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„Blade V10“ von ZTE im Test: Gutes Selfie-Smartphone

Auf der Frontseite des Blade V10 hat Hersteller ZTE eine leistungsstarke 32-MP-Kameras für Selfies eingebaut. Foto: Heiko Weckbrodt

Auf der Frontseite des Blade V10 hat Hersteller ZTE eine leistungsstarke 32-MP-Kameras für Selfies eingebaut. Foto: Heiko Weckbrodt

Bei Selbstbildnissen ragt das Telefon heraus, ansonsten rangiert es in der Mittelklasse

Mit dem „Blade V10“ hat der chinesische Anbieter ZTE ein vergleichsweise preisgünstiges Selfie-Smartphone vorgestellt. Die auffälligste Besonderheit ist die recht leistungsstarke Frontkamera, die für Selbstbildnisse zum Einsatz kommt: Mit 32 Megapixeln hat sie eine höhere Auflösung als die meisten Frontkameras anderer Geräte. Zudem hat ZTE Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) integriert, um die Selfie-Qualität zu erhöhen.

Farbverläufe wie sonst nur von Hauptkameras erreichbar

Tatsächlich sind die damit geschossenen Fotos bemerkenswert hochwertig, wie wir uns in der Praxis überzeugen konnten: Sie ähneln in Licht- und Farbverlauf mehr den Bildern, die sonst mit Smartphone-Hauptkameras zu erreichen sind. Um dies zu vergleichen, hatten wir die selben Motive mit den als besonders hochwertig geltenden Kameras der Huawei-Smartphones parallel abfotografiert.

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Schicke Keramik-Optik

Auch sonst macht das Blade V10 einen alles andere als billigen Eindruck: Es liegt gut in der Hand und sieht durch spezielle Veredelungsschritte aus, als ob es aus Keramik gefertigt wäre. Insgesamt wirken Verarbeitung und andere Qualitätsmerkmale relativ hochwertig für ein Smartphone, das im Online-Laden für etwa 220 Euro zu haben ist.

Der Fingerabdrucksensor zum Entsperren findet sich auf der Rückseite dees ZTE Balde V10 und wird sinnvollerweise mit dem Zeigefinger genutzt. Foto. Heiko Weckbrodt

Der Fingerabdrucksensor zum Entsperren findet sich auf der Rückseite des ZTE Balde V10 und wird sinnvollerweise mit dem Zeigefinger genutzt. Foto. Heiko Weckbrodt

Obwohl kein OLED-Display, stellt auch der 6,3 Zoll große Bildschirm Konturen und Farben überraschend klar dar. Die anderen technischen Daten sind eher Durchschnitt: Die Hauptkamera-Objektive auf der Rückseite zum Beispiel lösen nur mit maximal 16 Megapixel auf. 64 Gigabyte Speicher, der Achtkern-Prozessor „MTK Helio P70“ mit 2,1 Gigahertz und eine Batterie mit 3200 Milliamperestunden (mAh) sind nicht überragend, aber okay.

PCMark-Test verweist das Blade ins Mittelfeld

Um die Leistung des Blade V10 zu ermitteln, haben wir den gängigen Benchmark-Test „PCMark Work 2.0“ für Android-Systeme von Futuremark verwendet. Dieser Test simuliert Internet-Surfen, Video-Anschauen, Schreiben, Fotobearbeitung und andere typische Aufgaben eines Smartphones und misst das erreichte Tempo. Dabei schneidet das Blade V10 erwartungsgemäß mit 7590 Punkten eher mittelmäßig ab.

Werbung: Hier gibt’s das Selfie-Smartphone von ZTE für rund 220 Euro (Stand: 7. August 2019)

Fazit:

Gemessen am Preis ist das „ZTE Blade V10“ nicht die schlechteste Wahl, vor allem, wenn man viele Selfies schießt: Die Frontkamera ist hochwertig, die technischen Werte ansonsten Mittelklasse, die Verarbeitung relativ hochwertig.

Kurzübersicht:

  • Modell: Blade V10
  • Hersteller: ZTE
  • Herkunftsland: China
  • Betriebssystem: Android 9
  • Bildschirm: 6,3 Zoll bzw. 16 cm TFT mit Tropfennotch
  • Frontkamera: 32 MP
  • Hauptkameras: max 16 MP
  • Masse: 156 Gramm
  • Batterie: 3200 mAh
  • Preis: rund 220 Euro

Autor: Heiko Weckbrodt