Alle Artikel in: Kunst & Kultur

Künstlerische Aspekte von Technologie

Diese beiden Talergepräge, die hier die Landesarchäologin Regina Smolnik präsentiert, gehören zu den besseren Stücken im Münzschatz. Foto: Peter Weckbrodt

Münzschatz in Sächsischer Schweiz geborgen

Sensationeller Münzfund mit Talern, Kreuzern und Doppelgroschen Pirna, 9. Mai 2016. Taler, Kreuzer, Doppelgroschen, Pfennige und weitere Silbergepräge mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 2 bis 3 Kilogramm umfasst nach ersten Bewertungen ein sensationeller Münzfund, den ein sächsischer Bergsteiger und dessen Begleiter in den Mittagstunden des 29. April 2016 „in einer Felsspalte verborgen, im rechtselbischen Gebiet der Sächsischen Schweiz irgendwo zwischen Bad Schandau und Birkwitz“ entdeckt haben. Den konkreten Fundort wollte Landesarchäologin Regina Smolnik nicht verraten. Sensationeller Münzfund mit Talern, Kreuzern und Doppelgroschen Pirna, 9. Mai 2016. Taler, Kreuzer, Doppelgroschen, Pfennige und weitere Silbergepräge mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 2 bis 3 Kilogramm umfasst nach ersten…






Valpone ist ein reicher Venezianer und gilt als "Der Fuchs", der die Erbschleicher austrickst. Foto: TheaterRuine St. Pauli e.V.

Der Fuchs trickst und Faust rockt

„St. Pauli“-Theaterruine startet in den „Sommer der Träume“ Dresden, 3. Mai 2016. Einen „Sommer der Träume“ sieht das Ensemble der „St. Pauli“-Theaterruine in Dresden nahen und hat daraus einen Spielplan voll von romantischen und komisch-hintergründigen Stücken gewoben. Die Ruinen-Besucher erwartet ab Mai 2016 ein Sommertheater aus Träumereien, Visionen, Sehnsüchten und Wünschen. Insgesamt sieben Inszenierungen, darunter zwei Premieren, kommen auf die Bühne in dem urigen alten Backsteingemäuer am Königsbrücker Platz im Hechtviertel. „St. Pauli“-Theaterruine startet in den „Sommer der Träume“ Dresden, 3. Mai 2016. Einen „Sommer der Träume“ sieht das Ensemble der „St. Pauli“-Theaterruine in Dresden nahen und hat daraus einen Spielplan…






Erik Lehmann und Rainer Bursche sinnieren in der Herkuleskeule Dresden darüber wie es ist zu "Lachen wenn’s zum Heulen ist" Foto: Gerald Gluth-Goldmann

Google beherrscht die Welt, die Flüchtlingsangst Europa

55 Kabarett-Jahre der Herkuleskeule in Dresden: „Lachen wenn’s zum Heulen ist“ Dresden, 23. April 2016. Der Krieg Reich gegen Arm hat begonnen und Europa geht den Bach runter. Wie Volk und Regierung damit umgehen, davon erzählt voll beißendem Witz und mit Tiefgang leicht und unterhaltsam verpackt das Stück „Lachen wenn’s zum Heulen ist“ im Kabarett-Theater „Herkuleskeule“ in Dresden. Das Jubiläumsprogramm anlässlich 55 Jahre Herkuleskeule bekam nach der Premiere lang anhaltenden Beifall vom Publikum. 55 Kabarett-Jahre der Herkuleskeule in Dresden: „Lachen wenn’s zum Heulen ist“ Dresden, 23. April 2016. Der Krieg Reich gegen Arm hat begonnen und Europa geht den Bach runter. Wie Volk…






Otto Dix: Selbstbildnis als Mars. Repro: Peter Weckbrodt

Kriegsgott Dix im Steinkohle-Revier

Oigers Wochenend-Tipp 2./3. April 2016: Künstlerische Schatzsuche in Freital Freital/Dresden, 2. April 2016. Was sind die Dresdner – und dies zweifellos völlig zu Recht – doch stolz auf ihre Staatlichen Kunstsammlungen. Da wird leicht überheblich, weil wenig sachkundig geschlussfolgert, dass im benachbarten Freital bestenfalls noch ein Rest einstiger Steinkohle zu entdecken sei, aber sicher nichts von Bedeutung in Sachen Kunst. Weit gefehlt und höchste Zeit zur Korrektur! Der Oiger wollte es genau wissen, war vor Ort und wurde fündig: Bis zum Sonntag präsentiert die Städtische Kunstsammlung Freital in einer Sonderausstellung Werke der bildenden Kunst, die bisher ihr Dasein im Depot fristen mussten. Nicht Mangel an künstlerischer Qualität, sondern an Ausstellungsfläche dürfte hierfür die Ursache sein. Oigers Wochenend-Tipp 2./3. April 2016: Künstlerische Schatzsuche in Freital Freital/Dresden, 2. April 2016. Was sind die Dresdner – und dies zweifellos völlig zu Recht – doch stolz auf ihre Staatlichen…






Ein Nachbau von Da Vincis Kampf-Panzer mit 18 Kanonen und Pedalantrieb. Foto: Heiko Weckbrodt

Da Vinci: Mit Anfang 20 ein Superstar

Neue Doppelausstellung in der Zeitenströmung Dresden über Universalgenie Da Vinci und über das Bernsteinzimmer Dresden, 1. April 2016. Nach dem alten Ägypten rückt die „Zeitenströmung“ im Dresdner Norden nun in einer Doppelausstellung die Renaissance und den Barock in den Fokus: In den alten Industriehallen öffnet morgen einerseits die Sonderschau „Da Vinci – seine Bilder, sein Leben, seine Maschinen“, die sich auch für Kinder interessant ist, da sie dort an zahlreichen Da-Vinci-Nachbauten auch herumkurbeln, ziehen und herumprobieren dürfen und sollen. Gleich nebenan lockt derweil die „Faszination & Mythos Bernsteinzimmer“. Beide Ausstellungen sind bis Ende Juli geöffnet. Die Veranstalter rechnen mit 70.000 bis 80.000 Besuchern. Neue Doppelausstellung in der Zeitenströmung Dresden über Universalgenie Da Vinci und über das Bernsteinzimmer Dresden, 1. April 2016. Nach dem alten Ägypten rückt die „Zeitenströmung“ im Dresdner Norden nun in…






Phillip Toledano: aus der Serie „Days With My Father“, 2006-2009

Flüchtiges Glück

Der New Yorker Künstler Phillip Toledano hat unser Streben nach Leben, Schönheit und Erfüllung in Fotos konzentriert – und stellt seine Lichtbilder nun im Hygienemuseum in Dresden aus Dresden, 23. März 2016. Was tun, wenn der über 90 Jahre alte, demenzkranke Vater immer wieder fragt, wo seine Frau sei – obwohl die vor Jahren gestorben ist? Nach dem 30. Mal erfindet der Sohn eine Geschichte, erzählt, Mutter sei nur kurz einkaufen. Wie die eigene Schwester wiederfinden, die mit neun Jahren in einem Feuer umgekommen ist? Der Bruder sammelt alle Spielzeuge, Stifte, Puppen ein, die er von Claudia noch finden kann, inszeniert sie wie kleine Juwelen und fotografiert sie. Es sind immer wieder die ganz tiefen Verlustängste und Lebensfreuden, denen der New Yorker Fotograf Phillip Toledano (47) in seinen Lichtbildern nachspürt – sensibel und mit einem sicheren Gefühl für Inszenierungen, die dem Fotografierten gerecht werden. Zu sehen ist seine Sonderausstellung „Von der Flüchtigkeit des Glücks“ ab morgen im Deutschen Hygienemuseum Dresden. Der New Yorker Künstler Phillip Toledano hat unser Streben nach Leben, Schönheit und Erfüllung in …






Die Wölfe sind zurück: Der Anführer-Wolf vor der Frauenkirche in Dresden hat die krallenbewehrte Pfote zum Hitler-Gruß erhoben. Foto: Peter Weckbrodt

Hass-Wölfe belagern Neumarkt in Dresden

Künstler Opolka warnt mit den Skulpturen aus Bronze und Eisen vor Fremdenfeindlichkeit und Pegida Dresden, 16. März 2016. Wölfe springlauern auf dem Neumarkt in Dresden: Als Mahnung gegen Fremdenfeindlichkeit und Pegida hat der Künstler und Taschenlampenfabrikant Rainer Opolka eiserne und bronzene Wolfsskulpturen in der Stadtmitte unweit der Frauenkirche aufgestellt. „Die Wölfe stehen symbolisch für Hasser, Brandsatz-Werfer, Neo-Nazis, wütende Pegidisten und AFDler, die auf Flüchtlinge schießen wollen“, erklärte Opolka. Künstler Opolka warnt mit den Skulpturen aus Bronze und Eisen vor Fremdenfeindlichkeit und Pegida Dresden, 16. März 2016. Wölfe springlauern auf dem Neumarkt in Dresden: Als Mahnung gegen Fremdenfeindlichkeit und…






Repro: Heiko Weckbrodt

Fotos aus der ewigen Kälte

Ausstellung „Scenerie und Naturobjekt“ mit beeindruckenden ganz alten und ganz neuen Antarktis-Fotografien in den Technischen Sammlungen Dresden Dresden, 11. März 2016. Auf dem 118 Jahre alten Schwarzweiß-Foto sieht der Oktopus klein aus: reg- und farblos liegt er in der Emaille-Schüssel auf dem Schiff. Auf der Farbzeichnung daneben, die der Antarktisforscher Fritz Winter damals aus diesem Foto gezaubert hatte, wirkt das Tier dagegen prächtig, breitet seine Arme aus, strahlt saftig-fleischfarben. Gleich um die Ecke sehen wir die Antarktis dann in ihrer unendlichen Weite: Auf dem meterhohen Foto breiten sich Eis, Schnee, Geröll und Himmel aus, alle Farbe, alles Leben scheinen aus der Szenerie entronnen. Nur wer ganz genau hinguckt, sieht einen Pinguin winzig klein durchs Bild watscheln. „Die pickern einen mit dem Schnabel, wenn ihnen etwas nicht passt“, sagt Fotograf Hans-Christian Schink, dem diese Aufnahme vor sechs Jahren mit einer Großformat-Kamera geglückt war. Ausstellung „Scenerie und Naturobjekt“ mit beeindruckenden ganz alten und ganz neuen Antarktis-Fotografien in den Technischen Sammlungen Dresden Dresden, 11. März 2016. Auf dem 118 Jahre alten Schwarzweiß-Foto sieht der Oktopus…






Fast vergessen: Der junge Krzysztof Kieślowski trat auch einmal als Schauspieler auf. Repro: Heiko Weckbrodt

Die Welt aus der Sicht von Krzysztof Kieślowski

Kraszewski-Museum Dresden würdigt den prägenden Regisseur aus Polen mit einer Sonderschau Dresden, 25. Februar 2016. Er gilt bis heute als einer der ganz großen, prägenden Regisseure des europäischen Kinos: Krzysztof Kieślowski (1941-1996) begann seine Karriere in Polen mit ungewöhnlich schlichten und doch sehr einprägsamen Dokumentarfilmen, bis er davon müde wurde und sich dem Spielfilm zuwandte. Mit seiner TV-Interpretation des biblischen „Dekalogs“ und den „Zwei Leben der Veronika“ erlange er Bekanntheit über Polen hinaus. Durch seine mit französischen Stars besetzte filmische Trikolore aus den „Drei Farben: Blau“, „Weiß“ und „Rot“ (u.a. mit Juliette Binoche, Julie Delpy und Jean-Louis Trintignant) kam er zu internationalem Ruhm, der ihn eher verstörte, als dass er ihn genoss. Durch diesen Rückzug aus der Öffentlichkeit habe ihn die Cineasten-Szene aber immer mehr zu einer Ikone stilisiert, der er gar nicht habe sein wollen, heißt es vom Kraszewski-Museum Dresden, das dem polnischen Star-Regisseur ab morgen Abend die Sonderausstellung „Die Welt aus Sicht von Krzysztof Kieślowski“ widmet. Kraszewski-Museum Dresden würdigt den prägenden Regisseur aus Polen mit einer Sonderschau Dresden, 25. Februar 2016. Er gilt …






Robert Menzel (Sax) Clemens Pötzsch (Piano), Robert Lucaciu (Bass) und Philipp Scholz (drums) in der Tonne Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Alchemy in der Tonne

Robert Menzel stellte im Dresdner Jazzclub sein Album vor Dresden, 21, Februar 2016. Der Saxophonist Robert Menzel hat gestern Abend mit seinen musikalischen Weggefährten Clemens Pötzsch am Piano, dem Kontrabassisten Robert Lucaciu und dem Schlagzeuger Philipp Scholz sein Album „Alchemy“ im Dresdner Jazzclub „Tonne“ vorgestellt. Mal melancholisch-nostalgisch, mal expressiv wild spielte sich das Quartett quer durch die Spielarten des Jazz, interpretierte älterere Klassiker, präsentierte eigene Stücke. Robert Menzel stellte im Dresdner Jazzclub sein Album vor Dresden, 21, Februar 2016. Der Saxophonist Robert Menzel hat gestern Abend mit seinen musikalischen Weggefährten Clemens Pötzsch am Piano, dem Kontrabassisten…






Andrea Hilber (links), Bianca Pötschke und Leander Neuhaus gehören zu den sechs Master-Studenten, die die Hintergrundgeschichte zu den gefundenen Gartenarchitektur-Zeichnungen recherchiert haben. Foto: Heiko Weckbrodt

Vom Gärtnerlümmel zum Gartenarchitekten

Ausstellung in DrePunct-Bibliothek veranschaulicht die mühselige Emanzipation der Landschaftsarchitektur als eigene Wissenschaft Dresden, 15. Februar 2016. „Toll!“, exklamiert Professor Thomas Bürger, als er die in Glas gefasste Zeichnung zwischen den Bücherregalen mustert. „So eine Villa hätte ich auch gern.“ Ein paar Studenten, die an den Lesetischen unterm „DrePunct“ sitzen, schauen kurz auf, vertiefen sich dann schnell wieder in ihre Lektüre, während Bürger durch die Ausstellung „Land schafft Architektur“ streift. Der Generaldirektor der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB ist offensichtlich angetan von dem Gartengrundstück, das ein Student namens Georg Schulze vor 127 Jahren an der Technischen Hochschule Dresden als Studienarbeit niedergepinselt hat. An Computer-Entwurfsprogramme wie heute war in der Kaiserzeit natürlich noch nicht zu denken: Schulze hat 1889 jeden Baum, jeden Busch und jedes Uferdetail des Villa-Teichs einzeln mit Feder und Aquarellfarben zeichnen müssen. Obzwar „nur“ eine studentische Arbeit, sieht das Ergebnis doch so aus, wie es Prof. Bürger spontan umrissen hat: Wohnenswert wirkt dieses Ensemble aus Villa, Park und Wasseranlagen auf jeden Fall. Ausstellung in DrePunct-Bibliothek veranschaulicht die mühselige Emanzipation der Landschaftsarchitektur als eigene Wissenschaft …






Pilot Lars Koch (Jonas Friedrich Leonhardi, Mitte) räumt den Abschuss ein, argumentiert aber: Ich musste diesen Airbus vom Himmel holen, um Zehntausende zu retten. Und sein Verteidiger Biegler (Ben Daniel Jöhnk) sagt: Ja, manchmal können wir nicht anders und müssen das kleinere Übel wählen. Foto: David Baltzer, Staatsschauspiel Dresden

„Terror“: Zuschauer fällt Urteil über Leben oder Töten

Wollen wir 164 Unschuldige töten, um Zehntausende zu retten? Premiere für dialektisches Verhandlungstheater im Schauspielhaus Dresden Dresden, 29. Januar 2016. Dürfen wir 164 Unschuldige töten, um 60.000 andere Menschen zu retten? Würde unsere Entscheidung bei einem Verhältnis vom 1 geopfertes Leben zu 4 geretteten Leben anders ausfallen? Um diesen ethisch-rechtlich-pragmatischen Fragenmittelpunkt kreist das Stück „Terror“ von Ferdinand von Schirach, das gestern Abend im Schauspielhaus Dresden Premiere hatte. Das Besondere daran: Von Schirach zwingt hier den Zuschauer nicht einfach nur zur besinnlich-moralischen Reflexion, sondern zur Entweder-Oder-Entscheidung: Darf Terrorabwehr auch Leben nehmen oder nicht? Kurz vor Ende des Verhandlungstheaters durften und mussten die Besucher per Hammelsprung und Mehrheitsentscheidung darüber bestimmen, wie das Stück endet… Wollen wir 164 Unschuldige töten, um Zehntausende zu retten? Premiere für dialektisches Verhandlungstheater im Schauspielhaus Dresden Dresden, 29. Januar 2016. Dürfen wir 164 Unschuldige töten, um 60.000 andere Menschen zu…






Doppelagent YEDERBECK führt die Besucher der Technischen Sammlungen zu neuen Schnittstellen der Künste. Foto: Ein fiktiver Künstler als virtuelles Double in verschiedenen medialen Aggregatzuständen, Frank Geßner

Doppelagent Yederbeck und der Golem

Jahresprogramm der Städtischen Museen Dresden mit Jubiläen und Retrospektiven – und Blicken in die Zukunft Dresden, 29. Januar 2016. Mit zwei Sonderausstellungen feieren die Städtischen Museen Dresden in diesem Jahr zwei ganz eigene Jubiläen. Zum einen schaut das Stadtmuseum mit „Wir erinnern uns“ vom 3. Juni bis zum 18. September 2016 zurück bis an die eigenen Anfänge vor 125 Jahren. Zunächst in kleinen Palais an der Kreuzkirche untergebracht, zog das Museum später ins Neue Rathaus um, wechselte nach dessen Kriegszerstörung 1945 zeitweise in die Nordhalle am Olbrichtplatz, um 1966 schließlich das Landhaus zu beziehen. Ein spezielles Ausstellungsthema werden auch die verschollenen Bestände des Stadtmuseums sein. Zum Zweiten feiern die Technischen Sammlungen Dresden ihr 50. Jubiläum und zeigen dazu ab 29. Mai 2016 eine Sonderschau „Maschinen, Menschen, Sensationen.“ Jahresprogramm der Städtischen Museen Dresden mit Jubiläen und Retrospektiven – und Blicken in die Zukunft Dresden, 29. Januar 2016. Mit zwei Sonderausstellungen feieren die Städtischen Museen Dresden in diesem Jahr…






Gisbert Porstmann (Direktor der Städtischen Museen Dresden, rechts), Erika Eschebach, (Stadtmuseum Dresden) und Roland Schwarz, (Direktor der Technischen Sammlungen Dresden, links) fürchten ernste Konsequenzen, wenn die städtischen Geldzusagen für iher Häuser nicht bald geklärt werden. Foto: Heiko Weckbrodt

Haushaltssperre sorgt Dresdner Museumschefs

Städtische Museen erwägen, komplettes Ausstellungsprogramm für 2016 abzusagen Dresden, 28. Januar 2016. Eine Retrospektive auf den polnischen Meisterregisseur Krzysztof Kieślowski, die mediale Schnittstellen-Installation „Alias Yederbeck“ und eine Schau über das malerische Lebenswerk von Hubertus Giebe gehören zu den Höhepunkten im Sonderausstellungs-Programm, das sich die Kuratoren und Direktoren der Städtischen Museen Dresden für dieses Jahr ausgedacht hatten. Doch kaum vorgestellt, wankt diese Kunst-Agenda bereits wieder – durch die Haushaltssperre, die Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) den städtischen Ämtern und Einrichtungen zum Jahresstart verordnet hat. Sprich: Auch die Museen wissen noch nicht, wieviel Geld ihnen im Jahresverlauf tatsächlich zur Verfügung stehen wird und ob sie alle vereinbarten Veranstaltungen bezahlen können. „Wenn wir nicht im Februar mehr Klarheit bekommen, müssen wir Ausstellungen absagen“, warnte Gisbert Porstmann, der Direktor der Museen der Stadt Dresden. „Wir brauchen hier vom Finanzbürgermeister schnelle Entscheidungen.“ Städtische Museen erwägen, komplettes Ausstellungsprogramm für 2016 abzusagen Dresden, 28. Januar 2016. Eine Retrospektive auf den polnischen Meisterregisseur Krzysztof Kieślowski, die mediale Schnittstellen-Installation „Alias Yederbeck“ und eine Schau über das…






Licht-Kickerspiel in den Technischen Sammlungen Dresden. Foto: Stephan Floss, TSD

Klänge sehen, Licht hören

Technische Sammlungen Dresden bauen nach dem Lichtjahr ein neues opto-akustisches Experimentierfeld auf Dresden, 28. Januar 2016. Auch wenn das internationale Lichtjahr nun zu Ende ist: Einen Teil der schicken photonischen Experimente aus der Sonderausstellung „Hi Lights!“ werden die Technischen Sammlungen Dresden (TSD) behalten können, darunter auch die interaktive (und recht teure) Wand aus Organischen Leuchtkacheln (OLEDs). Das hat TSD-Direktor Roland Schwarz auf Oiger-Anfrage mitgeteilt. Einige der interaktiven Licht- und Laser-Exponate und Experimente werden im Spätsommer in ein neues „opto-akustisches Experimentierfeld“ installiert, das der Direktor am 17. September 2016 zur Dresdner Museums-Sommernacht eröffnen will. Technische Sammlungen Dresden bauen nach dem Lichtjahr ein neues opto-akustisches Experimentierfeld auf Dresden, 28. Januar 2016. Auch wenn das internationale Lichtjahr nun zu Ende ist: Einen Teil der schicken photonischen…