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Nur wenige neue Stellen für Heimarbeit

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch - aber kommt bei neuen Stellen kaum alös Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Heimarbeit alias Home Office ist wieder auf dem Vormarsch – aber kommt bei neuen Stellen kaum als Lockangebot vor. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Portal Adzuna: Lediglich 1,5 Prozent der Jobangebote sehen Home Office vor

Berlin, 25. Juli 2019. Mit Blick auf Klimawandel, Hitzerekorde und Fachkräftemangel fordern die Grünen-Politiker Anton Hofreiter und Bettina Hoffmann bereits seit geraumer Zeit ein Recht auf Hitzefrei und Heimarbeit für die deutschen Arbeitnehmer. Doch bisher ist das kaum absehbar: Zwar dürfen laut Bitkom-Umfragen mittlerweile etwa ein Drittel der Werktätigen auf Wunsch auch im „Home Office“ arbeiten. Doch in neuen Stellenausschreibungen kommt dieses Modell kaum vor, hat das Internetportal „Adzuna“ aus den Datensätzen in der eigenen Jobsuchmaschine ermittelt.

Demnach enthalten nur 1,5 Prozent der 481.000 ausgewerteten Jobofferten auch die Option auf Heimarbeit. Das ist zwar kein sicherer Gradmesser dafür, ob in der Praxis dann nicht doch ein „Home Office“ möglich ist. Aber die niedrige Quote mag zumindest ein Indiz dafür sein, wie wenig Unternehmen auf Heimarbeit zur Mitarbeiter-Gewinnung setzen.

Mehr Heimarbeits-Offerten in Großstädten

Wenig überraschend: In Großstädten, in denen viele Dienstleistungen erbracht und viele internationale Unternehmen angesiedelt sind, kommen mehr Homeoffice-Angebote vor. In Berlin liegt der Anteil der Jobangebote mit Heimarbeits-Option zum Beispiel bei 2,66 Prozent, berichtet Adzuna. In Hamburg liegt diese Quote bei 2,1 Prozent, in München bei 3,51 Prozent, in Dresden bei 1,99 Prozent.

Autor: hw

Quellen: Adzuna, Bitkom, Bundestag, Oiger-Archiv