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Sachsen baut Datenanalyse-Zentrum aus

Die Scads-Forscher wollen den Supercomputer-Komplex der TU Drseden nutzen, um neue KI-technologien zu entwickeln. Foto: Robert Gommlich für die TUD

Die Scads-Forscher wollen den Supercomputer-Komplex der TU Dresden nutzen, um neue KI-technologien zu entwickeln. Foto: Robert Gommlich für die TUD

Neue KI-Technologien für Kampf gegen Krebs und Hacker im Fokus

Dresden/Leipzig, 26. November 2019. Um Krebsgeschwüre rascher zu erkennen, Hacker-Angriffe geschmeidiger abzuwehren und aus Experimentaldatenfluten verborgenes Wissen zu schöpfen, wollen die Sachsen in Zukunft stärker „künstliche Intelligenzen“ (KI, englisch auch als AI abgekürzt) einspannen. Daher baut der Freistaat nun mit Bundeshilfe sein Datenanalyse-Zentrum in Dresden und Leipzig zu einem „Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence“ (ScaDS.AI) aus. Darauf hat die TU Dresden hingewiesen. Offizieller startet das Zentrum morgen.

Millionenförderung von Bund und Land

Bund und Land investieren in den nächsten Jahren rund 20 Million Euro in den Ausbau der Forschungseinrichtung. ScaDS.AI ist eines von sechs Zentren deutschlandweit, die der Bund im Zuge seiner KI-Strategie fördert. „In der zu erwartenden dauerhaften Förderung des Bundes ist ein großer Erfolg für den Freistaat zu sehen“, schätzte die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ein. „Eine stabile Institution, die erhebliches Know-how in den Zukunftsfeldern Big Data und künstliche Intelligenz konzentriert, wird alle Voraussetzungen haben, um Spitzenforscher weltweit anzuziehen und in Kooperation mit der Industrie und anderen Forschungseinrichtungen wichtige technologische Entwicklungen voranzutreiben. Die Anwendungsbreite künstlicher Intelligenz ist enorm und wird die wirtschaftliche Wertschöpfung in völlig neue Dimensionen bringen.“

Neue Profs und Graduiertenschule für KI-Experten von morgen

Spezialisieren wollen sich die Sachsen auf „maschinelles Lernen“ (ML) und die KI-Analyse großer Datenmengen mit Hilfe optimierter Hochleistungsrechner. Auch arbeiten sie an KI-Technologien, um sicherheitsrelevante und persönliche Daten besser gegen Angriffe von außen zu schützen. Auch je vier neue Software-Professuren sowie eine neue Graduiertenschule sind an den beiden Standorten Dresden und Leipzig geplant. Sie sollen die KI-Experten von morgen ausbilden.

Sachsen will sich als KI-Pionierstandort profilieren

Die sächsische Regierung bemüht sich bereits seit geraumer Zeit, den Freistaat zu einem Pionierstandort für KI-Technologien zu machen. Im Februar 2019 hatten daraufhin die Fraunhofer-Gesellschaft und die TU Dresden beschlossen, in der Landeshauptstadt ein Zentrum für kognitive Produktionssysteme (CPS) und ein „Center for Explainable and Efficient AI Technologies“ (CEE AI) zu gründen.

Autor: hw

Quellen: TUD, Oiger-Archiv