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Datei Commander 14: Der große Ordnervergleicher

Drei-Fenster-Ansicht des Datei-Commanders 14 - und das Synchro-Tool, das uns sagt, wo welche Dateien in Quell- und Ziellaufwerk fehlen. Abb. (absichtlich unscharf): hw

Drei-Fenster-Ansicht des Datei-Commanders 14 – und das Synchro-Tool, das uns sagt, wo welche Dateien in Quell- und Ziellaufwerk fehlen. Abb. (absichtlich unscharf): hw

Christian Lütgens hat Version 14 seines „Datei-Commanders“ veröffentlicht. In der neuer Variante kann die Drei-Fenster-Dateiverwaltung nun unter anderem Laufwerke und Verzeichnisse zum Beispiel zwischen PC und Notebook ausgefuchster vergleichen und auf einen gemeinsamen Stand bringen. Außerdem hat Lütgens ein eigenes Programm für die Zwischenablage integriert, in die normalerweise all jene Textpassagen wandern, die wir irgendwo kopieren oder ausschneiden – durch das Miniprogramm können nun ganze Bausteinlisten verwaltet werden, was auf einen Textbaustein-Manager hinausläuft. Daneben sind weitere kleinere Verbesserungen hinzugekommen und die Anpassung an Windows 8.

Am Anfang war der Norton Commander…

Im Grundsatz basiert der Datei-Commander auf dem aus DOS-Zeiten bekannten Prinzip des Norton-Commanders (NC): Wer mit vielen Dateien auf seinem Rechner jongliert, oft Daten ver- oder entpackt, PC und Laptop synchronisieren muss und dergleichen schätzt solcher Verwaltungsprogramme, in denen man meist nebeneinander ein Quell- und ein Zielfenster liegen hat, zwischen denen man per Tasten-Kurzbefehlen Daten hin- und herschieben kann. Speziell der Datei-Commander hat dies zum Drei-Fenster-Prinzip erweitert, denn ganz links ist noch zusätzlich (aber ausblendbar, wenn’s nervt) eine Übersicht des Windows-Dateibaums eingeblendet. Dies macht sich insbesondere bei Bildschirmen im Superbreit-Format gut.

Viele Stellschrauben verfügbar

Im Vergleich zu anderen NC-Weiterentwicklungen ist der Dateicommander für den Einsteiger unübersichtlicher, was aber eben an seiner Funktionsvielfalt liegt. Gerade aber die vielen Stellschrauben weiß man zu schätzen, je größer der Datenwust ist, mit dem man arbeitet. Um nur ein Beispiel herauszugreifen: Das neue Datei-Synchro-Werkzeug hat einen Verzeichnis-Vergleichsknopf. Drückt der Nutzer diesen, wenn er etwa die Hauptverzeichnisse zweier Netzwerkrechner in den Fenstern nebeneinander gelegt hat, zeigt eine Liste mit farbigen Pfeilen an, welche Dateien wo fehlen, auf welchem PC die neuere Version gespeichert ist und dergleichen mehr.

Abb.: Typemania

Abb.: Typemania

Fazit:

Dank fortwährender Weiterentwickelung ist der Datei-Commander ein sehr leistungsfähiges Werkzeug für Profis und Semi-Profis geworden, denen die Maus-Kopier-Funktionen von Windows zu lahm sind. Wer einmal mit dem Norton Commander oder dessen Klonen gearbeitet hat, beherrscht auch hier die Grundfunktionen. Wer alle Stellschrauben erkunden will, sollte allerdings viel Zeit einplanen. Heiko Weckbrodt

Datei-Commander 14“ (Christian Lütgens, Lübeck), Dateiverwalter à la Norton Commander, für Win XP, 7 und 8; Probeversion (60 Tage) hier ladbar, Vollversion: 30 Euro

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