Alle Artikel mit dem Schlagwort: Asyl

Zeichnen die Massenmedien wegen Pegida ein verzerrtes Dresden-Bild? Abb.: OEZ-Berlin-Verlag

Digitalzeitalter macht Westeuropas Wohlstand weltweit sichtbar

In „Deutschland und die Flüchtlinge“ kritisiert der Physiker Barkleit die Dresden-Reflexe von Medien und Politikern Dass gerade jetzt so viele Syrer, Afghanen und Afrikaner an Europas und Deutschlands Türen klopfen, obwohl es Bürgerkrieg, Armut, Flucht und Völkerwanderung doch schon zu allen Zeiten gab, ist vor allem dem Internet und den Smartphones zu verdanken, meint der Dresdner Physiker und Historiker Gerhard Barkleit: „Die modernen Kommunikationstechnologien des 21. Jahrhunderts lassen Westeuropas Wohlstand und Lebensweise in aller Welt sichtbar werden“, schreibt er in seiner nun publizierten Streitschrift „Deutschland und die Flüchtlinge“. „Dieser Wohlstand weckt Neid und Begehrlichkeiten, die Lebensweise hingegen findet keineswegs überall Zustimmung, sondern stößt in Teilen der Welt auf rigorose Ablehnung.“ In „Deutschland und die Flüchtlinge“ kritisiert der Physiker Barkleit die Dresden-Reflexe von Medien und Politikern Dass gerade jetzt so viele Syrer, Afghanen und Afrikaner an Europas und Deutschlands Türen klopfen,…

Logo: Fraunhofer

Institute in Sachsen bieten Flüchtlingen Jobs und Lehrstellen an

Freistaat schießt eine Million Euro pro Jahr zu Dresden, 27. Oktober 2016. Die Fraunhofer-Gesellschaft und die Leibniz-gemeinschaft wollen ab sofort jährlich bis 120 Flüchtlingen Jobs, Praktika und Lehrstellen in ihren sächsischen Forschungsinstituten anbieten. Der Freistaat unterstützt diese und weitere Integrations-Projekte an Instituten mit einer Million Euro pro Jahr, wenn der landtag dem noch zustimmt. Das haben die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und Vertreter der beteiligten Forschungsgesellschaften heute in Dresden angekündigt. Freistaat schießt eine Million Euro pro Jahr zu Dresden, 27. Oktober 2016. Die Fraunhofer-Gesellschaft und die Leibniz-gemeinschaft wollen ab sofort jährlich bis 120 Flüchtlingen Jobs, Praktika und Lehrstellen in ihren…

Vor allem im Facebook finden sich viele Gruppen, in denen fremdenfeindliche Beiträge auftauchen. Abb.: Bildschirmfoto (anonymisiert)

Die eigene Dynamik von Gerüchten

Netz-Multiplikatoren beeinflussen, ob Facebook-Berichte über Flüchtlinge epidemisch werden Kassel, 26. April 2016. „Die Asylanten klauen jeden Montag den Edeka-Supermarkt im Dorf K. leer!“ (obwohl es in K. nur einen Aldi gibt). Gerüchte über vermeintliche oder tatsächliche Missetaten von Flüchtlingen machen in den sogenannten „sozialen“ Subnetzen des Internets oft und rasch die Runde. Ob aus einzelnen Facebook-Meldungen weitverbreitete Gerüchte werden, das beeinflussen vor allem Internetnutzer mit besonderem Ansehen – also Multiplikatoren der Netzwelt – ganz wesentlich mit. Allein ein Gerücht in einer Facebook-Gruppe zu teilen, reiche nur selten aus, dass es sich viral verbreite, betonte David Begrich vom Magdeburger Verein „Miteinander“ auf einer Populismus-Tagung in Kassel. Er stützte sich dabei auf eigene Analysen solcher Internet-Phänomene. „Die Plausibilität einer Meldung steigt, wenn sie von Gruppen-Administratoren, von Nutzer mit vielen Followern oder lokalen Prominenten geteilt wird“, hat er beobachtet. Netz-Multiplikatoren beeinflussen, ob Facebook-Berichte über Flüchtlinge epidemisch werden Kassel, 26. April 2016. „Die Asylanten klauen jeden Montag den Edeka-Supermarkt im Dorf K. leer!“ (obwohl es in K. nur einen Aldi…

Eine konstruktive Diskussionskultur wollen die Moderatoren der sächsischen Landeszentrale durch eine neue Online-Dialogplattform fördern. Grafik: hw

Landeszentrale in Sachsen probt neuen Online-Dialog

Direktor Richter will durch eigene Netz-Formate konstruktive Diskussionskultur im Internet fördern Dresden, 10. Februar 2016. Neue Wege des internetgestützten gesellschaftlichen Dialogs wollen die Moderatoren der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in diesem Jahr austesten. Direktor Frank Richter sieht nämlich eine „mangelnde Diskursfähigkeit“ zumindest in Teilen der sächsischen Bürgerschaft. Dies zeige sich zum Beispiel in vielen Internetforen beziehungsweise Facebook-Diskussionen über politisch aufgeladene Themen, in denen die Beitragsschreiber heute viel aneinander vorbei reden statt miteinander zu diskutieren. „Deshalb haben wir uns ein eigenes Format für einen moderierten Online-Dialog ausgedacht, das wir demnächst starten wollen“, kündigte Frank Richter im Oiger-Gespräch in Dresden an. Direktor Richter will durch eigene Netz-Formate konstruktive Diskussionskultur im Internet fördern Dresden, 10. Februar 2016. Neue Wege des internetgestützten gesellschaftlichen Dialogs wollen die Moderatoren der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung…

Abb.: hw

Aufschwung in Deutschland geht weiter

IfW rechnet mit leichten Impulsen durch Flüchtlingen Kiel/Berlin, 14. Dezember 2015. Trotz eher schwacher Industrieproduktion wird sich der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland fortsetzen. Das hat das Institut für Weltwirtschaft in Kiel heute prognostiziert. Für dieses Jahr gehen die Forscher von 1,8 % Wirtschaftswachstum aus, 2016 erwarten sie 2,2 % und 2017 dann 2,3 Prozent. Damit haben sie ihre Prognosen leicht angehoben. Denn die Ausgaben für Flüchtlinge sorgen kurzfristig für leichte Zusatz-Impulse auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Sie wirken derzeit „wie ein Konjunkturprogramm“, erklärte Prof. Stefan Kooths vom IfW. IfW rechnet mit leichten Impulsen durch Flüchtlingen Kiel/Berlin, 14. Dezember 2015. Trotz eher schwacher Industrieproduktion wird sich der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland fortsetzen. Das hat das Institut für Weltwirtschaft in…

Bibliotheken wie diese hier in Dresden-Laubegast sollen zum Treff- und Intergrationspunkt für Flüchtlinge werden. Foto: Heiko Weckbrodt

Dresdner Bibliothekare wollen Flüchtlinge in Leihbüchereien locken

Direktor: Möchten Treffpunkt für Migranten sein Dresden, 7. Dezember 2015. Die Städtischen Bibliotheken Dresden stellen sich auf die wachsende Zahl von ausländischen Flüchtlingen ein, die in der Stadt leben. „Wir wollen unsere Bibliotheken zu Treffpunkten für Migranten machen“, kündigte Direktor Arend Flemming heute bei einem Besuch der Bibliothek Laubegast auf Oiger-Anfrage mit. Direktor: Möchten Treffpunkt für Migranten sein Dresden, 7. Dezember 2015. Die Städtischen Bibliotheken Dresden stellen sich auf die wachsende Zahl von ausländischen Flüchtlingen ein, die in der Stadt leben. „Wir…

Flüchtlingskinder zu Besuch im Erlebnisland Mathematik in Dresden-Striesen. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Hyperbel interessiert sich nicht für Nationen

Erlebnisland Mathe in Dresden lädt junge Flüchtlinge zum Gratisbesuch Dresden, 2. Dezember 2015. Rund drei Dutzende Flüchtlingskinder und ihre erwachsenen Begleiterinnen haben heute die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) besucht. Sie erkundeten in dem Technikmuseum in Striesen – mit großer Begeisterung übrigens – das „Erlebnisland Mathematik“ mit all seinen Zerrspiegeln, Riesen-Seifenblasen, Hyperbel-Spielen, Code-Rätseln und Möbiusbändern. Die Exponate dort scheren sich eben nicht darum, ob ein junger Besucher Deutsch, Arabisch, Persisch oder Englisch spricht: Die spielerische Mitmach-Ausstellung erschließt sich jedem in der nationen-verbindenden Sprache der Mathematik. Der Besuch war für die Asyl-Kinder kostenlos. Erlebnisland Mathe in Dresden lädt junge Flüchtlinge zum Gratisbesuch Dresden, 2. Dezember 2015. Rund drei Dutzende Flüchtlingskinder und ihre erwachsenen Begleiterinnen haben heute die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) besucht. Sie…

Nur wenige Dresdner teilen die Forderungen der fremden- und asylfeindlichen Pegida-Bewegung. Grafik: TU Dresden, Archiv-Foto Pegida-Demo: hw, Montage: hw

Dresden gespalten über Asyl

TU-Umfrage: Klare Mehrheit lehnt aber Pegida-Forderungen ab Dresden, 21. Oktober 2015. Das Für und Wider von Asyl spaltet die Dresdner Bürgerschaft: Viele schwanken noch, was sie davon halten sollen – allerdings lehnt eine deutliche Mehrheit die Forderungen der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung ab. Das hat eine Telefonumfrage von TU-Sozialforschern im Juni 2015 unter 219 Dresdnern ergeben. TU-Umfrage: Klare Mehrheit lehnt aber Pegida-Forderungen ab Dresden, 21. Oktober 2015. Das Für und Wider von Asyl spaltet die Dresdner Bürgerschaft: Viele schwanken noch, was sie davon halten sollen –…

Die Welcome-App für Flüchtlinge aus Dresden gibt es nun für die gängigsten Smartphone-Systeme. Abb.: Saxonia Systems, HeiReS

Dresdner Welcome-App für Flüchtlinge freigeschaltet

Praxistipps für Asylbewerber in eine App für Android-Telefone und iPhones gepackt Dresden, 21. September 2015. Da werden sich islamische Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan doch gleich willkommen fühlen: „Der ganz besondere Dialekt in Sachsen wird gern verulkt, obwohl er denen, die ihn sprechen, einen sehr einzigartige Charme und Freundlichkeit verleiht.“ Oder: „Die meisten Deutschen sind Ungläubige.“ Wo wir diese schönen Einschätzungen finden? Auf Englisch in der „Welcome App“ für Asylbewerber, die die Dresdner Unternehmen „Saxonia Systems“ und HeiReS nun für alle gängigen Smartphone-Plattformen freigeschaltet haben. Nach den eher unerfreulichen Schlagzeilen, die Dresden und die Umlandgemeinden in jüngster Zeit im Zusammenhang mit Asyllagern und Pegida-Märschen gemacht hatten, soll diese App Einwanderern und Flüchtlingen digital zeigen, wie Deutschland, Sachsen und Dresden ticken, ihnen helfen, sich im Asyl- und Behörden-Dschungel zurechtzufinden und allem im „Daily Life“, im täglichen Leben in einem für sie fremden Stadt und Kultur. Praxistipps für Asylbewerber in eine App für Android-Telefone und iPhones gepackt Dresden, 21. September 2015. Da werden sich islamische Flüchtlinge aus Syrien oder Afghanistan doch gleich willkommen fühlen: „Der ganz…

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein Mindestlohn von 8,50 je Stunde - mit einigen Übergangs- und Ausnahmereglungen. Foto (bearbeitet): Heiko Weckbrodt

Ifo-Chef Sinn: Mindestlohn für Zuwanderer absenken

Grund: Zu viele geringe Qualifizierte unter Flüchtlingen München, 13. September 2015. Um die in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge mit Jobs zu versorgen, sollte der erst zu Jahresbeginn eingeführte Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde abgesenkt werden. Das hat Hans-Werner Sinn, der Chef des Wirtschaftsforschungs-Instituts ifo aus München in der „Wirtschaftswoche“ gefordert. Grund: Zu viele geringe Qualifizierte unter Flüchtlingen München, 13. September 2015. Um die in Deutschland eintreffenden Flüchtlinge mit Jobs zu versorgen, sollte der erst zu Jahresbeginn eingeführte Mindestlohn von 8,50…

Stethoskop. Foto: Jens Goetzke / pixelio.de

Dresdner Uni-Ärzte schieben freiwillig Zusatzschichten – im Asyl-Zeltlager

Nach Dienstschluss ehrenamtliche Hilfe für Flüchtlinge Dresden, 31. Juli 2015. Kinderärzte und andere Mitarbeiter des Uniklinikums Dresden schieben derzeit freiwillig Zusatzschichten nach Dienstschluss – um Flüchtlingen zu helfen, die derzeit unter problematischen Umständen in einem provisorischen Zeltlager in Dresden-Friedrichstadt zusammengedrängt leben. Insgesamt seien 27 Ärzte für die Versorgung der Erwachsenen und 15 Pädiater für die medizinische Betreuung der Flüchtlings-Kinder im Einsatz, teilte das Universitätsklinikum mit. Nach Dienstschluss ehrenamtliche Hilfe für Flüchtlinge Dresden, 31. Juli 2015. Kinderärzte und andere Mitarbeiter des Uniklinikums Dresden schieben derzeit freiwillig Zusatzschichten nach Dienstschluss – um Flüchtlingen zu helfen, die derzeit…

Saxonia Systems und HeiRes haben eine Welcome-App für Flüchtlinge in Dresden entwicklelt. Das Willkommens-Programm ist bereits für Windows-Smartphones verfügbar, Versionen für Android und Apple sollen folgen. Fotos: hw, Saxonia Systems, HeiRes, Montage. hw

Welcome-App für Flüchtlinge in Dresden entwickelt

  Auch als Antwort auf Pegida haben zwei Dresdner Unternehmerinnen praktisch-digitale Hilfe für Asylbewerber initiiert Dresden, 21. Juli 2015. Damit sich Flüchtlinge aus dem Ausland in Dresden willkommen fühlen und nicht nur die Pegida-Demonstrationen vor Augen haben, haben die Dresdner Software-Schmieden „Saxonia Systems“ und „HeiRes“ eine Welcome-App entwickelt. Mit dem mehrsprachigen Service-Programm für Computertelefone (Smartphones) können sich Asylbewerber zum Beispiel über für sie wichtige Beratungsstellen, Ämter und Hilfeangebote in Dresden erkundigen, bekommen aber auch ganz generelle Informationen etwa über das deutsche Asylrecht – damit sie schon in der Heimat abschätzen können, welche Chancen ihr Antrag in der Bundesrepublik wohl haben wird.   Auch als Antwort auf Pegida haben zwei Dresdner Unternehmerinnen praktisch-digitale Hilfe für Asylbewerber initiiert Dresden, 21. Juli 2015. Damit sich Flüchtlinge aus dem Ausland in Dresden willkommen fühlen und…

Unser Ausflugsziel - der Meißner Burgberg. Foto: Peter Weckbrodt

Brand in Asylunterkunft in Meißen

Meißen, 28. Juni 2015. In Meißen hat über Nacht ein Haus gebrannt, in dem Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Die Polizei ermittelt mit Verdacht auf einen Brandanschlag mit einem fremdenfeindlichen Hintergrund. Das Haus war noch unbewohnt, es gab anscheinend keine Verletzten. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) will sich heute Nachmittag ein Bild von der Lage vor Ort machen. Meißen, 28. Juni 2015. In Meißen hat über Nacht ein Haus gebrannt, in dem Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Die Polizei ermittelt mit Verdacht auf einen Brandanschlag mit einem fremdenfeindlichen Hintergrund….

Das frühere Nagema-Hauptquartier, in dem einst die geschicke des DDR-Verpackungsmaschinenbaus dirigiert wurden, steht seit Jahrzehnten leer und verwildet. Als es errichtet wurde, galt die Bauweise des SchokopackHochhauses als innovativ. Foto: Heiko Weckbrodt

Ex-Nagema-Hauptquartier verwildert vor sich hin

Stadt will auch kein Asylheim im Schokopack-Hochhaus Dresden, 29. April 2015. Immerhin der Stahlzaun ist intakt, ein gelbes Schild warnt Eindringlinge, das zugewucherte Gelände im Dresdner Osten zu betreten. Doch weder Flora noch Abenteuerlustige scheren sich darum: Gestrüpp umrankt das denkmalgeschützte Schokopack-Hochhaus an der Ecke von Breitscheidstraße und Moränenende wie ein Dornröschenschloss. Entschlossenere ungebetene „Gäste“ haben im Entree eine Spur der Verwüstung hinterlassen. „Diese Vandalen“, knurrt Prokurist Andreas Wolf vom Dresdner Immobilien-Unternehmen „Meiag“. „Da stecken wir jedes Jahr ein paar Tausend Euro rein, das wieder zu reparieren.“ Stadt will auch kein Asylheim im Schokopack-Hochhaus Dresden, 29. April 2015. Immerhin der Stahlzaun ist intakt, ein gelbes Schild warnt Eindringlinge, das zugewucherte Gelände im Dresdner Osten zu betreten. Doch…

Die 21-jährige Larisa ist mit ihrer Familie aus Tschetschenien nach Deutschland geflohen. Als die Mutter zusammenbricht, muss die große Schwester plötzlich an Mutters Statt für die ganze Familie sorgen. Foto: Foto: Torsten Reimers, Pier53

„Willkommen in Deutschland“ – und die deutsche Asyldebatte

Facettenreicher Dokfilm über unseren Umgang mit Flüchtlingen Das niedersächsische Dorf Appel hat etwas über 400 Einwohner. Die Vorgärten sind gepflegt, die Autos geputzt, man hält auf Ordnung. Bis, ja bis der Landrat dem Gemeinderat ankündigt, demnächst 53 Asylbewerber vorbeizuschicken. Die Appelaner fürchten sich vor den angekündigten „Negern“, stellen Schilder vor dem geplanten Heim auf: „53 Asylanten sind zuviel für Appel“. Mit anwaltlicher Hilfe schaffen es Bürgermeister und Bürgerinitiative tatsächlich, das Flüchtlingsheim zu verhindern. Der Dorfwirt vermietet statt dessen seine Hotelzimmer für elf Asylbewerber an den Landrat, der schließlich widerwillig in den sauren Apfel beißt. Erzählt wird diese Geschichte, die stellvertretend für die aktuellen Asyl-Debatten in so vielen deutschen Gemeinden angesichts der neuen Flüchtlingsströme steht, in „Willkommen auf Deutsch“ von Carsten Rau und Hauke Wendler. Angelaufen ist dieser teilweise per „Crowd Funding“ (Internetschwarm-Finanzierung) kofinanzierte Dokumentarfilm nun in den deutschen Kinos. Facettenreicher Dokfilm über unseren Umgang mit Flüchtlingen Das niedersächsische Dorf Appel hat etwas über 400 Einwohner. Die Vorgärten sind gepflegt, die Autos geputzt, man hält auf Ordnung. Bis, ja bis…