Monate: August 2019

Topas Dresden: Geschäftsführer Andreas Rudolph inspiziert in der neuen Montagehalle eine entstehende Filterprüfanlage. Foto: Heiko Weckbrodt

Topas hat Filterprüftechnik-Fabrik in Dresden-Reick ausgebaut

Damit drinnen das Klima prima bleibt Dresden, 21-. August 2019. Weil die Nachfrage für sächsische Filter-Prüftechnik weltweit steigt, hat das Technologieunternehmen „Topas“ seine Fabrik in Dresden-Reick ausgebaut: Für über vier Millionen Euro ist an der Gasanstaltstraße ein Dreigeschosser entstanden, in dem die Mechaniker, Elektroniker und Ingenieure nun auch größere und komplexere Prüfanlagen entwickeln und produzieren können.

Helaitek-Chef Guido van Tartwijk (l.) und der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) starten am 20. August 2019 die Massenproduktion organischer Solarzellen in der erweiterten Heliatek-Fabrik in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Heliatek startet in Dresden Massenproduktion organischer Solarfolien

80 Millionen Euro teure Fabrik-Erweiterung geht offiziell in Betrieb Dresden, 20. August 2019. 13 Jahre nach der Ausgründung aus den Unis Dresden und Ulm steigt das Photovoltaik-Unternehmen „Heliatek“ nun endlich von der Pilot- auf die Massenproduktion organischer Solarzellen um. Der neue Geschäftsführer Guido van Tartwijk hat dafür heute eine 80 Millionen Euro teure Fabrikerweiterung an der Treidlerstraße in Dresden offiziell in Betrieb genommen – mit einem Schlag auf einen riesigen roten Knopf.

Die Dresdner Firma MINT entwickelt Bioreaktoren, in denen Algen besonders umweltverträglich Wirkstoffe für die Pharma- und Lebensmittelindustrie herstellen können. Das Unternehmen testet die Reaktoren und deren Hightech-Messtechnik gemeinsam mit dem Institut für Naturstofftechnik der TU Dresden. Foto: Felix Krujatz für die TU Dresden

Medizin und Speise aus der Algenfabrik

Künstliche Schnüffelnasen aus Dresden sollen die organische Produktion in den Städten ankurbeln. Dresden, 20. August 2019. Um die Natur besser vor dem zerstörerischen Hunger der Menschheit zu schützen, forschen Ingenieure weltweit an alternativen Quellen für Speisen und Wirkstoffe. Ein Ansatz dafür sind Bioreaktoren voll hochspezialisierter Kleinstorganismen. Zu kompakten Containerfabriken in Gewerbegebieten übereinandergestapelt, könnten solche Reaktoren Algen für Vegetarier-Shakes, Tierfutter, Zutaten für Medikamente und Kosmetika massenhaft dort erzeugen, wo sie auch verbraucht werden: in den Städten. Letztlich sollen solche Biofabriken dazu beitragen, dass die Pharmaindustrie weniger Erdöl für synthetische Wirkstoffe verbraucht und Bauern weniger Wälder für neue Weiden und Felder roden.

Prof. Giovanni Cuniberti (rechts) analysiert mit jungen Akademikern Messdaten. Foto: Thomas Lehmann für die TU Dresden

Jungakademiker suchen mit KI-Hilfe nach neuen Werkstoffen

Sommerschule der TU Dresden schlägt ab 2020 chinesische Pfade ein Dresden, 19. August 2019. Wie künstliche Intelligenz neuartige Werkstoffe in bekannten Materialdaten entdecken kann, ist ein Thema einer internationalen Sommerschule „Materials 4.0 – Deep Mechanics“ vom 18. bis zum 23. August 2019 an der TU Dresden. Darauf hat der Dresdner Nanotechnologe Prof. Giovanni Cuniberti hingewiesen.

Der englische Gärtner Gavin Munro und sein Unternehmen Full Grown lassen bereits seit über zehn Jahren Stühle und andere Möbelstücke auf ihren Plantagen wachsen. Dresdner HTW-Studenten haben das gärtnerische Verfahren weiterentwickelt und verpflanzen es nun auch nach Sachsen. Foto: Chris Robinson für Full Grown

Stühle wachsen auf Plantagen

Dresdner HTW-Studenten gründen mit „Arboreal“ eine Firma, die Möbel wachsen lässt statt sie zu bauen. Dresden, 19. August 2019. In Sachsen bekommt das Konzept „nachwachsender“ Rohstoffe und Produkte eine wörtliche Bedeutung: Die Dresdner Jungunternehmer Markus Stopfer und Daniel Wetzler wollen künftig Stühle, Spiegelhalter, Lampen und andere Möbelstücke aus Bäumen wachsen lassen, statt sie aus Kanthölzern und Brettern zu sägen, hobeln und verzapfen. „Arboreal“ heißt das Unternehmen, das die beiden Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Anfang 2020 in Dresden gründen wollen, um fortan Möbel auf Plantagen zu ernten. Der Firmenname bedeutet soviel wie „baumartig“ – und das ist Programm.

Terahertz-Strahlung liegt im elektromagnetischen Spektrum zwischen Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sie eignet sich gut, um Materialeigenschaften zu untersuchen. Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf bietet mit der Terahertz-Quelle im Elbe-Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen vielfältige Experimentiermöglichkeiten für Forscher aus aller Welt. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Zutaten für Nacktscanner-Laser gefunden

Rossendorfer Physiker: Spezieller Materialmix strahlt Terahertz-Licht aus Dresden-Rossendorf, 18. August 2019. Terahertz-Strahlung ist vor allem durch ihren Einsatz für „Nackt-Scanner“ in Flughäfen bekannt geworden. Tatsächlich birgt dieses unsichtbare Licht aber auch die Chance auf superschnelle Datennetze und Einblicke in die Welt der kleinsten Teilchen. Physiker vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) haben nun gemeinsam mit Kollegen aus Russland und Frankreich mögliche Zutaten für künftige Terahertz-Laser und -Leuchtdioden gefunden.

war vielleicht doch keine so gute Idee, in der Geisterstadt Epecuén einen Dokfilm drehen zu wollen. Abb.: Busch Media

„What the Waters left behind“: Zwischen den Ruinen lauern die Schlächter

Argentinischer Horrorfilm bedient sich aus dem klassischen Genre-Repertoire Eine Springflut überflutet den beliebten beliebten Ferienort Epecuén in Argentinien – und vernichtet das Leben der Einwohner. Erst 30 Jahre später zieht sich das Salzwasser zurück. Zum Vorschein kommt eine zerstörte Stadt. Ein junges Team voller aufreizender Chicas macht sich im Kleinbus auf, um eine Dokumentation darüber drehen. Doch als das Fahrzeug mit einer Panne inmitten der Ruinen steckenbleibt, rächen sich die einst Zurückgelassenen an den Lebenden… Diesen Plot haben die argentinischen Brüder Luciano und Nicolas Onetti zum Horrorfilm „What the Waters left behind“ verarbeitet, der inzwischen auch in Deutschland fürs Heimkino erhältlich ist – aber nur für Volljährige.

Inae (Si-young Lee) kann es nicht leiden, wenn ihre Schwester entführt und zur Sexsklavin gemacht wird. Szenenfoto aus "No Mercy": Busch Media

Rache-Thriller „No Mercy“: Koreanische Kampfgrazie sieht rot

Schwester räumt mit Hammer, Faust und Elektroschocker im Heimkino auf Wer wissen will, wie Rache in Korea serviert wird, mag sich „No Mercy“ zu Gemüte führen: Der Revenge-Thriller aus Fernost zeigt eine schlagfertige Schwester, die in der Gangsterszene mit Hammer, Faust und Elektroschocker ziemlich gründlich aufräumt. Erschienen ist das Gemetzel nun in Deutschland fürs Heimkino.

3D-Drucker in Aktion. Foto: Christian Reil , Pixabay, Quelle; https://pixabay.com/de/photos/industrie-technologie-maschine-3d-3225119/ Lizenz: Freie kommerzielle Nutzung / Kein Bildnachweis nötig

Die additive Fertigung in der digitalen Industrie: 3D Druck weiter auf dem Vormarsch

Die Industrie 4.0 wartet mit vielerlei Innovationen auf. Um fähige Fachleute für den Umgang mit neuartigen Technologien vorzubereiten, werden immer neue Studiengänge und Ausbildungsfelder für die Gesellschaft von morgen angeboten: Die Society 5.0 steht in den Startlöchern. Ein wesentlicher Bestandteil der zukunftsweisenden Technologien ist die additive Fertigung. Seitdem vor einigen Jahren relevante Patente für den 3D Druck ausgelaufen sind, gewinnen additiv gefertigte Bauteile in der Industrie zunehmend an Bedeutung.

Die "Agrar Energie Obernhausen" in Niedersachsen ist ein Modell-Projekt in Zusammenarbeit mit Georg Fischer, LGEM B.V. und der TH Wildau. Die Algen einer PBR-Anlage werden über die Einspeisung von CO2 aus dem Blockheizkraftwerk der angebundenen Biogasanlage versorgt. Foto: Mint Engineering

Mint Dresden will Algen-Fabrik neben der Schwarzen Pumpe bauen

Drei Millionen Euro teure Anlage soll Massenproduktion von Speise-Algen in Sachsen anstoßen. Dresden/Schwarze Pumpe, 16. August 2019. Um die Massenproduktion umweltverträglicher Speisen in Sachsen anzukurbeln, will Gunnar Mühlstädt in der Lausitz für drei Millionen Euro eine Algen-Fabrik bauen. Auserkoren hat der Chef des jungen Dresdner Ingenieur-Unternehmens „Mint“ dafür den Industriepark „Schwarze Pumpe“ gleich neben dem gleichnamigen Kraftwerk. Entstehen soll dort als Herzstück ein 2500 Quadratmeter großes Gewächshaus, kündigte der Mint-Geschäftsführer heute auf Oiger-Anfrage an.

Prägte 34 Jahre lang die Geschicke des legendären Dresdner Chemiebetriebs Elaskon: Kaufmann., Erfinder und Unternehmer Günther Gedecke. Foto: Sabine Mutschke für Elaskon

Ex-Elaskon-Chef Gedecke wird 90

Dresdner Kaufmann machte aus einem Ölhandel einen Marktführer in der Nische Dresden, 16. August 2019. 34 Jahre lang leitete der Kaufmann Günther Gedecke das Dresdner Traditions-Unternehmen „Elaskon“. Unter seiner Regie brachte der Chemiebetrieb unter anderem das legendäre DDR-Autopflegemittel K60 auf den Markt. Er erfand auch den Namen Firmennamen „Elaskon“, ursprünglich für einen Schmierstoff gedacht, der „elastisch“ und „konservierend“ war. Heute wird Gedecke 90 Jahre alt.

Die neue Elektrodenheizkesselanlage am Kraftwerk Nossener Brücke in Dresden- Foto. Drewag

Elektrodenkessel als Zwischenspeicher für Solarstrom

Dresdner Stadtwerke experimentieren weiter mit Speichertechnologien für die Energiewende Dresden, 15. August 2019. Als Beitrag zur Energiewende haben die Dresdner Stadtwerke „Drewag“ nun eine neue Elektrodenheizkesselanlage am Heizkraftwerk Nossener Brücke in Betrieb genommen. Das hat die Drewag heute mitgeteilt. Reaktion auf Stromspitzen binnen Sekunden Der 40-Megawatt-Kessel soll überschüssige Energie aus dem Stromnetz zwischenspeichern. Dabei werde die Anlage schneller auf Stromspitzen reagieren können als konventionelle Anlagen – nämlich binnen Sekunden, schätzten die Stadtwerke ein. Die Drewag will damit vor allem Spitzen abfangen, die durch Solaranlagen und andere „erneuerbare“ Energiequellen entstehen. Kessel soll Erdgashunger des großen Kraftwerks dämpfen Kernstück ist ein Kessel, dessen Wasser durch Elektroden auf 130 Grad erhitzt werden kann. „Mit einem Wärmeübertrager wird diese Wärme dann über einen Pufferspeicher ins Fernwärmesystem abgegeben, das Dresdner Haushalte und Betriebe versorgt“, hieß es von den Stadtwerken. Durch diesen Zwischenspeicher könne der Erdgasverbrauch und der CO2-Ausstoß des Heizkraftwerks Nossener Brücke sinken. 7 Millionen Euro investiert Die Drewag hat sieben Million Euro in die neue Anlage investiert. Baustart war 2017. Elektrodenheizkessel sind indes nur eine mögliche Technologie, um Energiespitzen …

Die Welt ist kaputt. In Nach der Rückkehr auf die Erde findet Kosmonaut "Kosmos" einen verödeten, traurigen Planeten vor. Bildschirmfoto aus: "The Great Perhaps" leuchtet der Spieler in die Vergangenheit, um den Auslöser der Katastrophe zu verstehen. Visualisierung: Caligari

„The Great Perhaps“: Reise in die Zeit vor der Katastrophe

In dem russischen Indie-Spiel leuchtet der letzte Kosmonaut mit einer Zeitreise-Laterne in die Vergangenheit Russische und sowjetische Kreative haben einige Erfahrungen damit, dystopische Stimmung zu verbreiten: Man denke nur an das „Picknick am Wegesrand“ der Strugazki-Brüder oder die „Stalker“- und „Metro“-Spiele als jüngere Beispiele. In diese Linie gehört auch das nun veröffentlichte „The Great Perhaps“ des russischen Indie-Studios „Caligari Games“: eine Mischung aus Adventure und Sidescroll-Jump’n’Run, die uns in eine parallele prä- wie postapokalyptische Welt entführt.