Monate: April 2018

Auf der Goldprobe, durch die an nanostrukturierten Stellen blaues Licht geschickt wird, sind mit Proteinmotoren befestigt. Diese tragen die Mikrotubuli mit den Quantenpunkten - die hier als Lichtsensoren fungieren . über sich hinweg. Dadurch wird die ganze oberflache gewissermaßen gescannt. Visualisierung: Heiko Groß

Mehr Durchblick durch Biomotoren und Quantenpunkte

Forscher aus Dresden und Würzburg schieben Grenzen klassischer Mikroskope hinaus Dresden/Würzburg, 30. April 2018. Indem sie Biotechnologie und Quantenphysik kombinierten, haben Wissenschaftler aus Dresden und Würzburg die optischen Grenzen klassischer Mikroskope hinausgeschoben: Sie haben damit Strukturen sichtbar gemacht, die weniger als fünf Nanometer (Millionstel Millimeter) groß sind.

In dieser sogenannten Target-Kammer im Zentrum für Hochleistungs-Strahlenquellen des HZDR trifft der Lichtstrahl des Hochleistungslasers auf den Elektronenstrahl des ELBE-Beschleunigers. Ziel ist die Erzeugung brillanter Röntgenstrahlung. Foto: HZDR/Frank Bierstedt

Immer mehr Hochschul-Wissenschaftler durch Drittmittel finanziert

Anteil stieg deutschlandweit innerhalb von zehn Jahren von 20 auf 26 % Wiesbaden, 30. April 2018. Deutschlandweit spielen zusätzlich eingeworbene externe Gelder – die sogenannten Drittmittel – eine wachsende Rolle für den akademischen Betrieb: Etwa ein Viertel (26 %) des wissenschaftlichen Hochschulpersonals finanzierte sich im Jahr 2016 aus solchen Quellen jenseits der öffentlichen Grundfinanzierung. Zehn Jahre zuvor waren es erst 20 %. Das teilte das statistische Bundesamt in Wiesbaden heute mit.

Prof. Bernd Büchner leitet als wissenschaftlicher Direktor das IFW Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Exzellenz-Etikett ist wie eine Trumpfkarte

Neuer Direktor Büchner will neue Labore am Leibniz-Institut IFW etablieren und die Unis Dresden und Chemnitz enger verzahnen Prof. Bernd Büchner ist seit April 2018 der neue wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn ausgefragt: was das Leibniz-Institut von der Exzellenzinitiative der TU hat, welche neuen Labore er plant und warum die Chinesen lieber nach Dresden statt Chemnitz gehen. Wo steht das IFW? Wir sind ein unglaublich starkes Institut. Wissenschaftlich agiert das IFW sehr erfolgreich. Leider ist es uns nicht immer gelungen, diese Leistungskraft auch nach außen sichtbar zu machen. Das möchten wir gerne ändern.

Chinesische Weltraum-Rakete des typs "Langer Marsch 2F". Foto: CNSA

China: Können jetzt Menschen zum Mond fliegen

2022 soll neue Raumstation Tiangong 3 fertig sein Peking/Harbin, 29. April 2018. Die Chinesen wollen in Zukunft ein bemanntes Raumschiff zum Mars schicken. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter technologischer Weg. Als Zwischenschritte wollen die Chinesen 2022 ihre neue Raumstation Tiangong 3 fertigstellen und womöglich erst mal Menschen zum Mond schicken. Zumindest für letzteres Abenteuer habe China inzwischen die technologische Basis geschaffen. Das hat Zhou Jianping nun in Harbin mitgeteilt. Er ist der Chefdesigner für bemannte Raumfahrt in der chinesischen Raumfahrtbehörde CNSA.

Prof. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik DresdenProf. Gerhard Ehninger. Foto: Uniklinik Dresden

Sachsen würdigt Krebsforscher Ehninger

Stammzell-Experte geht – zumindest offiziell – in den Ruhestand Dresden, 28. April 2018. Als bedeutenden Krebsforscher, Arzt und gesellschaftlich engagierten Geist haben das Uniklinikum Dresden und die sächsische Staatsregierung den Mediziner Prof. Gerhard Ehninger bei dessen Abschied in den offiziellen Ruhestand gewürdigt. „Dass Sachsen heute auf dem Gebiet der Tumorforschung und –therapie im nationalen und internationalen Vergleich so gut dasteht, verdanken wir auch ausgewiesenen Fachleuten und Spitzenforschern wie Professor Ehninger“, betonte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Das Logo des 5G Energy Hub, das von Dresden koordiniert wird.

National 5G Energy Hub startet in Dresden

Forschungsprojekt widmet sich 5G-Mobilfunk in der Energietechnik Dresden, 27. April 2018. Die TU Dresden startet gemeinsam mit Partnern am 1. Mai 2018 das Forschungsprojekt „National 5G Energy Hub“. Das hat die Uni heute angekündigt. Die Maschinebauer, Elektro und Kommunikationstechniker wollen dabei gemeinsam Wege suchen, um Energietechnik mit Hilfe des Mobilfunks der 5. Generation (5G) effizienter zu machen.

Das Werk von Müllermlich/ Sachsenmilch in Leppersdorf bei Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Müller sagt Salat-Großfabrik in Sachsen ab

Tochter Homann investiert statt dessen in Altstandorte Leppersdorf, 27. April 2018. Aus Theo Müllers Salat-Megafabrik in Leppersdorf bei Dresden wird nichts: Nachdem längere Zeit schon gerüchteweise davon die Rede gewesen war, dass die Müllermilch-Tochter „Homann“ ihre Altstandorte doch nicht aufgeben wird, hat es der Aufsichtsrat der „Unternehmensgruppe Theo Müller“ (UTM) nun offiziell gemacht: „Die Homann Feinkost GmbH möchte ihre Produktion an den bestehenden deutschen Standorten weiterführen“, teilte das Unternehmen heute mit.

Am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf beschäftigen sich Biologen, Chemiker, Physiker und Mediziner mit der Erforschung und Behandlung von Krebskrankheiten. Sie forschen an radioaktiven Substanzen und Medikamenten, entwickeln bildgebende Verfahren weiter und untersuchen neue Möglichkeiten hochpräziser Bestrahlungstechniken sowie neuartige Strahlungsarten wie laserbeschleunigte Protonenstrahlen. Foto. HZDR/Oliver Killig

Sachsen, Böhmen und Schlesier kooperieren beim Wissenstransfer in die Wirtschaft

Maschinenbauer der TUD koordinieren „Trans3Net“-Netzwerk Dresden/Breslau/Usti, 27. April 2018. Um Forschungsergebnisse auch grenzüberschreitend in wirtschaftliche Erfolge zu verwandeln, vernetzen sich derzeit die dafür zuständigen Transfer-Experten in Sachsen, Schlesien und Böhmen. Auf einer interaktiven Internet-Landkarte unter der Adresse map.trans3net.eu können Forscher und Unternehmer inzwischen bereits 70 Anlaufstellen finden, die wissenschaftliche Resultate in die Wirtschaft transferieren.

70 Prozent der Ausgangsstoffe für die Produktion in der Glashütte Freital sind alte Scherben. Foto: Glashütte Freital

Nachfrage für Industrieglas steigt: Glashütte Freital baut an

Unternehmen investiert in neuen Glasofen Freital, 26. April 2018.Wegen guter Auftragslage baut die „Glashütte Freital GmbH“ nun eine neue Halle mit einem zweiten Glasofen. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage für Industrieglas und verwandte Produkte. An dieser Millionen-Investitionen beteiligt sich die Sparkassentochter „SIB Innovations- und Beteiligungsgesellschaft mbH“ aus Dresden.

Der IPF-Neubau in der Dresdner Südvorstadt ist noch eine Baustelle. Foto: Doreen Schuhmann / IPF Dresden

Mehr Platz für Polymerforscher in Dresden

Erweiterungsbau für Leibniz-Institut IPF ist rohbaufertig Dresden, 26. April 2018. Weil die Forschungen des Leibniz-Institut für Polymerforschung (IPF) Dresden gefragt und auch immer aufwendiger sind, bekommt das IPF derzeit einen zehn Millionen Euro teuren Erweiterungsbau. In die Kosten teilen sich Bund und der Freistaat Sachsen. Das Haus ist nun rohbaufertig, am 4. Mai 2018 wollen die Polymerforscher Richtfest feiern.

Der Quadcopter RC Video One hat, wie es der Name schon sagt, 4 Rotoren, eine Kamera an der Nase und blinkernde Farb-LEDs - ein Hingucker. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Die Inventur übernimmt die Drohne

Robotron und BMW bringen schwebenden Lageristen bei, Ersatzteile zu unterscheiden Dresden, 26. April 2018. Lager-Inventuren erledigen in Zukunft autonome Drohnen, die dank künstlicher Intelligenz (KI) selbstständig Ersatzteile und andere Gegenstände erkennen, wenn sie durch die Regalreihen schweben. Eine entsprechende Technologie haben nun die Dresdner Softwareschmiede Robotron und der Münchner Autokonzern BMW entwickelt. Das hat Uwe Wieland angekündigt, der bei Robotron den Geschäftsbereich „Industrie“ leitet.

Forscht an der Kombination organsicher Halbleiter und anorganischer Materialien: Dr. Marcos M. Soldera aus Argentinien ist Humboldt-Stipendiat in Dresden. Foto: Veronica Somaglia

Perowskit-Experte Soldera zieht ins Mekka der organischen Elektronik

Argentinischer Humboldt-Stipendiat verknüpft in Dresden organische und anorganische Hybrid-Technologie Dresden, 25. April 2018. Der argentinische Elektronik-Experte Dr. Marcos M. Soldera ist in die sächsische Landeshauptstadt gezogen, um mit seinem Know-how eine Dresdner Spezialität zu verbessern: organische Elektronik. Der 34-Jährige wird zwei Jahre lang bei Professor Andrés Lasagni am Lehrstuhl für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung der TU Dresden als Humboldt-Stipendiat forschen. Das hat heute die TU Dresden mitgeteilt.

Diesel-Auto bei einer Testfahrt. Foto: Bosch

Bosch sieht Ausweg aus Dieselkrise

Elektronikkonzern: Wir können jetzt durch Motor-Tuning Stickoxid-Abgase beim Diesel drastisch senken Stuttgart / Renningen, 25. April 2018. Der deutsche Autoelektronik-Konzern Bosch hat nach eigenen Angaben einen Ausweg aus der Dieselkrise gefunden: eine Abgas-Reinigungsmethode, die ohne Zusatzhardware auskommt und die umstrittenen Stickoxid-Abgase deutlich unter die Grenzwerte drückt. Das hat Bosch-Chef Volkmar Denner heute angekündigt.

Das Logo der Wissenschaftsnacht Dresden 2017. Abb.: agsandrew/shutterstock.com, Netzwerk Dresden - Stadt der Wissenschaften

Unternehmer-Netz BNI feiert in Dresden 10. Jubiläum

Kommerzielles Netzwerk soll Umsatz der Teilnehmer ankurbeln Dresden, 25. April 2018. Der Dresdner Ableger des kommerziellen Unternehmer-Netzwerkes „Business Network International“ (BNI) hat gestern sein zehntes Jubiläum gefeiert: Seit dem 24. April 2008 knüpfen Unternehmer bei morgendlichen BNI-Treffen in Dresden neue Kontakte und tauschen Geschäftsvorschläge aus.