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Globalfoundries hilft Arabern bei Chipforschung

In Dresden gefertigter Wafer mit AMD-Vierkernprozessoren. Abb.: GF

Abb.: GF

Abu Dhabi/Dresden, 10. Oktober 2012: Die Dresdner Experten des Chip-Auftragsfertigers „Globalfoundries“ (GF) helfen dem arabischen Emirat Abu Dhabi beim Aufbau einer eigenen Halbleiterbranche: Ausgewählte Studenten und Professoren des „Masdar Instituts“ in Abu Dhabi erhalten nun via Datenfernleitung Zugriff auf die Nanotechnologieentwicklungssysteme in der Dresdner GF-Fabrik, mit der die dortigen Ingenieure sonst Kundenwünsche in modernste Chiptechnologien gießen. Das teilte GF heute mit. Außerdem dürfen einige arabische Diplomanden demnächst in GF-Standorten hospitieren – die ersten drei Studenten werden in diesem Monat in Dresden erwartet.

GF gehört seit der Ausgliederung aus AMD mehrheitlich dem arabischen Konsortium ATIC. Das hatte für seine Kapitalspritzen zur Bedingung gemacht hatte, dass das Unternehmen bei Aufbau einer eigenen Chipindustrie in der Wüste für die „Zeit nach dem Öl“ hilft.

Globalfoundries hatte dank der Scheich-Gelder seine Produktionskapazitäten in Dresden und New York stark ausbauen und den Konkurrenten „Chartered“ übernehmen können und ist dadurch inzwischen zum weltweit zweitgrößten Chipauftragsfertiger nach der taiwanesischen TSMC aufgestiegen. Das Unternehmen beschäftigt inzwischen weltweit über 12.000 Mitarbeiter – darunter rund 3400 in Dresden – und hat nach eigenen Angaben mehr als 150 Kunden. hw

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