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Big Data: Sachsen baut Forschungszentrum Scads aus

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

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Kabinett sagt ab 2021 jährlich 3,7 Millionen Euro zu

Dresden/Leipzig, 26. März 2019. Um Sachsen eine führende Rolle in der Forschung an „Künstlicher Intelligenz“ (KI) und in der Analyse großer Datenmengen („Big Data“) in Deutschland zu bescheren, will die sächsische Landesregierung das – bisher bundesfinanzierte – Big-Data-Kompetenzzentrum „Scads“ in Dresden und Leipzig zu einem „Zentrum für Big Data und Maschinelles Lernen“ ausbauen.

Ministerin hofft auf dauerhaften Geldfluss aus Berlin

Laut der Vereinbarung im Kabinett wird der Freistaat 2020 zunächst mit 1,85 Millionen in die Finanzierung einsteigen. Ab 2021 schießt der Freistaat demnach jährlich 3,7 Millionen Euro zu. „Damit steigen die Chancen des Kompetenzzentrums, als eines von bundesweit sechs Zentren für Big Data und Maschinelles Lernen vom Bund dauerhaft gefördert zu werden“, schätzte das Ministerium von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) ein.

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Die Initiative dafür war von der Technischen Universität (TUD) ausgegangen, die derzeit gemeinsam mit Fraunhofer neue KI-Forschungskapazitäten aufbaut. Das letzte Wort über diese Weichenstellung wird Landtag haben.

Sachsen wollen führenden KI-Standort etablieren

„In den letzten Jahren haben sich in Sachsen bereits starke Forschungsstrukturen im Bereich Datenanalyse und Maschinelles Lernen entwickelt“, schätzte Wissenschaftsstaatsekretär Uwe Gaul ein. Die Anwendungsbreite von KI sei enorm und werde die wirtschaftliche Wertschöpfung in völlig neue Dimensionen bringen. Wir wollen die starken sächsischen Strukturen weiter fördern und die Anwendung der Künstlichen Intelligenz ethisch vertretbar ausgestalten.“

Scads seit 2014 bundesfinanziert

Das Bundesforschungsministerium fördert das „Competence Center for Scalable Data Services and Solutions“ (Scads) am Doppelstandort Dresden und Leipzig seit 2014. Im Herbst 2018 sagte der Bund eine weitere Finanzierung für drei Jahre zu. Das Scads bündelt informell Experten für KI, Big Data und Machine Learning an den Unis Dresden und Leipzig, am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, im Leibniz-Institut für ökologische Raumplanung Dresden, im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig und im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. Im Fokus stehen Analysetechnologien für massive Datenfluten in Wirtschaft und Wissenschaft.

Autor: hw