Monate: April 2019

Mobilfunk-Mast von Telefonica. Foto: Jörg Borm für Telefonica Deutschland

Telefonica bietet Maschinennetze auf Weg zu 5G an

O2-Betreiber stellt Sparnetze auf Technologiemesse „Connect ec“ in Dresden vor Dresden, 30. April 2019. Damit Unternehmen vernetzte Fabriken und andere Lösungen für das Internet der Dinge (IoT) auf Funkbasis aufbauen können, noch bevor 5G-Netze online sind, bietet ihnen Telefónica Deutschland neue Maschinennetze nach den Standards „Narrowband IoT“ und „LTE-M“ an. Entsprechende Lösungen will der „O2“-Netzbetreiber auf der Technologiemesse „Connect ec“ ab 2. Mai 2019 in Dresden vorstellen.

Oled-Mikrobildschirm für Datenbrillen vom Fraunhofer FEP Dresden. Foto: Claudia Jacquemin für das Fraunhofer-FEP

Fraunhofer Dresden verspricht scharfe Bilder in Datenbrillen

FEP-Ingenieure stellen neue Stromspar-Oled-Displays in USA vor San Jose/Dresden, 30. April 2019. Fraunhofer Dresden wird auf der Messe „SID Display Week“ Mitte Mai in San Jose in den USA neue, hochauflösende organische Mini-Bildschirme vorstellen, die sich besonders für den Industrieeinsatz eignen. Das geht aus einer Ankündigung des „Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik“ (FEP) hervor.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

KI: Wie mächtig sind die Maschinen wirklich?

Technikphilosoph, KI-Experten und Neurowissenschaftler diskutieren in einer neuen Reihe  über Chancen und Risiken von “Künstlicher Intelligenz” Dresden, 30. April 2019. Den „Künstlichen Intelligenzen“ (KIs) widmet sich eine neue Veranstaltungsreihe der Konrad-Adenauer-Stiftung in Dresden. Zum Auftakt am 2. Mai diskutieren der Technikphilosoph Prof. Bernhard Irrgang von der TU Dresden und Dr. Gerd Reis vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz die Frage „Was sehen Computer?“ Dabei loten sie beispielsweise aus, ob KIs mit ihren Sensoren nur „sehen“ oder auch „erkennen“, ob sie überhaupt „denken“ können. Die beiden Experten wollen mit dem Publikum über diese und weitere knifflige Themen ins Gespräch kommen.

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Deutschland in EU auf Platz 6 bei Arbeitskosten

Jede Arbeitsstunde im Industriesektor kostet die Arbeitgeber im Schnitt 35 Euro Wiesbaden, 29. April 2019. Jede geleistete Arbeitsstunde in Industrie und im wirtschaftlichen Dienstleistungssektor kostet deutsche Unternehmen im Schnitt 35 Euro. Damit lagen die Arbeitskosten in Deutschland im Jahr 2018 rund ein Drittel über dem EU-Durchschnitt. Dies entspricht Platz 6 innerhalb der EU – hinter Dänemark, Luxemburg, Belgien, Schweden und Frankreich. Das geht aus einer Übersicht des statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor.

Im früheren Hauptquartier des Chaos-Computer-Clubs (CCC) Dresden im ehemaligen Robotron-Komplex an der Lingnerallee in Dresden haben die Hacker eine Vorliebe für Linux entwickelt, wie unschwer zu erkennen ist. Foto: Heiko Weckbrodt

Linux-Tag Dresden 2019: Hacker helfen bei freier Software

Chaos-Computer-Club tut sich mit Volkshochschule für Linux-Kurse zusammen Dresden, 29. April 2019. Damit sich die Dresdner über „Linux“ als Alternative zu Windows informieren und das freie Betriebssystem praktisch ausprobieren können, laden die Hacker und Nerds vom „Chaos-Computer-Club Dresden“ (C3D2) am 18. Mai zu einem „Linux Presentation Day“ ein. Von 10 bis 18 Uhr werden sie in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD), Junghansstraße 1, über ihre Projekte rund um freie und quelloffene Software („Open Source“) informieren, den Besuchern helfen, Linux probeweise auf mitgebrachte Rechner zu spielen, und dergleichen mehr.

Die Nachfrage nach dRAM-Speichern schwankt sehr stark. Diese Vlotilität hat schon manchem Unternehmen das Genick gebrochen. Foto: Heiko Weckbrodt

Prognose: Chipindustrie schrumpft 2019 um 9 %

Schlechte Speicher-Umsätze ziehen laut „IC Insights“ den ganzen Halbleiter-Markt nach unten Scottsdale, 28. April 2019. Die schlechten Speicherchip-Umsätze werden in diesem Jahr den gesamten Halbleiter-Weltmarkt nach unten ziehen. Das hat das US-amerikanische Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale prognostiziert. Demnach werden die Hersteller 2019 rund ein Viertel weniger flüchtige Speicher (dRAM) verkaufen können als im Vorjahr. Dies werde dazu führen, dass der gesamte Chipmarkt in diesem Jahr um neun Prozent schrumpft, so die Analysten.

Speziell gesichertes Cloud-Rechenzentrum der T-Systems. Foto: Telekom

Bitkom fordert Strompreis-Senkung für Rechenzentren

Betreiber sollen Abwärme in Fernwärme-Netze leiten Berlin, 26. April 2019. Die hohen hiesigen Stromkosten sorgen für Wettbewerbsnachteile für deutsche Rechenzentren. Mit Blick auf die Schlüsselrolle von Cloud-Diensten und anderen Dienstleistungen, die in Rechenzentren für die Digitalisierung erbracht werden, sei dies ein ernstes gesamtwirtschaftliches Problem für die Bundesrepublik. Darauf hat der Bitkom aus Berlin hingewiesen. Der Lobbyverband der deutschen Digitalwirtschaft fordert daher in einem Positionspapier Strompreis-Ermäßigungen für die Rechenzentren. Außerdem sollten die Wirtschaftspolitiker Anreize für Fernwärme-Netzbetreiber schaffen, die Abwärme von Rechenzentren in ihre Netze einzuleiten.

Ein 5G-Roboter misst sich mit menschlichen Gegnern im Kugel-Balancierspiel. Foto: Heiko Weckbrodt

Technologiemesse Connect: VR-Tanz mit den Delfinen und Hockey gegen Roboter

Veranstalter wollen mit neuer Messe „connect ec“ in Dresden soll nicht nur Fachbesucher, sondern auch ein breites Publikum erreichen Dresden, 26. April 2019. Hockey gegen Roboter spielen, Elektroautos probefahren und mit virtuellen Delfinen tanzen – die neue Technologiemesse „connect ec“ Anfang Mai in Dresden, präsentiert von den „Dresdner Neuesten Nachrichten“, richtet sich sichtlich nicht nur an Fachbesucher, sondern auch ganze Familien. „Wir sehen uns als Vermittler“, betonte Chefredakteur Marc-Oliver Bender von der Fachzeitschrift „Connect“, der die Konferenzmesse mitorganisiert. Er denke da auch an die Senioren: „Viele Ältere sehen in der Digitalisierung eher ein Problem. Wir aber wollen auch die Chancen dieser Entwicklung zeigen – und zwar ganz greifbar und erlebbar und nicht nur für die Spezialisten.“

Foto/Montage: hw

Sachsens Software-Industrie fordert mehr digitale Bildung

Branche sieht sich in Positionspapier als „Wachstumsmotor Nummer 1 für attraktive Jobs in Sachsen“ Dresden, 25. April 2019. Eine bessere Internet-Anbindung und digitale Lernmedien für die Schulen in Sachsen, informationstechnologische (IT) Weiterbildungen und Tablets für Lehrer und weitere Verbesserungen im Bildungssektor haben die Software-Industrie und mehrere IT-Verbände heute in einem Positionspapier „Softwareland Sachsen – Digitalisierung nutzen, Zukunft gestalten“ von den Landespolitikern gefordert. Dies sei notwendig, damit sich Sachsen an die Spitze der Digitalisierung setzen und genug Fachkräfte für seine technologischen Schlüsselbranchen gewinnen könne.

So etwa soll das X1-Lufttaxi mit entfalteten Flügeln aussehen. Visualisierung: Flügel aeronautics

Flügelaeronautiker zeigen Flugtaxi-Modell in Aktion

Dresdner Ingenieure auf Investorensuche für ihren faltbaren Senkrechtstarter Dresden, 25. April 2019. Wenn die Blechkolonnen wieder mal spätnachmittags die Straßen verstopfen, mag sich mancher Fahrer schon gewünscht haben: „Ach hätt ich mir doch nur ein Flugauto gekauft, dann könnt ich dem Stau entschweben!“ Nach eher glücklosen Experimenten mit solchen fliegenden Autos ab den 1930er Jahren unternehmen Audi, Airbus und andere Unternehmen derzeit neue Anläufe, Flugtaxis wie im Science-Fiction-Film „Das 5. Element“ in die Luft zu bringen – teils mit Drohnentechnologie. Auch ein Dresdner Unternehmen mischt dabei mit: „Flügel aeronautics“ ist ein fünfköpfiges Ingenieurteam, das an einem zusammenfaltbaren Flugvehikel namens „X1“ arbeitet, das in jede Garage passen soll.

"Wir machen Slow Food, nicht Fast Food", betont Heller. "Bei uns kann der Teig eine ganze nacht reifen." Foto: Heiko Weckbrodt

Radeberger Bäckerei Eisold ist pleite

Insolvenzverwalter sieht aber Sanierungs-Chancen für den Traditionsbetrieb Radeberg, 24. April 2019. Die traditionsreiche Radeberger Bäckerei „Eisold“ ist pleite. Das Amtsgericht Dresden hat daher nun einen vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzt. Der hat sich inzwischen einen ersten Überblick verschafft und sieht Chancen, das Unternehmen zu retten: „Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt“, kündigte der Rechtsanwalt Christian Heintze von der Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff an. „Die Bäckerei und Konditorei Eisold ist ein Traditionsunternehmen mit exzellentem Ruf und treuer Kundschaft. Das ist eine gute Ausgangsbasis für eine erfolgreiche Sanierung.“ Die Löhne und Gehälter für die 174 Mitarbeiter seien für die nächsten drei Monate durch das Insolvenzgeld der Arbeitsagentur gedeckt.

Ein Wafer-Test im Globalfoundries-Werk Dresden, das schon heute als hochautomatisiert gilt. Der Chip-Auftrasgfertiger will diesen Automatisierungsgrad noch erhöhen. Foto: Globalfoundries

Wettlauf um Nanometer-Krone abgesagt

Nach Fabrik-Verkauf in USA: Globalfoundries Dresden sieht sich in seinem Kurs bestätigt Santa Clara/New York/Dresden, 24. April 2019. Um wirtschaftlich zu gesunden und ein klares Profil im internationalen Wettbewerb zu entwickeln, verkauft der angeschlagene US-amerikanische Chip-Auftragsfertiger Globalfoundries (GF) ein weiteres Halbleiterwerk: Bis 2022 soll die einstiger Motorola-Tochter „ON Semiconductor“ schrittweise für 430 Millionen Dollar die GF-Fabrik 10 in East Fishkill bei New York übernehmen. Zuvor hatte GF bereits seine Fabrik 3E in Singapur verkauft.

Die "Ferroelectric Memory Company" (FMC) hat ihren Sitz in Dresden. Foto: FMC

Junge Chipfirma FMC wächst im Dresdner Norden

TU-Ausgründung zielt mit innovativen Speicherzellen auf eine kleine Revolution in der Mikroelektronik Dresden, 24. April 2019. Damit Computeruhren, Smartphones und Chipkarten schneller arbeiten, gleichzeitig aber mit einer Akku-Ladung länger durchhalten, hat die Dresdner Uni-Ausgründung „Ferroelectric Memory Company“ (FMC) neuartige Speicherzellen für Computerchips entwickelt. Diese vielversprechende Chiptechnologie wollen die TU-Ingenieure nun im Nanocenter an der Maria-Reiche-Straße zur Praxisreife führen. Dafür hat das Team um Geschäftsführer Stefan Müller dort 344 Quadratmeter Entwicklungslabore und -büros angemietet und möchte jetzt weitere Spezialisten anheuern: In diesem Jahr soll die Belegschaft des noch jungen Speicherchipunternehmens um vier auf 17 Mitarbeiter steigen – und das ist wohl erst der Anfang.