Monate: Januar 2021

Das Dresdner Keramikinstitut (IKTS von Fraunhofer erforscht an seinem neuen Standort in Freiberg effiziente Recyclingprozesse für kritische Batterierohstoffe. Zukünftig wollen die Ingenieurinnen und Ingenieure Batteriepulver mit hoher Reinheit zurückgewinnen und für die Herstellung neuer Batterien nutzbar machen. Foto. Fraunhofer IKTS

Neues Batterietechnikum von Fraunhofer startet in Freiberg

Bessere Recycling-Methoden, neue Batteriekonzepte und Qualitätssicherung stehen im Fokus Freiberg/Dresden, 28. Januar 2021. Um eine leistungsstarke und kreislauforientierte Akkumulatoren-Produktion in Deutschland zu unterstützen, hat das Dresdner Fraunhofer-Keramik nun sein neues Batterie-Technikum in Freiberg offiziell eröffnet. Das hat das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) heute mitgeteilt.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Thingkathon fordert Ideen für KI und Rechnerwolken in der Produktion heraus

„Smart Systems Hub“ Dresden fördert Schwarm-Innovationen als Alternative zum Konzernmodell Dresden, 27. Januar 2021. Das Dresdner Technologie-Netzwerk „Smart Systems Hub“ ruft gemeinsam mit den US-Technologiekonzern IBM und der TU Dresden findige Köpfe zu einem neuen Programmier- und Entwicklungswettbewerb auf: Im Thingkathon „Edge Computing, KI & Produktion“ vom 19. bis zum 21. April 2021 können sich Informatiker, Sensorexperten, Ideengeber, Nerds und andere Kreative besonderen Herausforderungen rund um den Einsatz künstlicher Intelligenzen (KI) und dezentraler Rechnerwolken in mittelständischen und kleinen Produktionsfabriken stellen. Das hat Hub-Koordinator Michael Kaiser angekündigt.

Cobotics: Mensch und Maschine sollen künftig enger zusammenarbeiten, auch ohne Schutzzäune. Foto: Kuka

Sachsen will sich mit Digitalschwung der Corona-Zeit an die Spitze katapultieren

Damit der Boom nicht erstickt, braucht das Land aber doppelt soviele Informatik-Studenten und mehr zukunftsweisende Studienfächer, fordern die Digitalverbände Dresden, 27. Januar 2021. Sachsens Digitalverbände haben sich einer Forderung der sächsischen Informatik-Dekane angeschlossen, im Freistaat künftig doppelt so viele Studenten und Studentinnen in Informatik und anderen Digitalfächern auszubilden wie bisher. Auch wünschen sich die Hightech-Verbände neue, zukunftsweisende Studienfächer, eine stärkere Öffnung für Studierende und Fachkräfte aus dem Ausland, mehr Digitalausbildung für Lehrer und einen besseren Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft. Das geht aus einem Positionspapier „Sachsens Weg zum Vorreiter bei der Digitalisierung“ hervor, das „Silicon Saxony“, „Bitkom“, „IT-Bündnis Chemnitz“, “IT-Cluster Mitteldeutschland” und weitere Verbände heute vorgestellt haben. „Wir sollten jetzt den Schwung nutzen, den die Corona-Pandemie in die Digitalisierung in Sachsen gebracht hat“, sagte „Silicon Saxony“-Vorstand Dirk Röhrborn.

Oliver Ahlberg und Taavi-Madiberk von Skeleton zeigen ihre Ultrakondensatoren. Foto: Skeleton

IPCEI-Millionen für Energiespeicher-Firmen in Sachsen

54,3 Millionen Euro Sondersubventionen für Skeleton Großröhrsdorf und Liofit Kamenz Dresden/Berlin, 26. Januar 2021. Weil der Aufbau einer eigenen Batterie-Wertschöpfungskette wichtig für große Teile der europäischen Industrie ist, können Bund und Länder nun milliardenschwere Sondersubventionen für deutsche Akku-Unternehmen ausreichen. Rund 54,3 Millionen Euro davon fließen an zwei sächsische die Unternehmen: den Ultrakondensator-Hersteller „Skeleton Technologies“ in Großröhrsdorf und den Akku-Recycler „Liofit“ in Kamenz. Das geht aus Mitteilungen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in Berlin und des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD) in Dresden hervor.

Das IMEC im belgischen Löwen ist Europas größtes Mikroelektronik-Forschungsinstitut. Foto: IMEC

Europa startet neue Halbleiter-Initiative

19 Staaten wollen 145 Milliarden Euro aus Corona-Konjunkturprogrammen nutzen, um Mikroelektronik-Ketten im EU-Raum zu stärken Brüssel/Dresden/Frankfurt am Main, 26. Januar 2021. Europa unternimmt einen neuen Anlauf, seinen Rückstand in der Halbleiter-Wirtschaft aufzuholen: 19 EU-Staaten haben in einer gemeinsamen Erklärung vereinbart, dafür bis 2023 rund 145 Milliarden Euro zu mobilisieren. Ein Großteil des Geldes soll aus den Corona-Konjunkturprogrammen der EU und der Mitgliedsstaaten, aber auch aus privaten Geldern speisen. Damit wollen die Unterzeichner die europäische Mikroelektronik entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Chipdesign bis hin zu den digitalen Endprodukten ausbauen. Auch ein weiteres Flaggschiffprojekt von „gemeinsamem europäischen Interesse“ (IPCEI), ähnlich der Bosch-Fabrik in Dresden, wollen die Partner damit möglich machen. Im Zentrum könnte dabei der Versuch stehen, eigene Produktionskapazitäten für Prozessoren der Strukturgeneration “2 Nanometer” aufzubauen.

Kieselalge unter dem Helium-Ionenmikroskop in Dresden-Rossendorf. Foto: HZDR

Mit Ionenstrahlen den Viren und 2D-Chips auf der Spur

Helmholtz Dresden leitet europäischen Nanotech-Verbund „FIT4NANO“ Dresden, 26. Januar 2021. In einem neuen Verbund „Fokussierte Ionentechnologie für Nanomaterialien – FIT4NANO“ wollen Forscher und Forscherinnen aus ganz Europa fokussierte Ionenstrahlen (englisch: „Focused Ion Beam“ = „Fib“) einsetzen, um beispielsweise Viren und Algen zu analysieren oder um sehr feine Nanostrukturen und Elektronik zu erzeugen. Das hat der Netzwerk-Initiator, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), mitgeteilt.

Die Visualisierung zeigt einen vergoldeten Membranfilter, der geladene Biomoleküle mittels digital steuerbarer elektrischer Felder trennt. Bildschirmfoto aus dem Video "Digital Membrane Chromatography" von i3 Membrane

Millionen-Kapitalspritze für Biomembran-Produktion in Radeberg

Millionen-Kapitalspritze für “i3 Membrane” Radeberg/Bonn, 25. Januar 2021. „i3 Membran“ will in Radeberg eine Produktion für neuartige Membranen aufbauen, die Proteine, Antikörper und andere Biomoleküle durch elektrische Felder trennen. Dadurch arbeiten sie laut Firmenangaben zehnmal effektiver als herkömmliche Trennsysteme. Das hat der „High-Tech-Gründerfonds“ (HTGF) aus Bonn mitgeteilt, der dem jungen Biotech-Unternehmen nun gemeinsam mit drei Privatinvestoren dafür einen nicht näher bezifferten Millionenbetrag zur Verfügung stellt.

Thomas Schrinner vom Lehrstuhl für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik der TU Dresden arbeitet auch daheim an neuen Papierverwertungs-Technologien wie der Trockenzerfaserungsmaschine. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Maschine soll Durst der Papierfabriken dämpfen

Millionen Tonnen Etiketten, Aufkleber und andere Spezialpapiere landen noch immer in Öfen oder  Müllkippen – eine Dresdner Maschine soll das ändern Dresden, 25. Januar 2021. Über eine Million Tonnen Spezialpapiere pro Jahr landen trotz aller Recyclingmühen in Deutschland letztlich immer noch im Restmüll beziehungsweise im Verbrennungsofen. Dabei handelt es sich vor allem um Papierreste, die klassischen Aufbereitungsanlagen irgendwie durch die Lappen gehen: Aufkleber zum Beispiel, Etiketten, aber auch alte Geldscheine, Teebeutel und andere „Spezialpapiere“. Solch eine Vergeudung muss nicht sein, haben sich Papiertechniker der Technischen Universität Dresden (TUD) gedacht und neue Maschinen konstruiert. „Unser Ziel ist dabei, die Rücklaufquote deutlich zu erhöhen“, sagte Thomas Schrinner vom TUD-Lehrstuhl für Holztechnik und Faserwerkstofftechnik.

Blick in eine Chipfabrik vom Samsung. Die Koreaner gehören zu den Treibern in der Mikroelektronik-Industrie. Foto. Samsung

Halbleiterindustrie gibt 2021 soviel für Forschung aus wie noch nie

Gemessen am Umsatz sinken die FuE-Ausgaben aber seit Jahren, warnt „IC Insights“ Scottsdale, 24. Januar 2021. Die Halbleiterindustrie wird weltweit im Jahr 2021 rund 71,4 Milliarden Dollar (58,6 Milliarden Euro) für Forschung und Entwicklung (FuE) ausgeben und damit einen neuen Rekord aufstellen. Im Vergleich zum Vorjahr steigen die FuE-Ausgaben damit um vier Prozent, haben die Analysten von „IC Insights“ aus Scottsdale in den USA prognostiziert.

Annaberg-Buchholz baut den unteren Bahnhof zur Schnittstelle für den "Smart Rail Connectivity Campus" und für die Außenstelle der TU Chemnitz um. Foto: Stadtverwaltung Annaberg-Buchholz

TU Chemnitz etabliert Außenstelle für digitale Bahntechnik im Erzgebirge

Annaberger Bahnhof wird für 4,3 Millionen Euro umgebaut, Bahn-Tech-Konsortien ziehen ein Annaberg Buchholz, 23. Januar 2021. Die Technische Universität Chemnitz (TUC) richtet eine Außenstelle für die Bahntechnik der Zukunft im Erzgebirge ein. Dafür baut die Stadt Annaberg-Buchholz nun ihren alten „Unteren Bahnhof“ zur Schnittstelle für den neuen Bahnforschungscampus um. Das geht aus Mitteilungen der Kommune und der Uni hervor.

Die künstlerische Darstellung soll veranschaulichen, dass mathematische Modelle aus der Relativitätstheorie, die Raum-Zeit-Krümmungen um ein "Schwarzes Loch" beschreiben, auch zur Raummanipulation in Quantenmateralien einsetzbar sind. Daraus könnten sich Werkstoffe für die Computerchips und Sensoren von morgen und übermorgen ergeben. Grafik: pixelwg/Jörg Bandmann

Wie „Schwarze Löcher“ in der Quantenwelt

Physiker aus Dresden wollen mit Elektronenlinsen neuartige Quantensensoren entwerfen Dresden, 22. Januar 2021. Auf dem Weg zu extrem sensiblen Sensoren und superschneller Elektronik für die Zukunft arbeiten derzeit Physiker der Technischen Universität Dresden (TUD) an neuartigen Quantenmaterialien. Einen Ansatz, der auf Einstein, Schwarze Löcher und Halbmetalle setzt, verfolgt dabei der Nachwuchswissenschaftler Dr. Tobias Meng vom Dresdner Exzellenzzentrum „ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien“: Gemeinsam mit Luxemburger Kollegen will er Quasi-Raumkrümmungen in der Welt der mikroskopisch kleinen Dinge erzeugen, um in den Chip-Werkstoffen von übermorgen den Elektronenfluss hochpräzise steuern zu können. Für dieses sächsisch-luxemburgische Projekt „Topologie in relativistischen Halbmetallen“ (Toprel) haben die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) und der „Fonds National de la Recherche“ (FNR) nun eine knappe Million Euro Forschungsförderung zugesagt, teilte die Dresdner Uni mit.

Künstlerische Darstellung der Oberstufe der Rakete Falcon-9 während des Auswurfs der Satelliten Grafik: Exolaunch GmbH, SpaceX

TU Dresden schickt Nanotech-Satelliten mit SpaceX-Privatrakete ins All

Kosmische Härtetests an neuartiger Abschirmfolie und thermoelektrischen Energiesammlern Dresden, 22. Januar 2022. Maschinenbau-Studenten und Werkstoffforscher der Technischen Universität Dresden (TUD) wollen neuartige elektromagnetische Abschirmfolien durch den Kälte-Hitze-Fleischwolf drehen, um zu testen, ob ihre Nanomaterialien auch extreme Temperaturschwankungen aushalten. Deshalb haben sie mit „SOMP2b“ einen eigenen Experimental-Satelliten gebaut, den sie nun mit einer „Falcon-9-Rakete“ des privaten Raumfahrunternehmens „Space X“ von Elon Musk ins All schicken wollen. Die Rakete soll heute Nachmittag vom Raumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten, teilte die Uni mit.

Das "Advanced Train-Lab" ist ein Das advanced TrainLab ist ein Versuchsträger der Deutschen Bahn für neue Zugtechnologien. Eingebaut sind auch drei Mobilfunkantennen für das 5G-Netz, das im Erzgebirge gestetet wird. Foto: Kai Michael Neuhold für die Deutsche Bahn AG

Erzgebirge testet digitale Bahntechnologien

Bund schießt für gemeinsames 5G-Projekt von TU Chemnitz und Bahn knapp 18 Millionen Euro zu. Annaberg-Buchholz, 21. Januar 2021. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gibt der Deutschen Bahn und der TU Chemnitz 17,75 Millionen Euro, damit die Partner im Erzgebirge die digitalen Schienentechnologien der Zukunft mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) testen können. Im Fokus des Projektes „Digitales Testfeld Bahn“ stehen Kommunikationstechnik, Leit- und Sicherungstechnik, Künstliche Intelligenz, Antriebstechnik, Sensorik und Mensch-Technik-Interaktion im Bahnverkehr der Zukunft. Das geht Mitteilungen der Sächsischen Staatskanzlei und der TU Chemnitz hervor.

Infanterie gegen Schreitpanzer - das kann kaum gut gehen. Szenenbild (hw) aus "Iron Harvest 1920+"

Deutscher Entwicklerpreis für „Iron Harvest“

Dieselpunk-Strategiespiel setzt sich in 4 Kategorien durch Köln, 21. Januar 2020. „Iron Harvest“ hat im Wettbewerb um den „Deutschen Entwicklerpreis“ ordentlich abgeräumt: Das deutsche Dieselpunk-Strategiespiel und seine Macher vom „Studio King Art“ aus Bremen haben sich in den Kategorien „Bestes Deutsches Spiel“, „Bestes Game Design“, „Bester Sound“ und „Bestes Studio“ durchgesetzt Das haben die Ausrichter mitgeteilt.