Monate: Dezember 2018

In modernen Autos verbauen die Hersteller immer mehr Elektronik - und davon profitieren auch wichtige Chipproduzenten wie die Infineon-Fabriken in Dresden. Foto: Infineon

Infineon startet Entwicklungszentrum in Dresden

Fokus liegt zunächst auf Autosensoren und Hochspannungs-Chips, KI-Projekte folgen Dresden, 11. Dezember 2018. Infineon richtet momentan sein avisiertes Entwicklungszentrum für Automobilelektronik und „Künstliche Intelligenz“ (KI) in Dresden ein. Das teilte der deutsche Halbleiterkonzern heute mit. Das Zentrum ist an die Chipfabriken in Dresden-Klotzsche angedockt.

Die Ausleihe klassischer Bücher ist in den Städtischen Bibliotheken rückläufig - die eBook-Ausleihe dagegen boomt. Foto: Heiko Weckbrodt

Buchkauf aus der Mode

Nur noch jeder zweite Haushalt kauft Bücher Wiesbaden, 11. Dezember 2018. Bücher zu kaufen liegt im „Land der Dichter und Denker“ nicht mehr im Trend: Nur noch etwa jeder zweite deutsche Haushalt (54 Prozent) hat im Jahr 2017 gedruckte oder digitale Bücher gekauft. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren lag diese Quote noch bei 65 Prozent. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mitgeteilt.

Die Modellfabrik ist als "Testbett" für das "industrielle Internet der Dinge" konzipiert. Abb.: HTW Dresden

SAP kooperiert mit Digitalknoten Dresden

Softwarekonzern und „Smart Systems Hub“ wollen gemeinsam digitale Experten ausbilden Dresden, 10. Dezember 2018. . Um den Mittelstand fit für das „Internet der Dinge“ zu machen, arbeiten der Walldorfer Software-Konzern SAP und der Verbund „Smart Systems Hub“ künftig enger zusammen. Eine entsprechende Koperationsvereinbarung haben heute SAP-Deutschland-Chef Daniel Holz und „Smart Systems Hub“-Geschäftsführer Michael Kaiser in der sächsischen Landeshauptstadt unterzeichnet.

Generative Fertigung eines Luftfahrt-Demonstrators mittels Laser-Pulver-Auftragschweißen. Foto: Fraunhofer USA CLA

3D-Druckexperten treffen sich in Dresden

Wachsende Resonanz auf Symposium des Fraunhofer-Laserinstituts Dresden, 10. Dezember 2018. Rund 200 internationale Spezialisten treffen sich Ende Januar 2019 in Dresden, um beim „International Symposium Additive Manufacturing“ (ISAM 2019) die neuesten Trends im industriellen 3D-Druck zu diskutieren. Gastgeber ist das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS): Die Resonanz auf dieses Dresdner Symposium wachse Jahr für Jahr, betonte IWS-Sprecher Markus Forytta.

Kristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat. Foto: HZDR Jürgen JeibmannKristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat. Foto: HZDR Jürgen Jeibmann

Außeruniversitäre Institute in Sachsen

Seit 1990 haben sich zahlreiche außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in Sachsen angesiedelt. In einigen Fällen gingen frühere Institute der DDR-Akademie der Wissenschaften in neue Trägerschaften von Leibniz, Helmholtz, Fraunhofer & Co. über. In anderen Fällen waren frühere Kombinats-Bereiche oder Querschnitts-Forschungseinrichtungen der DDR-Industrie der Nukleus, teils handelte es sich um echte Neugründungen. Hier nun ein Überblick, der keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann (Quelle: sächsisches Wissenschaftsministerium):

Prof. Matthias Kröger mit seinen Nussknackern der alten und neuen Art. Detlev Müller / TU Bergakademie Freiberg

Freiberger Nussknacker spaltet harte Nüsse in Kenia

Professor der Bergakademie entwickelt nussschonende Erzgebirgs-Technologie Freiberg, 9. Dezember 2018. Ein Freiberger Professor hat einen Hightech-Nussknacker entwickelt, der Nüsse gefühlvoll spaltet – und dadurch die Ausbeute steigert. Die Anlage ist allerdings nicht für den privaten Gebrauch unterm Weihnachtsbaum konzipiert, sondern für die Macadamia-Betriebe in Afrika. Darauf hat die Bergakademie Freiberg hingewiesen.

„Kommando Korn“ Foto: Anna Tiesen

Fotoschau „Gute Aussichten“: Wilde Dorfclique und die Unsterblichkeit

Technische Sammlungen Dresden zeigen Wettbewerbsarbeiten junger deutscher Fotografen Dresden, 8. Dezember 2018. Mit „Gute aussichten“ gastiert ab heute eine faszinierende Ausstellung junger deutscher Fotografen in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD). Zu sehen sind von einer Jury ausgewählte Fotografien aus einem Wettbewerb deutscher Hochschulen, die das Lebensgefühl und die Konflikte der Gegenwart spiegeln.

Umringt von DIS-Kindern in Dresden startet Zouzoucar-Chef Fabien Compère (Mitte, orange Weste) die deutsche Ausgabe der Kinder-Mitfahr-App "Zouzoucar". Foto. Heiko Weckbrodt

Kinder-Mitfahr-App „Zouzoucar“ in Dresden gestartet

Franzosen wollen Umwelt und Nerven der Eltern schonen Dresden, 7. Dezember 2018. Die französische Software-Firma „Zouzoucar“ hat Dresden als Pilotstadt für den deutschen Markt ausgesucht und hier seine gleichnamige Kinder-Mitfahr-App gestartet. Das Miniprogramm für iPhones und Android-Telefone soll Eltern vernetzen: Die Mütter und Väter können dort eintragen, wann sie ihre eigenen Kinder zur Schule, zum Tanzunterricht oder zur Geburtstagsparty bringen und dann anbieten, andere Kinder gleich mitzunehmen. „Das erspart Stress, schont die Umwelt und sorgt für neue Kontakte mit anderen Familien“, preist Zouzoucar-Chef Fabien Compère das Konzept an.

Prof. Peter Fulde 2018 in seinem Arbeitszimmer im Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden. Foto. Heiko Weckbrodt

Im Geist der Kooperation: 25 Jahre Max Planck in Sachsen

Interview mit Prof. Peter Fulde, der das erste Planck-Institut in Sachsen mit aufgebaut hat Das Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI-PKS) feiert heute ein rundes Jubiläum: Vor 25 Jahren gründete die Max-Planck-Gesellschaft mit dem PKS ihr erstes Institut in Sachsen. Der Physiker Prof. Peter Fulde baute dieses Institut ab 1993 in Dresden auf und leitete es bis 2007. Obwohl längst emeritiert, geht der heute 82-Jährige Senior-Forscher immer noch fast jeden Tag in sein Arbeitszimmer im Institut. DNN-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn ausfragt. Wo steht die Dresdner Forschungslandschaft heute? Peter Fulde: Die jüngste Exzellenzrunde der Universitäten hat deutlich gezeigt: Erstens gibt es immer noch ein großes Gefälle zwischen den Unis in West und Ost. Und zweitens: Dresden ragt da völlig heraus. Nur vier der 57 ausgewählten Exzellenzcluster liegen in den Neuen Bundesländern – und von denen sind wiederum drei in Dresden. Da die Hochschul-Qualität erfahrungsgemäß großen Einfluss auf die ökonomische Entwicklung eines Standortes hat, sehen ich sehr gute Perspektiven für die Hochtechnologie-Zukunft der Stadt.

Sascha Kühn will es noch einmal wissen und startet erneut eine Firma auf Basis seiner "Kraftwerk"-Brennstoffzellen. Foto: CONSILIUM Rechtskommunikation

„Kraftwerk“-Unternehmer Kühn versucht nach Pleite Neustart

Neues Unternehmen in Dresden soll sich auf Röhrchenkerne für Brennstoffzellen konzentrieren Dresden, 6. Dezember 2018. Zweieinhalb Jahre nach der Pleite seiner Firma „eZelleron“ versucht Sascha Kühn in Dresden einen Neustart mit seiner „Kraftwerk“-Technologie auf Brennstoffzellen-Basis. Das hat die Berliner „Consilium Rechtskommunikation“ im Auftrag von Kühn heute mitgeteilt.

Eric Pankenin, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Materialsysteme der Nanoelektronik, überprüft in einem Reinraum die Funktion einer hermetisch und gasdicht abgeschlossenen Glovebox. In dieser Box, die auch als Handschuhkasten bezeichnet wird, kann mit empfindlichen oder gefährlichen Materialien in einer abgeschotteten Schutzgas-Atmosphäre gearbeitet werden. Foto: Jacob Müller

TU Chemnitz und Hefei China kooperieren

Chemnitz/Hefei , 6. Dezember 2018. Sachsen und China bauen ihre Kooperation aus: Die Technische Universität Chemnitz und die „Hefei New and High Technology Industrial Developing Zone“ wollen in Hochtechnologie-Sektor zusammenarbeiten und ein gemeinsames Technologie-Institut gründen. Das sieht eine Vereinbarung vor, über die die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) heute informiert hat.

Jad Khodor. Foto: Karsten Eckold

Damit der Beton besser flutscht

Bauingenieur Jad Khodor aus dem Libanon an TU Dresden als bester Masterstudent ausgezeichnet Dresden, 5. Dezember 2018. Weil er in seiner Abschluss-Arbeit in Dresden besonders gut modelliert hat, wie sich zähflüssiger Beton durch Rohren und Pumpen pressen lässt, ohne dass alles verstopft, hat Master-Student Jad Khodor aus dem Libanon die Lohrmann-Medaille der TU Dresden bekommen. Der Bauingenieur sei der bester Student seines Jahrgangs in seiner Fachrichtung gewesen, teilte die Uni mit.

Grafik: hw

Immer wieder Menschenrechte nicht eingehalten

Tagung in Dresden 60 Jahre nach Menschenrechte-Erklärung Dresden, 5. Dezember 2018. Richter, UN-Vertreter, Menschenrechts-Aktivisten und Forscher wollen sich am 7. und 8. Dezember 2018 auf einer wissenschaftlichen Tagung über die Menschenrechts-Lage weltweit austauschen. Das hat die TU Dresden angekündigt. Anlass der Konferenz „We have Come a Long Way”: Vor 60 Jahren, am 10. Dezember 1948, wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verkündet.

Durch ihre symmetrische Bauweise auch für Linkshänder geeignet: Die optische Maus 3500P von Rapoo. Foto: hw

50 Jahre Computermaus

Erster PC-Nager war noch aus Holz Berlin, 5. Dezember 2018. Die PC-Maus wird 50 Jahre alt: Am 9. Dezember 1968 stellte der US-amerikanische Erfinder Douglas Engelbart das erste Modell einer Computermaus vor. Das erste Exemplar war noch aus Holz und hatte ein Rad statt der später üblichen Kugel – die wiederum später durch optische Abtast-Sensoren ersetzt wurde.