Alle Artikel mit dem Schlagwort: Halbleiter

Die Fabmatics-Geschäftsführer Steffen Pollack (links) und Hans Martin Esser, Foto: Matthias Rietschel / Fabmatics

Smartphone-Gier mischt die Karten in der Halbleiterbranche neu

Fabmatics-Chefs Pollack und Esser im Interview über die Vorteile von Kooperationen und die Erdrutsche in der Chip-Industrie Dresden, 17. November 2017. Die Dresdner Unternehmen HAP und Roth & Rau – Ortner waren beide – wenn auch mit unterschiedlichen Akzenten – Experten für die Nachautomatisierung von Chipfabriken, vor allem durch Roboter und spezielle Transporttechnik. Vor einem Jahr haben sie sich zu „Fabmatics“ zusammengeschlossen – und inzwischen auch einen gemeinsamen neuen Firmensitz in Flughafennähe etabliert. Redakteur Heiko Weckbrodt hat die Fabmatics-Chefs Steffen Pollack und Heinz Martin Esser über ihre Erfahrungen mit Kooperationen, und die neuesten Trends in der Halbleiter-Industrie befragt. Und, funktioniert das Miteinander unter einem Dach oder tritt man sich gegenseitig nur auf die Füße? Steffen Pollack: Zusammenzugehen war richtig, das hat sich rasch gezeigt. Wir als HAP kamen eher aus der Maschinenbau-Ecke und dem Modulbau… Fabmatics-Chefs Pollack und Esser im Interview über die Vorteile von Kooperationen und die Erdrutsche in der Chip-Industrie Dresden, 17. November 2017. Die Dresdner Unternehmen HAP und Roth & Rau –…

Die Nachfrage nach dRAM-Speichern schwankt sehr stark. Diese Vlotilität hat schon manchem Unternehmen das Genick gebrochen. Foto: Heiko Weckbrodt

Halbleitermarkt legt 2017 um ein Fünftel zu

IC Insights hebt Prognose an: Vor allem dRAM-Umsatz wächst stark Scottsdale, 22. Oktober 2017. Die Halbleiterindustrie wächst im Jahr 2017 um 20 Prozent und damit deutlich stärker als noch zur Jahresmitte angenommen. Diese korrigierte Prognose hat nun das Marktforschungsunternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona abgegeben. Der Markt für Integrierte Schaltkreise (ICs) im engeren Sinne wird demnach um 22 Prozent wachsen, der OSD-Markt (Optoelektronik, Sensoren, Aktuatoren und diskrete Elektronik) um 20 Prozent. IC Insights hebt Prognose an: Vor allem dRAM-Umsatz wächst stark Scottsdale, 22. Oktober 2017. Die Halbleiterindustrie wächst im Jahr 2017 um 20 Prozent und damit deutlich stärker als noch zur…

HAP und Ortner Dresden, die inzwischen zur Fabmatics verschmolzen sind, haben auch InfineonChipwerke mit Robotern und anderer technik nachautomatisiert. Foto: Infineon/ Fabmatics

Fabmatics Dresden robotisiert in US-Optikindustrie

HAP + Ortner = Fabmatics: Ein Jahr nach der Fusion sind die Auftragsbücher voll Dresden, 21. September 2017. Das Dresdner Automatisierungs-Unternehmen Fabmatics rechnet mit stark wachsender Nachfrage aus der Halbleiterbranche und anderen . Die Auftragsbücher seien jetzt schon voll, betonte Fabmatics-Chef Steffen Pollack, die Belegschaft ist auf 166 Mitarbeiter gewachsen, der Umsatz auf 20 Millionen Euro.. HAP + Ortner = Fabmatics: Ein Jahr nach der Fusion sind die Auftragsbücher voll Dresden, 21. September 2017. Das Dresdner Automatisierungs-Unternehmen Fabmatics rechnet mit stark wachsender Nachfrage aus der Halbleiterbranche…

Die neuen Azubis von Infineon Dresden. Foto: Infineon Dresden

Infineon Dresden bildet mehr Azubis aus

23 Jugendliche starten heute ihre Lehre im Chipwerk Dresden, 7. August 2017. Selbst große und als vergleichsweise attraktive Arbeitgeber geltende Unternehmen haben wachsende Probleme, fähige Fachkräfte „per Kaltaquise“ zu finden. Wohl auch daher bildet Infineon Dresden – trotz zuletzt eher schrumpfender Belegschaft – mehr und mehr Lehrlinge selbst aus. So haben heute 23 junge Männer und Frauen ihre Ausbildungen als Mikrotechnologen beziehungsweise Mechatroniker im Chipwerk im Dresdner Norden begonnen. 23 Jugendliche starten heute ihre Lehre im Chipwerk Dresden, 7. August 2017. Selbst große und als vergleichsweise attraktive Arbeitgeber geltende Unternehmen haben wachsende Probleme, fähige Fachkräfte „per Kaltaquise“ zu finden….

Die US-Mikroelektronik - hier ein Intel-Wafer - dominiert mit 55 % Anteil ganz klar den Halbleiter-Weltmarkt. Europas Antel wrd auf nur 6 % geschätzt. Foto: Intel

Halbleitermarkt wächst stürmisch – Europa verliert Anschluss

15 % mehr Umsatz erwartet Dresden/Scottsville, 7. Juli 2017. Der Halbleitermarkt wächst in diesem Jahr um 15 % auf 419 Milliarden Dollar, hat das US-Markforschungsunternehmen „IC Insights“ prognostiziert. Die Ursache dieser starken Entwicklung ist der wachsende Anteil von Halbleitern am Gesamtwert von elektronischen Geräten. 15 % mehr Umsatz erwartet Dresden/Scottsville, 7. Juli 2017. Der Halbleitermarkt wächst in diesem Jahr um 15 % auf 419 Milliarden Dollar, hat das US-Markforschungsunternehmen „IC Insights“ prognostiziert. Die Ursache…

Harald_Binder ist der neue Chef von Siltectra Dresden. Foto: Siltectra

Chipscheiben-Spaltfirma Siltectra Dresden unter neuer Führung

Harald Binder löst Wolfram Drescher ab – neue Prototypenfabrik soll im Herbst 2017 in Dresden online gehen Dresden, 8. Juni 2017. Das Dresdner Hightech-Unternehmen „Siltectra“ steht unter neuer Führung: Der Physiker Harald Binder hat zum 1. Juni 2017 den bisherigen Chef Wolfram Drescher abgelöst. Binder soll die von Siltectra entwickelte innovative Spalt-Technologie für Computerchip-Scheiben (Wafer) industriereif machen. Außerdem soll er eine neue Prototypen-Fabrik im Technopark Dresden-Nord aufbauen. Der bisherige Geschäftsführer Drescher wechselt auf eigenen Wunsch in den Beirat des Unternehmens. Harald Binder löst Wolfram Drescher ab – neue Prototypenfabrik soll im Herbst 2017 in Dresden online gehen Dresden, 8. Juni 2017. Das Dresdner Hightech-Unternehmen „Siltectra“ steht unter neuer Führung: Der…

Foto: NXP

Prognose: Mikroelektronik durchstößt 2018 die Billionen-Grenze

Scottsdale, 23. März 2017. Das Internet der Dinge wirft seine Schatten voraus: Im Jahr 2018 wird die Zahl der weltweit ausgelieferten Mikroelektronik-Bauelemente erstmals die Marke von einer Billion Stück überschreiten. Das hat das Marktforschungs-Unternehmen „IC Insights“ aus Scottsdale in Arizona prognostiziert. Scottsdale, 23. März 2017. Das Internet der Dinge wirft seine Schatten voraus: Im Jahr 2018 wird die Zahl der weltweit ausgelieferten Mikroelektronik-Bauelemente erstmals die Marke von einer Billion Stück überschreiten….

Elektromechaniker Martin Pause kontrolliert in der Fäth-Fabrik Klipphausen ene Recycling-Anlage für siliziumhaltige Abwässer, die später in einer Chipfabrik zum einsatz kommt. Foto: Heiko Weckbrodt

Herz und Lunge einer Chipfabrik

Der Anlagen-Spezialist Fäth beliefert Hightech-Unternehmen rund um den Erdball – und baut seine Fabrik in Klipphausen nun aus Klipphausen, 9. März 2017. Weil internationale Mikroelektronik- und Solar-Unternehmen mehr Reinraum-Anlagen aus Sachsen wollen, baut die Fäth-Gruppe ihre Fabrik in Klipphausen für fünf Millionen Euro aus. Den ersten Spaten für den Neubau stach Firmengründer Michael Fäth am Donnerstag mit Standort-Chef Alexander Keßler und weiteren Kollegen in den Boden an der Schwabacher Straße. „Die Auftragslage ist gut“, sagte Keßler – und auch sein Chef ist zufrieden: „Klipphausen ist ein guter Standort. Die Mitarbeiter sind motiviert und die Gemeinde steht hinter uns“, betonte Michael Fäth. Der Anlagen-Spezialist Fäth beliefert Hightech-Unternehmen rund um den Erdball – und baut seine Fabrik in Klipphausen nun aus Klipphausen, 9. März 2017. Weil internationale Mikroelektronik- und Solar-Unternehmen mehr Reinraum-Anlagen aus…

Derzeit im Teststadium: Von Ortner umgebauter Metralabs-Roboter für den automatischen Chipmasken-Transport in den - ursprünglich teilautomatisch errichteten - Dresdner 200-mm-Fabriken. Abb.: Ortner

Sachsens Tech-Branche auf Chipmesse in Kalifornien

24 Aussteller aus dem Freistaat auf der Semicon West Dresden/San Francisco, 10. Juli 2016. Insgesamt 24 sächsische Technologiefirmen, Institute und Organisationen präsentieren sich ab Dienstag auf der Halbleitermesse „Semicon West“ (12. bis 14. Juli 2016) in San Francisco den amerikanischen Mikroelektronik-Unternehmen. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) hat einen Gemeinschaftsstand mit 17 Ausstellern organisiert, sieben weitere Unternehmen haben eigene Stände. 24 Aussteller aus dem Freistaat auf der Semicon West Dresden/San Francisco, 10. Juli 2016. Insgesamt 24 sächsische Technologiefirmen, Institute und Organisationen präsentieren sich ab Dienstag auf der Halbleitermesse „Semicon West“…

Die in Autos und anderen Maschinen und Geräten eingebetteten Systeme werden immer komplexer. Auch mikroelektromechanische Systeme (MEMS) wie diese Mikrospiegel-Chips vom Fraunhofer-IPMS in Dresden sind in der Industrie für Produktinnovationen gefragt. Foto: Heiko Weckbrodt

Autos und Roboter müssen schlauer werden

DATE in Dresden: 2000 Experten beraten über Datenlawinen und Millisekunden-Funk im Internet der Dinge Dresden, 16. März 2016. Das Internet der Dinge, der kommende 5G-Mobilfunk und Roboter für die „Industrie 4.0“-Fabriken der Zukunft, aber auch eingebettete Spezialelektronik („Embedded Systems“) für Autos, Flugzeuge und Medizingeräte gehören zu den Fokus-Themen, über die derzeit rund 2000 Experten auf der Technologiekonferenz „DATE“ (14.-18. März 2016) im Kongresszentrum Dresden diskutieren. DATE in Dresden: 2000 Experten beraten über Datenlawinen und Millisekunden-Funk im Internet der Dinge Dresden, 16. März 2016. Das Internet der Dinge, der kommende 5G-Mobilfunk und Roboter für die „Industrie…

Europa bleibt die Nische

Kommentar: EU tut zu wenig, um Zukunftstechnologien wie 3D-Chiptechnik in Jobs und Fabriken umzumünzen Dresden, 2. März 2016. Nicht nur in der Produktion von Halbleiterchips der Spitzenklasse hat Europa den Anschluss verloren. Bei der Produktion kompletter Schaltkreise im Gehäuse hat Europa schon vor Jahrzehnten den Anspruch aufgegeben, eine nennenswerte Eigenproduktion zu haben. Die sogenannten Back-End-Prozesse (Test und Assembly) wurden nahezu komplett in Billiglohnländer nach Asien ausgelagert. Durch die unvermindert anhaltende Steigerung der Komplexität elektronischer Systeme für die unterschiedlichsten High-Tech-Produkte hat sich neben der weiteren Verkleinerung der Strukturen der Halbleiterchips ein Trend zur Erschließung der dritten Dimension herausgebildet, der als 3D-Integration bezeichnet wird. Inzwischen hat diese Technologie unter Einschluss von Zwischenstufen (2,5D) die Massenproduktionsreife erreicht. Und hier vollzieht sich die gleiche Konzentration auf einige wenige Großunternehmen in Asien, die den weltweiten Bedarf an solchen Spitzenprodukten decken, wie bei den höchstintegrierten Halbleiterchips. Eine Chance bleibt für Europa in der Nische. Kommentar: EU tut zu wenig, um Zukunftstechnologien wie 3D-Chiptechnik in Jobs und Fabriken umzumünzen Dresden, 2. März 2016. Nicht nur in der Produktion von Halbleiterchips der Spitzenklasse …

Mehr als ein Fünftel der weltweiten Chipproduktion sind in Taiwan konzentriert. Im Übrigen bleibt generell Asien führend in der Mikroelektronik-Fertigung. Tabelle: IC Insights

Taiwan überholt Südkorea in Mikroelektronik-Produktion

Scottsdale, 1. März 2016. Taiwan hat Südkorea in der Halbleiter-Fertigung erstmals überholt: Gemessen in Siliziumscheiben (Wafer) pro Monat, waren zum Jahresende 2015 in Taiwan rund 21,7 Prozent an den weltweit verfügbaren Produktionskapazitäten konzentriert. Südkorea kommt nur noch auf 20,5 % Anteil. Das geht aus einer Analyse des Marktforschungs-Unternehmens „IC Insights“ aus Scottsdale (USA) hervor. Scottsdale, 1. März 2016. Taiwan hat Südkorea in der Halbleiter-Fertigung erstmals überholt: Gemessen in Siliziumscheiben (Wafer) pro Monat, waren zum Jahresende 2015 in Taiwan rund 21,7 Prozent an den weltweit…

Europas Hightech-Industrie hat sich von der Chipproduktion von Taiwan, Südkorea und den USA abhängig gemacht. Viele der dort konzentrierten Halbleiter-Fabriken liegen aber in Erdbeben- oder potenziellen Krisengebieten. Fotos: Google Earth, Intel, Montage: hw

Risiken für Europas High-Tech-Industrie wachsen

Junghansens Chip-Kolumne: Halbleiter-Nachschub auch durch Naturkatastrophen fragil Dresden, 18. Februar 2016. Immer mehr traditionelle Industriegüter (Telekommunikationsgeräte, Autos, Flugzeuge usw.) benötigen Mikroelektronik der Spitzenklasse. Diese ist aber schon heute nur noch in den USA und Asien zu bekommen. Die europäische Industrie begibt sich also für ihre Spitzenprodukte in eine völlige Abhängigkeit von den Lieferungen aus den drei verbliebenen Unternehmen (INTEL in den USA, SAMSUNG in Korea und TSMC in Taiwan), die diese Technologie beherrschen. Unabhängig von möglichen nationalen Interessenskonflikten bleibt ein hohes Risiko für die Versorgungssicherheit Europas durch terroristische oder natürliche Katastrophen in diesen drei verbliebenen Standorten. Junghansens Chip-Kolumne: Halbleiter-Nachschub auch durch Naturkatastrophen fragil Dresden, 18. Februar 2016. Immer mehr traditionelle Industriegüter (Telekommunikationsgeräte, Autos, Flugzeuge usw.) benötigen Mikroelektronik der Spitzenklasse. Diese ist aber schon heute nur noch…

Bisher investiert Globalfoundries (noch?) massiv in seine 300-mm-Wafer-Kapazitäten in Dresden und New York. Abb.: GF

Tsinghua Unigroup aus China will drittgrößter Chip-Konzern werden

Peking, 22. November 2015. Die staatlich unterstützte chinesische Unternehmensgruppe „Tsinghua Unigroup Ltd“ will sich in den nächsten fünf Jahren für 200 Milliarden Yuan (umgerechnet rund 44 Milliarden Euro) ein Imperium aus Halbleiter-Unternehmen zusammenkaufen, um so zum drittgrößten Chip-Hersteller weltweit aufzusteigen. Das berichtet channelnewsasia.com. Dahinter stehe der Wunsch der chinesischen Regierung, sich unabhängiger von ausländischen Halbleiter-Herstellern zu machen.   Peking, 22. November 2015. Die staatlich unterstützte chinesische Unternehmensgruppe „Tsinghua Unigroup Ltd“ will sich in den nächsten fünf Jahren für 200 Milliarden Yuan (umgerechnet rund 44 Milliarden Euro) ein Imperium…

Der Elektronen-Ringbeschleuniger des französischen Großforschungszentrums ESRF bei Grenoble. Die Röntgenstrahlen, die dieses Synchrotron erzeugt, werden z. B. für fortgeschrittene Material-Analysen benötigt. Foto: ESRF

Sachsen-Delegation streckt Industrie-Fühler in Frankreich aus

Ministerpräsident Tillich will mehr Kooperation in Mikroelektronik und Luftfahrttechnik ausloten Dresden/Grenoble, 18. Oktober 2015. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) reist in der kommenden Woche mit einer Wirtschaftsdelegation nach Frankreich, um neue Kooperationsmöglichkeiten in der Mikroelektronik und Luftfahrttechnik anzubahnen. Ministerpräsident Tillich will mehr Kooperation in Mikroelektronik und Luftfahrttechnik ausloten Dresden/Grenoble, 18. Oktober 2015. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) reist in der kommenden Woche mit einer Wirtschaftsdelegation nach Frankreich,…