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Apps und Anwendungsprogramme im Oiger-Test

Veronese, Paolo: Die Madonna der Familie Cuccina, um 1571, Öl auf Leinwand, 167 x 416 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, © Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Herbert Boswank

Zurück in die Renaissance

Mediengestalter der TU Dresden zeigen in der Veronese-Sonderschau, wie das Museum der Zukunft Zeitreisen organisiert Dresden, 23. März 2018. Wenn Professor Rainer Groh von der Informatik-Fakultät der TU Dresden über den Ausstellungsbetrieb der nahen Zukunft spricht, hat er recht klare Vorstellungen, wie der funktionieren könnte: „So wie man heute im Museum einen Audio-Guide am Einlass ausleiht, wird es in drei, vier Jahren ganz selbstverständlich sein, sich eine Datenbrille zu holen“, skizziert Rainer Groh seine Vision. „Dann geht man damit durch die Ausstellung. Wenn die Sensoren in der Brille erkennen, dass man schon minutenlang auf ein Exponat schaut, kann die Brille Hindergrundinformationen einblenden oder dazu raten, auch mal um die Statue herumzugehen oder etwas näher an das Gemälde heranzutreten. Das wird noch viel immersiver als heute sein: Wir werden uns gar nicht mehr dessen bewusst sein, dass uns die Technik die ganze Zeit begleitet.“

Die Scoolio-Gründer Martin Hey und Danny Roller zeigen ihre Schüler-App. Foto: Heiko Weckbrodt

Vom Schüler lernen heißt siegen lernen

Über 30 000 Jugendliche in und außerhalb Deutschlands organisieren ihren Schulalltag mit der Dresdner App „Scoolio“ Dresden, 20. März 2018. Vom modernen Schüler verlangen die Lehrer einiges Organisationstalent – vor allem ab dem Zeitpunkt, an dem er oder sie das „Upgrade“ in die Oberstufe geschafft haben: Statt starrer Stundenpläne wie früher ist heute Selbstorganisation angesagt, sind Leistungskurse zu wählen und zeitlich abzustimmen und vieles mehr. Um all dies zu vereinfachen, haben sächsische Studenten in der Dresdner Neustadt im Juni 2016 die Firma „Scoolio“ gegründet und eine gleichnamige App programmiert. Mit diesem Smartphone-Programm können die Schüler Stundenpläne abstimmen, ihren Notendurchschnitt sowie offene Hausaufgaben im Auge behalten und im Klassen-Chat Nachrichten austauschen.

Die Dresdner Hochschulen können den Informatiker-Bedarf am Standort nicht aus eigener Kraft decken - hier ein Blick auf den Infomatik-Neubau der TU Dresden. Foto: TUD

3m5 sucht beste Informatik-Dissertation der TU Dresden

„3m5“ vergibt erstmals einen mit 3000 Euro dotierten „Excellence Award“ Dresden, 28. Februar 2018. Die Dresdner Softwarefirma „3m5“ schreibt erstmals einen Preis für die beste Informatik-Doktorarbeit aus. Das teilte das Unternehmen heute mit. Der neue „3m5. Excellence Award“ sei mit 3000 Euro dotiert. Bewerben können sich – über ihre Doktorväter – jene Doktoranden der Technischen Universität Dresden (TUD), die sich mit informationstechnologischen Themen beschäftigen.

KI soll Straftaten vorhersagen

Die meisten Deutschen sind für den Einsatz Künstlicher Intelligenz für die Polizeiarbeit Berlin, 23. Februar 2018. Der eine oder andere mag sich noch an „Minority Report“ erinnern: Jene Erzählung von Philip K. Dick und deren Verfilmung mit Tom Cruise, in der hellseherische Polizei-Homunkuli Verbrechen vorhersagen und damit verhindern sollen. Auch eine Mehrheit der Deutschen könnte sich mit ähnlichen Formen der Polizeiarbeit anfreunden: 61 Prozent der Bundesbürger halten es für sinnvoll, Straftaten durch eine „Künstliche Intelligenz“ (KI) zu prognostizieren und so eine bessere Polizeipräsenz an potenziellen Tatorten zu ermöglichen. Das hat eine Umfrage von Bitkom Research unter 1008 Deutschen ergeben. Auch der Einsatz von Polizeirobotern sei vorstellbar.

Statt die Abwärme beim Rechnen teuer wegzukühlen, nutzen die Server von Cloud & Heat diese Energie, um Gebäude zu beheizen und mit Warmwasser zu versorgen. Miteinander vernetzt, bilden sie große Cloud-Rechenzentren, die auch für den 5G-Mobilfunk eingesetzt werden sollen. Abb.: Cloud & Heat

Cloud & Heat: Mehr Tempo bei Datenrettung

Dresdner Heiz-Rechner-Anbieter entwickelt Lösung für schnelle Notfall-Backups Dresden, 13. Februar 2018. Stromausfälle, defekte Bauteile, menschliches Versagen, Hackerangriffe oder Störungen der Internetverbindung – zahlreich sind die Gründe, warum wichtige Informationen im Internetzeitalter im Datennirwana verschwinden. Im Schnitt 27 Mal pro Jahr fallen die Computer von Firmen und Verwaltungen aus, hat eine Studie des Software-Dienstleisters „Veeam“ ergeben. Und solch ein Ausfall kann binnen Stunden „Kosten im fünfstelligen Bereich“ verursachen. Das Dresdner Unternehmen „Cloud & Heat“ hat deshalb nun eine Lösung entwickelt, um sensible Daten in solchen Fällen besonders schnell in lokale Rechenzentren zu sichern. Neben den regulären Datensicherungen soll als zusätzliche Backup-Lösung wichtige Daten vor dem Totalverlust schützen. Das Projekt gehört zum Forschungsprogramm „Fast“ (Fast actuators, sensors and transceivers), das vom Bundesforschungsministerium vom Februar 2013 bis zum Januar 2018 gefördert wurde.

Ein atemberaubender Anblick. Moderne Flugzeuge kommen selten an die klassische Eleganz einer Constellation heran. Bildschirmfoto (Jan Gütter) aus: Captain of the Ship 049 Constellation. A2A

Fliegen wie in den 50ern: Die Constellation im Flugsimulator

Die „Captain of the Ship 049 “ von A2A im Test Die meisten Hobbypiloten sind im Flugsimulator mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Flugzeugtypen unterwegs, wie man sie heute auch am realen Himmel findet. In aller Regel sind die Boeings und Airbus, die man so durch die virtuellen Lüfte steuert, hoch automatisiert. Das heißt zwar nicht zwangsläufig, dass sie einfach zu bedienen sind, denn die Programmierung der Systeme erfordert, dass man sich ebenso intensiv mit diesen modernen Fliegern auseinandersetzt, aber man entfernt sich zwangsläufig immer weiter von den eigentlichen Grundlagen des Fliegens. Ein einmal programmierter Airbus bewegt sich schließlich wie von Geisterhand entlang der magentafarbenen Linie zum Zielort.

Der deutsche App/Markt wächst - allerdings nicht mehr so stark wie in der Vorjahren. Grafik: Bitkom

App-Umsätze verdreifacht

Erstmals 1,5 Milliarden Euro App-Umsatz in Deutschland Berlin, 29. Januar 2018. Die Umsätze mit Apps, also mit Programmen für Smartphones und Tablett-Rechner, hat sich in Deutschland seit 2013 nahezu verdreifacht. Das teilte der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ heute in Berlin mit. Demnach wuchs der der App-Markt im Jahr erstmals auf 1,5 Milliarden Euro.

Mit 4,4 Mio. Übernachtungen hat sich Dresden als beliebtestes Städtereiseziel 2014 außerhalb Berlins behauptet. Foto: Sylvio Dittrich, DMG

Offene Quelle für Internetautoren

Erstes Typo3-Treffen in Dresden Dresden, 25. Januar 2018. Rund 200 Entwickler und Nutzer von „Typo3“ tauschen sich ab heute im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden über eben dieses freie Internet-Redaktionssystems aus. Damit treffen sich die Typo3-Szene erstmals überhaupt in Mitteldeutschland, teilte die Dresdner Softwarefirma „3m5 Media“ mit, die diese Veranstaltung als Sponsor unterstützt.

In der schwarzen "Echo"-Box auf dem Schemel links hockt Amazons Sprachsteuer-Aissistentin Alexa. Sie lässt sich per Sprachbefehl aktivieren, lauscht dann in den Raum hinein und spielt zum Beispiel Musik auf Kommando ab oder dimmt das Licht. Foto: Amazon

Sprach-Assistenten ebnen Weg zum intelligenten Heim

Alexa, Siri & Co. verhelfen Smart Home zum Durchbruch Berlin, 22. Januar 2018. Die neuen Sprach-Assistenten von Amazon, Apple, Google und Microsoft werden dem „intelligenten Heim“ (englisch: Smart Home) wahrscheinlich in den nächsten Jahren zum Durchbruch verhelfen – und unseren Alltag stark verändern. Das hat der „Smart Home“-Experte Robert Spanheimer vom deutschen Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ eingeschätzt.

So etwa sieht eine typische Mitarbeiter-App von der sächischen Software-Firma Staffbase aus. Die App wird als "Software as a Service" angeboten. Die Kunden-Unternehmen bekommen ein Content Management System (CMS), um die App mit aktuellen Inhalten zu füttern. Foto. Staffbase

Mitarbeiter-App löst die Betriebs-Zeitung ab

Softwareschmiede „Staffbase“ siedelt sich in Dresden an, um weiter zu expandieren Dresden/Chemnitz, 12. Dezember 2017. Die gedruckte Betriebszeitung hat ausgedient: Heute verständigen sich Unternehmen und Mitarbeiter per Betriebs-App – „und das auf Augenhöhe“, wie Frank Wolf von der sächsischen Softwareschmiede „Staffbase“ sagt, die eben solche Apps für Siemens, DHL, US-Sportorganisationen, Hotel-Ketten und viele andere große Auftraggeber weltweit entwickelt. Und weil diese Mini-Programme für Computertelefone (Smartphones) so gut ankommen, hat die vor drei Jahren in Chemnitz gegründete Firma nun auch eine Niederlassung in Dresden gegründet.

Der CRJ 700/900 X als Lufthansa-Jet. Abb.: Bildschirmfoto JK

CRJ 700/900 X: Wie man ein virtuelles Flugzeug entwickelt

„Aufgeben stand nie zur Debatte“ Chefentwickler Hans Hartmann über die Arbeit an am Bombardier-Jet CRJ 700/900 X für den Flugsimulator Entwickler „Digital Aviation“ hat ein beliebtes Regionalstrecken-Flugzeug von Bomardier für den Flugsimulator aufbereitet: Der „CRJ 700/900 X“ hat inzwischen die ersten Flüge im Regelflugbetrieb im heimischen Simulator absolviert. Die Kundenreaktionen decken ein breites Spektrum ab: Viele sind begeistert, andere üben teils berechtigte, teils unberechtigte Kritik. Oiger-Redakteur Jan Gütter hat die CRJ einem ersten Test unterzogen, den ihr hier nachlesen könnt – und den Chefentwickler der CRJ, Hans Hartmann, zum Interview gebeten. Er hat ihn gefragt, wie es überhaupt zur Entwicklung des Kurzstreckenfliegers kam, mit welchen Schwierigkeiten er bei der Entwicklung kämpfen musste, und wie es mit der CRJ weitergeht. Was war Ihre Motivation, ausgerechnet die CRJ umzusetzen? Gab es auch andere Kandidaten? Hans Hartmann: Nein, die CRJ war der einzige Kandidat, da wir über Kontakte aus der Zeit von Eurowings Professional und Eurowings 2004 recht gute Kontakte zu Piloten von LH Cityline und Eurowings hatten, die den Typ geflogen sind. Wann genau haben Sie die …

Die Nao-Roboter aus Frankreich sind zum De-Facto-Standardmodell für fortgeschrittene Roboter-Programmierer geworden. Foto: Aldebaran Robotics

Französischer Roboter soll Mädchen ins Schülerrechenzentrum Dresden locken

TU-Informatiker spenden Nao für die Programmier-Talente von morgen Dresden, 7. Januar 2017. Ein französischer Nao-Roboter hat sich eine neue Heimstatt in Sachsen erwählt. Ab dem 8. November 2017 wohnt der künstliche Humanoide im Schülerrechenzentrum (SRZ) Dresden. Und der erste Freund der Maschine wird ein Zwölfjähriger sein. Niclas Hallfahrt will dem menschenähnlichen Roboter eine wichtige menschliche Kulturtechnik nahelegen: „Ich möchte ihm als erstes beibringen, dass er etwas aufschreibt.“

Die Zukunft hat bereits begonnen: Unternehmen aus Dresden und Ilmenau haben sich auf hochautomatisierte "Industrie 4.0"-Lösungen für Chipfabriken spezialisiert. Möglich machen dies u.a. flexible und autonome Roboter, deren Basisversionen von Metralabs in Thüringen angeboten werden. Ortner Dresden rüstet diese Roboter dann so aus, dass sie in Reinräumen selbstständnig Transportaufgaben übernehmen können. Foto: Metralabs

Verleger wittern Chancen in Roboterjournalismus

Jeder 5. Verlag in Deutschland erwägt KI-Einsatz beim Texteschreiben Berlin/München, 25. Oktober 2017. In Zeiten von Stellenabbau und Auflagenschwund in der gedruckten Presse wittern die Zeitungsverleger und Chefredakteure große Chancen im Roboterjournalismus – also in der Genese von Texten durch Computer. Rund ein Fünftel der deutschen Verlage wollen Roboterjournalismus einsetzen, testen oder sie planen den Einsatz in der Redaktion. Dies hat eine vom „Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger“ (BDZV) und dem Beratungsunternehmen Schickler vorgelegte Studie „Trends der Zeitungsbranche 2017“ ergeben.