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Gesetzentwurf: Bibliothek SLUB wird ab 2014 Staatsbetrieb

Die Scan-Roboter der SLUB digitalisieren bis zu 500 Buchseiten pro Stunde. Abb.: SLUB

Die Scan-Roboter der SLUB digitalisieren bis zu 500 Buchseiten pro Stunde. Abb.: SLUB

Dresden, 20. März 2013: Das sächsische Kabinett hat nun einen Gesetzentwurf gebilligt, laut dem die Sächsische Landes- und Uni-Bibliothek SLUB in Dresden im Januar 2014 in einen Staatsbetrieb umgewandelt werden soll. Die SUB habe sich von einer klassischen Lese-Bibliothek hin zu einem vernetzten Wissens- und Digitalisierungszentrum gewandelt und benötige mehr eigenverantwortlichen betriebswirtschaftlichen Spielraum, begründete das Wissenschaftsministerium den Entwurf, über den letztlich der Landtag befinden muss.

SLUB-Direktor Thomas Bürger hatte diese Pläne im Vorfeld bereits begrüßt: Wenn man auf die alte kameralistische Finanzplanung verzichten und statt dessen als Betrieb agiere, könne die Bibliothek beispielsweise schneller auf neue technische Entwicklungen und neue Nutzertrends reagieren. Die SLUB ist unter anderem inzwischen eines der wichtigsten Literatur-Digitalisierungszentren in Deutschland und hat damit auch viele Aufgaben von nationaler und internationaler Bedeutung – zum Beispiel im Zuge der Deutschen Internetbibliothek – übernommen. Heiko Weckbrodt

3 Kommentare

  1. Peter sagt

    Der Titel ist leider völlig unpassend, “Gesetzentwurf: Bibliothek SLUB wird ab 2014 Staatsbetrieb” – dies war bis dato nur der Antrag.
    Staatsbetrieb wird die SLUB nur wenn die Mehrheit dem zustimmt.

    Hoffen wir für die Belegschaft und die Nutzer, dass dem nicht so sein wird.

  2. Das spannende an hellodd.de ist, man kann darin sehr speziell suchen. Am 30.1. hieß es in der DNN: “Die Sächsische Landesbibliothek soll in einen Staatsbetrieb umgewandelt und damit anders verwaltet werden. Am Mittwoch beschloss der Landtag auf Antrag der CDU/FDP-Koalition, die Änderung der Rechtsform auf den Weg zu bringen.” Ein einziges Hin- und Her?

    • admin sagt

      Gut aufgepasst 😉 Aber das parlamentarische Procedere ist lang. Wenn man den Agenturtext von damals weiterliest, stehts auch drin: Der Landtag hatte seinerzeit einen Gesetzentwurf von der Regierung angefordert. Der liegt nun vor, wird als nächstes von Gutachtern begutachtet, in den Ausschüssen diskutiert und schließlich in den Landtag zur Beschlussfassung eingebracht. Heiko

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