Werbung

Gelöschte Bilder und Videos von der SD-Karte wiederherstellen

SD-Karte. Foto: Heiko Weckbrodt

SD-Karte. Foto: Heiko Weckbrodt

Programme wie „Recoverit“ können manch verlorene Dateien noch retten

SD-Karten, Festplatten, USB-Sticks und andere Speichermedien sind heute zwar zuverlässiger als noch vor zehn oder 20 Jahren. Aber dennoch sind Datenverluste nicht auszuschließen. Passieren kann das durch Produktions- wie Bedienfehler gleichermaßen: Wer zum Beispiel voreilig die SD-Karte aus der Kamera zerrt, obwohl die gerade noch Daten umschaufelt, kann dies die Fotografier-Arbeit eines ganzen Tages oder gar von Wochen zunichte machen. Allzu oft werden Dateien auch schlicht aus Versehen gelöscht – einmal zu oft die „Enf“-Taste gedrückt und schon ist der Jammer groß, wenn es ausgerechnet das alte Video von der Jugendliebe getroffen hat. Manchmal helfen dann Windows-Bordmittel. Öfter sind aber Datenrettungs-Programme (Recovery Software) nötig. Und wenn all das nicht weiterführt, können möglicherweise noch spezialisierte und mit besonderer Auslese-Hardware ausgerüstete Agenturen manche Dateien doch noch retten – was allerdings teuer werden kann.

Gratis-Version scannt und zeigt Voransicht

Eine dieser Lösungen ist „Recoverit“ von Wondershare. Das Programm kann  zum Beispiel von der Festplatte auf dem Laptop oder PC wiederherstellen, es kann Videos wiederherstellen, aber auch gelöschte Videos und Bilder von der SD-Karte wiederherstellen. Es ist möglich, die Software zunächst kostenlos zu testen. Diese Testvariante scannt die Festplatte oder einen anderen Datenträger nach gelöschten oder beschädigten Daten und zeigt dann eine Voransicht der gefundenen Dateien. Um diese Funde auch wiederherstellen zu können, ist eine Vollversion erforderlich. Die kostet – je nach Funktionsumfang – knapp 40 beziehungsweise knapp 60 Euro pro Jahr.

Mehrere Optionen zum Start

Auf der Start-Oberfläche kann der Nutzer auswählen, ob er oder sie gelöschte Daten wiederherstellen, den Papierkorb auf dem PC oder Mac durchsuchen, formatierte Datenträger oder verlorene Partitionen wiederherstellen, externe Geräte wiederherstellen, nach einem Virenangriff oder nach einem Systemabsturz Daten retten will. Ein Schnell-Scan ist möglich. Eine Komplett-Wiederherstellung kann – je nach Festplatten-Größe und -Füllgrad auch längere Zeit dauern. In unserem Kurztest hat das Tool auf Testcomputer zahlreiche gelöschte Dateien gefunden und konnte teilsweise auch Voransichten präsentiern.

Akut-Tipp: Nach Daten-Verlust keine neuen Dateien abspeichern

In jedem Fall ist es dringend zu empfehlen, nach einem Datenverlust keine neuen Dateien auf den fraglichen Datenträger zu speichern und – wenn irgend möglich – keine neuen Programme zu installieren. Denn in einem physischen Sinne sind die gelöschten Dateien oft durchaus noch vorhanden. Verschwunden sind sie zunächst nur aus der Tabelle, in der der Rechner „nachschaut“, welche Datei wo auf der Platte oder SD-Karte abgelegt ist und welchen Namen sie hat. Wenn die Speicherzellen an dieser freigegeben Stelle aber mit neuen Bitmustern durch neue Dateien überschrieben sind, ist in aller Regel nichts mehr zu retten.

Prophylaxe-Tipp: Automatisches Backup oder wichtige Dateien regelmäßig spiegeln

Und natürlich sei noch einmal an die Prophylaxe erinnert: Ein Backup, möglichst durch automatisierte Sicherheitskopien, beugen Daten-GAUs vor. Zumindest sollte man aber wichtige Dokumente, Videos, Bilder und andere Dateien, die auf keinen Fall verloren gehen dürfen, wenigstens einmal im Monat auf eine externe Festplatte kopieren.

Autor: Werbung