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Korch-Wurstfabrik Radeberg bekommt neue Besitzer

Der 52-jährige Fabrikchef Michael Korch und Investor Felix Alber (43 Jahre) vor der Produktionsstätte in Radeberg. Foto: Meeco Communication

Der 52-jährige Fabrikchef Michael Korch und Investor Felix Alber (43 Jahre) vor der Produktionsstätte in Radeberg. Foto: Meeco Communication

Münchner Kaufmann Alber verspricht neue Jobs und Fabrikerweiterung

Radeberg/München, 16. Juli 2018. Damit die Korch-Wurstfabrik aus Radeberg nördlich von Dresden weiter wachsen kann und um einen Nachfolger an der Firmenspitze zu organisieren, steigen dort nun der Münchner Unternehmensberater Felix Alber und die Dresdner Sparkassen-Tochter „SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH“ als Anteilseigner ein. Das teilte die SIB heute mit.

Chefwechsel absehbar

Die neuen Besitzer versprechen neue Jobs und eine Fabrikerweiterung in Radeberg. Über kurz oder lang soll der gelernte Kaufmann Alber auch den Chefposten übernehmen, da Geschäftsführer Michael Korch in ein paar Jahren in den Ruhestand gehen will.

Neues Werk soll Umsatz verdoppeln – vor allem auch außerhalb Sachsens

Die Radeberger Fleisch- und Wurstwaren Korch GmbH produziert unter anderem Schinken, Wiener Würste, Knacker, Leberwurst und andere Wurstsorten. Sie beschäftigt derzeit rund 400 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt rund 50 Millionen Euro Umsatz. Die Fabrik-Erweiterung soll dieses Ergebnis verdoppeln. Die neue Werkshalle werde „mittelfristig“ neben der bisherigen Produktionsstätte entstehen, kündigte die SIB an. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, die Wirtschaft in der Region zu stärken und nicht nur Arbeitsplätze zu erhalten, sondern auch neue zu erschaffen“, betonte SIB-Geschäftsführer Christian Müller.

Den Schinken fest im Blick

Damit einher gehen Expansion und eine stärkere Spezialisierung: Felix Alber mit seinen Kontakten in der Lebensmittelbranche soll den Absatz außerhalb von Sachsen ankurbeln. Alber hatte zuvor unter anderem als Sanierer und Controller beim Schokoladenfigur-Hersteller „Rübezahl“ in Schwaben gearbeitet. Er will die Korch-Fabrik stärker als bisher auf Schinkensorten ausrichten. „Über die Hälfte unseres Umsatzes wird mit Schinken gemacht, insbesondere mit dem Lachsschinken“, betont auch der bisherige Geschäftsführer Michael Korch. „An dieser Spezialisierung wollen wir weiterarbeiten.“ Auch für die Käse-Wiener und Grillprodukte sehen er gute Chancen für den Verkauf außerhalb Sachsens.

Über Korch

Das Unternehmen hat Wurzeln in Schlesien und der Lausitz. Es wurde vor 75 Jahren von Fleischermeister Georg Korch gegründet. Seinen Hauptsitz hat Korch in Radeberg. Filialen betreibt das Unternehmen vor allem in Ostsachsen.

Autor: Heiko Weckbrodt