Hardware
Kommentare 1

„Penclic Mouse“: Schweden machen PC-Maus zum Kuli

Die "Penclic Mouse": Die Maustasten sind an der "Kuli-Spitze", das Rollrad am "Tintenfass" angebracht. Abb.: Penclic

Die “Penclic Mouse”: Die Maustasten sind an der “Kuli-Spitze”, das Rollrad am “Tintenfass” angebracht. Abb.: Penclic

Die Schweden haben sich daran gemacht, die Computermaus neu zu erfinden: Die „Penclic Mouse R2“ ähnelt einem Kuli in einer kleinen Halterung, den man über den Schreibtisch gleiten lässt. Das ungewöhnliche Design soll Sehnenscheidenentzündungen, wie sie durch klassische PC-Nager gern und oft bei ungestählten Neulingen auftreten, vorbeugen und schreibtypische Arbeitsbewegungen unterstützen.

Funktional entspricht die Stift-Maus klassischen Mäusen der gehobenen Mittelklasse: Für den Linksklick drückt man eine Wippe an der Spitze, rückwärts wird der Rechtsklick ausgelöst. 90 Grad versetzt gibt es eine ähnliche Knopf-Wippe für „Vor“ und „Zurück“. Mit Auflösungen bis zu 2400 Punkten kann es in puncto Tempo die „Penclic“ sogar fast mit Spitzennagern aufnehmen.

Die Verbindung zum PC erfolgt drahtlos per USB-Einstecksender (alternativ gibt es eine Kabelvariante), die Stromversorgung über eine beigelegte R6-Batterie. Hübsch sind übrigens die glasähnliche Verpackung und die beigefügte Tragetasche.

Stärken bei Bildbearbeitung und Grafik, für Spieler eher: Nö

Im Praxistest stellte sich tatsächlich schnell das Gefühl ein, einen Kugelschreiber in der Hand zu haben – trotz des kleinen „Tintenfasses“, das man da vor sich hinschiebt und in das auch das Scroll-Rad in Mittelfinger-Reichweite integriert ist. Damit Strategie- oder gar Actionspiele zu zocken, habe ich allerdings beizeiten bleiben lassen: Das Konzept ist einfach zu ungewöhnlich, ich bin nie auf das Tempo einer klassischen Spielemaus – vor allem bei Links- und Rechtsklicks – gekommen.

Erklärvideo des Herstellers (Englisch):


Stärken hat die Pencil aber zweifellos bei Bildbearbeitung und anderen grafischen Tätigkeiten am Bildschirm: Um zum Beispiel am PC zu zeichnen oder ein Fotomotiv freizustellen, ist und bleibt selbst die beste PC-Maus ein Fremdkörper, da kommt die „Penclic“ den natürlichen Zeichenbewegungen der Hand mehr entgegen.

Fazit:

Das Konzept ist schlichtweg Geschmacks- und Gewöhnungssache – eine eindeutige Empfehlung zu „Ja“ oder „Nein“ ist da kaum möglich und hängt davon ab, was man am PC so treibt. Wer viel mit Grafik und Bildern am Rechner werkelt, sollte das Teil mal ausprobieren. Für Spieler ist es meines Erachtens nach eher nichts. Heiko Weckbrodt

„Penclic Mouse“ (Penclic/BTP), ca. 60 Euro, bis zu 2400 dpi

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.