Alle Artikel in: Geschichte

Wirtschaftsgeschichte & Co.

Otto Dix: Selbstbildnis als Mars. Repro: Peter Weckbrodt

Kurzbiografie von Otto Dix

Prägender Maler des 20. Jahrhunderts Otto Dix gilt als bedeutender deutscher Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Sein wohl berühmtestes Werk ist sein apokalyptisch anmutendes Triptychon „Der Krieg“, in dem er seine Erlebnisse im I. Weltkrieg verarbeitete. Das Museum Gunzenhausen in Chemnitz besitzt eine seiner umfangreichsten Werksammlungen. Prägender Maler des 20. Jahrhunderts Otto Dix gilt als bedeutender deutscher Maler und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Sein wohl berühmtestes Werk ist sein apokalyptisch anmutendes Triptychon „Der Krieg“, in dem…






Da stimmte noch die ernestinische Welt: Johann Friedrich von Sachsen in vollem Ornat mit Kurhut, Hermelinmantel und Schwert des Erzmarschallamtes als hoheitszeichen des Reichsstatthalters. Foto: Peter Weckbrodt

Die Ernestiner: vergessene Fürsten neu entdeckt

Unser Special zeigt ein fast vergessenes ursächsisches Adelsgeschlecht Gotha/Weimar. Sie waren vergessen, wurden wie eine Episode in der deutschen Geschichte gehandelt, doch nun wurden sie für uns neu entdeckt: die Ernestiner. Die im In-und Ausland stark beachtete Landesausstellung über die Ernestiner im Sommer 2016 in Gotha und Weimar hat dieses ursächsische Adelsgeschlecht für uns neu entdeckt. Unser Special zeigt ein fast vergessenes ursächsisches Adelsgeschlecht Gotha/Weimar. Sie waren vergessen, wurden wie eine Episode in der deutschen Geschichte gehandelt, doch nun wurden sie für uns neu entdeckt: die…






vSehenswert ist dieser "wahre" Lutherschrein, das bildliche Pendant zu seiner Schrift "Corpus Doctrinae Christianae", einer Lehr -und Bekenntnisschrift. Foto: Peter Weckbrodt

Aus Wissen wird Macht

Die Ernestiner (Teil 5): Kunstliebhaber, Bücherwürmer und Alchimisten Weimar/Gotha, 31. August 2016. Künste und Wissenschaften gehörten zum unverzichtbaren inszenatorischen Repertoire der Höfe in vergangenen Jahrhunderten. Auch die sächsischen Ernestiner-Fürsten hielten dies nicht anders. Das zweite Hauptmotiv lag in dem Bestreben, die Wissenschaft für die praktische Herrschaftsausübung verfügbar zu machen, aus Wissen Macht zu generieren. Die Ernestiner (Teil 5): Kunstliebhaber, Bücherwürmer und Alchimisten Weimar/Gotha, 31. August 2016. Künste und Wissenschaften gehörten zum unverzichtbaren inszenatorischen Repertoire der Höfe in vergangenen Jahrhunderten. Auch die sächsischen Ernestiner-Fürsten hielten…






Mit der Heirat von Prinz Albert von sachsen-Coburg und Gotha und Königin Victoria von Großbritannien und Irland wurde das engliche Königshaus ernestinisch. Foto: Peter Weckbrodt

Die Ernestiner und die Coburg-Verschwörung

Teil 4: Die Ernestiner, Großmeister in Sachen Familienpolitik „Kriege führen mögen andere, du glückliches Österreich, heirate. Denn was Mars den anderen, gibt dir die göttliche Venus.“ Dieses aus einem Vers des Ovid abgeleitetes identitätsstiftendes Motto der Habsburger könnte glatt auch im Stammbuch der Ernestiner stehen. Diesem Fürstenhaus ist eine Sonderausstellung gewidmet, die zu besuchen heute die letzte Chance ist. Teil 4: Die Ernestiner, Großmeister in Sachen Familienpolitik „Kriege führen mögen andere, du glückliches Österreich, heirate. Denn was Mars den anderen, gibt dir die göttliche Venus.“ Dieses aus einem Vers…






Herzog Ernst der Fromme ( 1601-1675) sorgte mit der Errichtung eines "Musterstaates" über die ernestinischen Grenzen hinaus für Aufsehen. Foto: Peter Weckbrodt

Ernst der Fromme und Moritz der Verräter

Die Ernestiner (Teil 3): Sonderausstellung in Thüringen zeigt Genese eines Musterstaats Gotha/Weimar, 25. August 2016. Wann kam das sächsische Coburg zum Freistaat Bayern? Weshalb hieß das englische Königshaus bis zum Jahre 1917 Sachsen-Coburg und Gotha? Wieso stieg Sachsen-Weimar nach den verloren gegangenen napoleonischen Kriegen zum Großherzogtum auf? Diese und weitere Fragen wurden in der Schule nie gestellt, und kaum einer hätte eine Antwort darauf parat gehabt. Die Ernestiner (Teil 3): Sonderausstellung in Thüringen zeigt Genese eines Musterstaats Gotha/Weimar, 25. August 2016. Wann kam das sächsische Coburg zum Freistaat Bayern? Weshalb hieß das englische Königshaus bis zum…






Eine Kunstkanmmer gehörte im Barock zur Pflicht jedes Herrscherhauses. Hier der Sündenfall, eine süddeutsche Arbeit von 1685 zu sehen. Foto: Peter Weckbrodt

Die Ernestiner – Politik zielte auf Mitteleuropa

Teil 2: Dynastie und Glaube Wittenberg/Torgau, 19. August 2016. Warum eigentlich war die sächsische Fürsten-Dynastie der Ernestiner so besonders? Eine Antwort finden wir bei einem Blick auf das typische Erscheinungsbild europäischer Dynastien: Für sie ist eine über Generationen reichende gemeinsame Identität und das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit charakteristisch. Durch die Übernahme von Regierungsbefugnissen sichert sich das Geschlecht einen hohen sozialen Status. Die Reglementierung von Heirat und Vererbung wird der gemeinsame Besitz kontrolliert an die Nachkommen weitergereicht. Es besteht eine Bindung an die Region. Der Machterhalt wird langfristig auch durch den Abschluss von Hausverträgen gesichert. Das Handeln der Dynastien ist generationsübergreifend angelegt und stellt individuelle Ansprüche zurück. Teil 2: Dynastie und Glaube Wittenberg/Torgau, 19. August 2016. Warum eigentlich war die sächsische Fürsten-Dynastie der Ernestiner so besonders? Eine Antwort finden wir bei einem Blick auf das typische Erscheinungsbild…






In einem erbärmlichen Zustand präsentiert sich seit Jahren der einst gern besuchte Gasthof Kohlsdorf. Foto: Peter Weckbrodt

Lost Places: Alter Gasthof Kohlsdorf

Einst beliebtes Lokal nahe Dresden verfällt seit Jahren Freital/Dresden, 17. August 2016. Die Fenster sind erblindet, viele Scheiben eingeschlagen. Brennnesseln und anderes Unkraut wuchert die Holzveranda zu, die wegen ihres Ausblicks zweifellos einst als spektakulärer Ort für Imbiss und Umtrünke galt: Ein kläglicher Anblick bietet sich nun schon seit vielen Jahren den Passanten und Autofahrern auf ihrem Weg von Pesterwitz hinunter nach Freital bei Dresden. In exponierter wie auch malerischer Lage zwischen den Weinbergen liegt der ehemalige Gasthof Kohlsdorf in einem scheinbar niemals endenwollenden Dornröschenschlaf. Einst beliebtes Lokal nahe Dresden verfällt seit Jahren Freital/Dresden, 17. August 2016. Die Fenster sind erblindet, viele Scheiben eingeschlagen. Brennnesseln und anderes Unkraut wuchert die Holzveranda zu, die wegen ihres…






Prunkwaffen aus der Sonderschau "Schätze einer Fürstenehe" in Torgau. Foto: Peter Weckbrodt

Schätze einer Fürstenehe

Oiger-Wochenend-Tipp: Pracht einer Hochzeit auf Schloss Hartenfels Torgau, 13. August 2016. „Schätze einer Fürstenehe“ heißt eine Sonderausstellung, die bis Ende Oktober im Schloss Hartenfels in Torgau zu sehen ist. Sie ist der Hochzeit 1607 in Torgau und dem Vermächtnis des Kurfürstenehepaares Johann Georg I. und Magdalena Sibylle von Sachsen gewidmet. Oiger-Wochenend-Tipp: Pracht einer Hochzeit auf Schloss Hartenfels Torgau, 13. August 2016. „Schätze einer Fürstenehe“ heißt eine Sonderausstellung, die bis Ende Oktober im Schloss Hartenfels in Torgau zu sehen ist. Sie…






Der Kurhut Friedrich III., der mit 23 Jahren einer der ranghöchsten Reichsfürsten war. Foto: Peter Weckbrodt

Die Ernestiner und der Kurhut

Ausstellung in Thüringen zeigt Rolle des Fürstengeschlechts in Europa – Teil 1: Die Ernestiner und das Reich Gotha/Weimar, 11. August 2016. Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Male der Tag, an dem Martin Luther seine 99 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug und damit die Reformation im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation auslöste. Schwer vorstellbar ist aus heutiger Sicht, welchen Lauf die Dinge genommen hätten, wenn der sächsische Kurfürst Friedrich der Weise den Vollzug der Reichsacht über den aufmüpfigen Mönch tatsächlich veranlasst hätte. Wenn er ihn nicht auf seiner Wartburg quasi in Schutzhaft genommen hätte. Ausstellung in Thüringen zeigt Rolle des Fürstengeschlechts in Europa – Teil 1: Die Ernestiner und das Reich Gotha/Weimar, 11. August 2016. Am 31. Oktober 2017 jährt sich zum 500. Male…






Zu den Kleinoidien gehörten auch kunstvolle Ringe udn Anhänger zum Aufklappen. Links ist die Zeichnung von 1977 nach dem Diebstahl zu sehen, rechts das Foto vom gleichen Stück, das 1999 in oslo auftauchte. Repro: Heiko Weckbrodt

Größter Kunstraub der DDR bis heute unaufgeklärt

Vor 39 Jahren klauten Unbekannte am helllichten Tag den Sophienschatz aus dem Stadtmuseum Dresden Dresden, 10. August 2016. Demnächst jährt sich der spektakulärste und wohl auch dreisteste Kunstraub der DDR-Geschichte zum 39. Mal: Am 20. September 1977 stahlen bis heute unbekannte Kriminelle den Sophien-Schatz aus dem Stadtmuseum Dresden – am hellichten Tag, während des ganz normalen Besucherbetriebes. Ein Großteil des Schatzes tauchte Jahrzehnte später in Oslo wieder auf. Doch 17 Schmuckstücke sind immer noch verschollen, der Coup ist bis heute nicht aufgeklärt. Vor 39 Jahren klauten Unbekannte am helllichten Tag den Sophienschatz aus dem Stadtmuseum Dresden Dresden, 10. August 2016. Demnächst jährt sich der spektakulärste und wohl auch dreisteste Kunstraub der DDR-Geschichte…






Klaus Sörgel scannt den Äther ab. Foto: Heiko Weckbrodt

„This is DL2DVL calling“

Seit 60 Jahren senden und horchen die Amateurfunker der TU Dresden in alle Welt Dresden, 9. August 2016. Sie haben Nothilfe für gestrandete Wüstenexpeditionen herangefunkt, sich mit Partei-Funktionären jahrelang ein Katz-und-Maus-Spiel geliefert und in den 1990ern geholfen, die inzwischen so renommierte Hochfrequenz-Forschung an der Uni wieder aufzubauen: Seit 60 Jahren vernetzen sich die Amateur-Funker der TU Dresden mit der Welt. Was mit sieben Studenten im März 1956 begann, ist heute mit 90 Mitgliedern der größte Amateurfunk-Klub in Sachsen. Smartphones und Internet machen den Funkern allerdings den studentischen Nachwuchs abspenstig. Seit 60 Jahren senden und horchen die Amateurfunker der TU Dresden in alle Welt Dresden, 9. August 2016. Sie haben Nothilfe für gestrandete Wüstenexpeditionen herangefunkt, sich mit Partei-Funktionären jahrelang ein…






Waffenkultur-Expertin Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock arbeitet an der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Schulkind in Afrika vor deutschen Gewehren schützen

Waffenkultur-Expertin Dagmar Ellerbrock von der TU Dresden im Interview über deutsche Pistoleros und amerikanische Lobbyisten Erst kürzlich hat der US-Bundesstaat Texas per Gesetz festgelegt, dass seine Bürger das Recht haben, Schusswaffen nicht nur zu besitzen, sondern auch offen zu tragen. Auch in vielen Bürgerkriegsländern Afrikas sind Pistolen, Flinten, ja selbst Sturmgewehre vielerorts breit gestreut in der Bevölkerung – und die Deutschen schauen voll Schauder und Unverständnis auf die Fernsehbilder waffenvernarrter Gesellschaften. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Pistoleros auch durch deutsche Straßen stolzierten und zum Alltagsbild der Städte gehörten. Und wenn Menschen rund um den Erdball durch Waffengewalt sterben, sind häufig deutsche Gewehre im Spiel. Die Waffenkultur-Expertin Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock von der Technischen Universität Dresden (TUD) plädiert deshalb für Exportverbote für deutsche Waffen in Ländern, die keine ähnlich strengen Privatwaffen-Gesetze wie die Bundesrepublik im Inland haben. Heiko Weckbrodt hat sich mit Prof. Dagmar Ellerbrock vom TUD-Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte über das Verhältnis der Deutschen und der Amerikaner zu Waffen unterhalten. Das Internet wirbelt immer mehr Branchen durcheinander – …






Ein Nachbau von Da Vincis Kampf-Panzer mit 18 Kanonen und Pedalantrieb. Foto: Heiko Weckbrodt

Aus der Geschichte der Schusswaffen

13. Jahrhundert: Schießpulver wird zunächst in China, später auch in ganz Asien und Europa militärisch genutzt. 1853: Württemberg reguliert den privaten Waffenbesitz 1871: In den USA gründet sich die National Rifle Association (NRA, Nationale Gewehr-Assoziation) ab 1976: NRA profiliert sich zunehmend als politische Waffenlobby 1928: „Gesetz über Schusswaffen und Munition“ tritt im Deutschen Reich in Kraft und führt u. a. eine Waffenschein-Pflicht ein   13. Jahrhundert: Schießpulver wird zunächst in China, später auch in ganz Asien und Europa militärisch genutzt. 1853: Württemberg reguliert den privaten Waffenbesitz 1871: In den USA gründet sich die National…






Die Schecks der Forum Außenhandelsgesellschaft mbR der DDR, auch eine Form von Privatgeld, sie waren heißbegehrt. Denn sie entsprachen 1 zu 1 der harten D-Mark, m,it ihnen konnten DDR-B+ürger im Intershop Westprodukte kaufen. Aber nur wenige hatten sie - und noch weniger sahen jemals einen 500-Mark-forumscheck. Foto: Peter Weckbrodt

Hat Geld Zukunft?

Sonderausstellung in Chemnitz beleuchtet Penunze von allen Seiten Chemnitz, 29. Juni 2016. Zu mehr Geld kann Ihnen die aktuelle Sonderausstellung „Geld“ des „Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz“ (smac) vermutlich auch nicht verhelfen. Aber Sie vermittelt Ihnen auf jeden Fall zu deutlich mehr Wissen übers Geld. Daher kann der Besuch dieser hochinteressanten Exposition unbedingt empfohlen werden. Sonderausstellung in Chemnitz beleuchtet Penunze von allen Seiten Chemnitz, 29. Juni 2016. Zu mehr Geld kann Ihnen die aktuelle Sonderausstellung „Geld“ des „Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz“ (smac) vermutlich auch…






Hauptkommissar Wolfgang Schütze kümmert sich in der Polizeidirektion Dresden um die Polizeisammlungen. Er hat sich auch mit der Geschichte der Gaunerzinken beschäftigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Kehren die Gaunerzinken zurück?

In Dresden nur sporadische Hinweise auf alte Einbrecher-Kennzeichen Dresden, 26. Juni 2016. Ein Zickzack-Linie am Türpfosten heißt: „Vorsicht, Bissiger Hund!“, ein von zwei Pfeilen durchbohrter Kreis bedeutet „Schnell abhauen!“, fünf Kreise sagen „Hier gibt es Geld!“. Durch diese und andere Geheimzeichen an Häusern haben sich Profi-Kriminelle in vergangenen Jahrhunderten gerne darüber abgesprochen, wo sich ein Einbruch lohnt und wo nicht. In jüngster Zeit melden vor allem ältere Dresdner bei Polizei und Wohnungsgesellschaften wieder solche „Gauner-Zinken.“ Doch die Beweislage ist eher dünn. In Dresden nur sporadische Hinweise auf alte Einbrecher-Kennzeichen Dresden, 26. Juni 2016. Ein Zickzack-Linie am Türpfosten heißt: „Vorsicht, Bissiger Hund!“, ein von zwei Pfeilen durchbohrter Kreis bedeutet „Schnell abhauen!“, fünf…