Monate: Februar 2019

Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

Mehr Platz für die TU Dresden

Rektor Müller-Steinhagen will perspektivisch auch Biologie in die Johannstadt verlagern Dresden, 28. Februar 2019. Um sich als Exzellenz-Uni weiter profilieren und wachsen zu können, braucht die Technische Universität Dresden (TUD) neben klugen Köpfen und Geld auch Erweiterungsflächen – und die sind rings um den Hauptcampus im Dresdner Süden rar geworden. Deshalb plant TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen, weitere Disziplinen der Lebenswissenschaften in Dresden-Johannstadt konzentrieren. „Wir wollen die Biologie dorthin verlagern“, nannte er ein Beispiel.

Prof. Kai Simons. Foto. Lipotype GmbH / Andre Wirsig

Die Fettspur der Krankheiten

Lipidomics-Preis ausgeschrieben Dresden, 27. Februar 2019. Fett verraten viel mehr über in uns schlummernde Krankheiten und problematische Veranlagungen, als wir ahnen. Der finnische Genetiker Prof. Kai Simons sieht noch viel schlummerndes Potenzial in der Fettanalyse, der sogenannten „Lipidomik“, die solche Methoden wie die Erbgut-Untersuchung sinnvoll ergänzen kann. Um dieses medizinische Potenzial zutage zu fördern, haben Simons und seine Dresdner Analyse-Tech-Firma „Lipotype“ einen neuen Preis „Lipidomics Excellence Award“ (Lea) gestiftet, um den sich internationale Fettforscher bis zum 30. März 2019 bewerben können.

Ruf der Dresdener Werkstoff-Wissenschaftler wächst

TU-Forscher steigen im „QS World University Ranking“ auf Dresden, 27. Februar 2019. Die Dresdner Werkstoff-Forschung gewinnt international an Gewicht: „In der heute veröffentlichten Rangliste des ,QS World University Ranking by Subject 2019’ hat die TU Dresden in der Kategorie ,Materials Science’ den Sprung in die Top 50 der gelisteten Universitäten geschafft“, informierte die Uni.

Coool Case soll Ende 2019 eine eigens zu errichtende Miet-Fabrik im Gewerbegebiet Dresden-Reick beziehen. Der Komplex entsteht in Nachbarschaft zu Dresden-Elektronik und zum Holz-Rentsch auf dem Areal, das vom Bahndamm, vom Seidnitzer Weg und von der Enno-Heidebroek-Straße eingeschlossen wird. Foto: Heiko Weckbrodt

„Coool Case“ wechselt nach Dresden-Reick

Ehemalige PC-Fabrik von Robotron zieht erneut um Dresden, 26. Februar 2019. Der ehemalige PC-Hersteller „Coool Case“ zieht zum Jahresende 2019 in eine Mietfabrik nach Dresden-Reick um. Das hat „Coool Case“-Chef Christian Michel angekündigt, der den einstigen Robotron-Betrieb von der Schäfer-Gruppe übernommen und zum Elektronik-Spezialgehäuse-Hersteller umprofiliert hatte.

Jan Dünnebier zeigt in der Elaskon-Werkstatt dem Azubi Max Otto, wie ein Auto-Unterboden richtig zu konservieren ist. Foto. Sabine Mutschke

Elaskon: Autos für eine halbe Ewigkeit

Chemie-Unternehmen aus Dresden zeigt nun in eigener Werkstatt, wie man Kfzs richtig konserviert Dresden, 25. Februar 2019. Das Dresdner Chemie-Unternehmen Elaskon wächst und baut ein neues Geschäftsfeld auf: Um den Einsatz der eigenen Auto-Konservierungsmittel anzukurbeln, hat die Elaskon-Eigentümerfamilie Schwald nun auch eine freie Kfz-Werkstatt in Dresden-Reick aufgekauft. Das bekannteste Produkt des Traditionsbetriebes ist das „K60“, mit dem Autofahrer schon zu DDR-Zeiten ihre kostbaren Trabis und Wartburgs für die Ewigkeit zu konservieren suchten.

Foto (bearbeitet): hw

Immer mehr wollen mit Augenbild oder Fingerabdruck bezahlen

“Langzeitwirkung” neuerer Smartphones Berlin, 25. Februar 2019. Die inzwischen recht zuverlässigen und bequemen Fingerabdrucksensoren und Gesichtserkennungs-Methoden moderner Smartphones von Samsung, Huawei. Apple & Co. steigern offensichtlich auch in Deutschland die Akzeptanz für biometrische Authentifizierungs-Verfahren: Ein Großteil der Deutschen würde mittlerweile gern Einkäufe mit seinem Fingerabdruck oder Iris-Scan statt mit PIN oder Unterschrift bezahlen. Und die Bereitschaft, solche biometrischen Merkmale geschäftlich einzusetzen, wächst spürbar. Dies geht aus Umfragen von „Bitkom Research“ unter 1005 Bundesbürgern hervor.

Nanomaterial und Karbonbeton: Dresden feilt an zwei weiteren Exzellenzzentren

Forscher hoffen auf Förderung in Millionenhöhe Dresden, 22. Februar 2019. Die Technische Universität Dresden (TUD) und der Freistaat Sachsen wollen weitere Exzellenz-Zentren aufbauen und halten, die keine Exzellenz-Fördermittelzuschläge vom Bund bekommen haben. Das hat TUD-Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen angekündigt. Insbesondere seien die Finanzierung für ein neues „Zentrum für Materiomik Dresden“ (DCM) und ein Karbonbeton- und Leichtbau-Zentrum in Sicht. Für das „Center for Advancing Electronics Dresden – Stufe II“ (Cfaed 2), das ebenfalls überraschend keinen Zuschlag bekommen hatte, wie auch für das CRTD (Center für Regenerative Therapies) hatten Freistaat und Uni bereits im Herbst 2018 Lösungen angekündigt.

Ein Produkt unter vielen Rechnern mit ganz unterschiedlichen Architekturen: Hier der PC K8915 von Robotron mit externen Disk-Laufwerken. Foto. Heiko Weckbrodt

Krolikowski wollte Robotron im Königsschloss

Vom Hochtechnologie-Dreieck der DDR bis zum „Silicon Saxony“ Dresden, 21. Februar 2019. Die ostdeutsche Wirtschaftsführung hatte im Süden der DDR ab Ende der 1960er Jahre ein Hochtechnologie-Dreieck geschaffen, das bis heute nachwirkt. Das hat Rechentechnik-Kustos Dr. Ralf Pulla von den Technischen Sammlungen Dresden (TSD) beim Lingnerpodium „50 Jahre Robotron“ in Dresden eingeschätzt. In diesem Dreieck stellte Carl Zeiss Jena die anspruchsvollen Anlagen für die Chipproduktion her. Das Kombinat Mikroelektronik mit Hauptsitz in Erfurt und dem Entwicklungszentrum ZMD in Dresden entwickelte und stellte die Prozessoren und Speicherchips her. Und das Kombinat Robotron konstruierte daraus die Computer, die zumindest im Ostblock reißenden Absatz fanden. „Der Umstand, dass wesentliche Teile dieses Dreiecks im Raum Dresden konzentriert waren, spielte später eine wichtige Rolle dafür, dass sich hier das heutige Silicon Saxony entwickeln konnte“, meint Dr. Pulla.

Katharina Salomo und Autor Jens-Uwe Sommerschuh in der Indie-Buchhandlung "Shakespeares Enkel" in Dresden-Pieschen. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsens Kleinverlage bauen eigene Vertriebskanäle aus

Dresdner Indie-Allianz „Shakespeares Enkel“ um Katharina Salomo wächst Dresden, 20. Februar 2019. Rund 50 Kleinverlage aus Sachsen und anderen teilen Deutschlands wollen sich von großen Vertriebsketten und Konzernen wie Amazon unabhängiger machen. Sie bauen daher eigene Vertriebskanäle für ihre Bücher auf und aus. Dafür wollen sie die Aktivitäten der genossenschaftlichen Buchhandlung „Shakespeares Enkel“, die 33 von ihnen im August 2018 gegründet hatten, ausweiten. Das hat die Dresdner Verlegerin Katharina Salomo angekündigt, die zu den Initiatorinnen des Projektes gehört.

Neue Kuka-Roboter und andere Ausrüstungen für Zwickau: Volkswagen investiert ingesamt 1,2 Milliarden Euro, um sein Werk in Zwickau auf Elektroauto-Produktion umzurüsten. Foto: Volkswagen

Autos bleiben Exportschlager von Deutschland

Besonders gen USA starke Überschüsse Wiesbaden, 20. Februar 2019. Automobile sind seit einer Dekade das wichtigste Exportgut von Deutschland. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) in Wiesbaden hervor. Besonders gen Nordamerika erwirtschaft die Bundesrepublik damit deutliche Überschüsse: In die USA exportiert Deutschland fünfmal so viele Autos wie sie von dort importiert.

Wie stark verändert Künstliche Intelligenz unseren Planeten?. Foto: geralt, Pixabay.com, Lizenz: CC0

Deutsche wollen Chef durch KI ersetzen

Umfrage: 30 Prozent würden lieber unter Künstlicher Intelligenz dienen Berlin, 19. Februar 2019. Viele reden derzeit von „Künstlicher Intelligenz“ (KI) – und die deutschen Arbeitnehmer haben auch schon eine Ahnung, wofür diese Computer-Technologie am besten einzusetzen wäre: 30 Prozent der Berufstätigen würden ihren Chef durch eine KI ersetzen. Das hat eine Umfrage von „Bitkom Research“ im Auftrag des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ aus Berlin ergeben. Bitkom: Das wird noch eine Weile dauern Bitkom-Präsident Achim Berg bremste allerdings zu hochgesteckte Erwartungen: „Künstliche Intelligenz wird in absehbarer Zukunft in den allermeisten Fällen weder Vorgesetzten noch Mitarbeitern die Arbeit komplett abnehmen, sondern sie bei ihrer Tätigkeit unterstützen“, schätzte er ein. „Wer hofft, seinen Chef auf diesem Weg loszuwerden, wird sich noch etwas gedulden müssen.“ Und: „Schon heute erhalten Techniker Hinweise auf die wahrscheinlichste Fehlerursache oder Ärzte Hilfe bei der Auswertung von Röntgenbildern. KI wird in Zukunft auch Hilfe bei weitreichenden Managemententscheidungen geben – diese aber nicht selbsttätig treffen.“ KI zur Querschnittstechnologie aufgestiegen – auch Sachsen will mitmischen Die KI wird derzeit von vielen Wirtschaftsvertretern und –politikern als besonders wichtige …

Phan Thanh zeigt, wie in den Steinvasen Fischsoße entsteht. Foto: Heiko Weckbrodt

Etwas Fischsoße aufs Steak?

In Phan Thiet in Südvietnam brauen über 100 Kleinstmanufakturen eine lokale Spezialität mit ganz eigenem Odeur Phan Thiet, 19. Februar 2019. Das Thermometer ist über die 30-Grad-Marke gestiegen, wie fast immer im Süden von Vietnam, wenn nicht gerade Regenzeit ist. Da hilft auch das lauwarme Zuckerwasser nicht wirklich, das Herr Phan mit freundlichem Lächeln dem Besucher kredenzt. Zur brütenden Mittagshitze gesellt sich der seltsame Geruch, der um sein Haus wabert. Ein Odeur, das für europäische Nasen schwer einzustufen ist: schwer, süßlich, betäubend. Der Geruch kommt aus den steinernen Vasen, die aufgeblasenen antiken Amphoren ähneln und schachbrettartig fast den ganzen Hof einnehmen. Der 51-Jährige hebt einen Deckel. Wie dunkles Maschinenöl sieht die Brühe aus, die darunter zum Vorschein kommt. Sie soll aber keine Maschinen schmieren, sondern vietnamesische Gerichte verfeinern: Phan Thanh stellt hier seine berühmte Fischsoße her.

Schön einmummeln: Smartphones mögen die Winterkälte überhaupt nicht. Foto: Heiko Weckbrodt

Forscher analysieren Tricks von Kardashian, Musk & Co.

Analyse: Beeinflusser mischen fein dosiert Privates und ihre Werbebotschaften Berlin, 19. Februar 2019. Sogenannte „Influencer“ können mehr Anhänger gewinnen und mehr Menschen beeinflussen, wenn diese „Social Media“-Stars ihre Werbebotschaften fein dosiert verbreiten und mit Details aus ihrem Privatleben vermischen. Besonders gut funktioniert dies, wenn sie sich mit anderen Beeinflussern zusammentun und gegenseitig auf ihre Beiträge auf Facebook. Instagram & Co. aufmerksam machen. Das geht aus einer Untersuchung von Prof. Julian Kawohl von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, dem Betriebswirt Florian Lieke und dem Agenturgründer Sven Wedig hervor.