Monate: September 2020

Juliane Schmidt. Foto: IFW Dresden

Physikinstitut IFW Dresden hat neue kaufmännische Direktorin

Juliane Schmidt wird Nachfolgerin von Doreen Kirmse Dresden, 30. September 2020. Das Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden hat eine neue kaufmännische Direktorin: Juliane Schmidt tritt am 1. Oktober 2020 die Nachfolge von Dr. Doreen Kirmse an, die bereits am 1. Juli Kanzlerin an der Hochschule für Technik in Stuttgart geworden war.

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

TU Dresden: Hybrides Studium im Corona-Wintersemester

Wie die Dresdner Uni das Semester 2020/21 unter pandemischen Vorzeichen plant. Dresden, 29. September 2020. Nachdem Corona das Sommersemester 2020 an der TU Dresden weitgehend auf digitale Studienofferten reduziert hatte, startet im Oktober das Wintersemester als hybrides Studium: Präsenzveranstaltungen gibt es wieder mehr, viele Vorlesungen und Seminare werden aber weiter nur per Internet angeboten. Das geht aus Auskünften der Uni auf DNN-Anfragen hervor. Und: Zu Beginn der Corona-Zeit entstanden viele Online-Vorlesungen in Eigenregie der Dozenten auf recht unterschiedlichem didaktischen und technischen Niveau. Nun will die Uni-Leitung die digitale Lehre professioneller trimmen.

Auch das Kraftwerk an der Nossener Brücke in Dresden gehört zur Drewag. Foto: Drewag

Drewag beliebtester Arbeitgeber in Dresden

„Capital“-Umfrage platziert aber auch Flugzeugwerke, Xenon, Globalfoundries und andere Tech-Firmen in der Bestenliste Dresden, 29. September 2020. Die Drewag, die Elbe-Flugzeugwerke und das Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden sind laut der Zeitschrift „Capital“ die attraktivsten Arbeitgeber in Dresden. Das geht aus einer nun veröffentlichen Befragung der Zeitschrift gemeinsam mit dem Statistikportal „Statista“ hervor.

Die wasserstoffbasierte Direktreduktion ist eine Schlüsseltechnologie für die CO2-freie Rohstahlproduktion - zu diesem Schluss sind die Fraunhofer-Forscher in ihrer Macor-Studie gekommen. Foto: Fraunhofer IKTS

Fraunhofer Dresden will Millionen Tonnen CO2 in Stahlindustrie einsparen

Künftig soll Wasserstoff statt Koks das Eisenerz zu Stahl reduzieren Dresden, 29. September 2020. Das Fraunhofer-Keramikinstitut IKTS in Dresden arbeitet gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an Verfahren, die die Umweltbilanz der deutschen Stahlwerke drastisch verbessern sollen: Statt mit Koks wollen sie künftig mit Hilfe von Wasserstoff das Eisenerz zu Rohstahl reduzieren, also damit dem Eisenoxid den Sauerstoff entziehen. Durch diese „Direktreduktion“ wäre es möglich, bis zu 95 Prozent des Kohlendioxids zu sparen, das sonst als Nebenprodukt dieses chemischen Prozesses entsteht – immerhin acht Millionen Tonnen pro Jahr allein in Deutschland. Das hat IKTS-Forscher Dr. Matthias Jahn eingeschätzt. Allerdings gehe die ökologische Rechnung nur auf, wenn der eingesetzte Wasserstoff nicht mit Kohlestrom aus Wasser abgespalten werde, sondern durch Sonnen- oder Windstrom in besonders effizienten Hochtemperatur-Elektrolyseanlagen.

Louisa Fay (Mitte) hat den 1. Platz im Wettbewerb Women´s Awards 2020 errungen. Fatima El-Hassan (l.) und Jana Eisoldt kamen auf die Folgeplätze. Foto: Tobias Koch für die Carl Zeiss Digital Innovation GmbH

Junge Informatikerinnen in Dresden ausgezeichnet

Abschlussarbeiten über maschinelles Lernen, KI-Moral und Spionageabwehr gewürdigt Dresden, 29. September 2020. Drei begabte Nachwuchs-Informatikerinnen haben in Dresden den „Women‘s Awards 2020“ gewonnen: Louisa Fay aus Stuttgart, Fatima El Hassan aus Berlin und die aus Dresden stammende Jana Eisoldt, die jetzt an der Uni Magdeburg studiert. Das hat die Dresdner „Carl Zeiss Digital Innovation GmbH“ mitgeteilt, die bis zur Übernahme durch Zeiss im Frühjahr 2020 „Saxonia Systems AG“ hieß.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Mehrheit wünscht sich deutsche KI-Schlüsselrolle

Bitkom-Umfrage: Zwei Drittel rechnen mit besserer Wettbewerbsfähigkeit durch Künstliche Intelligenz Berlin, 28. September 2020. Die meisten Bundesbürger wünschen sich eine deutsche Führungsrolle in der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“ (KI). Das geht aus einer Umfrage des Hightech-Branchenverbandes „Bitkom“ aus Berlin hervor. Zwei Drittel der Befragten gehen davon aus, dass KI die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken wird.

Hat 2011 ihren Bachelor für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig gemacht und weiß Bescheid, wie es in der DDR war: Christina Schwarz. Foto: Greta Hartmann für die uni Leipzig

Nachwuchs-Forscherin: DDR und Corona zu vergleichen ist “neurechts”

Kulturwissenschaftlerin: Nur kleiner Teil der Ostdeutschen fühlt sich bevormundet, Selbstbild als Umstürzler ist letztlich demokratiefeindlich Leipzig, 28. September 2020. Wer sich durch den Corona-Ausnahmezustand, durch Reiseverbote und Demonstrationsverbote, durch Schlangen und leere Regale in den Geschäften und andere Phänomene während der Pandemie an die DDR erinnert fühlt und beides „gleichsetzt“, der liegt nach Meinung der Kulturwissenschaftlerin Christina Schwarz von der Uni Leipzig falsch. Denn: „Solche Gleichsetzungen sind gängige Argumentationsmuster neurechter Akteure bis hin zu Neonazis“, kritisiert sie.

Daniel Kinderman ist Professor für Politologie an der University of Delaware in den USA. Foto: Heiko Weckbrodt

Studie: Deutsche Wirtschaft mobilisiert besonders gegen Rechtspopulismus

US-Politologe Kinderman sieht Mittelstand in Sachsen als Vorreiter Smith Hall Newark/Dresden, 28. September 2020. In keinem anderen Land haben sich Unternehmer, Manager und Wirtschaftsverbände so deutlich gegen Rechtspopulismus positioniert und ausgesprochen wie in Deutschland. Und besonders früh geschah dies in Sachsen. Zu dieser Einschätzung ist der US-amerikanische Politologe Prof. Daniel Kinderman von der University of Delaware nach Studien in Europa gekommen und hat sie nun im Aufsatz „German Business Mobilization against Right-Wing Populism“. Ähnliche Zwischenergebnisse hatte er zuvor schon bei einem Vortrag in Dresden verfochten.

Der Quadcopter RC Video One hat, wie es der Name schon sagt, 4 Rotoren, eine Kamera an der Nase und blinkernde Farb-LEDs - ein Hingucker. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Drohnenforschung in Kamenz

Fraunhofer Dresden beteiligt sich an Zentrum für autonomes Fliegen Kamenz, 27. September 2020. Um die Zukunft des Fliegens auszuloten, entsteht auf dem Verkehrslandeplatz in Kamenz ein „Kompetenzzentrum autonomes und elektrisches Fliegen“. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) aus Dresden hervor, das zu den Gründungsmitgliedern des neuen Drohnen-Forschungszentrums gehört.

Virtuelle Bühne nicht nur für pandemische Zeiten: Dreamstage. Abb.: Bildschirmfoto (hw) von Dreamstage

Jan Vogler & Co. richten virtuellen Konzertsaal „Dreamstage“ ein

Konzert-Streamingplattform aus New York und Dresden soll Musikern wie Musikfreunden nicht nur in Corona-Zeiten neue Chancen eröffnen. Dresden/New York, 25. September 2020. Mit „Dreamstage“ haben Künstler und Informationstechnologen aus Dresden und New York ein neues, virtuelles Konzerthaus für Klassik, Rock, Jazz und andere Rhythmen gegründet. Der Dresdner Cellist Jan Vogler, der frühere Sony-Musikmanager Thomas Hesse und der Ingenieur Scott Chasin möchten damit für pandemische Zeiten eine „Traumbühne“ etablieren, auf der Musikern selbst in Zeiten von Corona, Ausgangssperren und eingeschränktem Kulturbetrieb Live-Konzerte vor einem weltweiten Publikum geben können.

Koboter - also kollaborative Roboter, die mit Menschen ohne Zaun zusammenarbeiten - sind zwar immer noch Nischenprodukte, doch dieser Teilmarkt wächst derzeit besonders dynamisch- Hier das Cobot-Modell "Yumi" von ABB. Foto: ABB / IFR

Deutschland hat am stärksten automatisierte Wirtschaft in Europa

Nirgends in der EU sind so viele Roboter im Einsatz wie in der Bundesrepublik Frankfurt am Main, 24. September 2020. Nirgends sonst in Europa sind so viele Roboter im Einsatz wie in der Bundesrepublik: „Deutschland ist in der Europäischen Union mit rund 221.500 Industrie-Robotern die am stärksten automatisierte Volkswirtschaft“, hat die Internationale Robotik-Förderation (IFR) in Frankfurt am Main mitgeteilt. Der Bestand sei im Jahr 2019 noch mal um drei Prozent gewachsen.

Senorics-Chef Ronny Timmreck zeigt einen organischen Analysesensor. Foto: Ellen Türke Fotografie für Senorics

Chinesische Kühlschränke bekommen Augen – mit Trikorder-Technik aus Dresden

TU-Ausgründung Senorics und Haier-Konzern schließen Vertrag Dresden/Qingdao, 24. September 2020. Die Chinesen wollen ihren Kühlschränken und Waschmaschinen Augen verleihen – und besorgen sich dafür Tricorder-Technologien aus Sachsen. Der Haushaltsgroßgeräte-Konzern „Haier Cosmoplat“ aus Qingdao hat deshalb nun mit der Die TU-Ausgründung „Senorics“ aus Dresden einen Vertrag geschlossen. Das hat Senorics mitgeteilt.

Bundestrainer Joachim Löw mit seinem neuen ID3 vor der VW-Manufaktur in Dresden. Foto: VW Sachsen

VW lernt Jogi Löw in Dresden als Elektroauto Schrauber an

Bundestrainer startet mit dem Werkzeug in der Hand die ID3-Produktion in der Volkswagen-Manufaktur Dresden Dresden, 23. September 2020. Joachim Löw hat heute eigenhändig in der gläsernen VW-Manufaktur die „ID3“-Produktion gestartet: Der Bundestrainer hob das neue Elektroauto auf die sogenannte „Schuppe“ und schraubte dann fleißig los. Im Anschluss bekam er die Schlüsse für seinen eigenen ID3 – und unternahm damit gleich eine Spritztour um den „Großen Garten“ in Dresden.