Monate: April 2013

Apple verspricht Anlagern mehr Dividende

Cupertino, 24. April 2013: Der US-Elektronikkonzern Apple (iPhone, iPad) will – teilweise kreditfinanziert – eigene Aktien im Umfang von 60 Milliarden Dollar zurückkaufen. Das kündigte Apple-Chef Tim Cook an. Ursprünglich wollte das Unternehmen nur für zehn Milliarden Dollar Aktien vom Markt saugen. Auch soll die Dividende für Aktionäre auf 15 Prozent auf 3,05 Dollar je Stamaktie und Quartal steigen. Insgesamt verdoppelt Apple sein Programm zur Kapitalrückzahlung bis 2015 auf rund 100 Milliarden Dollar.

Antiquariate zelebrieren im Internetzeitalter Buch als Gesamtkunstwerk

Dresden, 23. April 2013. Können Sie sich noch erinnern wie es damals war, als das Internet noch nicht erfunden war? Als man noch ins Antiquariat statt zum Amazon-Netzportal ging, um nach Büchern zu stöbern? An den Geruch von Papier zwischen den langen Regalreihen? Das Rascheln der Buchseiten? Den Triumph im Herzen und die Lese-Vorfreude im Kopf, wenn man – ein paar Mark ärmer – mit einem Stapel persönlicher Neuentdeckungen nach Hause eilte, im Bus schon die ersten Seiten verschlingend? Oiger-Redakteur Heiko Weckbrodt, heute ein bekennender eBuch-Leser, entsinnt sich noch gern daran – und hat sich mit Blick auf den heutigen Welttag des Buches mit dem Dresdner Antiquar Carsten Rybicki über das Geschäft mit alten Büchern im Internetzeitalter unterhalten.

Nun offiziell: Telekom drosselt ab 2016 DSL-Netzzugänge

Bonn, 22. April 2013: Das Gerücht kursierte bereites eine Zeitlang, nun ist es offiziell: Wegen der ständig steigenden Datenlast im Internet wird die Deutsche Telekom auch die DSL-Internetzugänge per Festnetz künftig – ähnlich wie im Mobilfunk – ab einem gewissen Datenvolumen für ihre Kunden auf niedriges Tempo herunterdrosseln. Das kündigte das Unternehmen heute in Bonn an. Eingebaut werden die Drosselklappen aber wohl erst ab 2016.

Erster sächsischer Satellit nun im Orbit

Dresdner “SOMP” misst Rand-Atomosphäre aus und testet neue Solarzellen Dresden/Erdorbit, 21. April 2013. Eine russisches Sojus-Rakete hat den ersten sächsischen Satelliten heute erfolgreich in einer Erdumlaufbahn platziert. Das teilte die TU Dresden mit, die den SOMP-Satelliten (Student’s Oxygen Measurement Project) konstruiert hat. SOMP soll künftig in 400 bis 600 Kilometern Höhe den atomaren Sauerstoff in der äußeren Erdatmosphäre ausmessen. Außerdem ist er mit neuartigen Dünnschicht-Solarzellen ausgerüstet, die die Bordinstrumente mit Strom versorgen und die Leistungsfähigkeit dieser Zelltechnik testen soll.

1,1 Millionen Euro für Schallelektronik-Forschung in Dresden

Dresden, 21. April 2013: Dresdner Forscher und Wirtschaftsingenieure wollen Ultraschallwellen für die elektronische Informationsverarbeitung einsetzen. Dabei werden elektrische Signale in Schallwellen umgewandelt, die zum Beispiel über eine Siliziumscheibe (Wafer) gleiten und zum Beispiel als Sensoren oder für Signalverstärker im Mobilfunk eingesetzt werden können. Der Ansatz erscheint dem Bundesforschungsministerium so interessant, dass es nun 1,13 Millionen Euro für dieses Verbundprojekt des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) sowie der Firmen „SAW Components“ und „Creavag-Creative Vakuumbeschichtung“ bewilligt hat, wie der Dresdner Bundestagsabegordnete Jan Mücke (FDP) mitteilte.

Bluray „Der Hobbit“: Heldischer Spießer stolpert über den Hyper-Ring

Hobbits lieben gutes Essen, einen Gleichklang im Leben und den Komfort in ihren Hügelhöhlen. Und wenn Bilbo Beutlin (Martin Freeman – „Per Anhalter durch die Galaxis“) etwas hasst, ist es Unerwartetes. Zum Beispiel wenn ein Zauberer namens Gandalf (Ian McKellen – „Herr der Ringe“) mit 13 Zwergen im Gefolge auftaucht, ihn zum Meisterdieb deklariert und Bilbo zu einer Schatzsuche überredet. Zunächst höchst widerwillig reitet der Hobbit auf der Reise gen Osten mit. Die stellt sein ganzes Leben auf den Kopf, spielt ihm Saurons Ring der Macht in die Hände – und macht aus dem Spießer einen Stecher…

Rollenspiel-Verulkerei „Impire“: Lasst uns böse sein!

Heldenhatz statt Monstermord Warum dürfen eigentlich nie die Bösewichte die Helden sein? Videospiele sind einfach ungerecht, mögen sich die Cynanide-Programmierer in Montreal gedacht und deshalb mit „Impire“ ein ironisches Keller-Rollenspiel gestrickt haben, in dem wir auf der dunklen Seite stehen. Sprich: Anders als in „Diablo“, „Gothic“, “Risen” & Co. räumt der Spieler hier nicht als Lichtgestalt unterirdische Verließe aus und meuchelt Monster, sondern beschützen als Möchtegern-Dämonenlord unsere Schleimgruben und Schatzkammern gegen übereifrige Ritter.

Hubble schaut sich ätherisches Kosmos-Pferd an

Pferdekopfnebel, 20. April 2013: Schlechte Nachrichten für langlebige Astronomie-Fans: Eines der schönsten kosmischen Fotomotive, der Pferdekopfnebel, wird sich in zirka fünf Millionen Jahren auflösen. Denn der spektakuläre Nebel aus Wasserstoff und Sternenstaub ist eine Sternenwiege. Bei der Geburt neuer stellarer Objekte werden Gas und Staub aufgesaugt, außerdem schiebt der Strahlungsdruck der jungen Sterne die Wasserstoff-Teilchen auseinander.

„Rockstar“ Kepler findet erdähnlichen Planeten

Erdorbit/Sternbild Lyra, 18. April 2013: Nachdem „Kepler“ im Erdorbit anfangs nur Riesenplaneten jenseits unseres Sonnensystems aufgespürt hatte, findet das Weltraumteleskop nun immer mehr kleinere Planeten, die prinzipiell sogar außerirdisches Leben beherbergen könnten. Jetzt hat Kepler sogar einen Planeten entdeckt, der der Erde ziemlich nahe kommt, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA heute mitteilte.

Infineon Dresden: Roboter verdrängen Menschen

Chipfabriken werden automatisiert, Folgen fürs Personal werden nun verhandelt Dresden, 18. April 2013: Infineon will in seinem Dresdner Chipwerk einen Teil seiner Mitarbeiter durch Roboter ersetzen, um gegenüber der internationalen Konkurrenz wettbewerbsfähiger zu werden. Das hat die Dresdner Geschäftsleitung in einer internen Belegschaftsversammlung angekündigt und inzwischen auch offiziell bestätigt. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man vermeiden, betonte Standortsprecherin Diana Heuer. Wieviele Jobs der Automatisierung zum Opfer fallen werden, sagte sie nicht: “Personalpassungen” seien absehbar, wie konkret die aussehen, werde man nun mit dem Betriebsrat verhandeln.