Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wartburg

DDR-Designer Karl Clauss Dietel bei einem Simson-Treffen. Foto: Stop Syling

„Stop Styling“: Vom Würfelradio bis zur S51

Crowdfunding-kofinanzierte Doku über DDR-Designer Dietel gibt’s nun als Video on Demand (VoD) Chemnitz, 8. Januar 2017. Gutes Produktdesign ist die hohe Schule in der Konsumgüter-Industrie: In aller Regel wird ein Radio, ein Auto oder ein Smartphone nur dann durchschlagende Resonanz finden, wenn Form und Funktion gleichermaßen den Käufer überzeugen. In der 45-minütigen Dokumentation „Stop Styling“ porträtieren Gregor Hutz und sein Team den DDR-Produktdesigner Karl Clauss Dietel, der eben diese Antipoden auch in der sozialistischen Mangelwirtschaft zu überbrücken verstand. Die durch den Internetschwarm auf „Startnext“ kofinanzierte Doku ist nun fertig und auf Vimeo gegen Entgelt ausleih- und kaufbar.

Die Eltern des Reformators auf Bildern von L. Cranach d. Ä. Foto: Peter Weckbrodt

Besuch beim Junker Jörg

Oigers Wochenendtipp: Die Wartburg und die Luther-Frage Eisenach, 26. Mai 2017. Was machen wir bloß mit diesem Luther? Mit dieser Frage quälen sich die Deutschen, beginnend im Jahre 1521 mit dem Reichstag in Worms bis in unsere Gegenwart. Denn das 500-jährige Reformationsjubiläum naht unausweichlich. Und die Lutherfrage nimmt die Bundesregierung, die Kirchen und letztlich alle Deutschen in die Pflicht. Mit drei wuchtigen Hammerschlägen in Gestalt der drei Nationalen Sonderausstellungen in Berlin, Eisenach und Lutherstadt Wittenberg, soll einmalig und zugleich erschöpfend der Deutschen Antwort auf diese Frage verkündet werden.

Nur 709 Exemplare der Roadster-Ausführung "Wartburg 311/312 300 HT" wurden im Karosseriewerk Dresdenc produziert - heute existieren davon noch etwa 310 - und sind gefragte Sammlerstücke. Foto: Jürgen Haink

DDR oben ohne

In den 1960ern wurden in Dresden schicke Wartburg-Cabrios hergestellt – am Samstag kehren die Oldtimer in ihre Heimat zurück Dresden, 15. Juli 2015. Von wegen, die DDR konnte nur veraltete Autos bauen: Wenn die Rede auf den Wartburg kommt, geht Jürgen Haink das Herz auf. „Das ist doch ein ganz wunderbares Erlebnis, diese offene Fahren“, sagt der 60-jährige Bauingenieur aus Hoyerswerda – und spricht dabei aber eben nicht von der Standard-Kasten-Ausführung des DDR-Autos Wartburg 353, sondern einer ganz besonderen Ausführung: vom Wartburg 311/312 300 HT, dem letzten Cabrio beziehungsweise Roadster, der in der DDR gebaut wurde. Diese Sonderausführung hatte nämlich ein „Hardtop“-Dach (daher auch „HT“), das man im Sommer abnehmen konnte und dann durch die DDR „oben ohne“ kreuzen konnte. Heute sind diese Modelle beliebte Sammlerstücke. Produktionsstart für diese seltene Sondervariante war 1965 im Karosseriewerk Dresden – 50 Jahre später kehren die schicken Oldtimer zu einem Schautreffen an ihren „Geburtstort“ zurück: An diesem Samstag von 14 bis 17 Uhr sind 85 dieser Sonderwartburgs auf dem Postplatz und auf dem Wirtschaftshof des Verkehrsmuseums Dresden zu besichtigen.