Monate: Mai 2019

Prof. Banglin Chen. Foto: privat, via TUD

Chinesischer Spitzenchemiker kommt an die TU Dresden

Banglin Chen gilt als Pionier für metallorganische Siebe Dresden/San Antonio, 31. Mai 2019. Der chinesische Chemiker Prof. Banglin Chen wechselt von der Uni Texas an die Technische Universität Dresden (TUD). Das hat heute sein Gastgeber, der TUD-Professor Stefan Kaskel, mitgeteilt. Banglin Chengilt – ähnlich wie Kaskel – als Experte für metallorganische Siebe, die englisch „Metal-organic Frameworks“ beziehungsweise MOFs genannt werden.

Ein Spekrometer auf kleinstem Raum: Dieser flexible organische Sensor des Institut für Angewandte Photophysik (IAPP) der TU Dresden kann mit Nah-Infrarotstrahlen Proben berühungslos analysieren. Diese Technologie wollen die Physiker nun für elektronische Wundpflaster nutzen. Foto: Siegmund / IAPP

Wachstum im Sensor-Geschäft erwartet

„IC Insights: Weltmarkt legt bis 2023 um 43 Prozent zu Scottsdale, 31. Mai 2019. Der weltweite Markt für Sensoren und Aktuatoren kennt seit Jahren nur einen Trend: nach oben. Und auch in diesem Jahr ist weiteres Umsatzwachstum um 4,8 Prozent zu erwarten, wenn auch etwas abgeschwächt. Das haben die Spezialisten der Marktanalyse-Firma „IC Insights“ aus Scottsdale in den USA eingeschätzt.

Abb.: BA

Arbeitslosigkeit in Dresden leicht gesunken

Dresden, 30. Mai 2019. In Dresden ist im Mai 2019 die Zahl der Arbeitslosen leicht gesunken: Im Mai waren 16 876 Menschen in der Stadt arbeitslos und damit 18 weniger als imVormonat beziehungsweise 786 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag – wie im April – bei 5,7 Prozent. Im Mai 2018 lag sie noch bei sechs Prozent.

Regnerationswürmer unterm Mikroskop. Foto: Heiko Weckbrodt

Fett-Abdruck verrät Herzkrankheiten und Diabetes im Menschen

Lipotype Dresden an Studie mit halber Million Probanten beteiligt Helsinki/Dresden, 30. Mai 2019. Wenn Mediziner in Zukunft die Körperfette (Lipide) eines Menschen analysieren, können sie womöglich rasch Risikopatienten für Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes erkennen – und individuelle Therapien für jeden einzelnen Kranken entwerfen. Auf entsprechende Zusammenhänge sind Mediziner und Bioingenieure aus Finnland, deutschland und den USA in einer Studie gestoßen. Dies hat die European Atherosclerosis Society (EAS) mitgeteilt. Es handle sich um die „weltweit erste groß angelegte Studie zur Genetik der Lipide im menschlichen Blutplasma“, schätzte Henri Deda von der Dresdner Biotech-Firma „Lipotype“ ein, die die Lipid-Analyse dabei übernommen hatte.

Der Quadcopter RC Video One hat, wie es der Name schon sagt, 4 Rotoren, eine Kamera an der Nase und blinkernde Farb-LEDs - ein Hingucker. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Privat-Drohnen per Mobilfunk orten

Telekom und Flugsicherung gründen Dienstleister Droniq Frankfurt am Main, 29. Mai 2019. Drohnen sollen in Zukunft durch Mobilfunk-Technologie auch außer der Sichtweite ihrer Piloten steuerbar sein – zugleich aber auch Behinderungen der Luftfahrt wie kürzlich in England ausschließen. Das ist das Ziel des Unternehmens „Droniq“, das die Deutsche Telekom und die bundeseigene „Deutsche Flugsicherung“ (DFS) GmbH nun in Frankfurt am Main gegründet haben.

Die schwedische Klimascxhutz-Aktivistin Greta_Thunberg im April 2019 im EU-Parlament. Foto: Gabor Kovacs / EU-Parlament, Wikipedia. CC2-Lizenz

Freitagsdemonstrantin: weiblich, jung und Greta-motiviert

Internationale Umfrage mit sächsischer Beteiligung Chemnitz, 29. Mai 2019. Die typische Teilnehmerin der Klimaschutz-Demos unter dem Motto „Friday for Future“ (FFF) ist jung, weiblich und fühlt sich durch die schwedische Jungaktivistin Greta Thunberg motiviert. Das hat eine schriftliche Befragung von knapp 2000 FFF-Teilnehmern aus 13 Städten in neun Ländern ergeben. An dem internationalen Wissenschaftler-Netzwerk, das die Umfrage realisierte, war auch die Professur für Kultur- und Länderstudien Ostmitteleuropas der Technischen Universität Chemnitz beteiligt.

Mitteldeutsche Industriebetriebe beschäftigen 1 Million Menschen im ländlichen Raum. Doch die Infrastruktur dort ist immer noch unterentwickelt, kritisiert der VDMA Ost. Foto: VDMA Ost

Sächsische Wirtschaft verliert Schwung

IHK-Umfrage: Geschäftsklima trübt sich weiter ein Dresden, 29. Mai 2019. Die sächsische Wirtschaft hat im Frühjahr 2019 weiter an Schwung verloren. Das haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Dresden, Chemnitz und Leipzig eingeschätzt. Der IHK-Geschäftsklimaindex sei erneut leicht gefallen: von 130 Punkten zu Jahresbeginn.

Die Visualisierung zeigt, wie eine mit 3D-Druckern erzeugte Mondbasis etwa aussehen könnte. Abb.: Foster

Krimi „Das Objekt“: Nerds, der Mond und eine Söldnerarmee

„Extraleben“-Autor schickt Schröder und Harry den alten Geheimnissen hinterher Ein ewiges Muttersöhnchen fängt daheim in der deutschen Provinz einen Kopfschuss, als er sich im Netz gerade uralte Nasa-Fotos von den Mondlandungen ansieht. Zufall oder war er da einer ganz großen Sache auf der Spur? Die Suche nach Antworten führt den Computerforensiker Schröder und seine neue Kollegin Harriet („Harry“) bis in die USA, zu einem alten Nasa-Computerexperten mit dem bezeichnendem Namen von Neumann – und bald darauf haben sie alle eine Sölderarmee auf den Fersen. All dies erzählt Autor Constantin Gillies, der sich schon mit seinen „Extraleben“ eine Fangemeinde erschrieb, in dem Nerd-Krimi „Das Objekt“.

Beim Richtfest schwangen den Hammer (v.r.n.l.:): Dekan Prof. Heinz Reichmann, Wilfried Winzer, Kaufmännischer Vorstand des Uniklinikums; Architekt Christian-Strauss und Prof. Michael Albrecht. Sie stehen unter Beobachtung der künftigen Nutzer, Prof. Evelin Schröck (links) und Prof. Gustavo Baretton (rechts). Foto: Uniklinikum Dresden / Thomas Albrecht

Molekulare Waffen gegen Krebs

Uniklinik Dresden baut für 12,7 Millionen Euro ein neues Labor für Genanalysen von Krebspatienten Dresden, 27. Mai 2019. Um Krebspatienten künftig mit Genanalysen und einer individuellen Therapie helfen zu können, baut das Dresdner Uniklinikum derzeit ein 12,7 Millionen Euro teures „Molekularbiologisches Forschungslabor“ (MFL). Der Viergeschosser soll rund 1500 Quadratmeter Laborflächen umfassen und Ende 2020 bezugsbereit sein. Das geht aus einer Mitteilung des Uniklinikums zum Richtfest hervor.

Die neuen Schweißköpfe aus Dresden sind nicht nur für den Elektroautomobilbau interessant. Wenn die Industrie etwa motornahe Kühlwasserkreisläufe mit hochbelastbaren Laserschweißnähten abdichten kann, könnten sich Lebensdauer und Ausfallsicherheit von Motorkühlungen deutlich verbessern. Foto: Fraunhofer-IWS Dresden

Wasserdicht dank flinker Laser

Remoweld-FLEX-Technologie des Fraunhofer IWS macht Unschweißbares schweißbar Dresden, 27. Mai 2019. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden haben ein neues Laserschweißverfahren entwickelt, das auf einem schnell pendelnden Laserstrahl basiert. Diese Technologie unter der Bezeichnung „Remoweld-FLEX“ eignet sich laut Fraunhofer für qualitativ besonders anspruchsvolle Prozesse – insbesondere für Bauteile, die gegen Wasser und andere unerwünschte Umwelteinflüsse mediendicht verschlossen werden müssen. Dazu gehören bislang als nahezu unschweißbar geltende Gehäuse für elektrische und elektronische Bauteile, Wärmetauscher und Kühlung, die häufig aus Alu-Druckguss bestehen. An der Entwicklung beteiligt waren das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden sowie die Maschinenfabrik Arnold aus Ravensburg.

SD-Karte. Foto: Heiko Weckbrodt

Gelöschte Bilder und Videos von der SD-Karte wiederherstellen

Programme wie „Recoverit“ können manch verlorene Dateien noch retten SD-Karten, Festplatten, USB-Sticks und andere Speichermedien sind heute zwar zuverlässiger als noch vor zehn oder 20 Jahren. Aber dennoch sind Datenverluste nicht auszuschließen. Passieren kann das durch Produktions- wie Bedienfehler gleichermaßen: Wer zum Beispiel voreilig die SD-Karte aus der Kamera zerrt, obwohl die gerade noch Daten umschaufelt, kann dies die Fotografier-Arbeit eines ganzen Tages oder gar von Wochen zunichte machen. Allzu oft werden Dateien auch schlicht aus Versehen gelöscht – einmal zu oft die „Enf“-Taste gedrückt und schon ist der Jammer groß, wenn es ausgerechnet das alte Video von der Jugendliebe getroffen hat. Manchmal helfen dann Windows-Bordmittel. Öfter sind aber Datenrettungs-Programme (Recovery Software) nötig. Und wenn all das nicht weiterführt, können möglicherweise noch spezialisierte und mit besonderer Auslese-Hardware ausgerüstete Agenturen manche Dateien doch noch retten – was allerdings teuer werden kann.

Auf der "Drone Week" in Amsterdam haben Audi, Airbus und Italdesign demonstriert, wie fliegende und autonom fahrende Taxis künftig Passagiere transportieren sollen. Allerdings funktioniert das mit Drohne udn Elektroauto erst mal nur im 1:4-Modell. Foto: Audi AG

Die meisten Deutsche wollen kein pilotenloses Flugzeug

Berlin, 27. Mai 2019. Autonome Flugtaxis sind derzeit in aller Munde. Doch so richtig können sich die Deutschen noch nicht mit dem Gedanken anfreunden, ihr leben einem Fluggefährt ohne Piloten anzuvertrauen. Das geht aus einer Umfrage von „Bitkom Research“ aus Berlin hervor. Demnach lehnen es 70 Prozent aller Bundesbürger ab, sich in ein pilotenloses Flugzeug zu setzen.

Das Hauptquartier der EU im Berlaymont-Gebäude in Brüssel. Foto: EU-Presseservice

Wegfall der EU würde Deutsche um 3,9 Prozent ärmer machen

IfW: Abwicklung des Binnenmarkts wäre besonders bitter Kiel, 26. Mai 2019. Würden die EU und der Binnenmarkt aufgelöst, würde allein in Deutschland nur durch Handelseffekte das Pro-Kopf-Einkommen um 3,9 Prozent sinken. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel hervor. Die Forscher selbst bezeichnen diese Prognose als untere Grenze, da „Effekte der Freizügigkeit von Kapital und Arbeit“ nicht berücksichtigt seien.

Der Brennstoffzellen-Transporter "H2 Panel Van" soll durch Wasserstoff-Technologie auf 500 km Reichweite kommen. Foto: DHL

DHL entwickelt Wasserstoff-Elektrotransporter

„H2 Panel Van“ soll per Brennstoffzelle auf 500 km kommen Bonn/Berlin, 24. Mai 2019. Nach den recht erfolgreichen Elektro-Paketransportern der „Street-Scooter“-Reihe wollen DHL und dessen Tochterunternehmen „StreetScooter“ nun auch einen Elektrotransporter namens „H2 Panel Van“ mit Wasserstoff-Antrieb entwickeln. Das hat DHL heute mitgeteilt.