Monate: Februar 2019

Quelle: Destatis

China bleibt Deutschlands wichtigster Handelspartner

Wiesbaden, 18. Februar 2019. Deutschland treibt den meisten Handel mit China: Die Bundesrepublik exportierte im Jahr 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von 93 Milliarden Euro ins Reich der Mitte und importierte von dort Waren und Dienstleistungen für 106 Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) aus Wiesbaden hervor.

Außenaufnahme der VW-Manufaktur Dresden. Hier hat am 1. März 2018 ein Schülerlabor mit dem Schwerpunkt Elektromobilität auf dem "Future Mobility Campus" eröffnet. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Inkubator Dresden brütet wieder

Junge Firmen mit Mobilitäts-Innovationen gefragt Dresden, 17. Februar 2019. Volkswagen sucht erneut junge internationale Firmen, die ihre Mobilitäts-Innovationen im Inkubator Dresden marktreif ausbrüten wollen. Bewerbungsschluss ist der 22. März 2019, die Gläserne VW-Manufaktur Dresden startet das Brutprogramm mit den beteiligten Start-ups dann offiziell im Mai. Das hat der Autokonzern angekündigt.

Der Volkswagen -Prototyp "Sedric" fährt autonom, also fahrerlos. Foto: Volkswagen

Trendthemen 2019 im „Silicon Saxony“

Autonomes und automatisches Fahren: Bald werden die ersten Serien-Fahrzeuge auf die Straßen kommen, die echtes „autonomes Fahren“ beherrschen. Daran bestehen unter Experten nur noch wenige Zweifel. Und auch wenn bis zum vielbeschworenen Roboter-Taxi noch viele Probleme zu lösen sind, ist doch der Weg dorthin in fünf Etappen ebenfalls klar: vom Level 1 (Fahren mit Assistenzsystemen), das heute bereits realisiert ist, über mehrere Automatisierungsstufen bis hin zum Level 5, dem echten „Autonomen Fahren“, bei dem das Auto alle Fahrfunktionen übernimmt.   Kompetenzen und Chancen in Sachsen: Die HTW Dresden betreibt ein Testareal fürs autonomes Fahren in kontrollierter Umgebung, eine weitere Testroute für freies autonomes Fahren im Straßenverkehr ist in Dresden geplant – voraussichtlich auf der Nord-Süd-Achse entlang der B 170 und an ausgewählten weiteren Abschnitten im Stadtgebiet. F/E-Kapazitäten für diese Smart-City-Pilotprojekte  konzentrieren sich vor allem am Fraunhofer-Verkehrsinstitut IVI, in der TU Dresden und im 5G-Lab Germany. Sächsische Firmen wie ekoios aus Leipzig, TraceTronic, i2s und Preh Car aus Dresden, Naventik und Intenta aus Chemnitz sowie viele andere haben teils einzigartiges Know-how für Teilaufgaben des „Autonomen Fahrens“ …

Aluminium-Recycling-Anlage von Pyral Freiberg. Foto: Pyral AG

Sachsen wollen Alu den Stromhunger austreiben

Recycling-Verfahren von Pyral Freiberg soll künftig auch in China, Indien und arabien Energie sparen Freiberg/Mittweida, 14. Februar 2019. Das Freiberger Unternehmen Pyral hat ein Verfahren entwickelt, dass laut eigenen Angaben Alu besonders energieeffizient zurückgewinnen kann. In Deutschland setzen die Sachsen diese Methode bereits ein, um das begehrte Leichtbau-Metall aus leeren Bierbüchsen und anderem Abfall zu recyceln. Auch in die USA haben sie eine Anlage verkauft. Nun wollen sie diese Technologie auch den Chinesen, Indern und Arabern schmackhaft machen.

Die Dresdner TU-Forscher koppeln die Neuronen-Chips aus Silizium über Internetleitungen mit natürlichem Zellgewebe in Israel, um die Kommunikation zwischen Hardware und Biologie besser zu verstehen. Foto: Heiko Weckbrodt

Stichwort „Human Brain Project“

Im „Human Brain Project” (HBP) wollen Wissenschaftler von 123 Unis und anderen Forschungseinrichtungen bis zum Jahr 2023 das menschliche Gehirn computergestützt nachzubilden – soweit es unser Erkenntnisstand darüber zulässt. Kaum einer rechnet damit, dass am Ende ein gehirnähnlicher Computer eingeschaltet werden kann, der wie ein Mensch denkt. Es wäre aber auch schon ein großer Fortschritt auch nur halbwegs zu verstehen, wie das menschliche Gehirn funktioniert – und warum es immer noch viele Aufgaben viel besser und effizienter lösen kann als der teuerste Computer.

Anke Lemke von der Dresdner OLED-Firma Novaled probiert die sehende Organikleuchtwand in den Technischen Sammlungen Dresden aus: Lichtsensoren erfassen ihre Bewegungen und übersetzen sie in die leuchtenden Quadratkonturen der Organikkacheln. Foto: Heiko Weckbrodt

Organikelektronik statt Brötchen

Samsung-Tochter Novaled Dresden bezieht im März 2019 ehemalige sächsische Heeresbäckerei Dresden, 12. Februar 2019. Das Organikelektronik-Unternehmen Novaled Dresden zieht Mitte März 2019 in die ehemalige sächsische Heeresbäckerei an der Elisabeth-Boer-Straße um. Das hat die Samsung-Tochter nun angekündigt.

Zeit der Angst von Christoffer Carlsson. Cover: Randomhouse, Bertelsmann

Krimi „Zeit der Angst“: Tote Huren und brutale Polizisten

Der Schwede Christoffer Carlsson hat das letzte Puzzle seines zerrütteten Ermittlers Leo Junker veröffentlicht Im schwedischen Krimi „Zeit der Angst“ taucht beim Stockholmer Kripo-Ermittler Leo Junker ein Geist aus seiner Vergangenheit auf: Sein krimineller Jugendfreund Grim bittet ihn, einen fünf Jahre alten Fall noch einmal aufzurollen – den ungeklärten Mord an der Hure Angelica Reyes. Seine Recherchen stürzen Junker in einer Labyrinth der Zweifel: Er rätselt nicht nur an den Grims Interesse an diesem alten Fall, sondern schließlich auch an der Integrität der ganzen Polizei. Dabei spielen Spitzel, Passfälscher, vermeintliche Terroristen und Polizisten mit zuviel Machtanmaßung wichtige Rollen.

Künstliche Intelligenz (KI) gilt inzwischen als zentrale Schlüsseltechnologie des Digital-Zeitalters. Die Deutschen sehen die KI-technologie aber eher skeptisch und risikobehaftet. Foto: Geralt. Pixabay, CC0-Lizenz

KI: „Chancen für völlig neue Anwendungen“

Künstliche Intelligenz: Zentrale Querschnittstechnologie im Digitalzeitalter Dresden, 11. Februar 2019. Künstliche Intelligenz (KI) steckt zwar immer noch in den Kinderschuhen. Dennoch schickt sie sich bereits an, alle Sektoren der Wirtschaft und schließlich auch der Gesellschaft zu durchdringen: Sie steuert automatische Autos und entwirft komplexe Schaltungen, die kein einzelner Mensch mehr überblicken könnte. Sie analysiert Milliarden Suchanfragen im Internet oder erkennt bei der Grenzkontrolle Fluggäste mit falschen Pässen. Manchmal hockt sie auch im Kühlschrank und unterbreitet Rezeptvorschläge. Oder sie plaudert als „Alexa“ & Co. mit Menschen und hilft als Hörgerät-KI beispielsweise Schwerhörigen, akustische Lebensqualität zurückzugewinnen.

Hier gilt es, Stahlkugeln wie Gedanken mittels Magneten von oben durch ein Labyrinth zu buchsieren, das dem Neuronennetz in einem Gehirn nachempfunden ist. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer forscht an neuromorphen Speichern

Im europäischen Projekt „TEMPO“ wollen das IPMS und zahlreiche weitere Partner neuartige Hardware entwickeln, die sich konzeptionell an das menschliche Gehirn anlehnt Dresden, 8. Februar 2018. Um die besonderen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns künstlich nachzubilden, sind mehrere Wege denkbar. Einige davon wollen Forscher und Industrie-Ingenieure im Projekt „Technology & hardware for nEuromorphic coMPuting“ (TEMPO) ausloten, in dem sächsische Partner stark vertreten sind. Im Kern geht es darum, neuartige Computer-Hardware zu entwickeln, die sich eng an die Nervenzellen-Netzwerke des Hirns anlehnt.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

KI revolutioniert Gesellschaft so stark wie einst die Elektrifizierung

Interview mit Christian Kulick von der Geschäftsleitung des Digitalverbandes „Bitkom“ in Berlin Welche besondere Rolle wird Künstliche Intelligenz (KI) als Technologie für die Gesellschaft sowie speziell für die Wirtschaft in naher Zukunft spielen? Christian Kulick: Künstliche Intelligenz steht vor dem Durchbruch. Schon in wenigen Jahren wird sich die Technologie in nahezu jedem Produkt und in nahezu jeder Dienstleistung wiederfinden. Die damit verbundenen Chancen für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft sind riesig. KI ist eine der wichtigsten aktuellen Technologien mit der größten Hebelwirkung auf eine Vielzahl anderer Anwendungen, Technologien und Branchen. Die anstehenden Veränderungen lassen sich allenfalls mit historischen Weichenstellungen wie etwa der Elektrifizierung oder der Verbreitung des Verbrennungsmotors vergleichen. Wo steht Deutschland es in diesem Technologiesektor im internationalen Wettbewerb und woran mangelt es Deutschland noch? Christian Kulick: Europa und ganz besonders Deutschland waren in den vergangenen Jahrzehnten in der KI-Entwicklung weltweit in der Spitzengruppe. Nun geben Länder wie die USA und China das Tempo vor. Die EU-Kommission hat nicht zuletzt deshalb Ende April Pläne zur Förderung von Künstlicher Intelligenz vorgestellt. Die Bundesregierung hat vor der …

Die RAVPower-Powerbank 20100 mAh mit den mitglieferten Kabeln und Transport-Säckchen. Foto: Heiko Weckbrodt

„RAVPower 20100mAh Powerbank“ im Test

Halbes Kilo Batterie mit ordentlich Saft Mit der „RAVPower 20100mAh Powerbank“ hat das amerikanisch-chinesische Unternehmen „Sunvalleytek“ eine recht gewichtige, aber auch sehr leistungsfähige Reservebatterie für Smartphones und Notebooks vorgestellt. In unserem Praxistest machte die Batterie, die unter dem Handelsnamen “RAVPower” vertrieben wird, insgesamt einen eher guten Eindruck, offenbarte aber auch Nachteile.

Bosch entwickelt "Industrie 4.0"-Lösungen - und will deren Konzepte auch in der eigenen Chipfabrik in Dresden einsetzen. Foto: Bosch

Zwei neue KI-Zentren in Sachsen

Fraunhofer und TU Dresden wollen sich auf Künstliche Intelligenz in Produktion konzentrieren Dresden/Chemnitz, 5. Februar 2019. Zwei neue Zentren für Künstliche Intelligenz (KI) sollen in Sachsen entstehen: Die Fraunhofer-Gesellschaft (FHG) plant ein Zentrum für Kognitive Produktionssysteme (CPS) in Dresden und Chemnitz. Außerdem wollen FHG und TU Dresden ein gemeinsames „Center for Explainable and Efficient AI Technologies“ (CEE AI) gründen. Eine entsprechende Absichtserklärung wollen TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen und FHG-Präsident Prof. Reimund Neugebauer am 11. Februar 2019 in der sächsichen Landeshauptstadt unterzeichnen.

Die Dresdner Tanzsinfoniker 1955 im Dresdner Schillergarten. Foto: Richard Peter jun. SLUB, Deutsche Fotothek, Titelabbildung aus: S. Bretschneider: Tanzmusik in der DDR

Buch „Tanzmusik in der DDR“: Warum die Kulturfunktionäre in Dresden zunächst scheiterten

Kulturwissenschaftler Bretschneider beleuchtet in seinem Buch, wie sozialistische Kulturpolitik funktionierte – oder eben auch nicht Für die kommunistischen Kulturpolitiker waren Jazz und ähnliche westliche Tanzmusik-Stile, die in der deutschen Nachkriegsjugend in Ost wie West zu populär waren, ein einziger Graus. „Die politischen Hintergründe sind klar“, ereiferte sich beispielsweise DDR-Musikjournalist Reginald Rudorf in der Zeitschrift „Musik und Gesellschaft“ im Jahr 1954 über die Jazzer: „Der sich entwickelnde amerikanische Faschismus will die einfachen Menschen durch chaotische Machwerke für die Verwirklichung seiner Weltherrschaftspläne reif machen.“ Überschrieben hatte er seine Kampfschrift übrigens mit dem Titel „Die Tanzmusik muss neue Wege gehen.“ Tatsächlich aber brauchten die kommunistischen Kulturpolitiker nach dem Zweiten Weltkrieg noch mindestens 20 Jahre, bis sie ihre „neuen Wege“ schrittweise durchgesetzt und eine „eigene“, eine „sozialistische“ Tanzmusik-Tradition in der DDR etabliert hatten.