Monate: Juli 2019

Blick auf die Gantry, gewissermaßen die "Lupe", die die Protonenstrahlen auf die Tumoure im Patienten lenkt, im Uniklinikum Dresden. Foto: Universitätsklinikum CGC Dresden

Krebsforscher richten Außenstelle in Dresden ein

Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums entsteht auf Uniklinik-Campus Dresden, 25. Juli 2019. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) richtet in Dresden eine Außenstelle ein. Das hat das Universitätsklinikum Dresden (UKD) mitgeteilt. Die Einrichtung werde auf dem „Onkologischen Campus“ der Hochschulmedizin Dresden entstehen. Eine entsprechende Vereinbarung vollen dere sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und der DKFZ-Vorstandsvorsitzende Michael Baumann am 29. Juli in Dresden vorstellen.

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch - aber kommt bei neuen Stellen kaum alös Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Nur wenige neue Stellen für Heimarbeit

Portal Adzuna: Lediglich 1,5 Prozent der Jobangebote sehen Home Office vor Berlin, 25. Juli 2019. Mit Blick auf Klimawandel, Hitzerekorde und Fachkräftemangel fordern die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Bettina Hoffmann bereits seit geraumer Zeit ein Recht auf Hitzefrei und Heimarbeit für die deutschen Arbeitnehmer. Doch bisher ist das kaum absehbar: Zwar dürfen laut Bitkom-Umfragen mittlerweile etwa ein Drittel der Werktätigen auf Wunsch auch im „Home Office“ arbeiten. Doch in neuen Stellenausschreibungen kommt dieses Modell kaum vor, hat das Internetportal „Adzuna“ aus den Datensätzen in der eigenen Jobsuchmaschine ermittelt.

Beim Einsurz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch im Jahr 2013 waren 1100 Menschen gestorben. Eine Studie soll nun Richtlinien entwickeln, die das Risiko solcher Katastrophen vermindern. Foto: Heiko WeckbrodtBeim Einsurz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch im Jahr 2013 waren 1100 Menschen gestorben. Eine Studie soll nun Richtlinien entwickeln, die das Risiko solcher Katastrophen vermindern. Foto: Heiko Weckbrodt

Vowalon baut Fabrik im Vogtland aus

Textilbeschichter investiert 5,5 Millionen Euro im sächsischen Treuen Treuen, 24. Juli 2019. Das vogtländische Textilbeschichtungs-Unternehmen „Vowalon“ investiert 5,5 Millionen Euro in die größere Mischerei-Produktionshalle und in eine Logistikhalle in Treuen nahe dem sächsischen Plauen. Die Hallen sind inzwischen nahezu rohbaufertig. Das hat der “Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie” (VTI) aus Chemnitz mitgeteilt.

Klaus Schulz ist Schichtarbeiter in der Chipfabrik von Globalfoundries Dresden. Er sieht Vor- wie Nachteile in dieser Arbeitsweise. Foto: Heiko Weckbrodt

Tag der Schichtarbeit: „Ich lege mich hin und schlafe“

Klaus Schulz ist Schichtarbeiter im Chipwerk – und fährt 300 Kilometer nach Hause Wartungstechniker Klaus Schulz ist 61, wohnt in Prenzlau und ist Schichtarbeiter im Dresdner Chipwerk von Globalfoundries. Verheiratet ist er mit einer Krankenschwester, die im Prenzlauer Kreiskrankenhaus ebenfalls im Dauerschichtbetrieb arbeitet. 2001 heuerte der gelernte Elektriker im Dresdner Werk an, das damals noch AMD gehörte. Bis 2015 arbeitete er ausschließlich in der Nachtschicht. Seither schrubbt er mal tags, mal nachts seine Zwölf-Stunden-Schichten herunter – um sich dann wieder ins Auto gen Prenzlau zu schwingen. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn gefragt, wie er damit klarkommt. Leben Sie nun eigentlich in Dresden oder in Prenzlau? Klaus Schulz: Beides. Hier habe ich eine Wohnung, in der ich schlafe, wenn ich mehrere Tage Schicht am Stück habe. Ein- bis zweimal die Woche fahre ich die 300 Kilometer nach Prenzlau, um meine Frau zu sehen. Unsere drei Kinder sind inzwischen alle erwachsen und aus dem Haus.

Tritt am 25. Mai 2018 auch in deutschland in Kraft: die neue Datenschutz-grundverordnung der EU. Fotos: hw, EU, Montage: Heiko Weckbrodt

Fast jedes 3. Unternehmen hat neuen Datenschutz nicht umgesetzt

Umfrage-Ergebnis: Europas Datenschutzgrundverordnung überfordert viele Unternehmer nach wie vor Düsseldorf, 23. Juli 2019. Ein reichliches Jahr, nachdem die Datenschutz-Grundverordnung (DS-VGO) in Kraft getreten ist, hat nahezu jedes dritte Unternehmen in Europa diese Verordnung nicht umgesetzt. Das geht aus Selbsteinschätzungen der Unternehmen hervor. Die entsprechende Umfrage dazu hatte die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft „RSM“ aus Düsseldorf in Auftrag gegeben.

Die Packwise-Gründre Gesche Weger, Felix Weger (re) und Entwickler René Bernhardt (l.) mit einem Container, der mit ihrer Ortungstechnik aufgerüstet werden kann. Foto: Ronald Bonss für Packwise

Eine Million Euro Risikokapital für Containerortungs-Firma Packwise Dresden

Investoren geben Geld, damit Nachrüst-Elektronik für Logistikbranche serienreif wird Dresden, 23. Juli 2019. Das Logistikelektronik-Unternehmen Packwise GmbH aus Dresden hat eine weitere Million Euro von Risikokapitalisten eingesammelt, um seine Container-Ortungsgeräte bis Anfang 2020 zur Serienreife zu führen. Das geht aus einer heutigen Mitteilung von Packwise hervor.

Szenebild aus: Mały western/Der kleine Western, Witold Giersz, PL 1961, Bildrechte: Studio Miniatur Filmowych

Animierte Malerei im Technikmuseum Dresden

Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm widmet sich der Fusion von Gemälden und Animationsfilm Dresden, 22. Juli 2019. Gemälde sind der Inbegriff des für immer in Öl erstarrten Augenblicks – Filme dagegen steht für die Ära der Bewegtbilder. Animationsfilmer wie Witold Giersz, Alexander Petrov und Jochen Kuhn haben beide Genres indes miteinander verbunden: Ihre „Öl-auf-Glas“-Animationen haben aber eine ganz eigene Bildsprache. Das „Deutsche Institut für Animationsfilm“ (DIAF) zeigt nun in einer Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden die „Animierte Malerei – Gemälde als Filme“.

Blick in den Aquarienkeller des Dresdner Max-Planck-Instituts für Genetik: Hier halten die Forscher Hunderte Zebra-Fische für DNA-Experimente. Kooperation mit der Uni ist hier an der Tagesordnung. Abb.: Jürgen Lösel, Mediaserver Dresden

Bundesstatistiker: Außeruniversitäre Institute verhelfen Uni zu Exzellenz-Status

Normale Unis haben zehn Institute im Umkreis, in Dresden sind es 27 Dresden/Wiesbaden, 22. Juli 2019. Die hohe Dichte außeruniversitärer Forschung in der sächsischen Landeshauptstadt hat wesentlich dazu beigetragen, dass die TU Dresden in der jüngsten Förderrunde ihren Status als Exzellenz-Universität verteidigen konnte. Das lässt sich aus einer Analyse des statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden ablesen. Insofern hat sich auch der Verbund „Dresden-Concept“, der die TU mit anderen Instituten vernetzt, für die Uni wieder einmal bewährt.

Anders als in Deutschland gibt es in China schon in Größenordnungen 5G-Handys und 5G-Netze. BMW hat inzwischen all seine chinesischen Produktionsstandorte per 5G vernetzt - und erreicht Datenraten um die 1,3 Gigabit je Sekunde. Foto: BMW

BMW vernetzt seine Fabriken in China mit 5G-Funk

Bereits Gigabit-Tempo erreicht Shenyang, 22. Juli 2019. Um seine chinesischen Fabriken produktiver zu machen, hat der Münchner Autokonzern all seine Werke im Reich der Mitte mit dem Mobilfunk der 5. Generation (5G) vernetzt. Das hat die chinesische BMW-Tochter “BMW Brilliance Automotive” (BBA) heute in Shenyang mitgeteilt. Die Netze können inzwischen 1 Gigabit je Sekunde (Gbs) übertragen. Perspektivisch dürften noch höhere Datenraten möglich sein.

Ein Mitabeiter erprobt bei Audi die virtuelle Montage eines Elektroautos. Foto: Audi

Audi-Arbeiter üben Elektroauto-Montage virtuell

Datenbrillen und digitale Zwillinge der Montagehallen im Einsatz Neckarsulm/Ingolstadt, 21. Juli 2019. Damit die Audi-Arbeiter im Werk Neckarsulm die Montage der neuen „E-tron GT“-Elektroautos schneller einüben können, setzt der Autohersteller auf „Virtuelle Realität“ (VR): Die Arbeiter bekommen Datenbrillen und können sich damit in einer computergenerierten Werkhalle bewegen, die auf sehr genauen 360-Grad-Scans der echten Montagelinien beruhen. Das geht aus einer Audi-Mitteilung hervor.

3D-Modelle sollen Lehrlingen zeigen, was in Maschinen passiert, in die man im Betrieb sonst nicht hineinschauen kann. Visualisierung (bearbeitet, freigestellt): Konsortium Digi-Kunst

Digitale Zwillinge trainieren Mechanik-Azubis

Ingenieure aus Dresden entwickeln digitale 3D-Lernmittel für angehenden Verfahrens-Mechaniker Dresden, 20. Juli 2019. Damit Mechanik-Azubis in höheren Lehrjahren besser verstehen, was sich im – sonst unsichtbaren – Innern etwa von Spritzguss-Maschinen abspielt, entwickeln Dresdner Ingenieure nun digitale Lernmittel: 3D-Modelle der Maschinen zeigen den angehenden Verfahrensmechanikern in Echtzeit, was im Herzen der Anlage passiert, wenn sie diesen oder jenen Knopf drücken, ein Fertigungsprogramm starten oder einen Gang hochschalten. Über dieses Projekt “Digi-Kunst” hat nun das Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden informiert.

Da haben sich zwei gefunden: Reed (Christopher Abbott) will Jackie (Mia Wasikowska) zerstückeln. Doch die hat so ihre eigenen Pläne. Bildschirmfoto: Busch Media

„Piercing“ auf Bluray: Mörderischer Familienvater trifft durchgeknallte SM-Hure

Sadomaso-Horrorkomödie nach einem Roman von „Tokio Dekadenz“-Autor Japaners Ryū Murakami fürs Heimkino erschienen Was tun, wenn in Dir der unbändige Wunsch zu töten hochkocht – aber das dir selbst irgendwie gesellschaftlich nicht ganz konform erscheint? In „Piercing“ spielt Regisseur Nicolas Pesce diese Fantasie durch – und stützt sich dabei auf den Roman des Japaners Ryū Murakami („Tokio Dekadenz“). Erschienen ist dieser Im nicht-pornografische Sadomaso-Film nun auf DVD und Bluray.

Das niederländische Elektroauto "Lightyear One" - hier ein Prototyp - ist mit Solarzellen überzogen. Die damit gewonnen Energie soll die Batterie nachladen und für 735 Kilometer Reichweite sorgen. Das E-Auto soll ab 2021 verfügbar sein. IDTechEx-Analysten gehen davon, dass solche Konzepte das dünne Ladesäulennetz in Europa ausgleichen können. Foto: Lightyear

„IDTechEx“: 2025 kommt Durchbruch für Elektroautos

Großstädte sind womöglich bereits 2035 rein elektrisch Cambridge, 19. Juli 2019. Das Jahr 2025 wird eine Wende für die Elektromobilität bringen. Davon ist der Industrieanalyst Dr. Peter Harrop vom britischen Marktforschungs-Unternehmen „IDTEchEx“ aus Cambridge überzeugt. Womöglich könnten strengere Emissionsgesetze und City-Maut-Systeme sogar dazu führen, dass in den großen Städten bereits im Jahr 2035 rein elektrisch gefahren wird.