Monate: August 2020

Das Student-Hotel in Dresden macht wegen Corona dicht. Foto: The Student Hotel

Wegen Corona: „Student Hotel“ in Dresden schließt

Wirtschaftsförderer wollen Tech-Gründer nun anderswo unterbringen Dresden, 21. August 2020. Das bei Gründern, Studenten und digitalen Nomaden recht beliebte „The Student Hotel“ (TSH) in Dresden macht  wegen der Corona-Krise dicht – zumindest vorerst. Das teilten die Betreiber mit. Demnach werde das Hotel in der Stadtmitte am 1. Oktober 2020 „aufgrund der Auswirkungen der Pandemie und der schwierigen Zukunftsaussichten bei Buchungen von deutschen und ausländischen Studenten, Coworkern und Firmenkunden vorübergehend geschlossen“.

Kabinensimulator als virtueller Kipper unterwegs zur Beladestelle. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Virtuelle Kipper simulieren vernetzten Tagebau

Uni Freiberg testet mit neuem Kabinen-Simulator neue Arbeitsmaschinen Freiberg, 21. August 2020. Freiberger Geowissenschaftler erproben mit virtuellen Lastkraftwagen, Baggern und anderen Fahrzeugen die vernetzte Arbeitswelt in den Tagebauen und auf den Baustellen von morgen. Die Ingenieure der Bergakademie Freiberg haben sich dafür bewegliche, vernetzbare und mit Sensoren geprickte Kabinensimulatoren angeschafft. Das hat die TU-Bergakademie Freiberg mitgeteilt.

In den USA gilt Coldbrewed Coffee (Kaltgebrühter Kaffee) als Trend - wir haben diese Kaffeevariante nun selbst zubereitet und gekostet. Foto: Sven Germeroth

Neuer „Coworking Space“ in Dresden-Johannstadt

Miet-Gemeinschaftsbüro „DREIZEHN[37]“ hat sich in alter Villa eingenistet Dresden, 20. August 2020. Ein weiteres Gemeinschafts-Mietbüro („Coworking Space“) öffnet in Dresden-Johannstadt: „DREIZEHN[37]“ befindet sich in einer Villa an der Blasewitzer Straße. Betreiber ist die „Magnacum Beteiligungsgesellschaft GmbH“ aus Dresden. Sie will laut eigenen Angaben vor allem „junge aufstrebende Unternehmen“ davon überzeugen, sich dort auf Zeit einzumieten.

Vorserien-Studie des ID4-SUV. Abb.: VW

VW baut nun auch SUV-Stromer ID4 in Zwickau

Konzern setzt auf wachsende Umsätze mit elektrischen Kastenwagen Zwickau/Dresden, 20. August 2020. Mit dem ID4 produziert Volkswagen nun auch einen elektrischen SUV-Kastenwagen. Das batterieelektrisch angetriebene Auto ist im Werk Zwickau jetzt in die Serienproduktion übergegangen. Das hat VW heute mitgeteilt. Parallel dazu stellen die Sachsen bereits den ID3 her – den ersten Kompaktwagen von VW, der von Anfang an als reiner Stromer konzipiert wurde.

Die Nachfrage nach dRAM-Speichern schwankt sehr stark. Diese Vlotilität hat schon manchem Unternehmen das Genick gebrochen. Foto: Heiko Weckbrodt

Prognose: Ausgaben für Speicherchip-Fabriken sinken um 20 %

Samsung, Hynix und Co. sind vorsichtig geworden Scottsdale, 20. August 2020. Die führenden Halbleiter-Hersteller weltwelt kürzen ihre Ausgaben für neue Speicherchip-Fabriken in diesem Jahr um rund 20 Prozent auf etwa 15,1 Milliarden Dollar (12,7 Milliarden Euro). Das hat das US-amerikanische Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale prognostiziert. Zwar erhole sich der Markt für dRAM-Speicher langsam, die Hersteller sind aber vorsichtig damit geworden, neue milliardenteure Fabriken zu bauen, heißt es im neuen Forschungs-Bulletin aus Arizona.

Prof. Jürgen Czarske baut an der TU Dresden eine Laserinstallation auf. Für seine wegweisenden Laserinstrumente hat er nun einen Preis der internationalen Elektroingenieur-Organisation IEEE bekommen. Foto: TUD/Professur Mess- und Sensorsystemtechnik

Dresdner Lasertechniker ausgezeichnet

IEEE ehrt TU-Professor Czarske als Pionier der Laserinstrumente Dresden/New York, 19. August 2020. Der Dresdner Lasermesstechnik-Pionier Prof. Jürgen Czarske hat eine hohe Auszeichnung von der internationalen Elektroingenieurs-Gilde „IEEE“ aus New York bekommen: Der Verband hat den Professur für Mess- und Sensorsystemtechnik an der TU Dresden mit dem „Laser Instrumentation Award“ ausgezeichnet. Das hat die Uni heute mitgeteilt.

Chemikerin Dr. Daniela Pfister begutachtet eine Zelle, die Kathodenmaterial von BASF enthält. BASF forscht an innovativen Kathodenmaterialien, die Reichweite von Elektroautos verdoppeln sollen. Als ein Produktionsstandort ist Schwarzheide vorgesehen. Foto: Detlef W. Schmalow für BASF

Batterie-Millionen für BASF Schwarzheide

Bund und Land sagen 175 Millionen Euro für Kathodenmaterial-Produktion in der Lausitz zu. Schwarzheide, 19. August 2020. Damit BASF in Schwarzheide und Ludwigshafen die Produktion von Batterie-Chemikalien hochfährt, haben der Bund und das Land Brandenburg dem Chemiekonzern nun rund 175 Millionen Euro zugesagt. Dies geht aus einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.

Professor Gerhard Fettweis führt in der TU Dresden einen Roboter-System vor, das per 5G ferngesteuert wird und dabei in den meisten Fällen auf Reaktionszeiten unter einer Millisekunde bleibt. Foto: Heiko Weckbrodt

TU Dresden baut superschnelles 5G-Modem

Millisekunden-Technik soll Unfälle vermeiden helfen. Die Uni plant nun eine Firmengründung. Dresden, 19. August 2020. Ingenieure und Ingenieurinnen der TU Dresden haben innovative Modulatoren entwickelt, die zehnmal schneller reagieren als die bisher modernsten Geräte für den Mobilfunk der 5. Generation (5G). „Wir haben ein 5G-Modem gebaut, das die Latenzen auf eine Millisekunde drückt“, informierte Professor Gerhard Fettweis vom Vodafone-Lehrstuhl für mobile Kommunikationssysteme an der TU Dresden. Geplant sei, ein Unternehmen aus der Uni auszugründen, das diese innovative Technik zur Marktreife führt und kommerzialisiert. „Wir sind aber noch in der Vorgründungsphase“, betonte der Professor

Glasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: VodafoneGlasfaser-Netze gelten neben dem Mobilfunk der 5. Generation (5g) als Schlüssel zur Gigabit-Gesellschaft - also Datenverbindungen mit Geschwindigkeiten über einem Gigabit pro Sekunde, die ganz neue Dienste im Netz ermöglichen. Auch in Dresden setzen kommunale wie provate Ausbau-Akteure in hohem Maße auf glasfasergestützte Breitband-Lösungen. Foto: Vodafone

Vodafone baut Glasfaser-Netz in Dresden aus

Konzern, Staat und Stadt investieren 23,6 Millionen Euro ins Gigabit-Internet Dresden, 18. August 2020. Vodafone beginnt nun damit, sein Glasfasernetz in Dresden für rund 23,6 Millionen Euro auszubauen. Das hat der Telekommunikations-Konzern am Dienstag mitgeteilt. Das Unternehmen will mit den Lichtleitern bis zu 6000 weitere Haushalte und Unternehmen in der sächsischen Landeshauptstadt mit Internetanschlüssen der Gigabit-Klasse versorgen.

Dezentrale Rechnerwolken ("Edge-Clouds"), die mit 5G-Mobilfunk vernetzt sind, könnten viele Probleme mit mangelnder Rechenkraft vor Ort lösen. Grafik: hw

Grapes will jedem Smartphone Superrechnerkraft verleihen

Dortmunder holen sich für ihre Cloud-Geschäftsidee Hilfe vom „5G Lab“ in Dresden und von Samsung Dresden/Dortmund, 18. August 2020. Forscher aus Dortmund wollen die besondere Reaktionsschnelligkeit von 5G-Funk nutzen, um über dezentrale Rechnerwolken („Edge Clouds“) auch einfach gestrickten Smartphones, Tablets und Notebooks die Rechenkraft und Speicherkapazität von Supercomputern verfügbar zu machen. Zu den Gründern gehören Jaime Burbano, Mobin Pourreza, Jithin Reju, Nilabhra Patra und Aly Sakr. Ihr Projekt „Grapes“ soll in eine Unternehmensgründung münden.

Beispiel für eine auf Basis von Materialsimulationen designte Struktur. Foto: H. Eckert für die TU Dresden

Uni Dresden richtet Sommerschule für Material-Genomik aus

Designer-Werkstoffe der Zukunft kommen aus dem Computer statt aus der Alchemisten-Küche Dresden, 17. August 2020. Statt mit Metallen und Keramiken wie die Alchemisten nur herumzuprobieren, wollen heutige Materialforscher innovative Hightech-Werkstoffe ähnlich wie die Erbgutdaten des Menschen analysieren: Computer sollen in Zukunft durch Simulationen Designer-Materialien mit genau der gewünschten Härte, Biegsamkeit, Leitfähigkeit, Magnetkraft oder Hitze-Beständigkeit entwerfen. Und sie sollen gleich auch noch das Herstellungs-Rezept dafür liefern. Dieser Ansatz nennt sich „Materials Genome Engineering“ und ist das Leitthema einer internationalen Sommerschule, die heute an der TU Dresden begonnen hat.

Prof. Ursula M. Staudinger ist ab 18. August 2020 Rektorin der TU Dresden. Foto: Robert Lohse für die TUD

TU Dresden soll diverser und globaler werden

Neue Rektorin will Uni attraktiver machen – und sie als gesellschaftlichen Akteur stärken Dresden, 17. August 2020. Die neue Rektorin Ursula M. Staudinger will die Exzellenz-Forschung an der TU Dresden ausbauen, die Universität für neue Gruppen von Studenten und Studentinnen attraktiver machen und für eine vielfältigere („diverse“) und fachübergreifende Unikultur sorgen. Sie soll sich zu einer „globalen Universität für das 21. Jahrhundert“ entwickeln. Das hat Professorin Ursula M. Staudinger einen Tag vor ihrem Amtsantritt angekündigt.

Das Ceti-Exzellenzzentrum der TU Dresden hat mit "Campus Genius" nun ein Unternehmen ausgegründet, das transportable Sendestationen für 5G-Campusnetze entwickelt und betreut. Sebastian Itting ist einer der Betreuer dieser Technik.Foto: Heiko Weckbrodt

Ceti Dresden gründet Firma für 5G-Campusnetze

Brötchen backen, Autos bauen: „Campus Genius“ spannt Roboternetze in den Betrieben auf Dresden, 14. August 2020. Immer mehr Betriebe wollen ausprobieren, wie sie mit 5G-vernetzten Robotern effektiver Autos bauen, Container umschlagen oder gar Brötchen backen können. Der Mobilfunk der 5. Generation (5G) eröffnet dafür ganz neue Chancen: Er ist weit reaktionsschneller als der veraltete LTE-Standard und kann in jeder Fabrik Hunderte, ja gar Tausende Maschinen, Werkstücke, Roboter und autonome Transporter gleichzeitig koordinieren. Zudem lassen sich damit „Campus-Netze“ aufspannen, die vom öffentlichen Mobilfunk abgeschottet sind, um Industriespione abzuwehren. Weil die Nachfrage groß ist, hat das „Exzellenz-Centrum für taktiles Internet“ (Ceti) der TU Dresden nun eigens dafür ein Unternehmen namens „Campus Genius“ ausgegründet. Das haben Thomas Höschele und Sebastian Itting vom Ceti mitgeteilt.

Franziska Weser und Anna Kirchberg von Heartucate Leipzig erklären im "5G Lab Germany" an der TU Dresden, wie sie sich den digotal erweiterten Unterricht der Zukunft vorstellen. Foto: Heiko Weckbrodt

„Heartucate“ schickt Schüler auf 3D- Expedition in Arktis und auf Mars

Junge Lehrerinnen wollen Klimawandel und anderen Schulthemen in 3D-Welten veranschaulichen Dresden/Leipzig, 16. August 2020. Franziska Weser und Anna Kirchberg sind zwei junge Lehrerinnen aus Dresden und wollen Unterricht auf eine neue, digitale Stufe heben. Dafür möchten sie in Leipzig das Unternehmen „Heartucate“ gründen und dort aufregende virtuelle Exkursionen für Schulkinder entwickeln. Dabei setzen sie Technologien der „augmentierten“, also erweiterten Realität (AR) wie auch der „Mixed Reality“ (MR) ein, bei der Datenbrillen oder Tablets den Kindern sowohl ihre reale Umgebung zeigen wie auch computergenerierte Welten.

Elektro- und Elektronikschrott enthalten zwar viele Wertstoffe. Sie automatisiert wiederzuverwerten, ist aber eine schwierige technologische Herausforderung. Foto: Heiko Weckbrodt

Helmholtz Freiberg will lernfähigen Elektronikschrott-Beäuger bauen

Für 3,8 Millionen Euro entsteht bis Mitte 2021 ein Demonstrator Freiberg/Dresden, 14. August 2020. Um die weltweiten Berge aus Elektronikschrott abzutragen, bauen Wissenschaftlerinnen um Dr. Richard Gloaguen und Dr. Axel Renno vom Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (Hif) nun eine neue Abfall-Analysemaschine. Das geht aus einer Mitteilung des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) hervor, zu dem das Hif gehört.