Alle Artikel in: Geschichte

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Codreanu bei einer Kundgebung der Legionärsbewegung in Bukarest (1937). Fotograf unbekannt, gemeinfrei, Wikipedia

Faschist mit Erzengel-Komplex

Ultarechte Neo-Legionäre berufen sich bis heute auf den rumänischen Führer und religiösen Fundamentalisten Condreanu Dresden/Bukarest, 9. April 2016. In Rumänien und in Ländern mit Exilrumänen kann man bis heute gelegentlich auf sogenannte „Neo-Legionäre“ stoßen, die sich auf eine über 80 Jahre alte faschistische Bewegung der Zwischenkriegszeit berufen. Anders als die italienischen Faschisten oder die Nationalsozialisten schaffte es diese rumänische „Legion des Erzengels Michael“ unter ihrem charismatischen Führer Corneliu Zelea Condreanu (1899-1938) aber nie bis zur Macht: König Carol II. ordnete 1937 an, die „Legion“ zu zerschlagen und deren Anführer zu töten. Ultarechte Neo-Legionäre berufen sich bis heute auf den rumänischen Führer und religiösen Fundamentalisten Condreanu Dresden/Bukarest, 9. April 2016. In Rumänien und in Ländern mit Exilrumänen kann man bis heute gelegentlich…






So stellte sich der französische Maler Jacques-Louis David 1814 König Leonidas und dessen Spartiaten vor, wie sie vor 2500 Jahren an den Thermopylen das „freiheitliche Europa“ gegen den „despotischen Osten“ verteidigten. Als West-Ost-Gegensatz hatte schon der antike Geschichtsschreiber Herodot die Perserkriege geschildert. Repro: Mathiasrex, Wikipedia, public domain

Flüchtlingskrise ist Chance für uns

Wer gehört dazu, wer sind die „Anderen“? Der Dresdner Philosoph und Theologe Prof. Karlheinz Ruhstorfer über das „Konzept Europa“ gestern und heute In der EU-Schuldenkrise wollten einige Politiker Griechenland am liebsten aus der EU und Europa herauswerfen – obwohl die Griechen als die Erfinder des Konzeptes „Europa“ gelten. Im Ukraine-Konflikt schwingen immer wieder Untertöne mit, die Russland den Status als Teil Europas und der Wertegemeinschaft der Europäer absprechen. Und in der Flüchtlingskrise ist die Frage noch weiter eskaliert, was Europa eigentlich ausmacht. Wer dazugehört und wer nicht. Wer zu wenig Solidarität zeigt, wer die Spielregeln bestimmt. Wer sind „Wir“ in Abgrenzung zu „den Anderen“? Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat sich mit dem Philosophen und Theologen Prof. Karlheinz Ruhstorfer (52 Jahre) vom Institut für Katholische Theologie der Technischen Universität Dresden (TUD) darüber unterhalten, wie sich Europa eigentlich definiert und wie sich dieses Selbstverständnis verändert hat. Drückt Europa demnächst auf den Reset-Knopf – um dann zu zerbrechen oder sich noch fester einzuigeln? Prof. Karlheinz Ruhstorfer: Ich sehe die Flüchtlingskrise als Chance. Denn wir bekommen hier auch die Rechnung …






Diese Flugabwehrtürme an der Rheinbrücke Remagen mussten die Brückenplaner nachträglich auf druck des Militärs mit einkalkulieren. Repro: hw, aus: Tagungsband „26. Dresdner Brückenbausymposium

Im Brückenbau hatte Kriegsministerium den Daumen drauf

Deutsches Militär bestand bei zivilen Flussquerungen auf Sprenglagern, Bunkern und später gar Flugabwehr Dresden, 17. März 2016. Viele Brücken, über die wir bis heute mit der Bahn fahren oder laufen, formte vor über 100 Jahren das preußische und das kaiserliche Militär wesentlich mit. Darauf hat Volker Mende von der Uni Cottbus-Senftenberg in einem Tagungsband-Beitrag für das diesjährige Dresdner Brückenbau-Symposium hingewiesen. Für diese größte Brückenbau-Fachtagung ihrer Art in Deutschland waren rund 1600 Experten zur TU Dresden gekommen. Deutsches Militär bestand bei zivilen Flussquerungen auf Sprenglagern, Bunkern und später gar Flugabwehr Dresden, 17. März 2016. Viele Brücken, über die wir bis heute mit der Bahn fahren oder laufen,…






Gewundener weg durch einen unendliches labyrinth der Illusionen: Der Eingang zum Filmngeschichtlichen Museumsteil der Deutsche Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt

Zwischen Wegeners Golem und Faßbinders Kamikaze

Tipp für Cineasten: Filmmuseum am Potsdamer Platz in Berlin Berlin. Ja, wie kam Paul Wegeners Golem eigentlich in die Welt? Wie behandelte Fritz Lang die Stars und Statisten in „Metropolis“? Warum bauten die Stummfilm-Regisseure ihre Studios wie Gewächshäuser? Und wie gab sich der leider so früh verstorbene Rainer Werner Fassbinder eigentlich am Set? Antworten auf diese und andere Fragen aus den Sternstunden deutschen Filmschaffens gibt die Deutschen Kinemathek, deren Film- und Fernsehmuseum am Potsdamer Platz jeder Cineast einmal besucht haben sollte. Der besondere Clou ist dabei, wie die Museumsdesigner die Inszenierung inszeniert haben: Vor allem die oberen Etagen sind stilsicher und originell gestaltet, mit Exkursen in die Unendlichkeit. Tipp für Cineasten: Filmmuseum am Potsdamer Platz in Berlin Berlin. Ja, wie kam Paul Wegeners Golem eigentlich in die Welt? Wie behandelte Fritz Lang die Stars und Statisten in „Metropolis“?…






Auf dieser Ansichtskarte (vor 1908 Slg. M. Lienert) aus dem Lahmann-Sanatorium zeigen die Herren, dass sie auch halbnackt die Kälte genießen konnten. Als Getränke dienten statt des üblichen Biers Wasser, saure Milch und Zitronenlimonade. Repro aus: „Dr. Lahmann Sanatorium..."

Luft, Wasser, Bier und Korpulententische

Buch leuchtet die illustre Geschichte des Lahmann-Sanatoriums in Dresden aus Ein Autorenkollektiv des „Verschönerungsvereins Weißer Hirsch/ Oberloschwitz“ liefert mit dem neuen Buch „Dr. Lahmann Sanatorium“ ein gelungenes Zeugnis Dresdner Kurgeschichte. Wer denkt – damals vor 100 Jahren und mehr – sei alles ganz anders gewesen, hat sich kräftig getäuscht. Spätestens bei der Lektüre der ersten Kapitel der 224 Seiten langen Lahmann-Chronik wird dies wieder einmal mehr als deutlich. Buch leuchtet die illustre Geschichte des Lahmann-Sanatoriums in Dresden aus Ein Autorenkollektiv des „Verschönerungsvereins Weißer Hirsch/ Oberloschwitz“ liefert mit dem neuen Buch „Dr. Lahmann Sanatorium“ ein gelungenes Zeugnis Dresdner Kurgeschichte….






Der Robotron-Komplex in Dresden. Foto: Immovation AG

Denkmalschutz sieht keine Chance für Robotron-Glasmosaike

Zentrale des früheren DDR-Computerkombinats wird schrittweise abgerissen – nur einige künstlerische Elemente kommen ins Lapidarium Dresden, 2. März 2016. Die Bleiglasfenster der Künstler Günter Gera und Gerhard Papstein im Robotron-Komplex Dresden können „aus technischen Gründen“ nicht vor den abrückenden Abriss- und Scherenbaggern gerettet werden. Dies hat das Dresdner Denkmalschutzamt auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Die Behörde reagierte damit auf Appelle der Initiative „Netzwerk Ostmodern“. Die hatte – wie wir gestern berichtet hatten – gefordert, die Buntglasfenster und andere Relikte aus den Gebäuden des früheren DDR-Computerkombinats Robotron zu retten, bevor der Kassler Investor „Immovation AG“ beginnt, die ersten Gebäuderiegel zugunsten künftiger Wohnbauten abzureißen. Zentrale des früheren DDR-Computerkombinats wird schrittweise abgerissen – nur einige künstlerische Elemente kommen ins Lapidarium Dresden, 2. März 2016. Die Bleiglasfenster der Künstler Günter Gera und Gerhard Papstein im Robotron-Komplex…






Der Robotron-Komplex in Dresden. Foto: Immovation AG

Ostmodern: Robotron-Glaskunst droht Zerstörung

Netzwerk appelliert an Investor, bei Abriss im Dresdner Zentrum Bleiglasfenster zu retten Dresden, 1. März 2016. Das Dresdner Netzwerk „Ostmodern“ hat vor einer Zerstörung wertvoller Baukunst in der ehemaligen DDR-Computerschmiede Robotron gewarnt. Das Netzwerk hat heute an den Kasseler Investor „Immovation AG“ appelliert, insbesondere die farbig-abstrakten Bleiglasfenster zu retten, die im Atrium des Robotron-Komplexes an der St.-Petersburger Straße verbaut sind. Dort nämlich werden voraussichtlich in den nächsten Tagen die Hydraulik-Scheren-Bagger anrücken, um das Gebäude abzureißen. Dann drohen auch die Buntglas-Fenster zu Bruch zu gehen. Netzwerk appelliert an Investor, bei Abriss im Dresdner Zentrum Bleiglasfenster zu retten Dresden, 1. März 2016. Das Dresdner Netzwerk „Ostmodern“ hat vor einer Zerstörung wertvoller Baukunst in der ehemaligen DDR-Computerschmiede…






Lebt und arbeitet inmitten seiner Segelschiffe: Professor Bernhard Irrgang von der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Gedankensegler vom Elbhang

Technikphilosoph & Bastler: TU-Professor Irrgang lebt und arbeitet inmitten Dutzender Segelschiffmodellen, die ein Kapitel Menschheitsgeschichte erzählen Dresden, 19. Februar 2016. Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang lebt davon zu denken, zu lesen, zu schreiben und auch zu lehren. Besucht man ihn aber daheim, in seiner Bauhaus-Villa am Loschwitzer Elbhang, sieht der Besucher sofort, was sich der Philosoph als Ausgleich für die geistige Arbeit gesucht hat. „Schon als Kind wollte ich Kapitän werden“, sagt er – und die Konsequenz dieser Sehnsucht füllt inzwischen ganze Räume: Die Zimmer sind mit wunderschönen Schiffsmodellen vollgestellt, inmitten derer Irrgang in all seiner unübersehbaren Präsenz wie ein erfolgreicher Reeder thront. Einige sind meterlang, andere kaum größer als Spielzeug. Einige hat Irrgang von Grund auf selber gebaut, andere „nur“ auf eBay als Wracks ersteigert und dann repariert. „Für die größeren Holzmodelle brauch ich gut und gerne 1000 Stunden, um sie zusammenzubauen“, erzählt er. Technikphilosoph & Bastler: TU-Professor Irrgang lebt und arbeitet inmitten Dutzender Segelschiffmodellen, die ein Kapitel Menschheitsgeschichte erzählen Dresden, 19. Februar 2016. Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang lebt davon zu denken, zu…






Der provokative Habitus und der anarchistische Gestus der Punker (hier eine spätere, undatiertre Aufnahme einer Punkerin) galt vielen Stasi-Offizieren als einzige Provokation. Foto: Gegenalles, Jay Neill, Wikipedia, CC2-Lizenz

Dekadenter Abfall

Die Stasi wollte den Punk in der DDR zersetzen – und scheiterte letztlich Dresden, 18. Februar 2016. „Auf der Wiese steht die Kuh“, grölt die Punker-Stimme von der Orwo-Kassette. Immer und immer wieder. „Auf der Wiese steht die Kuh.“ Ein anderer Punk-Musikus schreit sich in tiefstem Sächsisch Frust und Lust über „Scheiße, Dreck und Schmutz“ und „totes stumpfes Menschenmeer“ in Leipzig heraus. Nein, so einen „dekadent-feindlichen“ „Abfall“ (so die Einstufungen in den MfS-Akten) wollten die Stasi-Offiziere nicht hören und schon gar nicht der ostdeutschen Jugend zumuten: Wo immer sich in den 1980er Jahren in der DDR Punk-Bands gründeten und gegen Nazis, Staatsmacht und Umweltzerstörung und für die Anarchie sangen, setzte der ostdeutsche Geheimdienst alle Hebel in Bewegung, um diese Unmusik auszumerzen und die Gruppen zu „zersetzen“. Die Stasi wollte den Punk in der DDR zersetzen – und scheiterte letztlich Dresden, 18. Februar 2016. „Auf der Wiese steht die Kuh“, grölt die Punker-Stimme von der Orwo-Kassette. Immer…






Die Abbrucharbeiten am Straßenbahnhof haben das Volkshaus erreicht. Foto: Peter Weckbrodt

Die Badewannen sind weg

Lost Places: Das alte Volksbad und die Straßenbahn-Werkstatt in Dresden-Tolkewitz verwittern seit Jahren Dresden, 16. Februar 2016. Nicht weit vom historischen Krematorium Dresden-Tolkewitz liegt die Schlömilchstraße: ein langer Streifen aus durchlöchertem Asphalt, schiefen Pflastersteinen und alten Straßenbahnschienen, die ins Nichts führen. Umsäumt wird sie gen Westen durch ein verwaistes Industriebau-Ensemble im Jugendstil: Die Stadtvilla an der Ecke zur Wehlener Straße, das verfallene Volksbad Tolkewitz und eine große Werkstatthalle dümpeln seit Jahren im Dornröschenschlaf vor sich hin. Viele Scheiben sind eingeschlagen, die Wände schmutzig und voller Graffiti – verlorene Orte eben, die wir heute im Zuge unserer Serie über „Lost Places“ besucht haben… Lost Places: Das alte Volksbad und die Straßenbahn-Werkstatt in Dresden-Tolkewitz verwittern seit Jahren Dresden, 16. Februar 2016. Nicht weit vom historischen Krematorium Dresden-Tolkewitz liegt die Schlömilchstraße: ein langer Streifen aus…






Oberbürgermeister Dirk Hilbert (links) und Stadtarchiv-Direktor Thomas Kübler entnehmen einer Vitrine im Stadtarchiv vorsichtig die Urkunde aus dem Jahr 1216, in der Dresden erstmals als "Stadt" erwähnt wird. "Wer seine Zukunft gestalten will, muss seine Wurzeln kennen", hatte Hilbert kurz zuvor noch betont. Foto: Heiko Weckbrodt

„In unserer Stadt Dresden“

Einmalige Urkundenausstellung dokumentiert Wachstum Dresdens vom Sumpfnest zur Stadt Dresden, 21. Januar 2016. Die Dresdner haben heute bis 21 Uhr die vorerst einzige Chance sich zu vergewissern, dass Dresden eine Stadt ist (was von Zugezogenen ja gern und oft bestritten wird 😉 ) – und zwar seit genau 800 Jahren. Das sächsische Staatsarchiv hat dem Stadtarchiv Dresden nämlich für diesen einen Tag eine besondere Urkunde ausgeliehen: Auf dem 80 mal 30 Zentimeter großen Pergament bestätigt der Meißner Markgraf Dietrich der Bedrängte, dass dem Zisterzienser-Kloster Altzella diverse Ländereien in Zabel bei Meißen gehören. Der entscheidende Passus folgt ganz unten: Da heißt es nämlich, die Urkunde sei im Jahr 1216 „in civitate nostra Dreseden“ ausgestellt worden, also „in unserer Stadt Dresden“. Da die ursprüngliche Stadtrechts-Verleihung nicht überliefert ist, haben wir hier also die älteste Bestätigung, dass Dresden seit mindestens 800 Jahren eine Stadt ist. Einmalige Urkundenausstellung dokumentiert Wachstum Dresdens vom Sumpfnest zur Stadt Dresden, 21. Januar 2016. Die Dresdner haben heute bis 21 Uhr die vorerst einzige Chance sich zu vergewissern, dass Dresden eine…






Das heruntergewirtschafte Rittergut ist das nächste Sanierungsobjekt der Ventar AG. Foto: Peter Weckbrodt

Schloss Weistropp erwacht aus ruinösem Dämmer

Auf dem Elbhang zwischen Dresden und Meißen residierten einst Augusts Küchenmeister und herzögliche Asylanten Klipphausen/Weistropp, 18. Januar 2016. Hoch über dem Elbtal, abseits der großen Verkehrswege und idyllisch gelegen, findet – wer genau sucht – das kleine Dörfchen Weistropp, seit einigen Jahren ein Ortsteil von Klipphausen bei Meißen. Der Weistropper Kirchturm ist im weiten Rund des Elbtals unübersehbar. Das Schloss hingegen sieht der Besucher erst, wenn er direkt davor steht. Obwohl es in den vergangenen Jahrzehnten stark verfallen ist, beeindruckt das Bauwerk den Besucher – zumal wohl viele nicht mal von der Existenz eines Schlosses hoch oben im verschlafenen Weistropp gehört haben. Auf dem Elbhang zwischen Dresden und Meißen residierten einst Augusts Küchenmeister und herzögliche Asylanten Klipphausen/Weistropp, 18. Januar 2016. Hoch über dem Elbtal, abseits der großen Verkehrswege und idyllisch gelegen, findet…






Grafik: hw

Bisher über 57.000 Reha-Anträge wegen DDR-Unrecht

Jeder dritte Antrag deutschlandweit wird in Sachsen gestellt Dresden, 10. Januar 2016. Etwa jeder dritte Antrag auf Rehabilitierung von DDR-Unrecht in Deutschland wurde in Sachsen gestellt. Das haben Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) und der sächsische Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Lutz Rathenow, heute mitgeteilt. Demnach gingen seit dem Start am 1. Juli 1994 insgesamt 57.654 Reha-Anträge in der sächsischen Rehabilitierungsbehörde in Chemnitz ein, jedes Jahr kommen im Schnitt 330 neue Anträge hinzu. Jeder dritte Antrag deutschlandweit wird in Sachsen gestellt Dresden, 10. Januar 2016. Etwa jeder dritte Antrag auf Rehabilitierung von DDR-Unrecht in Deutschland wurde in Sachsen gestellt. Das haben Sozialministerin Barbara…






Teil der Horn-Sammlung: Auf 500 Euro ist dieser 2/3 Taler mit dem Bildnis August des Starken aus dem Jahre 1744 geschätzt. Abb.: Künker

Goldesel für Meißen

Künker versteigert Raritäten aus der Münzsammlung Horn zu Gunsten der Meißner Stiftung Meißen, 6. Januar 2016. Den Goldesel aus Grimms Märchen hätte so mancher sich vielleicht sogar statt des Weihnachtsmannes ins Haus gewünscht. Aber der Esel hat wohl für viele Jahre in Meißen seinen Herrn gefunden zu haben. Es ist die dort ansässige Otto-und-Emma-Hornstiftung, über die er sein Füllhorn schon in Kürze erneut ausschütten wird. Denn demnächst will das Auktionshaus Künker die vierte Tranche von Münzen und Medaillen aus der legendären Sammlung des Weinhändlers und Kunstsammlers Otto Horn versteigern. Künker versteigert Raritäten aus der Münzsammlung Horn zu Gunsten der Meißner Stiftung Meißen, 6. Januar 2016. Den Goldesel aus Grimms Märchen hätte so mancher sich vielleicht sogar statt des Weihnachtsmannes…






Die Urkunde im Vordergrund datiert aus dem Jahr 1216, befindet sich heute im Hauptstaatsarchiv und bezeugt Dresden als "Stadt". Repro: Stadtarchiv Dresden, hw, Foto Hintergrund: Sven Döring, LHD, Dresden-Media-Lizenz (DML)

Dresden feiert 800. Jubiläum als Stadt

Als Siedlung ist Dresden zwar älter, Stadtstatus ist aber erst seit 1206 nachgewiesen Dresden, 3. Januar 2016. Weil die 800-Jahr-Feier 2006 so schön war, kann es 2016 gleich von vorn in der sächsischen Landeshauptstadt losgehen: Vor 800 Jahren nämlich wurde Dresden erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Über solch ein Jubiläum können Jericho, Rom und selbst die meisten westdeutschen Städte zwar nur müde lächeln, aber da die meisten Stadtrechte im Raum des heutigen Sachsens erst vergleichsweise spät, nämlich ab dem Hochmittelalter vergeben wurden, gehört Dresden damit schon zu den älteren Kommunen im Osten Deutschlands. Als Siedlung ist Dresden zwar älter, Stadtstatus ist aber erst seit 1206 nachgewiesen Dresden, 3. Januar 2016. Weil die 800-Jahr-Feier 2006 so schön war, kann es 2016 gleich von vorn…