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KI mit menschlicher Erfahrung für Elektromotor-Entwurf gesucht

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

Dresdner Projekt zielt auf lernfähige Software, die elektrische Maschinen schnell designt

Dresden, 29. Juli 2019. Dresdner Ingenieure wollen „Künstliche Intelligenzen“ (KI) einspannen, um neue Elektromotoren, Generatoren und andere elektrische Maschinen schneller und besser zu entwickeln. Lernfähige Programme könnten den E-Maschinen-Entwurf auf eine neue Stufe heben, hoffen Prof. Wilfried Hofmann und sein Team vom Elektrotechnischen Institut (ETI) der Technischen Universität Dresden. Das geht aus einer Mitteilung der TU Dresden hervor.

Selbst ausgeklügelte Berechnungs-Programme stoßen an Grenzen

„Der klassische Entwurfsprozess elektrischer Maschinen in der Industrie ist in der heutigen Zeit allein nicht mehr zukunftsfähig beziehungsweise ausreichend“, schätzt Projektleiter Prof. Hofmann ein. „Immer stärkere Automatisierung und der Einzug von Künstlicher Intelligenz in der Produktentwicklung fordern Geschwindigkeit und Flexibilität des Entwurfsganges, die sogar mit ausgeklügelten Berechnungs-Tools nicht erreichbar sind. Erst die Etablierung einer KI im industriellen Elektromaschinenbau ist den künftigen industriellen Herausforderungen gewachsen.“

KI soll auch gescheiterte Entwürfe verstehen lernen

Dabei wollen die TU-Experten den Computern auch die Erfahrungen menschlicher Ingenieure einpflanzen. Denn nicht jedes Detail, jede Materialeigenschaft und Finesse, die über den Erfolg eines Maschinen-Designs entscheiden, sei auch in den Theorien enthalten, die heutige Entwurfsprogramme „kennen“. Bisher habe der Ingenieur an vielen Stellen des Entwurfsprozesses die Berechnungen anhand seiner Erfahrung anpassen müssen. „Diese Erfahrungswerte wollen wir auf den Algorithmus übertragen“, betonte Prof. Hofmann. Die Trainingsdaten umfassen deshalb auch Negativbeispiele, also Maschinenentwürfe, die nicht erfolgreich waren.

Die „Forschungsvereinigung Antriebstechnik“ fördert das Dresdner KI-Projekt mit 122.000 Euro.

Autor: hw

Quelle: TUD