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Fraunhofer-Forscher verzehnfachen Leistung von Redox-Flow-Akkus

Ein Fraunhofer-Mitarbeiter justiert eine der neuen Redox-Flow-Batterien. Foto. Fraunhofer-UMSICHT

Ein Fraunhofer-Mitarbeiter justiert eine der neuen Redox-Flow-Batterien. Foto. Fraunhofer-UMSICHT

Zwischenspeicher für Öko-Energie gesucht

Oberhausen, 10. März 2013. Fraunhofer-Forscher aus Oberhausen ist es nach eigenen Angaben gelungen, die Leistungskraft von Redox-Flow-Akkumulatoren auf 25 Kilowatt zu verzehnfachen. Die Energieforscher selbst sprechen von einem technologischen Durchbruch. Redox-Flow-Zellen gelten als ein Hoffnungsträger für die Energiewende, um die wenig kontinuierliche Stromeinspeisung von Wind- und Solarkraftwerken zwischenzuspeichern.

Reduktions-Oxidations-Fluss-Systeme (= Redox Flow) speichern Energie in Elektrolytlösungen, die aus Tanks kontinuierlich durch Reaktionskammern gepumpt werden. Sie erlauben recht hochkapazitive Akkus. Ihr Nachteil war bisher jedoch die – zum Beispiel im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkumulatoren – recht niedrige Leistungsdichte. Indem sie neue Membranmaterialien einsetzten, das Batteriemanagement überarbeiteten und den gesamten Stapelaufbau neu designten, ist es den Experten aus den Fraunhofer-Instituten UMSICHT (Oberhausen), ICT und ISE nun aber gelungen, diese Nachteile teilweise auszugleichen. Sie wollen das neue Akku-Design im April 2013 zur Hannover-Messe präsentieren und arbeiten parallel dazu an einem Zwei-Megawatt-System.

Dresdner und Berliner hoffen auf Alternative Lithium-Schwefel-Akkus

Im Vergleich zu Pumpspeicherwerken zählt man Akku-Lösungen zu den kleinen bis mittleren Speichern, die sehr schnell auf Einspeise-Schwankungen durch Öko-Strom reagieren können, allerdings wegen ihrer begrenzten Kapazitäten eher für Einfamilien-Häuser oder kleinere Siedlungen geeignet sein könnten. Neben dem Redox-Flow-Konzept forscht man unter anderem in Dresden und Berlin an alternativen Akkus zum Beispiel auf Lithium-Schwefel-Basis, die im Testbetrieb durchaus schon Megawatt-Kapazitäten erreichen, allerdings meist speziell gekühlt werden müssen. Heiko Weckbrodt

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