Alle Artikel in: Wirtschaftspolitik

Wirtschaftspolitik

Das städtische Nanoelektronikzentrum Dresden soll eigentlich Hightech-Ansiedlungen anlocken - doch es agiert seit Jahren defizitär und hinter der sanierten Fassaden lauert noch erheblicher Sanierungsbedarf. Foto: Heiko Weckbrodt

Von der DDR-Chipschmiede zum Nanozentrum Dresden

Das heutige Technologie- und Gewerbezentrum „Nanozentrum“ (auch Nanocenter genannt) im Dresdner Norden hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, die bis in die DDR-Zeit zurückreicht: Ursprünglich gehörten die Gebäude an der heutigen Maria-Reiche-Straße zum „Zentrum Mikroelektronik Dresden“ (ZMD), der zentralen Entwicklungsschmiede für Speicher und andere Chips für die DDR-Wirtschaft. Sie entstanden schrittweise Anfang bis Mitte der 1980er Jahre. Das heutige Technologie- und Gewerbezentrum „Nanozentrum“ (auch Nanocenter genannt) im Dresdner Norden hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich, die bis in die DDR-Zeit zurückreicht: Ursprünglich gehörten die Gebäude an der…

Freuen sich: Steffen Rietzschel, der Chef der Betreibergesellschaft „NanoelektronikZentrum Dresden GmbH (links) und IPMS-Direktor Hubert Lakner vor dem Nanozentrum. Foto. Heiko Weckbrodt

Nanozentrum Dresden wird doch noch fertig – aber nur halb so groß

Zweites Gebäude wird bis Herbst saniert, zwei weitere Häuser übernimmt Fraunhofer Dresden, 19. Januar 2018. Zehn Jahre nach dem offiziellen Baustart nähert sich das städtische Nanozentrum in Dresden-Klotzsche der Fertigstellung. Die Stadt und der Freistaat Sachsen investieren jetzt noch einmal 4,5 Millionen Euro, um zumindest noch das zweite von insgesamt vier alten ZMD-Gebäuden an der Maria-Reiche-Straße fertig zu sanieren. Im Herbst 2018 sollen dort dann weitere 2000 Quadratmeter Ansiedlungsfläche für Technologie-Firmen bereit stehen. Zweites Gebäude wird bis Herbst saniert, zwei weitere Häuser übernimmt Fraunhofer Dresden, 19. Januar 2018. Zehn Jahre nach dem offiziellen Baustart nähert sich das städtische Nanozentrum in Dresden-Klotzsche der Fertigstellung….

Der neue elektrische VW-Bus ID-Buzz. Foto: Volkswagen

Nvidia hat den Schlüssel für autonome Autos – und die EU schläft

Rechenkraft und KI der kalifornischen Steuerplattform „Drive PX“ sind derzeit unschlagbar – ein Kommentar Las Vegas, 15. Januar 2018. Auf der jüngsten „Consumer Electronics Show“ (CES) in Las Vegas hat der Chipkonzern „Nvidia“ eindrucksvoll demonstriert, dass ohne seine Superchips in Zukunft kaum ein Auto autonom fahren wird: Die gigantischen Rechenleistung und die eingebaute künstliche Intelligenz (KI) der Nvidia-Plattform „Drive PX“ ist der Konkurrenz weit voraus. Rechenkraft und KI der kalifornischen Steuerplattform „Drive PX“ sind derzeit unschlagbar – ein Kommentar Las Vegas, 15. Januar 2018. Auf der jüngsten „Consumer Electronics Show“ (CES) in Las Vegas hat…

Ein Drewag-Mitarbeiter prüft die Akku-Stapel im Batterie-Großspeicher Dresden-Reick. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen fördert Stromspeicher und E-Zapfsäulen

3,5 Millionen Euro sind 2018 im Zuschusstopf Dresden, 1. Januar 2018. Der Freistaat Sachsen hat sein Förderprogramm für dezentrale Stromspeicher ausgeweitet: Ab dem 4. Januar 2018 zahlt das Land auch Zuschüsse für Elektroauto-Ladesäulen, wenn die mit Batteriespeichern gekoppelt sind. Außerdem steigen die Förderhöchstsummen auf jeweils 50.000 Euro. Darauf hat das sächsische Wirtschaftsministerium hingewiesen. Das Programmvolumen ist allerdings eher übersichtlich: Insgesamt ist der Förder-Topf in diesem Jahr mit 3,5 Millionen Euro gefüllt. 3,5 Millionen Euro sind 2018 im Zuschusstopf Dresden, 1. Januar 2018. Der Freistaat Sachsen hat sein Förderprogramm für dezentrale Stromspeicher ausgeweitet: Ab dem 4. Januar 2018 zahlt das Land auch…

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Erste Dieselmillionen für 60 Kommunen

Berlin/Dresden, 19. Dezember 2017. Nach dem jüngsten Diesel-Gipfel fließen nun die ersten Millionenzahlungen von den Milliarden-Hilfen, die Autoindustrie und Bund den Kommunen versprochen haben, um die Stadtluft sauberer zu machen. Bundesverkehrsminister Christian Schmidt (CSU) hat gestern in Berlin Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von rund zwölf Millionen Euro an 60 Kommunen übergeben – darunter Dresden, Leipzig, Halle und Potsdam. Berlin/Dresden, 19. Dezember 2017. Nach dem jüngsten Diesel-Gipfel fließen nun die ersten Millionenzahlungen von den Milliarden-Hilfen, die Autoindustrie und Bund den Kommunen versprochen haben, um die Stadtluft sauberer zu machen….

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Weniger Regionalförderung in Ostdeutschland absehbar

Ifo-Institut: Deutscher Dauer-Aufschwung und der Brexit verschieben Wirtschaftsbalance in der EU Dresden, 13. Dezember 2017. Die Wirtschaftsforscher von ifo Dresden rechnen damit, dass Ansiedlungszuschüsse für Unternehmen und andere Regionalförderung ab 2020 auch in Ostdeutschland kaum noch möglich sein wird. „Bei Fortbestand der geltenden Regeln wird Deutschland ab 2020 nur noch in geringem Maße Förderung betreiben können“, schätzte ifo-Dresden-Vizedirektor Joachim Ragnitz ein. Schuld seien vor allem der Brexit und der lange Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Ifo-Institut: Deutscher Dauer-Aufschwung und der Brexit verschieben Wirtschaftsbalance in der EU Dresden, 13. Dezember 2017. Die Wirtschaftsforscher von ifo Dresden rechnen damit, dass Ansiedlungszuschüsse für Unternehmen und andere Regionalförderung ab…

Heets-Produktion in der Philip-Morris-Fabrik nahe Bologna. Foto: Philip Morris International

Dresden braucht mehr Gewerbeparks

Neues Gewerbegebiet am Rähnitzsteig ist kaum fertig, das zeichnet sich schon Vollauslastung ab Dresden, 13. Dezember 2017. Große Unternehmen wie Bosch, Globalfoundries, Philip Morris und Müller-Milch investieren derzeit Milliardenbeträge in und um Dresden – und auch der nach der Wende gewachsene Mittelstand expandiert. Die Kehrseite: In Dresden werden die Gewerbe-Flächen knapp. Heute hat der kommunale Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Frank das neue Gewerbegebiet Rähnitzsteig im Dresdner Norden mit rund 55.000 Quadratmetern offiziell freigegeben. „Für das Gewerbegebiet Rähnitzsteig liegen uns schon mehr als 25 Bedarfsanzeigen von Unternehmen vor“, informierte er. „Das wird absehbar zu einer vollständige Auslastung führen.“ Neues Gewerbegebiet am Rähnitzsteig ist kaum fertig, das zeichnet sich schon Vollauslastung ab Dresden, 13. Dezember 2017. Große Unternehmen wie Bosch, Globalfoundries, Philip Morris und Müller-Milch investieren derzeit Milliardenbeträge in…

Auch die vernetzten Städte (Smart Cities) der Zukunft werden ohne "intelligente Systeme" benötigen. Visualisierung: TU Dresden

Hub-Förderung: 836.000 Euro für Infrastruktur-Forschung in Leipzig

Leipzig, 12. Dezember 2017. Das sächsische Wirtschaftsministerium fördert den neuen Forschungsverbund „Smart Infrastructure Hub“ in Leipzig mit 836.000 Euro für die nächsten fünf Jahre. Das hat das Ministerium heute angekündigt. „Durch die Digitalisierung können sich viele neue Geschäftsmodelle ergeben, welche den Menschen in Sachsen gute und zukunftssichere Arbeitsplätze bieten“, hofft Digital-Staatssekretär Stefan Brangs. Leipzig, 12. Dezember 2017. Das sächsische Wirtschaftsministerium fördert den neuen Forschungsverbund „Smart Infrastructure Hub“ in Leipzig mit 836.000 Euro für die nächsten fünf Jahre. Das hat das Ministerium heute angekündigt….

Mit diesen aus Italien gelieferten Rohlingen aus Wurzelholz beginnt die Pfeifenproduktion. Foto: Peter Weckbrodt

Bio-basierte Industrie auf Wachstumskurs

EU-Konsortium soll neue technologische Perspektiven für Landwirtschaft entwickeln Brüssel/Dresden, 9. Dezember 2017. An einer Verbindung von Landwirtschaft, Biotechnologie und Energiewende arbeitet der Verbund „Bio-Based Industries Joint Undertaking“ (BBI-JU) von EU und Industrie – und vermeldet erste Erfolge: Die Bio-basierte Industrie sei im Jahr 2016 um elf Prozent gewachsen, teilte BBI-JU-Direktor Philippe Mengal mit. „Und gegenwärtig bemerken wir ein wachsendes Interesse von Banken und privaten Investoren, auch von außerhalb der EU.“ EU-Konsortium soll neue technologische Perspektiven für Landwirtschaft entwickeln Brüssel/Dresden, 9. Dezember 2017. An einer Verbindung von Landwirtschaft, Biotechnologie und Energiewende arbeitet der Verbund „Bio-Based Industries Joint Undertaking“ (BBI-JU) von EU…

Detailansicht der Pilotanlage von Sunfire in Dresden-Reick, die aus Luft, Wasser udn Ökostrom Diesel macht. Abb.: Sunfire

64 Millionen Euro aus „Horizon 2020“ für Sachsen

Dresden, 6. Dezember 2017. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat gestern in Dresden an sächsische Unternehmen und Hochschulen appelliert, sich um Geld aus dem EU-Forschungsförderprogramm „Horizon 2020“ zu bewerben. Dresden, 6. Dezember 2017. Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat gestern in Dresden an sächsische Unternehmen und Hochschulen appelliert, sich um Geld aus dem EU-Forschungsförderprogramm „Horizon 2020“ zu bewerben.

"Onkel Ho" mag immer noch omnipräsent sein - wie hier in Ho-Chi-Minh-Stadt alias Saigon - , doch Vietnam öffnet sich immer mehr dem Westen. Und viele Vietnamesen haben ganz speziell Deutschland entweder besucht oder dort gearbeitet. Foto: Heiko Weckbrodt

Freihandels-Pakt von EU und Vietnam ab 2018

Abkommen steht kurz vor Abschluss Brüssel/Hanoi/Berlin, 3. Dezember 2017. Das Freihandels-Abkommen EVFTA zwischen der EU und Vietnam wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2018 in Kraft treten. Die Regierung in Hanoi verspricht sich davon mehr Investitionen in Vietnam, will aber auch die Export-Chancen zum Beispiel der vietnamesischen Seafood-Industrie und anderer Wirtschaftszweige gen Europa verbessern. Für die Europäer wiederum und speziell auch Deutschland würde dies einen besseren Zugang zum Wachstumsmarkt Vietnam bedeuten. Abkommen steht kurz vor Abschluss Brüssel/Hanoi/Berlin, 3. Dezember 2017. Das Freihandels-Abkommen EVFTA zwischen der EU und Vietnam wird voraussichtlich in der ersten Hälfte des Jahres 2018 in Kraft treten. Die…

In den Dresdner Chipfabriken von Infineon werden viele "Industrie 4.0"-Prinzipien schon heute erprobt - auch das Miteinander von Roboter und Mensch. Erst kürzlich hatte der Halbleiterkonzern auch die Wafer-Transporte noch einmal nachautomatisiert. Foto: Heiko Weckbrodt

PENTA: Sachsen bezuschusst Nanoelektronik-Projekte

Land und Bund werfen je 3,5 Millionen Euro pro Jahr in den Topf Dresden/Berlin, 30. November 2017. Der Freistaat Sachsen baut seine Mikroelektronik-Sonderförderung aus: Damit sächsische Ingenieure schneller Nanoelektronik für Roboterautos, intelligente Medizintechnik und die „Industrie 4.0“ entwickeln können, bezuschusst die Landesregierung das europäische Nanotech-Forschungsprogramm PENTA mit eigenen Landesmitteln. Einen entsprechenden Vertrag mit dem Bundesforschungsministerium in Berlin hat heute der sächsische Staatssekretär Hartmut Mangold abgeschlossen. Land und Bund werfen je 3,5 Millionen Euro pro Jahr in den Topf Dresden/Berlin, 30. November 2017. Der Freistaat Sachsen baut seine Mikroelektronik-Sonderförderung aus: Damit sächsische Ingenieure schneller Nanoelektronik für…

Praktica-Konstrukteur Siegfried Böhm (Mitte) mit Laborleiter Werner Kühnel (links) und der wissenschaftliche Mitarbeiter Gerhard Jehmlich erproben eine Praktina, etwa im Jahr 1953. Foto: Privatarchiv, aus: Gerhard Jehmlich: Der VEB Pentacon Dresden

Die Treuhand gilt vielen als Zerstörer schlechthin

Studie beleuchtet Sicht der Ostdeutschen auf die Nachlasswalter der DDR-Wirtschaft Berlin/Bochum, 26. November 2017. Auch 27 Jahre nach der Wende gilt die Treuhandanstalt für viele – insbesondere ältere – Ostdeutsche als Inbegriff für die misslungenen Seiten der deutschen Wiedervereinigung. Die Treuhand habe sich vom „vereinigungspolitischen Blitzableiter“ zu einer „erinnerungskulturellen Bad Bank“ entwickelt, heißt es in der Studie „Wahrnehmung und Bewertung der Arbeit der Treuhandanstalt“, die die Ruhr-Universität Bochum im Auftrag der Ost-Beauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke, erstellt hatte. In diese Bank der schlechten Erinnerung hätten demnach „viele einstmals direkt oder indirekt betroffene Ostdeutsche ihre weitgehend unverarbeiteten Umbruchserfahrungen mental auslagern können, um die Vorzüge der neuen Zeit ungestört anerkennen und genießen zu können.“ Studie beleuchtet Sicht der Ostdeutschen auf die Nachlasswalter der DDR-Wirtschaft Berlin/Bochum, 26. November 2017. Auch 27 Jahre nach der Wende gilt die Treuhandanstalt für viele – insbesondere ältere – Ostdeutsche…

Ein Waymo-Testfahrzeug auf Google-Basis bei einer autonomen testfahrt in den USA. Foto: Waymo

Erste fahrerlose Autos auf öffentlichen Straßen in den USA

Google-Ableger Waymo will autonom fahrende Taxis etablieren Chandler, 17. November 2017. Google macht ernst und bringt durch sein Spin-off „Waymo“ die ersten fahrerlosen Autos in den öffentlichen Verkehr. In einem 1000 Quadratmeilen großem Gebiet in Chandler, Arizona, fahren diese autonomen Autos ohne Fahrer auf öffentlichen Straßen. Waymo möchte damit Taxidienste anbieten und wirbt mit den geringen Kosten. Die Fahrtkosten für solch eine fahrerlose Taxifahrt sollen bei weniger als einem Drittel der Kosten für eine übliche Taxifahrt liegen. Google-Ableger Waymo will autonom fahrende Taxis etablieren Chandler, 17. November 2017. Google macht ernst und bringt durch sein Spin-off „Waymo“ die ersten fahrerlosen Autos in den öffentlichen Verkehr. In einem…

Kristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat. Foto: HZDR Jürgen JeibmannKristallaggregat von Kupferkies, Bleiglanz, Zinkblende und Kalkspat. Foto: HZDR Jürgen Jeibmann

Mehr kritische Metalle als bisher angenommen

Freiberger Forscher: Mehr wissenschaftliche Risikenanalysen für Rohstoff-Engpässe nötig Freiberg, 15. November 2017. Die europäische Wirtschaft ist wahrscheinlich weit empfindlicher für Lieferengpässe sogenannter „kritischer Metalle“ als bisher angenommen. Das geht aus einer Analyse des Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) hervor, das zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf gehört, sowie der Tu Chemnitz hervor. Die bisherigen Listen seien „nicht zuverlässig“, betonte Dr. Max Frenzel, einer der Autoren der Studie. Freiberger Forscher: Mehr wissenschaftliche Risikenanalysen für Rohstoff-Engpässe nötig Freiberg, 15. November 2017. Die europäische Wirtschaft ist wahrscheinlich weit empfindlicher für Lieferengpässe sogenannter „kritischer Metalle“ als bisher angenommen. Das geht aus…