Monate: März 2017

Man ahnt es schon: Die Landung ist eine herausforderung. Bildschirmfoto aus: Madeira X Evolution

Die Urlaubssaison hat begonnen – zumindest im Flugsimulator

Aerosoft und MK Studios stellen „Madeira X Evolution“ vor Madeira ist immer eine Reise wert. Und zwar nicht nur aus Urlaubersicht – die wunderschöne Insel empfiehlt sich zum Baden genauso wie zum Wandern – sondern auch aus fliegerischer Perspektive. Folgerichtig ist „Madeira X Evolution“ aus der Feder von MK Studios ein heiß ersehntes Zusatzpaket für den Flugsimulator X (FSX) und Prepar3D (P3D).

Prof. Dr. László Székelyhidi. Foto: Swen Reichhold, Universität Leipzig

Die Faszination der Kreiszahl

Pi-Tag: Weltweit denken Mathematiker heute an π Leipzig, 3/14. 3,124159… Die Zahl Pi, die das Verhältnis zwischen Durchmesser und Umfang eines Kreise beschreibt, ist den Mathematikern auf der Erde seit rund 3500 Jahren bekannt. Und bis heute übt diese Zahl ungemeine Faszination aus: auf Mystiker wie Mathematiker, Informatiker wie Numerologen. Aufwendige Wettbewerbe gelten nur dem Ziel, die Nachkomma-Ziffern von π immer genauer zu berechnen. Und auch einen eigenen Tag hat Pi: Den 14. März, der in den USA 3/14 geschrieben wird. In einem Kurzinterview mit der Pressestelle der Uni Leipzig erzählt Professor László Székelyhidi vom Lehrstuhl für Angewandte Mathematik, was ihn an dieser irrationalen Zahl so irritiert und fasziniert.

Die Datenbrille für den Industrieeinsatz. Foto: Westsächsische Hochschule Zwickau

Die erweiterte Realität im Stahlwerk

Ingenieure aus Zwickau und von Salzgitter entwickeln Datenbrillen für die Industrie Zwickau/Hannover, 13. März 2017. Zwickauer Forscher bringen die „Erweiterte Realität“ ins Stahlwerk: Gemeinsam mit Ingenieuren der Salzgitter AG haben die Elektrotechniker der Westsächsischen Hochschule Zwickau einen Schutzhelm mit Datenbrille entwickelt. Wer diesen Helm trägt, bekommt vom Computer per „Augmented Reality“ (AR) zusätzliche Informationen eingeblendet, wenn er oder sie sich im Stahlwerk orientieren oder Anlagen reparieren muss.

Felix Simon Fries zeigt eine Organische Leuchtdiode (OLED), die in der neuen Architektur angefertigt wurde. Foto: IAPP

Dresdner Student für neue Architektur organischer Bildschirme geehrt

Jung-Physiker Felix Simon Fries entwirft neue Aufbauprinzipien für OLEDs Dresden, 11. März 2017. Weil er in seiner Masterarbeit neue, strahlende Aufbau-Prinzipien für Organische Leuchtdioden (OLEDs) entwickelt hat, bekommt der Dresdner Nachwuchs-Physiker Felix Simon Fries den Studentenpreis der „Society for Information Displays“ (SID). Dies hat das Institut für angewandte Photophysik und Photonische Materialien (APP) an der TU Dresden mitgeteilt.

Wolfgang Daniels ist der präsident des VEE Sachsen. Foto: Heiko Weckbrodt

Energiewende tritt in Sachsen auf der Stelle

VEE-Präsident Daniels kündigt Aufklärungskampagne gegen Windkraft-Feindlichkeit an Dresden, 10. März 2017. Die sächsischen Politiker, aber auch die großen Automobil-Unternehmen müssen mehr tun, damit die Energiewende im Freistaat endlich wieder vorankommt. Das hat die „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien“ (VEE) Sachsen gefordert. „Der Ausbau der Windkraft tritt in Sachsen auf der Stelle, ähnlich sieht es in der Photovoltaik aus“, kritisierte VEE-Präsident Wolfgang Daniels auf der Verbands-Jahrestagung „Phase 2 der Energiewende“ in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden.

Googles "Self-Driving Car" (auch Roboterauto genannt). Foto: Google

Deutsche glauben an autonome Auto-Zukunft

Heute debattiert Bundestag über Gesetzesänderungen für computergesteuerte Autos Berlin, 10. März 2017. Über die Hälfte der Deutschen glaubt, dass in 30 Jahren nur noch autonome Autos zugelassen werden – also Fahrzeuge, die durch Computer-Autopiloten gesteuert werden un nicht durch Menschen. Jeder Zehnte erwartet sogar, dass es bereits in zehn Jahren soweit ist, teilte der deutsche Digitalbranchen-Verband „Bitkom“ in Berlin mit, der sich dabei auf eine Umfrage unter 1006 Deutschen stützt.

Elektromechaniker Martin Pause kontrolliert in der Fäth-Fabrik Klipphausen ene Recycling-Anlage für siliziumhaltige Abwässer, die später in einer Chipfabrik zum einsatz kommt. Foto: Heiko Weckbrodt

Herz und Lunge einer Chipfabrik

Der Anlagen-Spezialist Fäth beliefert Hightech-Unternehmen rund um den Erdball – und baut seine Fabrik in Klipphausen nun aus Klipphausen, 9. März 2017. Weil internationale Mikroelektronik- und Solar-Unternehmen mehr Reinraum-Anlagen aus Sachsen wollen, baut die Fäth-Gruppe ihre Fabrik in Klipphausen für fünf Millionen Euro aus. Den ersten Spaten für den Neubau stach Firmengründer Michael Fäth am Donnerstag mit Standort-Chef Alexander Keßler und weiteren Kollegen in den Boden an der Schwabacher Straße. „Die Auftragslage ist gut“, sagte Keßler – und auch sein Chef ist zufrieden: „Klipphausen ist ein guter Standort. Die Mitarbeiter sind motiviert und die Gemeinde steht hinter uns“, betonte Michael Fäth.

Die Umsätze von europäischen Töchtern von US-Unternehmen übersteigen die US-Exporte gen EU um ein Vielfaches. Abb.: IFW, Quelle: US-Büro für wirtschaftliche Analysen

IfW: Trumps Handelskrieg mit Europa würde US-Wirtschaft hart treffen

Hälfte aller US-Investitionen konzentrieren sich bisher auf Europa Kiel, 8. März 2017. Ein Handelskrieg mit der EU würde die US-Wirtschaft weit härter treffen als bisher angenommen. Darauf haben Ökonomen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel und Berlin hingewiesen. Demnach wurde in der aktuellen Diskussion über die Exportüberschüsse Deutschlands und Europas in den USA bisher kaum beachtet, dass die Verflechtung der amerikanischen Wirtschaft mit dem EU-Raum weit über bloßen Handel hinausgeht.

Um eine Fabrik zu führen, ist technischer Sachverstand nützlich, sagt die Rosti-Geschäftsführerin und Ingenieurin Antje Heinze. Aber wohl noch wichtiger ist, zuhören zu können und ein Klima des Respekts im Unternehmen zu pflegen. Foto: Heiko Weckbrodt

Frauentag: Im Konsens, mit Respekt

Antje Heinze führt eine Fabrik in Dresden – und hat ihren ganz eigenen Führungsstil entwickelt Dresden, 8. März 2017. „Mein Führungsstil?“ Über diese Frage muss Antje Heinze kurz nachdenken. „Auf jeden Fall nicht autoritär, so bin ich nicht.“ Die Chefin des Dresdner Industriebetriebes „GP Rosti“ überlegt. „Bei mir steht die Kompromissfindung im Vordergrund: Ich höre meinen Leuten zu, korrigiere auch mal meine Ideen und entscheide erst dann.“ Wenn irgendwie möglich so, dass sie ihre Vorhaben „mit wenig Druck“ umsetzen kann. „Im Konsens, mit Respekt, so dass die Leute das freiwillig tun“, sagt die 50-jährige Chefin, Mutter und Ingenieurin lächelnd. „Ob das ein weiblicher Führungsstil ist, weiß ich nicht. Bei mir hat das jedenfalls funktioniert.“

Geschäftführer Rutger Wijburg zeigt einen Wafer mit 22FDX-Chips, die das Globalfoundries-Werk Dresden produziert hat. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen gibt Globalfoundries 90 Millionen Euro

Geld für Technologie-Entwicklung im Chipwerk Dresden gedacht Dresden, 17. März 2017. Damit Globalfoundries (Glofo) seine Chiptechnologie „FDX“ in Dresden weiterentwickelt, will das sächsische Wirtschaftsministerium dem US-Elektronikkonzern 90 Millionen Euro geben. Das Landesgeld ist als indirekte Subvention für die milliardenschweren Erweiterungs-Investitionen im Dresdner Glofo-Chipwerk gedacht, gilt offiziell aber als Technologie-Förderung. Anzunehmen ist, dass weitere Millionen-Subventionen von Bund, Land und EU an Glofo noch fließen werden.

Die Beschichtungsanlage FOSA LabX 330 Glass für flexibles Glas. Foto Von Ardenne Die Beschichtungsanlage FOSA LabX 330 Glass für flexibles Glas. Foto Von Ardenne

Biegsames Elektronikglas von der Rolle

Fraunhofer FEP und Ardenne Dresden stellen weltweit einmalige Beschichtungsanlage vor Dresden/München, 7. März 2017. Eine Anlage, die biegsames Glas von der Rolle mit hauchdünner Elektronik beschichten kann, stellen der Dresdner Anlagen-Spezialist „Von Ardenne“ und das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) aus Dresden Ende März auf der Messe „LOPEC“ in München vor. „Aufgrund seiner überragenden Eigenschaften wird flexibles Glass eine wichtige Rolle als Werkstoff der Zukunft spielen“, ist Von-Ardenne-Vizedirektor Andreas Nilsson überzeugt.

Blick in die Lithografie der X-Fab in Erfurt. Foto: Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Thüringen, Fotograf Michael Voigt

Erfurter X-Fab geht an die Börse

Chip-Auftragsfertiger will kräftig wachsen – und braucht dafür frisches Geld Erfurt/Paris, 7. März 2017. Der ostdeutsche Mikroelektronik-Auftragsfertiger „X-Fab“ plant, seine Produktion Ausbauen sowie in neue Technologien investieren. Dieses Wachstum will Firmenchef Rudi De Winter durch einen Gang an die Pariser Börse „Euronext“ finanzieren. Er hofft, durch die Ausgabe neuer Aktien insgesamt eine Viertelmilliarde Euro einzusammeln.

Die Visualisierung zeigt, wie sich die Forscher den Kupfererz-Aufbereitungsprozess der Zukunft vorstellen: Aus Bakterien gewonnene bioaktive Stoffe sollen zielgerichtet an den Oberflächen von Erzmineralen binden, metallhaltige Wertpartikel einsammeln und wertlose Bestandteile zurückhalten. Visualisierung: HZDR Sander Münster

Bakterien helfen im Bergbau

Biotechnologen aus Freiberg und Santiago Freiberg/Santiago de Chile, 6. März 2017. Ressourcen-Forscher aus dem sächsischen Freiberg wollen spezielle Bakterien für den Kupfer-Bergbau in Chile einspannen. Das hat das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf angekündigt. Die bakteriellen Wirkstoffe sollen – möglichst umweltfreundlich – aus dem chilenischen Roherz nicht nur Kupfer, sondern auch Molybdän gewinnen, das wiederum für die Elektronikindustrie benötigt wird. Wenn sich das Verfahren bewährt, könnten die Kupferschürf-Bakterien später vielleicht auch in Elektronik-Recycling zum Einsatz kommen.

Blick ins Innere des bereits funktionierenden "Kleinst"-Quantencomputers von IBM. Entscheidende Teile davon arbeiten bei sehr tiefen Temperaturen. Foto: IBMBlick ins Innere des bereits funktionierenden "Kleinst"-Quantencomputers von IBM. Entscheidende Teile davon arbeiten bei sehr tiefen Temperaturen. Foto: IBM

IBM kündigt 1. universellen Quantencomputer an

IBM Q soll zunächst 50 Qubits haben Yorktown Heights, 6. März 2017. Damit Wirtschaft und Wissenschaft neue Medikamente und Hightech-Werkstoffe schneller entwickeln, die Aktienmärkte vorhersagbarer und Künstliche Intelligenzien wecken können, plant IBM, einen universell einsetzbaren Quantencomputer zu bauen. Die besonderen Rechen-Fähigkeiten dieses Systems namens „IBM Q“ können Nutzer dann per Internet als „Cloud-Dienst“ mieten. Das hat der US-Konzern nun angekündigt.