Alle Artikel in: Geschichte

Wirtschaftsgeschichte & Co.

Die BK 350 fiel schon durch die beiden Zylinder ihres Boxermotors im Straßenverkehr auf. Foto: Peter weckbrodt

Trophys & Trophäen – 60 Jahre Motorradmarke MZ

Legende unter den Krad-Herstellern Zschopau/Dresden, 14. Februar 2017. In der historischen Bilanz von 40 Jahren DDR ist die Anzahl der echten Erfolgsgeschichten nicht sehr üppig. Aber eine gehört ohne jeden Zweifel zu dieser bescheidenen Phalanx: die Motorradmarke MZ. Den Zschopauern gelang es in 60 Jahren Firmengeschichte, sich einen legendären Ruf auf den Straßen sowie den Renn- und Enduropisten durch ihre hervorragenden Konstruktionen zu erarbeiten. Zeitweise galt MZ als eioner der größten Motorradbauer der Welt. Legende unter den Krad-Herstellern Zschopau/Dresden, 14. Februar 2017. In der historischen Bilanz von 40 Jahren DDR ist die Anzahl der echten Erfolgsgeschichten nicht sehr üppig. Aber eine gehört ohne jeden…






Konrad Zuse 1964 vor seinem Nachbau des Z3. Foto: Horst Zuse, Repro: Peter Weckbrodt

Zuse war zu faul zum Rechnen

Wochenendtipp: Museum ZCOM in Hoyerswerda würdigt den deutschen Computer-Pionier Konrad Zuse Hoyerswerda, 3. Februar 2017. Hoyerswerda in der Lausitz hat eine echte Attraktion bekommen: „ZCOM –Zuse-Computer-Museum“ heißt der neue Publikumsmagnet, und es lohnt sich, ihn zu besuchen! Wochenendtipp: Museum ZCOM in Hoyerswerda würdigt den deutschen Computer-Pionier Konrad Zuse Hoyerswerda, 3. Februar 2017. Hoyerswerda in der Lausitz hat eine echte Attraktion bekommen: „ZCOM –Zuse-Computer-Museum“ heißt der neue Publikumsmagnet, und…






Die Robotron-Kantine in Dresden. Foto: Marco Dziallas, ostmodern.org

Ostmodern: Robotron-Kantine soll an DDR-Computerkombinat erinnern

Initiative schlägt Umbau zur „Kulturkantine“ Dresden vor Dresden, 31. Januar 2017. An das Dresdner Hauptquartier des DDR-Computerkombinats Robotron soll in Zukunft wenigstens noch ein kleiner baulicher Rest erinnern. Das haben die Initiativen „Ostmodern“ und „Industrie.Kultur.Ost“ gefordert. Sie warnen davor, das Kombinatsgelände – wie bisher schon teilweise geschehen – vollständig zu Gunsten eines neuen Wohngebiets in der Innenstadt abzureißen. Vielmehr sollte wenigstens die ganz im Stil der Ostmoderne gestaltete Robotron-Betriebskantine erhalten werden. Als „Kulturkantine“ könnte dieses Baudenkmal beispielsweise ein Retro-Café, eine Dauerausstellung über die Mikroelektronik in Sachsen und eine Fotografie-Schau beherbergen, schlagen die Initiatoren vor. Initiative schlägt Umbau zur „Kulturkantine“ Dresden vor Dresden, 31. Januar 2017. An das Dresdner Hauptquartier des DDR-Computerkombinats Robotron soll in Zukunft wenigstens noch ein kleiner baulicher Rest erinnern. Das haben…






Manja Preissler demonstriert am Sonderarbeitsplatz in der SLUB Dresden, wie man in der digitalisierten NS-Zeitung "Der Freiheitskampf" recherchieren kann. Foto. Heiko Weckbrodt

Wie Dresden in der Diktatur versank

Hannah-Arendt-Institut und SLUB haben Dresdner Nazi-Zeitung „Freiheitskampf“ für Forschung digitalisiert Dresden, 30. Januar 2017. Wie Dresden Schritt für Schritt, Tag für Tag in der Diktatur versank, wie aus Mitmenschen Untermenschen und aus Demokraten Volksverräter wurden, das verdeutlichen die Tagebücher von Victor Klemperer – und nun auch ein jüngst digitalisiertes Zeugnis sächsischer Geschichte: In achtjähriger Arbeit haben Dresdner Forscher und Bibliothekare die Nazi-Zeitung „Der Freiheitskampf“, die vom August 1930 bis zum letzten Kriegstag in Dresden erschien, erschlossen und digitalisiert. Nun können Historiker wie Laien den 67.506 Zeitungsseiten umfassenden Bestand elektronisch in der Sächsischen Landes- und Uni-Bibliothek SLUB am Zelleschen Weg durchsuchen – und beispielsweise die Täter- und die Opferperspektive auf den NS-Alltag in der Stadt vergleichen. Hannah-Arendt-Institut und SLUB haben Dresdner Nazi-Zeitung „Freiheitskampf“ für Forschung digitalisiert Dresden, 30. Januar 2017. Wie Dresden Schritt für Schritt, Tag für Tag in der Diktatur versank, wie aus Mitmenschen Untermenschen…






Gleich vier dieser kostbaren Golldbecher und zwei ihrer Lederetuis kann der Besucher im Grünen Gewölbe der SKD bewundern. Foto: Peter Weckbrodt

Goldene Becher beschworen Eintracht der Fürstensöhne

Mit wertvollen Weihnachtsgeschenken wollte Kurfürst Johann Georg I. den Frieden im Hause Wettin festigen Dresden, 18. Januar 2016. Selbst für das reiche Kurfürstentum Sachsen dürfte es einzigartig gewesen sein, was dessen Kurfürst Johann Georg I. im Jahre 1635 als Weihnachts- oder als  Neujahrsgeschenk seinen vier Söhnen Johann Georg, August, Christian und Moritz überreichte. Es war eine Viergruppe von „Hausbechern“, von denen jeder einzelne fast 1,4 Kilogramm Feingold auf die Waage bringt. Mit wertvollen Weihnachtsgeschenken wollte Kurfürst Johann Georg I. den Frieden im Hause Wettin festigen Dresden, 18. Januar 2016. Selbst für das reiche Kurfürstentum Sachsen dürfte es einzigartig gewesen sein, was…






Mit einem Schätzwert von 7 500 Euro wird diese 6-Dukaten-Münze auf die 100-Jahrfeier der übergabe der Augsburger Konfession 1617 aufgerufen. Das Revers zeigt den Beschützer Luthers, den Kurfürsten Friedrich III. Repro: Peter Weckbrodt

„Ungeheuer lange Predigten“

Kurfürsten würdigten Reformation mit Gold und Silber – nun kommt der Glanz aus Dresden unter den Hammer Dresden, 11. Januar 2017. Wenn am 2. Februar auf der Münzmesse „World Money Fair 2017“ in Berlin das Osnabrücker Auktionshaus Künker zahlungskräftige Sammler und Anleger aus aller Welt zur Auktion 285 aufruft, werden auch Dukaten, Taler und Medaillen dabei sein, die einst in der fürstlichen Münze in Dresden geprägt wurden. Und einige dieser wertvollen Stücke erzählen ihre ganz eigene Geschichte von der Reformation, die sich 2017 zum 500. Mal jährt. Kurfürsten würdigten Reformation mit Gold und Silber – nun kommt der Glanz aus Dresden unter den Hammer Dresden, 11. Januar 2017. Wenn am 2. Februar auf der Münzmesse „World Money…






Der Dresdner Stasi-General Horst Böhm bei einer Schul-Weihung. Repro: Heiko Weckbrodt

Sachsen will Stasiarchiv-Außenstellen erhalten

Freistaat plant Bundesratsinitiative Dresden, 29. November 2016. Die sächsische Regierung hat eine Bundesratsinitiative angekündigt, die darauf zielt, die sächsischen Standorte der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) langfristig zu erhalten. Die Außenstellen seien wichtig, damit ehemalige DDR-Bürger weiter wohnortnah ihre Stasi-Akten einsehen können. Außerdem verweisen die Sachsen darauf, welche wichtige Bildungarbeit für die Spätergeborenen die Außenstellen leisten. Freistaat plant Bundesratsinitiative Dresden, 29. November 2016. Die sächsische Regierung hat eine Bundesratsinitiative angekündigt, die darauf zielt, die sächsischen Standorte der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) langfristig zu erhalten. Die Außenstellen seien wichtig,…






Ein Barkss - mutmaßlich ein Gefangenentransporter - bei der Einfahrt in die Bezirksverwaltung Dresden des MfS. Das Bild wurde für Stasi-Schulungszwecke gestellt. Abb. aus: Heiko Neumann: Und die hatten dann irgendwie meinen Willen gebrochen

Stasi-U-Haft Dresden: Suizidversuch mit dem Plaste-Messer

Historiker beleuchtet in Buch den Gefängnis-Alltag an der Bautzner Straße Ein bedrückendes Kapitel Dresdner Diktatur-Geschichte hat der Historiker Heiko Neumann als Master-Abschlussarbeit an der TU Dresden aufgearbeitet: Anhand bisher unveröffentlichter Interviews mit Häftlingen, aber auch mit Hilfe von Stasi-Akten hat er das Haftregime und die Vernehmungspraxis in der Dresdner Untersuchungs-Haftanstalt der Stasi untersucht. Unter dem Titel „Und die hatten dann irgendwie meinen Willen gebrochen“ hat er die Ergebnisse nun als Publikation der „Gedenkstätte Bautzner Straße“ veröffentlicht. Historiker beleuchtet in Buch den Gefängnis-Alltag an der Bautzner Straße Ein bedrückendes Kapitel Dresdner Diktatur-Geschichte hat der Historiker Heiko Neumann als Master-Abschlussarbeit an der TU Dresden aufgearbeitet: Anhand bisher unveröffentlichter…






Sitzbildnis Ramses VI. Foto: Ägyptisches Museum, Universität Leipzig

Sachsen graben Ramses-Relief am Ort der Schöpfung aus

Kairo/Leipzig, 1. November 2016. Archäologen der Uni Leipzig haben in der ägyptischen Hauptstadt bedeutende Relikte aus der Pharaonen-Zeit entdeckt. Sie gruben im früheren „Heliopolis“, das den alten Ägyptern als Ort der Weltschöpfung galt, Relief-Szenen aus der Zeit von Ramses II., außerdem einen zweiten Tempel des bedeutenden Herrschers sowie ein Sitzbildnis Ramses VI. und die Pfote einer kolossalen Sphinx aus. Das hat die Uni Leipzig heute mitgeteilt. Kairo/Leipzig, 1. November 2016. Archäologen der Uni Leipzig haben in der ägyptischen Hauptstadt bedeutende Relikte aus der Pharaonen-Zeit entdeckt. Sie gruben im früheren „Heliopolis“, das den alten Ägyptern als Ort…






Von wegen, das gibts nur im Agentenfilm: Eine Maschinenpistole im Geigenkasten. Foto: Heiko Weckbrodt

Maschinenpistole im Geigenkasten

Sonderausstellung über Spionage in Ost und West im Militärhistorischen Museum Dresden Dresden,. 23. Oktober 2016. Maschinenpistolen im Geigenkasten, giftschießende Regenschirme oder Lippenstifte, die sich in tödliche Krallen verwandeln… Wer dachte, dies seien lediglich Hirngespinste phantasievoller Agentenfilm-Regisseure, der irrt: Tatsächlich gehörten solche bizarren Ausrüstungen zum Repertoire des Kalten Krieges, wurden teils auch von Spionen eingesetzt. Allerlei pittoreske Zeugnisse des (meist) unsichtbaren Geheimdienstkrieges zwischen Ost und West zeigt bis zum 29. November 2016 das Militärhistorische Museum Dresden in der Sonderausstellung „Achtung Spione!“. Sonderausstellung über Spionage in Ost und West im Militärhistorischen Museum Dresden Dresden,. 23. Oktober 2016. Maschinenpistolen im Geigenkasten, giftschießende Regenschirme oder Lippenstifte, die sich in tödliche Krallen verwandeln… Wer dachte,…






Hier steht eine dramatische Entscheidung an: Nur wenn das Mädchen den Arm ihrer Freundin amputiert, ist die Angeknabberte noch zu retten. Abb.: Telltale

Lieber verbrannt als scheintot

500 Jahre Sterben: Frau Schauer skizziert im Urnenhain Weckmaschinen für Leichen Dresden, 20. Oktober 2016. Carola Schauer kennt alle Tricks und Kniffe, Scheintote mit maschineller Hilfe zu erwecken und Leichen wiederzubeleben: Seit Jahren schon beschäftigt sich die stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs Dresden mit all der letal-phantastischen Folklore, die sich seit Jahrtausenden um Tote und Untote rankt. In ihrem Vortrag „Scheintod – die Angst, die zum Feuer führte“ schlägt sie am 25. Oktober im Urnenhain Tolkewitz den Bogen von der Antike bis in die Gegenwart. 500 Jahre Sterben: Frau Schauer skizziert im Urnenhain Weckmaschinen für Leichen Dresden, 20. Oktober 2016. Carola Schauer kennt alle Tricks und Kniffe, Scheintote mit maschineller Hilfe zu erwecken und Leichen…






Die historische Uhr mit einem raffinierten Wecker-Uhrwerk aus der Sammlung von Otto Horn. Foto: Peter Weckbrodt

Stiftung finanziert mit Otto Horns Nachlass ein schöneres Meißen

Meißen. Der Weinhändler und Kunstsammler Otto Horn hat viel für Meißen getan und seine Wohltaten wirken bis heute in der Stadt nach. Im Mai 1945 wählte er den Freitod. Sein umfangreiches Vermögen vermachte er zu großen Teilen einer Stiftung, die sich auch heute noch dem Wohl von Horns Heimatstadt Meißen widmet. Meißen. Der Weinhändler und Kunstsammler Otto Horn hat viel für Meißen getan und seine Wohltaten wirken bis heute in der Stadt nach. Im Mai 1945 wählte er den Freitod. Sein…






Martin Zabel und Khaldun Al Saadi im HAIT Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

IS-Terror zielt auf Exodus der Muslime aus Europa

Arabisten: Anschläge zielen indirekt auf Glaubensbrüder Dresden, 12. Oktober 2016. Mit ihren Anschlägen in Europa spielen totalitäre islamistische Terror-Gruppen wie der selbst ernannte „Islamische Staat“ (IS) eher indirekt „über Bande“: Besonders dogmatische religiöse Täter wollen gar nicht so sehr Schrecken unter Deutschen, Franzosen und anderen angeblichen „Kreuzfahrern“ säen, sondern einen Massen-Exodus der Muslime aus dem Westen ins „gelobte Land des Friedens“ auslösen, sprich: ins IS-besetzte „Kalifat“. Das haben die Arabisten Khaldun Al Saadi und Martin Zabel in einem Vortrag im Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung (HAIT) in Dresden eingeschätzt. Arabisten: Anschläge zielen indirekt auf Glaubensbrüder Dresden, 12. Oktober 2016. Mit ihren Anschlägen in Europa spielen totalitäre islamistische Terror-Gruppen wie der selbst ernannte „Islamische Staat“ (IS) eher indirekt „über Bande“:…






Ernst Otto Horn (1880 -1945). Repro: KünkerErnst Otto Horn (1880 -1945). Repro: Künker

Otto Horn: Geschäftsmann und Sammler – eine Kurzbiografie

Meißen. Der Weinhändler und Kunstsammler Otto Horn hat viel für Meißen getan und seine Wohltaten wirken bis heute in der Stadt nach. Aber wer war dieser Mann, der letztlich den Freitod wählte? Meißen. Der Weinhändler und Kunstsammler Otto Horn hat viel für Meißen getan und seine Wohltaten wirken bis heute in der Stadt nach. Aber wer war dieser Mann, der letztlich den…






Ernst Otto Horn (1880 -1945). Repro: KünkerErnst Otto Horn (1880 -1945). Repro: Künker

Otto Horn – ein Weinhändler, Kunstfreund und Sammler

Teil 1: Eine Meißner Sammlung beschäftigt jahrelang Dresdner Gerichte Dresden. Jahrelang haben der Freistaat Sachsen und die Horn-Stiftung einen zähen Rechtsstreit um eine Münzsammlung geführt, die einem vorher wenig bekannten Weinhändler namens Horn gehörte. Neuerdings taucht dieser Name wieder auf. Da werden auch auf Dresdner Auktionen Riesenbeträge für Plastiken und alte Uhren eben von diesem Horn bezahlt. Aber wer ist denn dieser Horn eigentlich? Teil 1: Eine Meißner Sammlung beschäftigt jahrelang Dresdner Gerichte Dresden. Jahrelang haben der Freistaat Sachsen und die Horn-Stiftung einen zähen Rechtsstreit um eine Münzsammlung geführt, die einem vorher wenig bekannten…