Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fraunhofer

Joseph von Fraunhofer. Abb.: FHG

Abb.: FHG

Der Münchner Forscher Joseph von Fraunhofer (1787-1826) war ein Pionier der Feinoptik. Nach ihm ist die Fraunhofer-Gesellschaft mit Hauptsitz in München benannt, die sich auf die anwendungs- und industrienahe Forschung konzentriert. Sie hat derzeit (Stand 2014) rund 22.000 Mitarbeiter in 66 Instituten und Forschungseinrichtungen.

Teil des Resist-Frühwarnsystems: Sensor zur Funktionsüberwachung einer Schaltung. Foto: Fraunhofer IIS/EAS

Bordelektronik erkennt eigene Altersschwäche

Resist-Programm soll Bauelemente in Autos und Flugzeugen ausfallsicherer machen Dresden, 15. Mai 2018. Moderne Autos und Flugzeuge enthalten immer mehr Elektronik, an deren Zuverlässigkeit Menschenleben hängen – man denke nur an den Trend zum autonomen Fahren. Diese Bordelektronik soll in Zukunft nicht nur zehn bis 15 Jahre lang garantiert halten, sondern mehr als doppelt so lange: 25 bis 35 Jahre. Um dies zu erreichen, hat ein internationales Konsortium „Resist“ aus Instituten und Technologiefirmen nun besonders ausfallsichere Elektronik entwickelt. Die Computerchips und Bauelemente überwachen nun zum die eigene Alterung, erkennen ein drohendes Versagen und sollen selbst bei Teilausfällen noch weiter ihre Grundfunktionen aufrecht erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (IIS-EAS) aus Dresden hervor, das die Entwicklungsarbeiten in Deutschland koordiniert hatte.

Die VW-Manufaktur Dresden testet das lechtende Leitsystem "Pick-by-Local-Light" für Lagerarbeiter. Das PbLL führt den Mitarbeiter visuell durch den Kommissionierungsprozess und zeigt auf einem Display die zu entnehmende Menge an. Foto: Volkswagen

Leuchtend ist der Pfad des Lageristen

VW-Manufaktur Dresden und Fraunhofer zeigen vernetztes Lagerleitsystem zur Hannovermesse Dresden/Hannover/Erlangen, 23. April 2018. Damit Lagerarbeiter doppelt so schnell wie bisher Ersatzteile, Werkzeuge und dergleichen in Regalen finden, haben Fraunhofer- und Volkswagen-Ingenieure in der gläsernen VW-Manufaktur Dresden ein leuchtendes neues Leitsystem „Pick-by-Local-Light“ (PbLL) installiert. Dabei zeigen Leuchtdioden an den Regalen den Suchenden an, wenn sie sich der richtigen Lagerbox nähern. „Erste Tests haben gezeigt, dass Aufträge durch das neue System doppelt so schnell abgearbeitet werden können“, schätzten die Entwickler vom Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) aus Erlangen ein.

Prof. Christoph Leyens. Foto: Fraunhofer IWS Dresden / Martin Förster

Leyens leitet Fraunhofer-Institut IWS Dresden

Experte für 3D-Druck löst Laser-Forscher Beyer ab Dresden, 29. Januar 2018. Christoph Leyens ist der neue geschäftsführende Leiter im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden. Der 50-jährige Werkstoffwissenschaftler  tritt die Nachfolge des 66-jährigen Laser-Experten und Physikers Prof. Eckhard Beyer an, der das Institut 20 Jahre lang geführt hatte. Das hat das IWS heute mitgeteilt. Beyer bleibe aber Mitglied der Institutsführung.

Eine Fraunhofer-Mitarbeiterin kontrolliert im Reinraum des Dresdner Photonik-Institut, der für 45 Millionen Euro modernisiert werden soll. Abb.: IPMS

Fraunhofer will Institutscampus Dresden-Nord weiter ausbauen

IPMS-Chef Lakner plant ein Transferzentrum für Mikroelektronik und avisiert 300 neue Jobs in naher Zukunft Dresden, 29. Januar 2018. Die Fraunhofer-Forscher wollen ihren Instituts-Standort im Dresdner Norden in den kommenden Jahren ausbauen und breiter profilieren. „Perspektivisch kann ich mir gut vorstellen, dass wir hier von rund 500 auf etwa 800 Mitarbeiter zulegen“, prognostizierte Prof. Hubert Lakner, der mit dem Institut für Photonische Mikrosysteme (IPMS) die größte Fraunhofer-Einrichtung an der Maria-Reiche-Straße leitet. Auch gebe es erste Ideen, weitere, bisher kaum genutzte Grundstücke ringsum zu erschließen, um zum Beispiel ein Schulungs-, Tagungs- und Gründerzentrum für die Elektronik-Aktivitäten der Fraunhofer-Ingenieure zu errichten.

Professor Matthias Klinger vom Fraunhofer-IVI in Dresden. Foto. Heiko Weckbrodt

Fraunhofer-Verkehrsinstitut IVI expandiert in Dresden

Nach EAS-Auszug wollen Verkehrsforscher weitere Millionen an der Zeunerstraße investieren Dresden, 25. Januar 2018. Wenn der Fraunhofer-Institutsteil für die Entwicklung Adaptiver Systeme (EAS) in rund zwei Jahren in einen Neubau an der Münchner Straße umzieht, wird dies auch am alten EAS-Standort an der Zeunerstraße weitere Millionen-Investitionen nach sich ziehen. Das benachbarte Fraunhofer- Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme (IVI) wird dann nämlich in die EAS-Altbauten expandieren. Das hat IVI-Chef Prof. Matthias Klingner angekündigt. In den nächsten fünf Jahren soll sein Institut dadurch von derzeit 120 auf dann 170 bis 180 Mitarbeiter wachsen.

Die Taktilen Systeme der Zukunft sollen hochzuverlässig und extrem schnell funktionieren. Hier ein Wafertest bei Globalfoundries. Foto: Globalfoundries Dresden

Fraunhofer baut für 25 Millionen Euro neuen EAS-Komplex in Dresden

Neubau für Schlüsseltechnologie-Forschung entsteht an Münchner Straße Dresden, 25. Januar 2018. Die Dresdner Fraunhofer-Forscher vom Institutsteil Entwicklung Adaptiver Systeme (IIS-EAS), die bisher in Altbauten an der Zeunerstraße arbeiten, bekommen ein neues Hauptquartier am Uni-Campus: An der Ecke von Münchner und Bayreuther Straße entsteht ab dem Frühjahr 2018 ein Komplex mit Büros, Laboren und Testeinrichtungen für Automobilelektronik, Industriefunk, Automatisierungstechnik, intelligente Sensoren und weitere Forschungsfelder. In die Investitionskosten von rund 25 Millionen Euro teilen sich der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (Efre), der Bund und der Freistaat Sachsen hinein. 2020 werden die zirka 150 Mitarbeiter und studentischen Hilfskräfte des EAS in den neuen Komplex umziehen.

Die Prototypen-Fahrplattform der TU Dresden für den Elwobot. Von Partnern und Kunden um Sensoren und Aufbauten ergänzt, soll dieses Chassis als Basis für autonom agierende künstliche Erntehelfer dienen. Foto: Heiko Weckbrodt

Fraunhofer erprobt Landwirtschaft 4.0 in Portugal

Gemeinschaftsprojekt „Präzisionslandwirtschaft“ mit Uni Porto gestartet Porto/Dresden, 11. Dezember 2017. In der künftigen „Landwirtschaft 4.0“ werden Satelliten, Smartphones und künstliche Drohnen eine mindestens ebenso große Rolle spielen wie Pflug, Traktor und Mähdrescher: Unzählige Sensoren vernetzter Ernterobotern und fliegender Vehikel sollen Umweltdaten sammeln, Schädlinge aufspüren und Wachstumsprobleme sichtbar machen. Die tauschen sie dann untereinander aus und liefern dem Bauern vor Ort Entscheidungsvorschläge für eine umweltbewusste und gleichzeitig effiziente Ernte. So etwa könnte die „Präzisionslandwirtschaft“ aussehen, die das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und weitere Fraunhofer-Einrichtungen gemeinsam mit der Uni Porto und dem Center for Assistive Information and Communication Solutions (AICOS) in den nächsten Jahren in Portugal erproben wollen.

rof. Christoph Leyens leitet das Fraunhofer-Institut IWS in Dresden und das Verbundprojekt Agent 3D. Hier zeigt er das Stahl-Modell einer Triebwerk-Düse für eine ESA-Rakete - die Originalteile fertigen die Dresdner Ingenieure aus teurem Platin. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner 3D-Drucker mit kosmischer Mission

Fraunhofer-Technikum in Gruna spannt schon heute die Produktionstechnologien der Zukunft für den Raketenbau ein Dresden, 11. Dezember 2017. Profi-3D-Drucker werden in einigen Jahren in der Industrie genauso selbstverständliche Maschinen sein wie heute noch Fräsen und Bohrer. Diese „additiv-generativen Fertigungsanlagen“ werden klassische Werkzeug Maschinen zwar wahrscheinlich nicht vollständig ablösen, dem Maschinenpark der Fabriken aber neue Fähigkeiten verleihen. Das hat Prof. Christoph Leyens vom Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden eingeschätzt.

Gestochen scharfe Bilder und flüssige Darstellungen Virtueller Welten sollen die neuen organischen VR-Brillen von Fraunhofer Dresden möglich machen. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

Organische Datenbrille in HD-Auflösung von Fraunhofer Dresden

Fraunhofer verspricht gestochen scharfe und flüssige VR-Darstellungen Dresden, 2. Dezember 2017. Dresdner Fraunhofer-Ingenieure arbeiten an einer neuen Generation leichterer und hochauflösender Datenbrillen für die „Virtuelle Realität“ (VR). Die Brillen können 1920 mal 1200 Bildpunkte darstellen und dies mit einem Tempo von 120 Bildern je Sekunde (fps). Einen Prototypen wollen die Entwickler vom Dresdner Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) vom 5. bis zum 7. Dezember 2017 auf dem „European Forum for Electronic Components and Systems” (EFECS) in Brüssel vorstellen.

rof. Christoph Leyens leitet das Fraunhofer-Institut IWS in Dresden und das Verbundprojekt Agent 3D. Hier zeigt er das Stahl-Modell einer Triebwerk-Düse für eine ESA-Rakete - die Originalteile fertigen die Dresdner Ingenieure aus teurem Platin. Foto: Heiko Weckbrodt

Flugzeug-Turbinen: Fraunhofer-Laser verklammert Metall und Keramik

Fraunhofer-IWS Dresden entwickelt mit Rolls-Royce neue Triebwerk-Strukturen Dresden, 21. November 2017. Damit Flugzeug-Triebwerke leichter werden und auch extremen Temperaturwechseln widerstehen, setzen Antriebs-Konstrukteure immer öfter auch auf Keramik. Dresdner Fraunhofer-Ingenieure haben nun gemeinsam mit Rolls-Royce ein Verfahren entwickelt, um die Metall- und Keramikteile solcher neuen Turbinen eng zu verzahnen: Mit Lasern erzeugen sie Mikrostrukturen auf den Legierungen und klammern dadurch Keramik und Nickel sehr fest zusammen.

Die neuen intelligenten Fraunhofer-Implantate sollen ihre Form selbstständig im Patienteninnern nachjustieren - und Arthrose-Patienten viel schmerzen erleichtern. Foto: Fraunhofer IWU

Fraunhofer arbeitet an intelligenter Hüftprothese

Formgedächtnis-Legierung justiert lockere Implantate im Körper selbst nach Dresden/Chemnitz, 31. August 2017. Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden, Chemnitz und von weiteren Standorten wollen neuartige intelligente Hüftgelenk-Prothesen entwickeln. Diese Implantate werden selbst ausmessen, wenn sie locker zu werden drohen und sich dann im Körper des Patienten nachjustieren. Möglich machen sollen dies Formgedächtnislegierungen des Chemnitzer Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) sowie spezielle Sensoren, Funksender und spezielle Bestrahlungstechnologien aus Dresden. Damit würden aufwendige und schmerzhafte Nach-Operationen für viele Arthrose-Patienten wegfallen.

Silbermünzen vor und nach der Plasma-Behandlung bei Fraunhofer. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

Plasma-Putze wienert Silbermünzen blank

Dresdner Fraunhofer-Experten entwickeln Hightech-Saubermacher für Kunstschätze Dresden, 15. Juli 2017. Fraunhofer-Forscher aus Dresden haben eine Plasma-Putze entwickelt, die angeschwärzte Silbermünzen, Tafelsilber und andere historische Kunstschätze wieder auf Hochglanz bringt. Dafür sperren die Spezialisten des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) die Münzen zusammen mit reaktionsfreudigen Gasen in eine abgedichtete Kammer, in die sie dann mit einer Elektronenkanone hineinschießen. Die Elektronen entzünden drinnen ein Plasma, das den Belag von den Münzen saugt.

Fraunhofer IKTS: Dotierte OIptomkeramik bei Bestrahlung mit UV-Licht von 366 nm Wellenlänge. Foto: Fraunhofer-IKTS

Scharfes Licht aus Keramik

Fraunhofer arbeitet an Laserscheinwerfern aus durchsichtiger Keramiken Dresden, 2. Juni 2017. Ostdeutsche Fraunhofer-Forscher aus Dresden und Hermsdorf arbeiten derzeit an Optokeramiken, die zu besonders langlebigen und stark gebündelten Laser-Lampen führen sollen. Das teilte Prof. Michael Stelter vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden mit.

Projektleiter Prof. Christoph Leyens vom Fraunhofer-IWS Dresden mit einer "Smart Box", also einem industriellen 3D-Drucker für Metall-Werkstücke. Foto: Heiko Weckbrodt

Der „Enterprise“-Replikator naht

Dresdner Fraunhofer-Ingenieure entwickeln kompakte Industrie-3D-Drucker Dresden, 1. Juni 2017. Zum Jubiläum „25 Jahre Fraunhofer in Ostdeutschland“ hat das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) neuartige kompakte Industrie-3D-Drucker vorgestellt. Die können aus Stahl-, Titan- oder Alu-Pulver kompliziert geformte Bauteile herstellen, wie sie zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrt gebraucht werden. Der Clou: Diese sensor-bestückte „Smart Box“ aus Dresden ist kaum größer als ein Kunststoff-3D-Drucker für Heimwerker, kann aber bis zu einen Meter große hochfeste Bauteile wie aus dem Nichts erzeugen. „Der nächsten Anlagen-Generation werden wir eine Eigenintelligenz einpflanzen, so dass sie Fehler während der Produktion erkennen und korrigieren können“, kündigte IWS-Projektleiter Prof. Christoph Leyens im Internationalen Kongresszentrum Dresden an.

Da freut sich die Seniorin: Die digitale Assistentin SUSI TD hilft im Alltag. Foto: Fraunhofer IESE

Fraunhofer-Preis für Senioren-Susi

Sensorische Geister erkennen, wenn es dem Rentner in der Wohnung schlecht geht Dresden/Kaiserslautern, 30. Mai 2017. Ein Fraunhofer-Team aus Kaiserslautern hat heute Abend in Dresden den Joseph-von-Fraunhofer-Preis „Technik für den Menschen“ bekommen. Die Wissenschaftler Rolf van Lengen, Mario Schmitt und Cornelius Moucha hatten Seniorenwohnungen mit der „SUSI TD“ Plattform so technologisch aufgerüstet entwickelt, dass auch ältere Menschen möglichst lange selbstständig in ihrer Wohnung leben können und sich ihre Lebensqualität verbessert.