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1 Million Euro für Dresdner Schüler-App-Firma Scoolio

Scoolio-Chef Danny Roller. Foto: Scoolio / Frische Fische

Scoolio-Chef Danny Roller. Foto: Scoolio / Frische Fische

Risikokapitalisten finanzieren neue Funktionen

Dresden, 2. Dezember 2020. Risikokapitalisten aus Sachsen beteiligen sich mit einer weiteren Million Euro an der Dresdner Schüler-App-Firma “Scoolio“. Das hat Scoolio heute mitgeteilt. An der neuen Finanzierungsrunde beteiligten sich die Sparkassentöchter RBB Management AG aus Bautzen und SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft aus Dresden sowie der Technologiegründerfonds Sachsen, die damit ihre bisherigen Beteiligungen am Unternehmen erhöhen.

Austausch von Lernmaterial geplant

Mit dem Geld will die Softwareschmiede neue Funktionen in ihre App einbauen. Dazu gehören zum Beispiel der Austausch von Lernmaterialien, eine bessere Vernetzung der Schüler untereinander und zusätzliche Informationsquellen für die Berufs- und Ausbildungsorientierung. “Der Stundenplan an der Pinnwand und das zerknitterte Hausaufgabenheft passen einfach nicht mehr ins Jahr 2020”, betonte Scoolio-Gründer Danny Roller. Er sehe einen “riesigen Bedarf” der Schüler in Deutschland am einem “spezialisierten digitalen Kanal für ihre schulischen Belange”.

Mit der Soolio-App können Schüler beispielsweise Stundenpläne für wechselnde Wochen anlegen. Foto: Heiko Weckbrodt

Mit der Soolio-App können Schüler beispielsweise Stundenpläne für wechselnde Wochen anlegen. Foto: Heiko Weckbrodt

Über die Scoolio-Wurzeln

Scoolio geht bis auf die Studentenfirma “Adscads” zurück, mit der Gründer Danny Roller und weitere Absolventen der TU Dresden ab 2010 das Gratis-Hausaufgabenheft “Futureplan” publiziert hatten. Eine weitere Wurzel ist die Firma „Develappers“, die der Wirtschaftsinformatiker Martin Hay von der Berufsakademie Glauchau 2013 gegründet hatte. 2016 entstand aus diesen zunächst parallelen Entwicklungslinien das Unternehmen “Scoolio”. Dessen gleichnamige App ist ein Smartphone-Programm, mit dem Schüler Hausaufgaben eintragen, Stundenpläne organisieren, sich über die Schule austauschen und an Tests erinnern lassen können. Für die jungen Nutzer ist die App gratis. Das Unternehmen finanziert sich durch Risikokapital sowie durch zielgruppenorientierte Anzeigen von Unternehmen, die zum Beispiel Azubis suchen.

Huawei kürt Scoolio zur besten App Europas

Laut Scoolio wurde die App bisher rund 1,3 Millionen Mal heruntergeladen. Der chinesische Elektronikkonzern Huawei hat sie als „Beste App Europas” ausgezeichnet.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Scoolio, Oiger-Archiv

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