Alle Artikel in: Geschichte

Wirtschaftsgeschichte & Co.

Die oft mühselige Recherche in alten Kirchenbüchern gehört zum kleinen Abc für Ahnenforscher. Foto: Peter Weckbrodt

Internationale Ahnenforscher treffen sich in Dresden

Dresdner Verein für Genealogie organisieren 69. Deutschen Genealogentag mit über 500 Teilnehmern aus acht Ländern Dresden, 26. Juni 2017. Einer Riesenaufgabe stellen sich derzeit die 50 Mitglieder des „Dresdner Vereins für Genealogie“: Sie organisieren den „69. Deutsche Genealogentag“ vom 22. bis 25. September 2017 im Hotel Elbflorenz im Dresdner „World Trade Center“ (WTC). Thema der internationalen Tagung ist „Europa in unserer Welt“. Erwartet werden über 500 Ahnenforscher aus mindestens acht Ländern. Dresdner Verein für Genealogie organisieren 69. Deutschen Genealogentag mit über 500 Teilnehmern aus acht Ländern Dresden, 26. Juni 2017. Einer Riesenaufgabe stellen sich derzeit die 50 Mitglieder des „Dresdner Vereins…






Auch das Dreirad gehört zur Fahrradgeschichte. Foto: Peter Weckbrodt

Vom Muskel-Rad bis zum e-Bike

Radfahrverein Weinböhla zeigt Ausstellung über „200 Jahre Fahrradgeschichte“ Weinböhla, 18. Juni 2017. Was heute als e-Bike, Drahtesel und Segway die Städte bevölkert, nahm vor 200 Jahren mit dem Laufrad seinen Anfang. Der Radfahrerverein Weinböhla zeichnet in einer Ausstellung „200 Jahre Fahrraderfindung“ in Weinböhla bei Dresden diese bemerkenswerte Entwicklung nach. Radfahrverein Weinböhla zeigt Ausstellung über „200 Jahre Fahrradgeschichte“ Weinböhla, 18. Juni 2017. Was heute als e-Bike, Drahtesel und Segway die Städte bevölkert, nahm vor 200 Jahren mit dem Laufrad seinen…






Nach 1685 aufgestelltes Disputationskatheder im großen Hörsaal der Uni Wittenberg. Foto: Peter Weckbrodt

Reformation war eine Teamleistung

Oigers Wochenendtipp: Wittenberg gilt als Zentrum der Reformation Wittenberg, 16. Juni 2017. Was Rom für die Katholiken, bleibt Wittenberg für Lutheraner aus aller Welt, ihr historisches und geistiges Zentrum. Hier wurde Weltgeschichte geschrieben. Wer die Reformation verstehen will, muss Wittenberg gesehen haben! Oigers Wochenendtipp: Wittenberg gilt als Zentrum der Reformation Wittenberg, 16. Juni 2017. Was Rom für die Katholiken, bleibt Wittenberg für Lutheraner aus aller Welt, ihr historisches und geistiges Zentrum. Hier…






Letztlich konnten die Kommunisten die Konsumversprechen nicht einlösen - und fielen. Hier die Aufnahme einer Kaufhalle in Dresden im Jahr 1974. ADN-ZB Häßler, Bundesarchiv - Wikipedia, CC3-Lizenz, tinyurl.com/j73l388

„Halt’s Maul, dann geht’s Dir gut!“

Politologe: „Realsozialisten“ beherrschten Mitteleuropa auch durch Konsumverträge Dresden, 4. Juni 2017. Die Kommunisten haben Mitteleuropa nicht nur durch ihre Geheimdienste und dank sowjetischer Panzer so lange beherrschen können. Vielmehr transformierten sie die Tschechoslowakei, die DDR, teils auch Ungarn und Polen beizeiten in Konsumgesellschaften. Diese Ansicht hat der ostdeutsche Politikwissenschaftler Dr. Dirk Dalberg in einem Vortrag „Der reale Sozialismus als Konsumgesellschaft“ im Dresdner Hannah-Arendt-Institut (HAIT) vertreten. Dabei stützt sich der 40-jährige Forscher auf zeitgenössische Gesellschaftsanalysen tschechischer und slowakischer Dissidenten wie Egon Bondy, Milan Šimečka und Miroslav Kusý. Politologe: „Realsozialisten“ beherrschten Mitteleuropa auch durch Konsumverträge Dresden, 4. Juni 2017. Die Kommunisten haben Mitteleuropa nicht nur durch ihre Geheimdienste und dank sowjetischer Panzer so lange beherrschen können. Vielmehr transformierten…






Prpfstands-Techniker Mario Schubert vom Institut für Automobiltechnik Dresden (IAD) der TUD zeigt das restaurierte Oldsmobile der TU-Autofreunde. Foto: Heiko Weckbrodt

Oldsmobile und Zeitreise-Maschinen

80 rollende Lieberhaber-Stücke starteten heute an der TU Dresden zur Oldtimer-Ausfahrt „TUD Campus Classics“ Dresden, 20. Mai 2017. Die ostsächsische Oldtimer-Ausfahrt an der TU Dresden findet immer mehr Anklang unter Freunden historischer Automobiltechnologie: Heute Vormittag brachen rund 230 Studenten, Professoren und andere Uni-Mitarbeiter mit 80 Oldtimern und anderen rollenden Liebhaber-Stücken vom Hörsaalzentrum an der Dresdner Bergstraße zur „6. TUD Campus Classics“ auf. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren nahmen 70 historische Fahrzeuge teil. 80 rollende Lieberhaber-Stücke starteten heute an der TU Dresden zur Oldtimer-Ausfahrt „TUD Campus Classics“ Dresden, 20. Mai 2017. Die ostsächsische Oldtimer-Ausfahrt an der TU Dresden findet immer mehr Anklang unter…






Ein Nachbau von Da Vincis Kampf-Panzer mit 18 Kanonen und Pedalantrieb. Foto: Heiko Weckbrodt

Die Erde als Turnierplatz: Wie Europa die Welt eroberte

US-Wirtschaftshistoriker Hoffman erklärt Expansion der Europäer mit einem Wettbewerbsmodell Wie konnte ein Hasardeur wie Pizarro mit nur 167 Soldaten das mächtige Inka-Reich zu Fall bringen? Wie schafften es vergleichsweise kleine europäische Staaten wie die Niederlande und Portugal, sich ein Weltreich in Asien, Amerika und Afrika zusammenzuraffen? Wie vermochten es eher bescheidene Armeen der Spanier, Engländer, Franzosen und Portugiesen, ganz Amerika zu unterjochen? In seinem faszinierenden interdisziplinären Sachbuch „Wie Europa die Welt eroberte“ geht der US-Wirtschaftshistoriker Philip T. Hoffman eben diesen Fragen nach – und kommt zu teils überraschenden Schlüssen. US-Wirtschaftshistoriker Hoffman erklärt Expansion der Europäer mit einem Wettbewerbsmodell Wie konnte ein Hasardeur wie Pizarro mit nur 167 Soldaten das mächtige Inka-Reich zu Fall bringen? Wie schafften es vergleichsweise kleine…






Herbert Schneider entwarf um 1955 einen turmartiges Kulturhaus für Dresdens Innenstadt. Studenten der TU Dresden haben das Modell im Jahr 2017 im Maßstab 1 zu 200 gebaut. Foto: Heiko Weckbrodt

Ulbricht wollte einen Turm

Stadtmuseum widmet dem Kulturpalast Dresden eine Sonderschau Dresden. 20. April 2017.Wer heute als architekturinteressierter Tourist Dresden besucht, steuert sicher zuerst den barocken Zwinger, die Frauenkirche oder das Residenzschloss mit seinen Renaissance-Fassaden an. Doch auch die sozialistische Nachkriegsmoderne prägt die Innenstadt wesentlich mit – und da vor allem der Kulturpalast zwischen Altmarkt und Schloss. Der im Volksmund „Kulti“ genannte Komplex soll nach einem – stark umstrittenen – dreieinhalbjährigen Generalumbau Ende April 2017 wieder eröffnen. Das Stadtmuseum Dresden widmet diesem Zeugnis der DDR-Architektur vom 21. April bis zum 17. September 2017 die Sonderausstellung „Der Kulturpalast Dresden. Architektur als Auftrag“. Und die zeigt: Heftige Diskussionen rankten sich von Anfang an um den „Kulti“. Stadtmuseum widmet dem Kulturpalast Dresden eine Sonderschau Dresden. 20. April 2017.Wer heute als architekturinteressierter Tourist Dresden besucht, steuert sicher zuerst den barocken Zwinger, die Frauenkirche oder das Residenzschloss mit seinen…






Alte Grubenlampe und Kochgeschirr in der alten deutschen Bunkerfabrik Rabstein in Böhmen Foto: Heiko Weckbrodt

Die Flugzeugfabrik im Bunker – Teil II

Rabstein. In unserer Reihe über „Lost Places“, also (fast) vergessene Orte haben wir eine unterirdische deutsche Flugzeug-Fabrik aus dem II. Weltkrieg besucht. Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene mussten im böhmischen Rabstein unter dem Kommando der SS-Organisation Todt (OT) die Stollen dafür in den Berg treiben. Mehrere Arbeiter kamen dabei ums Leben, die unterirdische Fabrik indes ging vor Kriegsende nicht mehr in Betrieb. Nachdem wir in Teil I unseres Berichts die Vorgeschichte beleuchtet haben, wenden wir uns in Teil II dem Bau des Stollensystems im Krieg zu. Rabstein. In unserer Reihe über „Lost Places“, also (fast) vergessene Orte haben wir eine unterirdische deutsche Flugzeug-Fabrik aus dem II. Weltkrieg besucht. Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene mussten im böhmischen Rabstein unter…






Gasmasken im Stollen. Foto: Heiko Weckbrodt

Flugzeug-Fabrik im Bunker

Lost Places: Deutsche Weltkriegs-Spuren im böhmischen Rabstein – Teil 1 Rabstein, 19. April 2017. Passiert ein Autofahrer die Straße von Hrensko (Herrenskretchen) nach Ceska Kamenice (Böhmisch-Kamnitz), kann er kaum ahnen, dass das bewaldete Sandstein-Bergmassiv zu seiner Rechten in Höhe des Ortes Janska (Johnsbach) wie ein Schweizerkäse unterhöhlt ist. Tatsächlich geschah dies durch Menschenhand, in der unbegreiflich kurzen Zeit von lediglich acht Monaten, zwischen dem 28. August 1944 und dem 8. Mai 1945. Die SS-Organisation Todt (OT) wollte dort ein unterirdisches Flugzeugwerk für das „Dritte Reich“ graben. Bis zum Kriegsende dauerten die Arbeiten, die Bunker-Fabrik ging aber nicht mehr in Betrieb. Ortsansässige führen heute noch gelegentlich Touristen gegen einen Obolus durch das kaum halbfertige Stollensystem. Lost Places: Deutsche Weltkriegs-Spuren im böhmischen Rabstein – Teil 1 Rabstein, 19. April 2017. Passiert ein Autofahrer die Straße von Hrensko (Herrenskretchen) nach Ceska Kamenice (Böhmisch-Kamnitz), kann er kaum ahnen,…






Präsident Wladimir Putin inszeniert sich oft als Macher und Wiederhersteller alter russischer Größe. Foto: Presseamt des russ. Präsidenten

Führte Gas-Fracking in den USA letztlich zur Annexion der Krim?

Wegen alter Demütigungen und sinkender Ölpreise spielt Putin immer öfter die Großmacht-Karte, meinen Experten in Dresden Dresden, 1. März 2017. Hat das US-amerikanische Erdgas-Fracking-Programm letztlich auf der anderen Seite des Erdballs die Annexion der Krim ausgelöst? Das klingt weit hergeholt, ist aber vielleicht gar nicht so abwegig. Jedenfalls wenn man der Argumentation in der Diskussionsrunde „Putins Russland – Inszenierung einer Weltmacht?“ folgt, mit der die Volkshochschule Dresden am Dienstagabend ihr Sommersemester 2017 in der ehemaligen Stasi-Zentrale an der Bautzner Straße eröffnet hat – nicht weit von dem Ort also, an dem der heutige russische Präsident Wladimir Putin jahrelang als KGB-Offizier stationiert war. Wegen alter Demütigungen und sinkender Ölpreise spielt Putin immer öfter die Großmacht-Karte, meinen Experten in Dresden Dresden, 1. März 2017. Hat das US-amerikanische Erdgas-Fracking-Programm letztlich auf der anderen Seite des…






Die BK 350 fiel schon durch die beiden Zylinder ihres Boxermotors im Straßenverkehr auf. Foto: Peter weckbrodt

Trophys & Trophäen – 60 Jahre Motorradmarke MZ

Legende unter den Krad-Herstellern Zschopau/Dresden, 14. Februar 2017. In der historischen Bilanz von 40 Jahren DDR ist die Anzahl der echten Erfolgsgeschichten nicht sehr üppig. Aber eine gehört ohne jeden Zweifel zu dieser bescheidenen Phalanx: die Motorradmarke MZ. Den Zschopauern gelang es in 60 Jahren Firmengeschichte, sich einen legendären Ruf auf den Straßen sowie den Renn- und Enduropisten durch ihre hervorragenden Konstruktionen zu erarbeiten. Zeitweise galt MZ als eioner der größten Motorradbauer der Welt. Legende unter den Krad-Herstellern Zschopau/Dresden, 14. Februar 2017. In der historischen Bilanz von 40 Jahren DDR ist die Anzahl der echten Erfolgsgeschichten nicht sehr üppig. Aber eine gehört ohne jeden…






Konrad Zuse 1964 vor seinem Nachbau des Z3. Foto: Horst Zuse, Repro: Peter Weckbrodt

Zuse war zu faul zum Rechnen

Wochenendtipp: Museum ZCOM in Hoyerswerda würdigt den deutschen Computer-Pionier Konrad Zuse Hoyerswerda, 3. Februar 2017. Hoyerswerda in der Lausitz hat eine echte Attraktion bekommen: „ZCOM –Zuse-Computer-Museum“ heißt der neue Publikumsmagnet, und es lohnt sich, ihn zu besuchen! Wochenendtipp: Museum ZCOM in Hoyerswerda würdigt den deutschen Computer-Pionier Konrad Zuse Hoyerswerda, 3. Februar 2017. Hoyerswerda in der Lausitz hat eine echte Attraktion bekommen: „ZCOM –Zuse-Computer-Museum“ heißt der neue Publikumsmagnet, und…






Die Robotron-Kantine in Dresden. Foto: Marco Dziallas, ostmodern.org

Ostmodern: Robotron-Kantine soll an DDR-Computerkombinat erinnern

Initiative schlägt Umbau zur „Kulturkantine“ Dresden vor Dresden, 31. Januar 2017. An das Dresdner Hauptquartier des DDR-Computerkombinats Robotron soll in Zukunft wenigstens noch ein kleiner baulicher Rest erinnern. Das haben die Initiativen „Ostmodern“ und „Industrie.Kultur.Ost“ gefordert. Sie warnen davor, das Kombinatsgelände – wie bisher schon teilweise geschehen – vollständig zu Gunsten eines neuen Wohngebiets in der Innenstadt abzureißen. Vielmehr sollte wenigstens die ganz im Stil der Ostmoderne gestaltete Robotron-Betriebskantine erhalten werden. Als „Kulturkantine“ könnte dieses Baudenkmal beispielsweise ein Retro-Café, eine Dauerausstellung über die Mikroelektronik in Sachsen und eine Fotografie-Schau beherbergen, schlagen die Initiatoren vor. Initiative schlägt Umbau zur „Kulturkantine“ Dresden vor Dresden, 31. Januar 2017. An das Dresdner Hauptquartier des DDR-Computerkombinats Robotron soll in Zukunft wenigstens noch ein kleiner baulicher Rest erinnern. Das haben…






Manja Preissler demonstriert am Sonderarbeitsplatz in der SLUB Dresden, wie man in der digitalisierten NS-Zeitung "Der Freiheitskampf" recherchieren kann. Foto. Heiko Weckbrodt

Wie Dresden in der Diktatur versank

Hannah-Arendt-Institut und SLUB haben Dresdner Nazi-Zeitung „Freiheitskampf“ für Forschung digitalisiert Dresden, 30. Januar 2017. Wie Dresden Schritt für Schritt, Tag für Tag in der Diktatur versank, wie aus Mitmenschen Untermenschen und aus Demokraten Volksverräter wurden, das verdeutlichen die Tagebücher von Victor Klemperer – und nun auch ein jüngst digitalisiertes Zeugnis sächsischer Geschichte: In achtjähriger Arbeit haben Dresdner Forscher und Bibliothekare die Nazi-Zeitung „Der Freiheitskampf“, die vom August 1930 bis zum letzten Kriegstag in Dresden erschien, erschlossen und digitalisiert. Nun können Historiker wie Laien den 67.506 Zeitungsseiten umfassenden Bestand elektronisch in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB am Zelleschen Weg durchsuchen – und beispielsweise die Täter- und die Opferperspektive auf den NS-Alltag in der Stadt vergleichen. Hannah-Arendt-Institut und SLUB haben Dresdner Nazi-Zeitung „Freiheitskampf“ für Forschung digitalisiert Dresden, 30. Januar 2017. Wie Dresden Schritt für Schritt, Tag für Tag in der Diktatur versank, wie aus Mitmenschen Untermenschen…






Gleich vier dieser kostbaren Golldbecher und zwei ihrer Lederetuis kann der Besucher im Grünen Gewölbe der SKD bewundern. Foto: Peter Weckbrodt

Goldene Becher beschworen Eintracht der Fürstensöhne

Mit wertvollen Weihnachtsgeschenken wollte Kurfürst Johann Georg I. den Frieden im Hause Wettin festigen Dresden, 18. Januar 2016. Selbst für das reiche Kurfürstentum Sachsen dürfte es einzigartig gewesen sein, was dessen Kurfürst Johann Georg I. im Jahre 1635 als Weihnachts- oder als  Neujahrsgeschenk seinen vier Söhnen Johann Georg, August, Christian und Moritz überreichte. Es war eine Viergruppe von „Hausbechern“, von denen jeder einzelne fast 1,4 Kilogramm Feingold auf die Waage bringt. Mit wertvollen Weihnachtsgeschenken wollte Kurfürst Johann Georg I. den Frieden im Hause Wettin festigen Dresden, 18. Januar 2016. Selbst für das reiche Kurfürstentum Sachsen dürfte es einzigartig gewesen sein, was…