Alle Artikel in: Medizin & Biotech

Neuere biophysikalische Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich gesunde Zellen verflüssigen, wenn Krebs zu wuchern beginnt, und dadurch Kanäle für Metastasen im Gewebe öffnen. Abb.: PoC

Künstliche Proteine könnten Krebs ausbremsen

Krebsphysik-Tagung an der Uni Leipzig Leipzig, 30. September 2016. Künstliche Proteine könnten die Ausbreitung von Krebszellen in Patienten bremsen. Diese Meinung vertritt der Biophysiker Prof. Josef Alfons Käs von der Universität Leipzig. „Die bionischen Moleküle erfüllen die Funktion des echten Proteins, werden aber von der Krebszelle im Gegensatz zu den natürlichen Proteinen nicht erkannt und dadurch auch von ihr nicht bekämpft“, erklärte der Wissenschaftler. Dadurch ergebe sich eine völlig neue Methode, die Ausbreitung von Krebszellen merklich zu bremsen. Krebsphysik-Tagung an der Uni Leipzig Leipzig, 30. September 2016. Künstliche Proteine könnten die Ausbreitung von Krebszellen in Patienten bremsen. Diese Meinung vertritt der Biophysiker Prof. Josef Alfons Käs von der…






Andrés Lasagni (rechts) und Prof. Frank Mücklich (links) haben eine neue Methode gefunden, um mit Lasern sehr schnell Mikrostrukturen zu erzeugen.

Laser kopieren Anti-Keim-Insektenpanzer

Forscher aus Dresden und Saarbrücken für neue Laser-Flächentechnologie prämiert Dresden, 23. September 2016. Sie sind das Schreckensszenario der modernen Medizin: Multiresistente Bakterien, die alle Antibiotika der Menschheit überlebt und sich angepasst haben. Träte dieses Szenario mit voller Wucht ein, könnten wieder unzählige Patienten an Entzündungen sterben wie in der Ära vor der Entdeckung der Antibiotika. Vor allem in Krankenhäusern ballen sich solche Keime gern zusammen, lernen die „Waffen“ der Ärzte allzugut kennen. Gelänge es, ihnen innerhalb der Kliniken den Weg von Station zu Station zu versperren, wäre schon viel gewonnen. Forscher aus Dresden und Saarbrücken für neue Laser-Flächentechnologie prämiert Dresden, 23. September 2016. Sie sind das Schreckensszenario der modernen Medizin: Multiresistente Bakterien, die alle Antibiotika der Menschheit überlebt und sich…






Eine Apogepha-Laborantin simuliert die Medikamenten-Wirkung im menschlichen Körper, zum Beispiel in der Speiseröhre oder im Magen. Foto: Heiko Weckbrodt

Apogepha schwört auf Pflanzen

Familien-Unternehmen will durch neue Urologie-Produkte unabhängiger von Preisdiktaten werden Dresden, 21. September 2016. Das Dresdner Pharma-Unternehmen Apogepha wird in Zukunft neben neuen verschreibungspflichtigen Urologie-Medikamenten zunehmend auch frei verkäufliche pflanzliche Mittel entwickeln und anbieten. Das hat Sprecherin Steffi Liebig angekündigt. Familien-Unternehmen will durch neue Urologie-Produkte unabhängiger von Preisdiktaten werden Dresden, 21. September 2016. Das Dresdner Pharma-Unternehmen Apogepha wird in Zukunft neben neuen verschreibungspflichtigen Urologie-Medikamenten zunehmend auch frei verkäufliche pflanzliche Mittel…






Prof. Pauline Wimberger von der Klinik für Geburtshilfe am Uniklinikum Dresden informiert eine Mutter, wie ihr kleiner Frederik auf Diabetes-Risken getestet werden kann, wenn sie das wünscht. Bildschirmfotos aus: Video "Freder1k-Studie in Sachsen", Vimeo, Biermann-Jung

Chance für zuckerkranke Kinder

Sächsische Pilotstudie „Freder1k“ soll Therapien gegen frühkindliche Typ1-1-Diabetes ausloten Dresden, 26. August 2016. Kein Kind in Sachsen soll mehr an „Typ-1-Diabetes“ sterben oder wegen dieser Immunsystem-Fehlfunktion auf die Intensivstation müssen. Dieses Nah-Ziel haben sich Mediziner aus Dresden, Leipzig, München und Hannover gesteckt. Im Zuge der weltweit einzigartigen Studie „Freder1k“ wollen sie in zahlreichen Kliniken möglichst allen Eltern im Freistaat neuartige Gen-Tests und Hilfen anbieten. „Typ 1 ist nicht heilbar, aber behandelbar“, betonte Professor Wieland Kiess vom Uniklinikum Leipzig am 26. August 2016  zum offiziellen „Freder1k“-Auftakt in Dresden. Sächsische Pilotstudie „Freder1k“ soll Therapien gegen frühkindliche Typ1-1-Diabetes ausloten Dresden, 26. August 2016. Kein Kind in Sachsen soll mehr an „Typ-1-Diabetes“ sterben oder wegen dieser Immunsystem-Fehlfunktion auf die Intensivstation müssen….






Tien Phucc Long (links) und Nguyen Le Thien Y mögen ihre Arbeit in Deutschland. Sie wollen hier als Krankenpfleger blieben. Foto: Heiko Weckbrodt

Vietnamesen pflegen kranke Sachsen

„Fleißig, freundlich, integriert“: Von 16 jungen Vietnamesen, die nach Sachsen zogen, um Pfleger zu werden Dresden/Bischofswerda, 7. Juli 2016. 16 junge Vietnamesen sind vor einem Jahr nach Sachsen gekommen, um sich hier zum Krankenpfleger nach deutschem Standard ausbilden zu lassen. In Dresden pauken sie die Theorie, in Umland-Kliniken lernen sie die Praxis kennen. Die Sachsen spekulieren darauf, mit solchen Projekten den wachsenden Fachkräfte-Mangel in der Pflege zu mindern. Die Vietnamen selbst hoffen auf gute Jobs, ihre Chefs daheim auf einen Know-how-Transfer in die Heimat. Aus dem Pilotprojekt soll nun etwas Langfristiges werden. „Fleißig, freundlich, integriert“: Von 16 jungen Vietnamesen, die nach Sachsen zogen, um Pfleger zu werden Dresden/Bischofswerda, 7. Juli 2016. 16 junge Vietnamesen sind vor einem Jahr nach Sachsen gekommen, um…






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Washabich.de-Gründer als sozialer Innovator geehrt

Dresdner gründeten ehrenamtlichen Übersetzungsdienst für Arzt-Befunde Anfang 2011 Dresden, 7. Juli 2016. Eine Jury der Zeitschrift „Technology Review“ hat den 31-jährigen Ansgar Jonietz aus Dresden im Wettbewerb „Innovatoren unter 35“ zum „Sozialen Innovator“ des Jahres gekürt. Die Juroren würdigten damit die von Jonietz und dessen Freunden im Januar 2011 gegründete Dresdner Internet-Plattform washabich.de. Dort können sich Patienten gratis ihre Befunde vom komplizierten Arzt-Sprech in normales Deustch übersetzen lassen. Dresdner gründeten ehrenamtlichen Übersetzungsdienst für Arzt-Befunde Anfang 2011 Dresden, 7. Juli 2016. Eine Jury der Zeitschrift „Technology Review“ hat den 31-jährigen Ansgar Jonietz aus Dresden im Wettbewerb „Innovatoren unter 35“…






Neurochirurg Dr. Tareq Juratli zeigt seiner Patientin Sylvia Hesse ein Modell der implantierten Batterie. Foto: Uniklinik Dresden

Elektroden schalten den Rückenschmerz ab

Dresdner Neurochirurgen setzen Patienten SCS im Rücken ein Dresden, 6. Juli 2016. Um Patienten mit starken und anders nicht therapierbaren Rückenschmerzen zu helfen, schalten Neurologen des Uniklinikums Dresden bei diesen Menschen über Elektroden und elektrische Impulse am Rückenmark die Schmerzsignale aus. Diese Methode nennt sich „rückenmarksnahe Elektrostimulation“ (englisch: Spinal Cord Stimulation = SCS). Die Methode habe sich inzwischen bewährt, haben heute die Dresdner Neurochirurgen berichtet. Dresdner Neurochirurgen setzen Patienten SCS im Rücken ein Dresden, 6. Juli 2016. Um Patienten mit starken und anders nicht therapierbaren Rückenschmerzen zu helfen, schalten Neurologen des Uniklinikums Dresden bei diesen…






Prof. Dr. Dr. Michael Bauer, Foto: MF TUD

Hormon aus Schilddrüse gut gegen Depression

Dresden, 20. Juni 2916. Das Schilddrüsen-Hormon „Levothyroxin“ (L-T4) kann gegen Depressionen helfen. Anscheinend regt dieses Hormon den Zucker-Stoffwechsel im „Limbischen System“ an – einem Netzwerk im menschlichen Gehirn, das für die Steuerung von Emotionen, Gedächtnis und Angst verantwortlich ist. Dieser Medchanismus geht aus einer Studie unter Leitung von Prof. Michael Bauer hervor, dem Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum „Carl Gustav Carus“ in Dresden. Dresden, 20. Juni 2916. Das Schilddrüsen-Hormon „Levothyroxin“ (L-T4) kann gegen Depressionen helfen. Anscheinend regt dieses Hormon den Zucker-Stoffwechsel im „Limbischen System“ an – einem Netzwerk im menschlichen Gehirn, das für…






Dr.-Ing. Thomas Schmidt (rechts) mit Doktorvater Prof. Daniel Balzani (links) nach der Notenverkündung. Foto: Monika Keil

Bauingenieur simuliert Blutgefäße

Commerzbank-Preis für Doktor der TU Dresden Dresden, 3. Juni 2016. Weil er geschickt Simulationsmethoden, wie sie im Bauingenieurwesen längst üblich sind, auf die Biologie der Blutgefäße übertrug, hat der Doktor-Ingenieur Thomas Schmidt von der TU Dresden nun den Dr.-Walter-Seipp-Preis der Commerzbank-Stiftung bekommen. Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert und würdigt Schmidts Promotion „Modellierung der Biomechanik von Arterienwänden unter supra-physiologischer Belastung” (2015). Das hat die TU Dresden heute mitgeteilt. Commerzbank-Preis für Doktor der TU Dresden Dresden, 3. Juni 2016. Weil er geschickt Simulationsmethoden, wie sie im Bauingenieurwesen längst üblich sind, auf die Biologie der Blutgefäße übertrug, hat der Doktor-Ingenieur…






Biene auf einem Blütenzweig eines Manuka-Baums in Neuseeland. Foto: Avenue, Wikipedia, GNU- und CC3-Lizenz

Manuka-Honig soll Magengeschwür-Bakterie töten

Dresdner TU-Professor Henle: Allgemeine Wundheilung ist inzwischen recht gut belegt – Wirkung im Magen ist denkbar, aber umstritten Dresden, 19. April 2016. Der neuseeländische Manuka-Honig kann äußerliche Wunden heilen und Bakterien abtöten. Dagegen konnten Biologen und Chemiker viele andere Wirkungen, die Manuka-Fans dem neuseeländischen Honig oft und gern zuschreiben, bisher nicht bestätigen. So fanden sich kaum echte Nachweise, dass Manuka-Honig im Darm, in Ohren und Nase oder im Magen antibakteriell wirke oder das menschliche Immunsystem generell stärke. Das hat Prof. Thomas Henle von der Lebensmittelchemie der TU Dresden heute in einem Exzellenz-Vortrag der Volkshochschule Dresden eingeschätzt. Dresdner TU-Professor Henle: Allgemeine Wundheilung ist inzwischen recht gut belegt – Wirkung im Magen ist denkbar, aber umstritten Dresden, 19. April 2016. Der neuseeländische Manuka-Honig kann äußerliche Wunden heilen und…






Die Online-Versandhäuser haben den klassischen Apotheken bisher nur wenig Marktanteile abnehmen können, zumindest bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten. Foto: ABDA

Online-Konkurrenz hat Sachsen Apotheker bisher kaum angekratzt

Digitalisierung ist ein Schwerpunkt beim sächsischen Apothekertag in Annaberg-Buchholz Annaberg-Buchholz/Leipzig, 15. April 2016. Die Konkurrenz durch den Online-Arzneimittelhandel hat bisher in Sachsen nicht zum befürchteten massenhaften Aus für niedergelassene Apotheken geführt. „Befürchtungen, dass die Distribution vor allem von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln großflächig in den Online-Handel abwandern und die Existenz der Apotheken vor Ort massiv gefährden könnte, haben sich nicht bewahrheitet“, schätzten der Vorsitzende Thomas Dittrich und Geschäftsführer Peter Schreiber vom Sächsischen Apothekerverband in Leipzig auf Anfrage gemeinsam ein. Digitalisierung ist ein Schwerpunkt beim sächsischen Apothekertag in Annaberg-Buchholz Annaberg-Buchholz/Leipzig, 15. April 2016. Die Konkurrenz durch den Online-Arzneimittelhandel hat bisher in Sachsen nicht zum befürchteten massenhaften Aus für niedergelassene Apotheken…






Weibliches Küken- geschlüpft aus einem vorher untersuchten Ei. Foto: Stephan Wiegand, TUD

Hahn oder Henne? Sterben oder leben?

Sächsische Forscher entwickeln Methode, um Kükengeschlecht noch im Ei zu erkennen Dresden, 26. März 2016. Man muss kein überzeugter Vegetarier sein, um die Legehennen-Industrie für ethisch verwerflich zu halten: Die deutschen Landwirte töten jährlich rund 40 Millionen männliche Küken kurz nach dem Schlüpfen, weil sie für die Legehennen-Produktion nicht gebraucht werden. Forscher aus Dresden und Leipzig haben deshalb nun im Auftrag des Bundes-Landwirtschaftsministeriums ein lasergestütztes Verfahren entwickelt, um das Geschlecht der Küken noch im Ei zu ermitteln: 72 Stunden nach der Bebrütung, wenn die Embryonen noch keinen Schmerz empfinden. Das hat die Medizinische Fakultät „Carl Gustav Carus“ der TU Dresden mitgeteilt. Sächsische Forscher entwickeln Methode, um Kükengeschlecht noch im Ei zu erkennen Dresden, 26. März 2016. Man muss kein überzeugter Vegetarier sein, um die Legehennen-Industrie für ethisch verwerflich zu halten: Die…






Visualisierung von Haus 32 im Uniklinikum. Links ist der Übergang zur Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde zu sehen. Parallel zur Straße befindet sich die Auffahrt für die Rettungswagen. Illustration: RRP Architekten und Ingenieure

Neuer Chirurgiekomplex in Uniklinik Dresden rohbaufertig

Über 100 Millionen Euro teures Haus 32 soll Mitte 2018 in Betrieb gehen Dresden, 24. März 2016. Der neue Chirurgiekomplex in Uniklinikum Dresden nimmt Formen an: Heute haben Klinikmitarbeiter und Bauarbeiter das Richtfest für das Haus 32 gefeiert. Es soll Mitte 2018 fertig sein und dann Platz für 17 OP-Säle, eine Chirurgische Notaufnahme, eine Ambulanz sowie eine Intensiv- und drei reguläre Pflegestationen für insgesamt 120 Patienten bieten. Über 100 Millionen Euro teures Haus 32 soll Mitte 2018 in Betrieb gehen Dresden, 24. März 2016. Der neue Chirurgiekomplex in Uniklinikum Dresden nimmt Formen an: Heute haben Klinikmitarbeiter und…






Ein Ko-Chirurg sitzt während der OP die ganze Zeit am Patienten und beim Roboter, um dort einzugreifen, wo der Roboter an seine Grenzen stößt. Foto: Heiko Weckbrodt

Sachsen setzt auf Telemedizin

Gesundheitsministerin Klepsch winkt mit 28 Millionen Euro für neue Ansätze Dresden, 18. März 2016. Ohne computergestützte Fernmedizin (Telemedizin) könnte es in Sachsen in Zukunft schwer werden, den medizinischen und Pflegebedarf bis in die ländlichen Gebiete hinein voll zu decken. Das hat die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) heute zur Jahrestagung des „Gesundheitsökonomischen Zentrums“ (GÖZ) der Technischen Universität Dresden prognostiziert. „Digitale Gesundheitsdienste und Assistenzsysteme haben großes Potenzial“, betonte sie vor den Medizinern und Wirtschaftswissenschaftlern. „Nicht nur für die Patienten, sondern auch für eine höhere Effizienz im sächsischen Gesundheitswesen.“ Gesundheitsministerin Klepsch winkt mit 28 Millionen Euro für neue Ansätze Dresden, 18. März 2016. Ohne computergestützte Fernmedizin (Telemedizin) könnte es in Sachsen in Zukunft schwer werden, den medizinischen und Pflegebedarf…






Abb.: Ribolution

Krebserkennung per Molekulardiagnose

Forscher aus Dresden und Leipzig gründen Biotech-Firma Ribolution Health Leipzig/Dresden, 7. März 2016. Per Molekulardiagnose wollen Bioingenieure aus Leipzig und Dresden Prostatakrebs und andere schwere Krankheiten künftig besonders früh erkennen. Ihre Testmethode basiert auf „Biomarkern“ aus der Molekülklasse der unkodierten Ribonukleinsäuren (RNAs). Forscher aus Dresden und Leipzig gründen Biotech-Firma Ribolution Health Leipzig/Dresden, 7. März 2016. Per Molekulardiagnose wollen Bioingenieure aus Leipzig und Dresden Prostatakrebs und andere schwere Krankheiten künftig besonders früh erkennen….