Monate: Oktober 2020

Thomas Morgenstern. Foto: Infineon Dresden

Morgenstern wechselt von Globalfoundries zu Infineon Dresden

Sein Vorgänger Wijburg rückt in die Konzernzentrale auf Dresden, 30. Oktober 2020. Das Personalkarussell in der Dresdner Halbleiterindustrie dreht sich weiter: Der promovierte Chemiker Thomas Morgenstern, der bis Ende September 2020 noch die Dresdner Chipfabrik von „Globalfoundries“ geleitet hatte, wechselt zu Infineon Dresden. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern heute mit.

Die bisher größte Videoschlacht tobte 14 Stunden lang im virtuellen Kosmos von "Eve Online". Bildschirmfoto: Andreas Jones/Razorien

Weltwelt größte virtuelle Schlacht in Eve Online geschlagen

8825 Spieler zerstören 6746 Raumschiffe und vernichten dabei Ressourcen für 18.712 US-Dollar Reykjavík, 29. Oktober 2020. Die weltweit größte Schlacht in virtuellen Welten hatte 8825 Kombattanten und tobte 14 Stunden lang in der Weltraum-Simulation „Eve Online“. Diesen neuen Guinness-Weltrekord hat heute der Eve-Betreiber „CCP Games“ in der isländischen Hauptstadt Reykjavík bekannt gegeben. In der Schlacht „Aufruhr bei FWST-8“ kämpften demnach zwei große Spieler-Allianzen um die territoriale Vorherrschaft in einem Sektor des Videospiel-Kosmos.

Die Kombination zum Tresor würde auch keiner anderen zeigen. Doch bem Online-Banking lassen sich viele Deutsche über die Schulter schauen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Mehrheit erledigt Bankgeschäfte online

Immer weniger gehen in Filialen Berlin, 29. Oktober 2020. Drei Viertel aller Menschen in Deutschland erledigen ihre Bankgeschäfte per Internet und gehen gar nicht mehr oder nur gelegentlich in eine Filiale. Das hat „Bitkom Research“ aus Berlin durch eine repräsentative Umfrage ermittelt. Zum Vergleich: 2014 nutzte nur jeder Zweite das Online-Banking.

Zum Auftakt des Juniordoktor-Programms 20020 haben Kinder im Verkehrsmuseum Roboter programmiert. Foto: Frank Grätz für die LHD

Dresden bildet neue Juniordoktoren aus

Zum Auftakt haben Kinder Roboter programmiert Dresden, 28. Oktober 2020: Das Dresdner Talente-Förderprogramm „Juniordoktor“ startet mit Robotik in eine neue Runde. Zum Auftakt programmierten acht Kinder im Verkehrsmuseum Mini-Roboter darauf, selbstständig bunte Stationen abzufahren. Organisiert hatte dieses Tüftelangebot der “Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke”, der seit Jahren auch regionale Lego-Roboter-Wettbewerbe in Dresden und Sachsen organisiert. „Das passt prima zum Dresdner Profil als ,Robot Valley“, freute sich Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Franke über die Programmiererfolge der angehenden Juniordoktoren. Er rechnet mit insgesamt rund 250 Mädchen und Jungen, die den Juniorkursus in diesem Jahr absolvieren.

Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf verfügt Supercomputer, mit denen sich Algorithmen für noch leistungsstärkere Rechner schon mal testen lassen. Foto: Detlev Müller für das HZDR

Casus Görlitz entwickelt Test-Planungssoftware für Corona

Sachsen schießt eine Million Euro für neues Helmholtz-Zentrum zu Görlitz/Dresden, 28. Oktober 2020. Um Corona-Testkapazitäten künftig effektiver auszulasten, entwickeln sächsische Helmholtz-Forscherinnen und -Forscher am „Casus“-Zentrum für das Verständnis fortgeschrittener Systeme in Görlitz nun eine neue Planungssoftware. Der Freistaat Sachsen unterstützt dieses Projekt mit einer Million Euro. Das geht aus Mitteilungen des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) als Casus-Mutterinstitut und des sächsischen Wissenschaftsministeriums hervor.

Der neue Hydraulikkran im ausgebauten Hafen Torgau. Foto: SBO

IHK-Konjunkturbarometer: Geschäftslage in Ostsachsen klar auf

Umfrage war allerdings vor 2. Coronawelle Dresden, 28. Oktober 2020. Kurz vor der jüngsten Diskussion um eine neue Corona-Ausgangssperre hat sich die Geschäftsstimmung in der ostsächsischen Wirtschaft überraschend deutlich verbessert: Das Konjunktur-Barometer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dresden ist im Herbst aus dem tiefroten Bereich in den grünen Bereich geklettert und zeigt nun +23 Punkte statt – 21 Punkte wie noch vor einem Quartal an. Das geht aus dem jüngsten Konjunktur-Bericht der IHK Dresden hervor. Die Analyse stützt sich auf eine Umfrage unter 640 Unternehmen mit rund 27.000 Beschäftigten in Ostsachsen. Die Daten wurden allerdings bereits im September abgefragt, als die zweite Corona-Welle noch nicht deutlich absehbar war.

Blick in die Lithografie der X-Fab in Erfurt. Foto: Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, Fotograf Michael Voigt

X-Fab verliert ein Viertel vom Umsatz

De Winter dennoch optimistisch: Talsohle ist durchschritten Erfurt, 27. Oktober 2020. „X-Fab“ hat im dritten Quartal 2020 rund ein Viertel weniger erlöst als ein Jahr zuvor. Das hat der ostdeutsche Chip-Auftragsfertiger aus Erfurt heute mitgeteilt. Demnach sind die Umsätze um 26 Prozent auf 96,1 Millionen US-Dollar (81,2 Millionen Euro) gesunken. Gleichzeitig erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust von 12,9 Millionen Dollar (10,9 Millionen Euro).

Die Dresdner HPCi-Fügezange als "Hand" an einem Industrieroboter. Foto: Fraunhofer-IWS

Leichte Müllstromer für die Städte

IWS Dresden entwickelt neuartige Fügezangen, damit auch lokale Handwerker Leichtbau-Abfallfahrzeuge bauen und reparieren können. Dresden, 27. Oktober 2020. Um die Nerven der Anwohner, die Stadtluft und die Umwelt zu schonen, liebäugeln viele Kommunen mit elektrischen Müllautos, die den Abfall in den Innenstadt-Kernen leise und abgasfrei entsorgen. Weil solche Fahrzeuge aber schwere Akkus oder Brennstoffzellen als Energiespeicher haben, sind hier einfache Leichtbautechnologien gefragt. Was heißt: Am besten wäre es, wenn die städtischen Handwerker solche Müllstromer selbst zusammenbauen und auch reparieren könnten. Deshalb hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden nun gemeinsam mit Partnern neuartige Laser-Fügezangen konstruiert, die Leichtbau zum Kinderspiel machen. Nun erwägen die Dresdner Ingenieurinnen eine Firmenausgründung, um ihre Superzangen zu vermarkten.

Die Illustration veranschaulicht das fliegende Teleskop Sofia und das im Mondkrater "Clavius" entdeckte Wasser. Grafik: Nasa

Sofia entdeckt Wasser auf Sonnenseite des Mondes

Flugzeug-Teleskop findet die Moleküle erstaunlicherweise auf der Sonnenseite des Erdtrabanten Mond, 26. Oktober 2020. Auf dem Erdtrabanten gibt es anscheinend an mehr Orten als bisher gedacht Wasser – und zwar in flüssiger Form. Über diese Entdeckung des fliegenden Observatoriums „Sofia“ haben nun die Nasa und die Uni Stuttgart berichtet. Demnach gibt es Wassermoleküle nicht nur in der Nähe der Polarregionen, sondern auch in sonnenbeschienenen Gegenden des Mondes.

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch - aber kommt bei neuen Stellen kaum alös Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Die meisten Deutschen sind gegen Recht auf Heimarbeit

Auch IHK Dresden sieht Rechtsanspruch kritisch und der Bitkom plädiert lieber für ein Anreizsystem Berlin, 26. Oktober 2020. Die meisten Deutschen halten nicht viel von der Idee von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), einen Rechtsanspruch auf Heimarbeit („Home Office“) per Gesetz in Deutschland einzuführen. Das geht aus einer Telefonumfrage unter 1005 Menschen im Auftrag des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor.

Die Biotype-Chefs Wilhelm Zörgiebel (links, 67) und Felix Zörgiebel (36) begutachten im Reinraum eine Modaplex-Anlage. Foto: André Wirsig für Biotype

Biotype baut Coronatest-Produktion in Hellerau massiv aus

Dresdner Biotech-Unternehmen will zehn Millionen Euro in mehr Fertigungskapazität und die Entwicklung neuer Gentest-Maschinen investieren Dresden, 19. Oktober 2020. „Biotype“ steht vor einem Wachstumsschub: Die Führungsriege des Biotechnologie-Unternehmens will in Dresden-Hellerau rund zehn Millionen Euro in eine Produktions-Erweiterung und anspruchsvolle technologische Entwicklungsprojekte investieren. Das hat Biotype-Juniorchef Felix Zörgiebel angekündigt. Damit reagiere der Familienbetrieb auf die stark gewachsene Nachfrage für Corona- und Antikörper-Tests sowie andere medizinische Tests aus Dresden. Auch neue Jobs seien geplant.

Das Team unter der Leitung von Dr. Paul D'Agostino wird 40 symbiotische und seltene Cyanobakterien sequenzieren, um daraus neue Wirkstoffe sowie Anwendungen in der Biotechnologie abzuleiten. Mikroskopfoto: Paul D'Agostino für die TUD

Cyanobakterien stellen das Personal für Medizinfabriken der Zukunft

TU Dresden will Erbgut der „Stars der Bioökonomie“ entziffern Dresden, 25. Oktober 2020. Auf der Suche nach einer biologischen Produktion neuer Antibiotika, Virenmedikamente und anderer Wirkstoffe wollen Biochemiker und Biochemikerinnen der TU Dresden nun das Erbgut von Cyanobakterien genauer entschlüsseln. Das hat die Dresdner Uni angekündigt. Das Team um Professor Dr. Paul D’Agostino und Professor Tobias Gulder werde dieses Projekt mit Fördergeldern aus einem „Sequencing-Grant“ finanzieren, den das „Joint Genome Institut“ (JGI) in den USA den Sachsen zugesprochen hat.

In Dresden hat die Corona-Krise die Unternehmen vergleichsweise stark getroffen. Grafik: Commerzbank/Ipsos

Corona-Krise existenzbedrohend für jedes 4. Dresdner Unternehmen

Comerzbank-Studie: Ein Drittel hat Staatsstütze bekommen Dresden, 23. Oktober 2020. Viele Unternehmen in Sachsen werden Corona und die staatlichen Gegenmaßnahmen nicht überleben – darin sind sich viele Branchenbeobachter einig. Dies gilt umso mehr, da nun eine zweite Ausgangssperre und ein verschärfter Ausnahmezustand drohen. Etwa ein Viertel der Dresdner Unternehmen haben die Corona-Krise bereits vor der „zweiten Welle“ als existenzbedrohend eingeschätzt. Dies geht aus einer Unternehmerkunden-Studie im Auftrag der Commerzbank hervor. Für diese Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut „Ipsos“ bundesweit 3.500 Selbstständige, Freiberufler und Unternehmern mit einem Jahresumsatz von bis zu 15 Millionen Euro befragt, darunter 50 in Dresden.