUC-Rektor Prof. Gerd Strohmeier freute sich über die Bundesmillionen: „Damit können wir nicht nur einen äußerst wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, sondern auch unser Vorhaben weiter vorantreiben, ein Kompetenzzentrum als Außenstelle der TU Chemnitz in Reichenbach zu etablieren.“

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: TUC, SKK, BMBF

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