Alle Artikel in: Geschichte

Wirtschaftsgeschichte & Co.

Auch ein Spaziergang durch die Stadt Torgau, hier das Rathaus, lohnt. Foto: Peter Weckbrodt

Luther und die Fürsten im Schloss Hartenfels bei Torgau

Oigers Wochenendtipp führt uns auf reformatorische Spuren Dresden/Torgau, 7. August 2015. Dass der geniale Reformator Martin Luther so seine Probleme mit Kirche, Pabst und den Fürsten hatte, bekamen wir alle schon in der Schule eingebläut. Dass dieser Streit mit dem Anschlagen der 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg regelrecht eskalierte, das haben wir auch noch drauf. Aber was genau davor war und erst recht danach, da wird’s schon diffus im eigenen Geschichtswissen. Diese Lücken können wir in Torgau schließen – im wunderschönen, wie frisch aus dem Ei gepellten Schloss Hartenfels, das nicht nur wegen der Sonderausstellung „Luther und die Fürsten“, die bis zum 31. Oktober 2015 geöffnet ist, einen Besuch wert ist. Oigers Wochenendtipp führt uns auf reformatorische Spuren Dresden/Torgau, 7. August 2015. Dass der geniale Reformator Martin Luther so seine Probleme mit Kirche, Pabst und den Fürsten hatte, bekamen wir alle…






Seit Jahrzehnten ohne Publikumsverkehr: der Dresdner Fernsehtum. Foto: Förderverein Fernsehturm

DDR-Terroristen wollten West-Fernsehen erzwingen

Gruppe „Volkszorn“ drohte im Sommer 84, Fernsehturm Dresden zu sprengen Dresden, 27. Juli 2015. Wenn es um Westfernsehen ging, kannten manche Dresdner zu DDR-Zeiten kein Halten mehr: Die Bastler unter ihnen konstruierten aufwendige Antennenanlagen, um doch ein Fünkchen ARD, ZDF & Co. auf die Mattscheibe zu zaubern, auf der im Dresdner Elbtal sonst nur DDR-Sender und im besten Falle tschechisches TV oder der Fernsehsender der sowjetischen Besatzungstruppen zu sehen waren. Andere waren da radikaler: Die selbsternannte Gruppe „Volkszorn“ drohte im Juli 1984 in anonymen Briefen mit drastischem Terror, wenn die Staatsmacht nicht endlich für Westfernseh-Empfang sorge: Sie kündigten an, den Fernsehturm in Dresden-Wachwitz zu sprengen, außerdem den UKW-Sender in Löbau, die Dresdner Intershops, das Lenin-Denkmal auf der Prager Straße und/oder das Luxushotel „Bellevue“. Gruppe „Volkszorn“ drohte im Sommer 84, Fernsehturm Dresden zu sprengen Dresden, 27. Juli 2015. Wenn es um Westfernsehen ging, kannten manche Dresdner zu DDR-Zeiten kein Halten mehr: Die Bastler unter…






Nur 709 Exemplare der Roadster-Ausführung "Wartburg 311/312 300 HT" wurden im Karosseriewerk Dresdenc produziert - heute existieren davon noch etwa 310 - und sind gefragte Sammlerstücke. Foto: Jürgen Haink

DDR oben ohne

In den 1960ern wurden in Dresden schicke Wartburg-Cabrios hergestellt – am Samstag kehren die Oldtimer in ihre Heimat zurück Dresden, 15. Juli 2015. Von wegen, die DDR konnte nur veraltete Autos bauen: Wenn die Rede auf den Wartburg kommt, geht Jürgen Haink das Herz auf. „Das ist doch ein ganz wunderbares Erlebnis, diese offene Fahren“, sagt der 60-jährige Bauingenieur aus Hoyerswerda – und spricht dabei aber eben nicht von der Standard-Kasten-Ausführung des DDR-Autos Wartburg 353, sondern einer ganz besonderen Ausführung: vom Wartburg 311/312 300 HT, dem letzten Cabrio beziehungsweise Roadster, der in der DDR gebaut wurde. Diese Sonderausführung hatte nämlich ein „Hardtop“-Dach (daher auch „HT“), das man im Sommer abnehmen konnte und dann durch die DDR „oben ohne“ kreuzen konnte. Heute sind diese Modelle beliebte Sammlerstücke. Produktionsstart für diese seltene Sondervariante war 1965 im Karosseriewerk Dresden – 50 Jahre später kehren die schicken Oldtimer zu einem Schautreffen an ihren „Geburtstort“ zurück: An diesem Samstag von 14 bis 17 Uhr sind 85 dieser Sonderwartburgs auf dem Postplatz und auf dem Wirtschaftshof des Verkehrsmuseums Dresden zu besichtigen. …






Keine falsche Bescheidenheit: "Le Redoutable" (Der Gewaltige) haben die Franzosen ihr Atom-U-Boot genannt. Heutzutage kann es in Cherbourg von innen wie von außen besichtigt werden. Foto: Heiko Weckbrodt

Im Bauch des nuklearen Leviathan

Einst top secret, heute steampunkiger Besuchermagnet: In Cherbourg kann jedermann das nukleare U-Boot „Le Redoutable“ besichtigen Cherbourg, 24. Juni 2015. Nukleare U-Boote gehören normalerweise zu den bestgehütesten Geheimnissen der Atommächte. Die ersten Exemplare dieser Schiffsklasse gelten inzwischen jedoch als so veraltet, dass die Franzosen eine dieser tauchenden Weltuntergangsmaschinen in der Normandie an Land gezerrt und für Besichtigungen freigegeben haben: „Le Redoutable“ („Der Gewaltige“) ist seit dem Jahr 2000 im Museum „La Cité de la Mer“ in Cherbourg ausgestellt und gegen einen Obolus zugänglich. Den Reaktor und die Nuklearraketen haben die Franzmänner vorher freilich ausgebaut – obwohl die „Force de frappe“, die französische Atomstreitmacht, eigentlich heute eher Probleme hat, noch zerstörungswürdige Feinde zu finden. Einst top secret, heute steampunkiger Besuchermagnet: In Cherbourg kann jedermann das nukleare U-Boot „Le Redoutable“ besichtigen Cherbourg, 24. Juni 2015. Nukleare U-Boote gehören normalerweise zu den bestgehütesten Geheimnissen der Atommächte….






Richard Peter sen.: Tod über Dresden (Kunstakademie, Anatomiesaal), 1945, Foto: SLUB Dresden / Deutsche Fotothek

Köln und Dresden zerstört: Fotos aus der Nachkriegszeit im Stadtmuseum Dresden ausgestellt

Ausstellung erinnert an Kriegsende vor 70 Jahren – und zeigt Parallelen und Unterschiede in der fotografischen Rezeption der Verwüstung Dresden, 6. Juli 2015. Mit der Kapitulation Japans, die der Tenno am 15. August 1945 in einer Rundfunk-Ansprache bekannt gab, endete der II. Weltkrieg, das wohl größte Gemetzel, das die Menschheit bisher zuwege brachte. Das Stadtmuseum Dresden erinnert nun in einer Parallel-Ausstellung mit Fotos der kriegszerstörten Städte Dresden und Köln an diese Zäsur vor 70 Jahren. Ausstellung erinnert an Kriegsende vor 70 Jahren – und zeigt Parallelen und Unterschiede in der fotografischen Rezeption der Verwüstung Dresden, 6. Juli 2015. Mit der Kapitulation Japans, die der Tenno…






Direktor Joachim Breuninger mit Honeckers gepanzertem Citroen, den er demnächst im Verkehrsmuseum Dresden ausstellt. Foto: Peter Weckbrodt

Verkehrsmuseum Dresden zeigt Honeckers Citroen

Franzosen lieferten nur 2 Exemplare des gepanzerten Wagens an die DDR Dresden, 25. Juni 2015. Erstmals der Öffentlichkeit wird ein ganz besonderer gepanzerter Pkw vom französischen Automobilkonzern Citroen demnächst im Verkehrsmuseum Dresden gezeigt: Der Dienstwagen von DDR-Partei- und Staatschef Erich Honecker (SED). Die Franzosen hatten insgesamt zwei Exemplare dieser Spezialausfertigung nach Ostdeutschland geliefert. Franzosen lieferten nur 2 Exemplare des gepanzerten Wagens an die DDR Dresden, 25. Juni 2015. Erstmals der Öffentlichkeit wird ein ganz besonderer gepanzerter Pkw vom französischen Automobilkonzern Citroen demnächst im…






Der Dampfwagen Nr. 1 von Schmiedemeister Adolf Schöche im Verkehrsmuseum Dresden. Foto: Peter Weckbrodt

Das erste Dresdner Auto fuhr mit Dampf

Schmied Schöche baute 1895 den Dampfwagen Nr. 1 Dresden, 18. Juni 2015. Ein Dampfwagen war das erste Auto, das ab 1895 im Königreich Sachsen fuhr. Den Dampfwagen Nr. 1 von Schmiedemeister Adolf Schöche aus dessen Erster Dresdner Velociped-Fabrik in der Neustadt können Besucher ab dem 11. Juli in der neuen Dauerausstellung „Vorfahrt“ im Verkehrsmuseum Dresden bestaunen. Schmied Schöche baute 1895 den Dampfwagen Nr. 1 Dresden, 18. Juni 2015. Ein Dampfwagen war das erste Auto, das ab 1895 im Königreich Sachsen fuhr. Den Dampfwagen Nr. 1 von…






Dr. Ingo Kraft vom Landesamt für Archäologie Sachsen benetzt den gefundenen Mammutzahn, damit er nicht austrockent und brüchig wird. Foto (freigestellt): Heiko Weckbrodt

Mammutjagd auf dem TU-Campus

In Dresden ausgebaggerter Mammutzahn lässt erahnen, wie die Neandertaler vor 50.000 Jahren in Sachsen lebten Dresden, 3. Juni 2015. Der Campus der Technischen Universität vor 50.000 Jahren: Drei Jäger pierschen über den schier endlosen Grasteppich entlang der Elbhänge. Gut ausbalancierte Speere in den Fäusten, pirschen sie nun schon seit zwei Tagen durch die kühle Steppe. Wäre das Thermometer schon erfunden, würde es 5 Grad Celsius anzeigen – mitten im Sommer! Kuruk, der Älteste, 30 kühle Sommer alt, hat ein dickes, struppiges Fell um den Leib geschlungen. Er hat schon manche Mammutjagd gemeistert, weiß, wie lange es dauern kann, bis man ein Tier jenseits der großen Herden erwischt. Die beiden jüngeren Männer, nach heutigen Maßstäben halbwüchsige Jungs, haben nicht diese Erfahrung, werden langsam ungeduldig, schnitzen bei jeder Rast an den Fichtenstäben herum, die die scharfen Feuersteinspitzen halten. Jetzt traben sie dem Ältesten wieder hinterher, schon seit Stunden. In Dresden ausgebaggerter Mammutzahn lässt erahnen, wie die Neandertaler vor 50.000 Jahren in Sachsen lebten Dresden, 3. Juni 2015. Der Campus der Technischen Universität vor 50.000 Jahren: Drei Jäger …






Rekonstruierter Limes-Abschnitt im Taunus. Foto: Oliver Abels, Wikipedia. GNU-Free-Lizenz

Römischer Limes im digitalen Zeitraffer

Althistoriker setzen aufs Wikipedia-Prinzip: Uni Leipzig startet eJournal „Digital Classics Online“ Leipzig, 30. Mai 2015. Gemeinhin nimmt man an, der Untergang des weströmischen Reichs im 5. Jahrhundert habe auf Europa wie ein Reset am Computer gewirkt: Der Kontinent versank in der sogenannten „Dunklen Zeit“ und es brauchte Jahrhunderte, bis der Wissenstand der antiken Hochkulturen wieder erreicht war. Tatsächlich aber war dieser „Reset“ gar nicht so hart wie oft kolportiert: Viele Verkehrs- und militärischen Infrastrukturen der Römer wurden nämlich auch in der „Dunklen Zeit“ teils weitergenutzt. Klostergründungen orientierten sich beispielsweise an alten römischen Reichsstraßen oder auch am Limes, dem schier endlos wirkenden Grenzwall der Kaiser gegen die „Barbaren“. Solche Zusammenhänge herauszuarbeiten, ist auch Teil einer noch jungen Disziplin innerhalb der Geschichtswissenschaften, in der Computertechnologien verwendet werden, um Daten aus alten Quellen massenhaft auszuwerten und neu aufzubereiten. Diese digitalen Ansätze stehen im Mittelpunkt einer neuen elektronischen Zeitschrift „Digital Classics Online“, von der Althistoriker der Universität Leipzig nun die erste Ausgabe im Netz publiziert haben. Sie folgen damit den Prinzipien von “Open Access” und der Wikipedia. Althistoriker setzen …






Die bis zu vier Meter hohen Mammuts lebten Millionen Jahre auf der Erde, die letzten Exemplare starben vor etwa 4000 Jahren aus. Hier eine Rekonstruktion im Japanischen Palais in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Baggerfahrer findet Mammutzahn in Dresden

Zufallsfund beim Bau des Holz-Konferenzzentrums für Forschungsinstitut Dresden, 29. Mai 2015. Ein Baggerfahrer hat bei Bauarbeiten in Dresden zufällig einen etwa 50.000 Jahre alten Mammutzahn gefunden. Das teilten das Landesamt für Archäologie und der Bauherr, das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) mit. Als der Mammutzahn ganz freigelegt war, fanden sich in 3,5 Metern Tiefe zudem auch Relikte von Urmenschen. Zufallsfund beim Bau des Holz-Konferenzzentrums für Forschungsinstitut Dresden, 29. Mai 2015. Ein Baggerfahrer hat bei Bauarbeiten in Dresden zufällig einen etwa 50.000 Jahre alten Mammutzahn gefunden. Das teilten das Landesamt…






Der 16-jährige Manfred von Ardenne präsentierte 1933 eine von ihm verbesserte Braun'sche Röhre - eine Schlüsselkomponente für die Entwicklung des elektronischen Fernsehens. Fotograf unbekannt, Quelle: ADN, Bundesarchiv, Wikipedia, CC3-Lizenz

Der rote Baron vom Weißen Hirsch

Vor 60 Jahren gründete Manfred von Ardenne in Dresden das einzige private Forschungsinstitut der DDR Dresden, 27. Mail 2015. Manfred von Ardenne (1907-1997), in der DDR oft auch „Der rote Baron“ genannt, war eine widersprüchliche Persönlichkeit: Manche beschreiben ihn als Quertreiber, andere als Opportunisten, als genialen Autodidakten oder als „Nicht so ganz“-Wissenschaftler“, als scharfen Analytiker oder unbescheidenen Rechthaber. Von Ardenne erfand das elektronische Fernsehen und das Elektronenmikroskop. Er half mit, dass Stalin seine Wasserstoffbombe bekam. Später führte er das einzige private Forschungsinstitut der DDR auf dem Weißen Hirsch in Dresden. Nun, 60 Jahre nach der Gründung dieses Instituts, dieses marktwirtschaftlichen „Fremdkörpers“ inmitten der ostdeutschen Zentralverwaltungswirtschaft, hat das Urania-Vortragszentrum Dresden dem roten Baron und seinem Werk ein Symposium gewidmet. Vor 60 Jahren gründete Manfred von Ardenne in Dresden das einzige private Forschungsinstitut der DDR Dresden, 27. Mail 2015. Manfred von Ardenne (1907-1997), in der DDR oft auch „Der rote…






Als Wegzoll auf der Tour zur "Ciudad Perdida" bringen Touristengruppen Süßigkeiten, Chips oder auch Haarspangen für die Frauen und Kinder der Kogi-Indiander mit. Foto: Johanna Kelch

Die verlorene Stadt – Auf den Spuren der Tayronas

Ciudad Perdida gehört zu den geheimnisvollsten Orten in Kolumbien Santa Marta/Ciudad Perdida. Schüchtern schauen sie hinter ihren Hütten hervor. Dann kommen die beiden jungen Kogi-Indianer langsam heran und nehmen die süßen Lutscher der Touristengruppe entgegen. Lachend rennen sie zu ihren Geschwistern. Es sind Jungen. Sie tragen einen kleinen Lederbeutel um den Hals. Die Mädchen tragen Perlenketten. Ansonsten sind die Kinder der Kogi-Indianer nicht zu unterscheiden mit ihren grau-braunen Kleidern. Ciudad Perdida gehört zu den geheimnisvollsten Orten in Kolumbien Santa Marta/Ciudad Perdida. Schüchtern schauen sie hinter ihren Hütten hervor. Dann kommen die beiden jungen Kogi-Indianer langsam heran und nehmen die…






Der 105 Jahre alte Elektro-Oldtimer Baker Electric W Runabout kam seinerzeit schon auf 160 Kilometer Reichweite - auch heute schaffen nur wenige Serien-Elektroautos mehr. Heute kam er für das Verkehrsmuseum Dresden per Luftpost auf dem Flughafen Dresden an. Foto: Peter Weckbrodt

Sieht irre toll aus, ist 105 Jahre alt: das Baker Electric

Elektro-Oldtimer nach Sachsen überführt Dresden, 4. Mai 2014: Die Altvorderen hatten schon Ahnung vom Automobilbau. Und was sie bauten, das braucht sich auch heute, im 21. Jahrhundert, absolut nicht verstecken, weil technisch und optisch einfach toll. Die Rede ist vom „Baker Electric W Runabout“, einem Elektroautomobil Baujahr 1910. Elektro-Oldtimer nach Sachsen überführt Dresden, 4. Mai 2014: Die Altvorderen hatten schon Ahnung vom Automobilbau. Und was sie bauten, das braucht sich auch heute, im 21. Jahrhundert, absolut nicht verstecken,…






Das verfallene Gefängnis in Berlin-Köpenick führt dem Besucher vor Augen, wie spartanisch der Knast-Alltag zu Kaisers Zeiten war. Foto: Heiko Weckbrodt

Knast in Reinstform

Das verfallene Gefängnis Berlin-Köpenick zeigt spartanische Haftbedingungen zu Kaisers Zeiten – und erinnert an das blutige Wüten der SA Wie die Schlüsselbunde der Wärter laut rasseln, wie sich die erbarmungslose Kälte in den Knastmauern festgesetzt hat, die polternden Handaufzüge, mit denen die Klo-Eimer abgeseilt werden, die Einsamkeit auf ein mal zweieinhalb Schritt im Quadrat – all dies kann man sich nur allzu gut vorstellen, zwängt man sich durch die düster-zerblätterten Gänge und Türen im aufgegebenen Gefängnis Berlin-Köpenick. Das verfallene Gefängnis Berlin-Köpenick zeigt spartanische Haftbedingungen zu Kaisers Zeiten – und erinnert an das blutige Wüten der SA Wie die Schlüsselbunde der Wärter laut rasseln, wie sich die erbarmungslose…






Gegen den "aggressiven BRD-Imperalismus" richtete sich dieses Propaganda-Poster aus dem MfS-Tafelwerk. Repro: BStU

„Im Kampfe geboren!“

Sonderschau in Dresden zeigt Stasi-Propaganda Dresden, 30. April 2015. „Im Kampfe geboren! Der Partei treu ergeben! … Kompromißlos gegen den Feind!“ Was sich in diesen markigen Ausrufen spiegelt, gehörte zum ureigensten Selbstverständnis der Stasi in der DDR, die sich in einer Traditionslinie-Linie mit dem Geheimdienst der Bolschewisten, der Tscheka, verstand. Eine Auswahl dieser „Corporate Identity“ der Stasi, wie man heute neudeutsch vielleicht sagen würde, zeigt ab heute eine neue Sonderschau in der Stasi-Unterlagenbehörde in Dresden: Die Ausstellung „Stasi-Propaganda-Plakate – Eine Selbstinszenierung“ in der Dresdner Außenstelle des Bundesbeauftragten für Stasi-Unterlagen (BStU) zeigt eine Auswahl propagandistischer Poster, die das Ministerium für Staatssicherheit vor dem Zusammenbruch der DDR in Traditionskabinetten nur den eigenen Leuten oder hochrangigen Parteifunktionären vorführte. Sonderschau in Dresden zeigt Stasi-Propaganda Dresden, 30. April 2015. „Im Kampfe geboren! Der Partei treu ergeben! … Kompromißlos gegen den Feind!“ Was sich in diesen markigen Ausrufen spiegelt, gehörte zum…