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Bosch macht 25 % mehr Umsatz mit „Industrie 4.0“

Industrie 4.0 wird zum wichtigen Wirtschaftsfaktor. 2019 hat Bosch mehr als 750 Millionen Euro Umsatz mit vernetzten Lösungen für Fertigung und Logistik erzielt – ein Wachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Visualisierung und Foto: Bosch

Industrie 4.0 wird zum wichtigen Wirtschaftsfaktor. 2019 hat Bosch mehr als 750 Millionen Euro Umsatz mit vernetzten Lösungen für Fertigung und Logistik erzielt –- ein Wachstum von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Visualisierung und Foto: Bosch

Unternehmen rechnet in Antwort auf die Corona-Krise mit noch mehr Aufträgen

Reutlingen, 16. Juni 2020. Das wachsende Interesse an vernetzten, hochautomatisierten Fabriken und Wertschöpfungsketten beschert dem deutschen Technologiekonzern Bosch immer mehr „Industrie 4.0“-Aufträge. Das geht aus einer Bosch-Mitteilung hervor.

Demnach legten die Umsätze mit solchen Lösungen binnen eines Jahres um rund ein Viertel zu: von rund 600 Millionen Euro im Jahr 2018 auf über 750 Millionen Euro im Jahr 2019. Und nach der Corona-Krise rechnet das Elektronikunternehmen mit noch mehr Schub für seine „Industrie 4.0“-Technologien.

Musik-Werbevideo von Bosch
für die Industrie 4.0:

Bosch-Manager: Wer mithalten will, muss vernetzen

„Die Vernetzung kann Unternehmen in Ausnahmezeiten wie diesen weniger verwundbar machen und unterstützt sie dabei, sicher durch die Krise zu navigieren“, schätzte der für Industrietechnik zuständige Bosch-Geschäftsführer Rolf Najork ein. Beispiel: Um Ansteckungen bei der Schichtübergabe zu vermeiden, lasse sich das nun auch digital meistern, betonten die Bosch-Spezialisten. „Anlagen und Maschinen können per Fernzugriff überwacht und gewartet werden, ohne dass ein Techniker vor Ort sein muss. Intelligente Software ortet von überall aus Waren und Transporte und sichert den Nachschub.“

25 % mehr Produktivität erreichbar

Unterm Strich könnten Unternehmen ihre Produktivität durch Industrie-4.0-Lösungen um etwa 25 Prozent steigern, schätzte Bosch ein. „Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss vernetzen“, betonte Najork. „Industrie 4.0 ist eine historische Chance. Die Potenziale sind gewaltig.“

Bosch arbeitet an Lösungen für die "Industrie 4.0" und das Internet der Dinge (IoT). Foto: Bosch

Bosch arbeitet an Lösungen für die “Industrie 4.0” und das Internet der Dinge (IoT). Foto: Bosch

Was ist überhaupt Industrie 4.0?

Für das vor allem in Deutschland geprägte Konzept der „Industrie 4.0“ gibt es keine verbindliche Definition. Vorstellen kann man sich diese „vierte industrielle Revolution“ nach Dampfmaschine, Elektrifizierung/Fließbandprinzip und PC-Einsatz als eine neue Stufe der Hochautomatisierung. Dabei vernetzen sich alle Maschinen, Roboter, Transporter und Werkstücke in einer Fabrik. Diese „Agenten“ handeln dann den effizientesten Produktionsablauf dezentral untereinander aus. Der Ort und Status aller Maschinen und Werkstücke wird durch eine hohe Anzahl von Sensoren, Ortungsgeräten und Funkmodulen ständig überwacht. Zudem sind „Industrie 4.0“-Fabriken mit ihren Zulieferern, Kunden, Transporteuren und anderen Gliedern ihrer Wertschöpfungskette organisch und in Echtzeit vernetzt, damit Material-Nachschub und Abtransport niemals stocken.

Autor: Heiko Weckbrodt

Quellen: Bosch, Oiger-Archiv

Auch in der Robotik sehen die Ingenieure vom 5G Lab Germany in Dresden große Perspektiven für den 5G-Mobilfunk. Foto: S.Mudriievskyi für das 5G Lab Germany

Auch in der Robotik sehen die Ingenieure vom 5G Lab Germany in Dresden große Perspektiven für den 5G-Mobilfunk. Foto: S.Mudriievskyi für das 5G Lab Germany

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