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Roboterfreunde für autistische Kinder

Die QT-Roboter aus Luxemburg sollen autistischen Kindern helfen, Gefühle richtig einzuordnen. Foto: LuxAI

Die QT-Roboter aus Luxemburg sollen autistischen Kindern helfen, Gefühle richtig einzuordnen. Foto: LuxAI

Junge Hightech-Firmen stellen sich in Dresden den Risikokapitalisten vor

Dresden/Luxemburg, 8. Oktober 2018. Roboter werden zum Freund und Helfer für autistische Kinder: Das junge Luxemburger Unternehmen „LuxAI“ will spezielle Roboter mit einer einfühlsamen „Künstlichen Intelligenz“ (KI) ausstatten. Der künstliche Freund soll jungen Patienten mit sozialen Entwicklungsstörungen helfen, die Emotionen anderer Menschen zu erkennen und damit umzugehen. Dabei setzt die Ausgründung der Uni Luxemburg einen sogenannten QT-Roboter ein, der auf einem Bildschirm am Kopf ein Gesicht mit verschiedenen Gefühlsausdrücken anzeigen kann.

Zu wenig geschultes Personal – QT-Roboter aus Luxemburg sollen helfen

„Autismus ist eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderung“, betonen die Luxemburger. Für die Therapie fehlen geschultes Personal und finanzielle Mittel.“ Der QT-Roboter verbessere diese Therapien und könne auch durch ungeschultes Personal eingesetzt werden.

Kapitalsuche in Dresden

Um dieses System weiterzuentwickeln und zu vermarkten, benötigt „LuxAI“ allerdings Risikokapital. Das wollen sie sich nun bei den „Hightech Venture Days“ am 17. und 18.Oktober 2018 in Dresden besorgen. Dort werden sie sich gemeinsam mit 39 weiteren Start-ups und Wachstums-Unternehmen aus zwölf europäischen Ländern potenziellen Investoren vorstellen.

Tageslicht für bessere Cannabis-Ernte

Zu diesen Jungfirmen gehören auch zwei Sachsen: Eine Dresdner Unternehmung entwickelt zum Beispiel mit Tageslicht-LEDs gärtnerische Beleuchtungen, die helfen sollen, Cannabis auf dem legalen Sektor ertragreich zu züchten“. Und eine Leipziger Firma offeriert „intelligente Reinigungsmittel, die durch ein ,Mikroerdbeben’ quasi mechanisch ohne chemische Ätz- oder Löseprozesse wirken, aber ph-neutral und umweltfreundlich sind und auch hartnäckige organische Schichten sanft und effektiv entfernen, ohne empfindliche Oberflächen zu schädigen“.

Treffen soll Risikokapital-Lücke verkleinern

Das Dresdner Unternehmen „High-Tech-Startbahn“ richtet die „Hightech Venture Days“ seit 2015 aus. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Jungunternehmer und Investoren zusammenzubringen. Dies soll helfen, die – insbesondere in Ostdeutschland und speziell auch Sachsen – klaffende Risikokapital-Lücke für Uni-Ausgründungen und andere hochtechnologische Gründungen zu mindern.

Autor: Heiko Weckbrodt