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Waffenkultur-Expertin Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock arbeitet an der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Schulkind in Afrika vor deutschen Gewehren schützen

Waffenkultur-Expertin Dagmar Ellerbrock von der TU Dresden im Interview über deutsche Pistoleros und amerikanische Lobbyisten Erst kürzlich hat der US-Bundesstaat Texas per Gesetz festgelegt, dass seine Bürger das Recht haben, Schusswaffen nicht nur zu besitzen, sondern auch offen zu tragen. Auch in vielen Bürgerkriegsländern Afrikas sind Pistolen, Flinten, ja selbst Sturmgewehre vielerorts breit gestreut in der Bevölkerung – und die Deutschen schauen voll Schauder und Unverständnis auf die Fernsehbilder waffenvernarrter Gesellschaften. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Pistoleros auch durch deutsche Straßen stolzierten und zum Alltagsbild der Städte gehörten. Und wenn Menschen rund um den Erdball durch Waffengewalt sterben, sind häufig deutsche Gewehre im Spiel. Die Waffenkultur-Expertin Prof. Dr. Dagmar Ellerbrock von der Technischen Universität Dresden (TUD) plädiert deshalb für Exportverbote für deutsche Waffen in Ländern, die keine ähnlich strengen Privatwaffen-Gesetze wie die Bundesrepublik im Inland haben. Heiko Weckbrodt hat sich mit Prof. Dagmar Ellerbrock vom TUD-Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte über das Verhältnis der Deutschen und der Amerikaner zu Waffen unterhalten. Das Internet wirbelt immer mehr Branchen durcheinander – …






Ein Nachbau von Da Vincis Kampf-Panzer mit 18 Kanonen und Pedalantrieb. Foto: Heiko Weckbrodt

Aus der Geschichte der Schusswaffen

13. Jahrhundert: Schießpulver wird zunächst in China, später auch in ganz Asien und Europa militärisch genutzt. 1853: Württemberg reguliert den privaten Waffenbesitz 1871: In den USA gründet sich die National Rifle Association (NRA, Nationale Gewehr-Assoziation) ab 1976: NRA profiliert sich zunehmend als politische Waffenlobby 1928: „Gesetz über Schusswaffen und Munition“ tritt im Deutschen Reich in Kraft und führt u. a. eine Waffenschein-Pflicht ein   13. Jahrhundert: Schießpulver wird zunächst in China, später auch in ganz Asien und Europa militärisch genutzt. 1853: Württemberg reguliert den privaten Waffenbesitz 1871: In den USA gründet sich die National…






Die Schecks der Forum Außenhandelsgesellschaft mbR der DDR, auch eine Form von Privatgeld, sie waren heißbegehrt. Denn sie entsprachen 1 zu 1 der harten D-Mark, m,it ihnen konnten DDR-B+ürger im Intershop Westprodukte kaufen. Aber nur wenige hatten sie - und noch weniger sahen jemals einen 500-Mark-forumscheck. Foto: Peter Weckbrodt

Hat Geld Zukunft?

Sonderausstellung in Chemnitz beleuchtet Penunze von allen Seiten Chemnitz, 29. Juni 2016. Zu mehr Geld kann Ihnen die aktuelle Sonderausstellung „Geld“ des „Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz“ (smac) vermutlich auch nicht verhelfen. Aber Sie vermittelt Ihnen auf jeden Fall zu deutlich mehr Wissen übers Geld. Daher kann der Besuch dieser hochinteressanten Exposition unbedingt empfohlen werden. Sonderausstellung in Chemnitz beleuchtet Penunze von allen Seiten Chemnitz, 29. Juni 2016. Zu mehr Geld kann Ihnen die aktuelle Sonderausstellung „Geld“ des „Staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz“ (smac) vermutlich auch…






Hauptkommissar Wolfgang Schütze kümmert sich in der Polizeidirektion Dresden um die Polizeisammlungen. Er hat sich auch mit der Geschichte der Gaunerzinken beschäftigt. Foto: Heiko Weckbrodt

Kehren die Gaunerzinken zurück?

In Dresden nur sporadische Hinweise auf alte Einbrecher-Kennzeichen Dresden, 26. Juni 2016. Ein Zickzack-Linie am Türpfosten heißt: „Vorsicht, Bissiger Hund!“, ein von zwei Pfeilen durchbohrter Kreis bedeutet „Schnell abhauen!“, fünf Kreise sagen „Hier gibt es Geld!“. Durch diese und andere Geheimzeichen an Häusern haben sich Profi-Kriminelle in vergangenen Jahrhunderten gerne darüber abgesprochen, wo sich ein Einbruch lohnt und wo nicht. In jüngster Zeit melden vor allem ältere Dresdner bei Polizei und Wohnungsgesellschaften wieder solche „Gauner-Zinken.“ Doch die Beweislage ist eher dünn. In Dresden nur sporadische Hinweise auf alte Einbrecher-Kennzeichen Dresden, 26. Juni 2016. Ein Zickzack-Linie am Türpfosten heißt: „Vorsicht, Bissiger Hund!“, ein von zwei Pfeilen durchbohrter Kreis bedeutet „Schnell abhauen!“, fünf…






Der Fall von Konstantinopel 1453 (spätere Darstellung von Antoine Vérard) markierte einen der ganz wichtigen Wendepunkte vom Mittelalter zur Neuzeit. Die Flucht vieler Wissensträger gen Westen löste in Europa einen Schub der Kunst und der Wissenschaften aus. Repro: Wikipedia, Muriel Gottrop~commonswiki, Public Domain

Verbreiten wir die Herrlichkeit Gottes durch Technologie!

Der Theologe Prof. Karlheinz Ruhstorfer über das Verhältnis der Buchreligionen zur Wissenschaft Dresden, 23. Juni 2016. Religiöser Fundamentalismus ist weltweit ein wachsendes Problem. Solche Fundamentalisten berufen sich meist auf „alte Werte“, setzen die aber gerne mit modernster Waffentechnologie durch. Wie aber stehen eigentlich die drei großen monotheistischen Religionen, das Christentum, der Islam und das Judentum zu wissenschaftlich-technischem Fortschritt? Im Zuge unserer Serie „TU-Experten befragt“ hat Heiko Weckbrodt mit Prof. Karlheinz Ruhstorfer vom Institut für Katholische Theologie der Technischen Universität Dresden eine theologisch-philosophische Zeitreise unternommen. Oiger: Im DDR-Unterricht haben die Lehrer gern erzählt, dass Religion und Wissenschaft wie Feuer und Wasser sind – unvereinbar seit dem Anbeginn der Zivilisation. Aber tatsächlich war dieses Verhältnis gerade bei den sogenannten Buchreligionen wohl eher ein ambivalentes, oft sogar ein enges, oder? Prof. Karlheinz Ruhstorfer: Muss man sich vor Augen halten, dass das Judentum seit Alexander dem Großen und das Christentum – sowie später auch der Islam – schon immer starken Einflüssen der antiken griechischen Wissenschaften ausgesetzt waren. Als das Christentum gerade entstand, gab es unter jüdischen Gelehrten viele Versuche, …






Oben: Der Wartburg, aus dem die makierten Motorradfahrer vor dem Kraftwerks-Tor den Geldkoffer raubten. Unten links: Die Garage mit dem Motorrad. Unten rechts: Der zerschnittene Beutekoffer. Fotos: Archiv Sobierajski, repro: Heiko Weckbrodt

Größter Lohnraub der DDR

1977 erbeuteten Maskierte 400.000 Mark vor dem Kraftwerk Nossener Brücke – ein Teil der Beute ist bis heute verschollen Dresden, 15. Juni 1977/2016. 8:25 Uhr: Der Morgen ist noch jung an diesem 15. Juni, als ein Wartburg vor der Pforte zum Heizkraftwerk Nossener Brücke im Dresdner Westen hält. Zwei Buchhalterinnen sind im Auto, ein Fahrer, ein weiterer Mann und ein Koffer. Alles sieht nach Routine aus: Wie jeden Monat haben die Damen eben bei der Bank die Lohngelder abgeholt, die den Kraftwerkern zur Monatsmitte bar ausgezahlt werden sollen. Der Pförtner will die Schranke öffnen – und dann geht alles ganz schnell: Zwei Maskierte brausen mit einem Motorrad heran, sprühen dem Mann am Lenkrad eine augenreizende Flüssigkeit ins Gesicht, reißen den Koffer aus dem Wartburg und rasen so schnell davon, wie sie gekommen sind… Genau 39 Jahre ist es nun her, dass zwei Banditen beim größten Lohnraub in der DDR-Geschichte rund 400.000 Mark erbeuteten. Ein Teil der Beute ist bis heute verschollen, der Fall insofern immer noch nicht vollständig aufgeklärt. 1977 erbeuteten Maskierte 400.000 Mark vor …






Pause in der Schlacht. Foto: Peter Weckbrodt

Erbitterte Kämpfe um die Napoleonschanze

Franzosen, Russen und Preußen schaukämpften um die Burg Hohnstein Hohnstein, 12. Juni 2016. Erbitterte Kämpfe um die strategisch wichtige Napoleonschanze bei Hohnstein in der Sächsischen Schweiz lieferten sich am Samstagnachmittag die Truppen des Franzosenkaisers – dazu zählten auch die des mit ihm verbündeten sächsischen Königs – und die der Russen sowie der Preußen. Franzosen, Russen und Preußen schaukämpften um die Burg Hohnstein Hohnstein, 12. Juni 2016. Erbitterte Kämpfe um die strategisch wichtige Napoleonschanze bei Hohnstein in der Sächsischen Schweiz lieferten sich am Samstagnachmittag…






Die Reize des Parkes und des Präsidentenpalastes in Attard sind den Touristen weitgehend unbekannt. Foto: Ingrid Weckbrodt

Malta auf den zweiten Blick

Jenseits von Valletta gibt es uralte Tempel und Ritter-Herbergen auf der Mittelmeer-Insel zu entdecken Ob Sizilien, Kreta, Mallorca oder Rhodos, für jede dieser Mittelmeerinseln halten die Reiseveranstalter ein Pflichtprogramm bereit, das der nach Sehenswürdigkeiten süchtige Tourist brav abarbeitet. Das gilt für Malta ebenso uneingeschränkt. Doch die Insel bietet auch für einen zweiten Besuch noch viele Attraktionen jenseits der ganz bekannten Touristen-Wege. Jenseits von Valletta gibt es uralte Tempel und Ritter-Herbergen auf der Mittelmeer-Insel zu entdecken Ob Sizilien, Kreta, Mallorca oder Rhodos, für jede dieser Mittelmeerinseln halten die Reiseveranstalter ein Pflichtprogramm bereit,…






So zeigte sich der Plauensche Grund Im vorigen Jahrhundert als ein Gemenge verbliebener landschaftlicher Reize und aufkommender, Alles verdüstender Industrialisierung. Repro: Peter Weckbrodt

Dampf, Koks und ein Baron

Schloss Burgk widmet dem Erfolgs-Unternehmer und Freiherrn Dathe von Burgk eine Sonderschau Freital, 16. Mai 2016. Nicht nur die Freitaler, auch die Dresdner gehen mit dem Namen Burgk recht vertraut um. Sie kennen ihn in Verbindung mit dem reizvoll gelegenen Schloss Burgk. Neuerdings weckt zudem der rührige Windbergbahnverein den Bahnhof Freital-Burgk aus seinem Dornröschenschlaf und die Burgker Straße passieren täglich Hunderte Autos. Wer aber Burgk ist oder genauer gesagt war, das ist selbst für Einheimische doch ein ziemliches Geheimnis, welches jetzt von den Städtischen Sammlungen Freital auf Schloss Burgk in einer Sonderausstellung seit dem 8. Mai bis zum 31. Juli 2016 gelüftet wird. Schloss Burgk widmet dem Erfolgs-Unternehmer und Freiherrn Dathe von Burgk eine Sonderschau Freital, 16. Mai 2016. Nicht nur die Freitaler, auch die Dresdner gehen mit dem Namen Burgk recht vertraut…






Codreanu bei einer Kundgebung der Legionärsbewegung in Bukarest (1937). Fotograf unbekannt, gemeinfrei, Wikipedia

Faschist mit Erzengel-Komplex

Ultarechte Neo-Legionäre berufen sich bis heute auf den rumänischen Führer und religiösen Fundamentalisten Condreanu Dresden/Bukarest, 9. April 2016. In Rumänien und in Ländern mit Exilrumänen kann man bis heute gelegentlich auf sogenannte „Neo-Legionäre“ stoßen, die sich auf eine über 80 Jahre alte faschistische Bewegung der Zwischenkriegszeit berufen. Anders als die italienischen Faschisten oder die Nationalsozialisten schaffte es diese rumänische „Legion des Erzengels Michael“ unter ihrem charismatischen Führer Corneliu Zelea Condreanu (1899-1938) aber nie bis zur Macht: König Carol II. ordnete 1937 an, die „Legion“ zu zerschlagen und deren Anführer zu töten. Ultarechte Neo-Legionäre berufen sich bis heute auf den rumänischen Führer und religiösen Fundamentalisten Condreanu Dresden/Bukarest, 9. April 2016. In Rumänien und in Ländern mit Exilrumänen kann man bis heute gelegentlich…






So stellte sich der französische Maler Jacques-Louis David 1814 König Leonidas und dessen Spartiaten vor, wie sie vor 2500 Jahren an den Thermopylen das „freiheitliche Europa“ gegen den „despotischen Osten“ verteidigten. Als West-Ost-Gegensatz hatte schon der antike Geschichtsschreiber Herodot die Perserkriege geschildert. Repro: Mathiasrex, Wikipedia, public domain

Flüchtlingskrise ist Chance für uns

Wer gehört dazu, wer sind die „Anderen“? Der Dresdner Philosoph und Theologe Prof. Karlheinz Ruhstorfer über das „Konzept Europa“ gestern und heute In der EU-Schuldenkrise wollten einige Politiker Griechenland am liebsten aus der EU und Europa herauswerfen – obwohl die Griechen als die Erfinder des Konzeptes „Europa“ gelten. Im Ukraine-Konflikt schwingen immer wieder Untertöne mit, die Russland den Status als Teil Europas und der Wertegemeinschaft der Europäer absprechen. Und in der Flüchtlingskrise ist die Frage noch weiter eskaliert, was Europa eigentlich ausmacht. Wer dazugehört und wer nicht. Wer zu wenig Solidarität zeigt, wer die Spielregeln bestimmt. Wer sind „Wir“ in Abgrenzung zu „den Anderen“? Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat sich mit dem Philosophen und Theologen Prof. Karlheinz Ruhstorfer (52 Jahre) vom Institut für Katholische Theologie der Technischen Universität Dresden (TUD) darüber unterhalten, wie sich Europa eigentlich definiert und wie sich dieses Selbstverständnis verändert hat. Drückt Europa demnächst auf den Reset-Knopf – um dann zu zerbrechen oder sich noch fester einzuigeln? Prof. Karlheinz Ruhstorfer: Ich sehe die Flüchtlingskrise als Chance. Denn wir bekommen hier auch die Rechnung …






Diese Flugabwehrtürme an der Rheinbrücke Remagen mussten die Brückenplaner nachträglich auf druck des Militärs mit einkalkulieren. Repro: hw, aus: Tagungsband „26. Dresdner Brückenbausymposium

Im Brückenbau hatte Kriegsministerium den Daumen drauf

Deutsches Militär bestand bei zivilen Flussquerungen auf Sprenglagern, Bunkern und später gar Flugabwehr Dresden, 17. März 2016. Viele Brücken, über die wir bis heute mit der Bahn fahren oder laufen, formte vor über 100 Jahren das preußische und das kaiserliche Militär wesentlich mit. Darauf hat Volker Mende von der Uni Cottbus-Senftenberg in einem Tagungsband-Beitrag für das diesjährige Dresdner Brückenbau-Symposium hingewiesen. Für diese größte Brückenbau-Fachtagung ihrer Art in Deutschland waren rund 1600 Experten zur TU Dresden gekommen. Deutsches Militär bestand bei zivilen Flussquerungen auf Sprenglagern, Bunkern und später gar Flugabwehr Dresden, 17. März 2016. Viele Brücken, über die wir bis heute mit der Bahn fahren oder laufen,…






Gewundener weg durch einen unendliches labyrinth der Illusionen: Der Eingang zum Filmngeschichtlichen Museumsteil der Deutsche Kinemathek am Potsdamer Platz in Berlin. Foto: Heiko Weckbrodt

Zwischen Wegeners Golem und Faßbinders Kamikaze

Tipp für Cineasten: Filmmuseum am Potsdamer Platz in Berlin Berlin. Ja, wie kam Paul Wegeners Golem eigentlich in die Welt? Wie behandelte Fritz Lang die Stars und Statisten in „Metropolis“? Warum bauten die Stummfilm-Regisseure ihre Studios wie Gewächshäuser? Und wie gab sich der leider so früh verstorbene Rainer Werner Fassbinder eigentlich am Set? Antworten auf diese und andere Fragen aus den Sternstunden deutschen Filmschaffens gibt die Deutschen Kinemathek, deren Film- und Fernsehmuseum am Potsdamer Platz jeder Cineast einmal besucht haben sollte. Der besondere Clou ist dabei, wie die Museumsdesigner die Inszenierung inszeniert haben: Vor allem die oberen Etagen sind stilsicher und originell gestaltet, mit Exkursen in die Unendlichkeit. Tipp für Cineasten: Filmmuseum am Potsdamer Platz in Berlin Berlin. Ja, wie kam Paul Wegeners Golem eigentlich in die Welt? Wie behandelte Fritz Lang die Stars und Statisten in „Metropolis“?…






Auf dieser Ansichtskarte (vor 1908 Slg. M. Lienert) aus dem Lahmann-Sanatorium zeigen die Herren, dass sie auch halbnackt die Kälte genießen konnten. Als Getränke dienten statt des üblichen Biers Wasser, saure Milch und Zitronenlimonade. Repro aus: „Dr. Lahmann Sanatorium..."

Luft, Wasser, Bier und Korpulententische

Buch leuchtet die illustre Geschichte des Lahmann-Sanatoriums in Dresden aus Ein Autorenkollektiv des „Verschönerungsvereins Weißer Hirsch/ Oberloschwitz“ liefert mit dem neuen Buch „Dr. Lahmann Sanatorium“ ein gelungenes Zeugnis Dresdner Kurgeschichte. Wer denkt – damals vor 100 Jahren und mehr – sei alles ganz anders gewesen, hat sich kräftig getäuscht. Spätestens bei der Lektüre der ersten Kapitel der 224 Seiten langen Lahmann-Chronik wird dies wieder einmal mehr als deutlich. Buch leuchtet die illustre Geschichte des Lahmann-Sanatoriums in Dresden aus Ein Autorenkollektiv des „Verschönerungsvereins Weißer Hirsch/ Oberloschwitz“ liefert mit dem neuen Buch „Dr. Lahmann Sanatorium“ ein gelungenes Zeugnis Dresdner Kurgeschichte….






Der Robotron-Komplex in Dresden. Foto: Immovation AG

Denkmalschutz sieht keine Chance für Robotron-Glasmosaike

Zentrale des früheren DDR-Computerkombinats wird schrittweise abgerissen – nur einige künstlerische Elemente kommen ins Lapidarium Dresden, 2. März 2016. Die Bleiglasfenster der Künstler Günter Gera und Gerhard Papstein im Robotron-Komplex Dresden können „aus technischen Gründen“ nicht vor den abrückenden Abriss- und Scherenbaggern gerettet werden. Dies hat das Dresdner Denkmalschutzamt auf Oiger-Anfrage eingeschätzt. Die Behörde reagierte damit auf Appelle der Initiative „Netzwerk Ostmodern“. Die hatte – wie wir gestern berichtet hatten – gefordert, die Buntglasfenster und andere Relikte aus den Gebäuden des früheren DDR-Computerkombinats Robotron zu retten, bevor der Kassler Investor „Immovation AG“ beginnt, die ersten Gebäuderiegel zugunsten künftiger Wohnbauten abzureißen. Zentrale des früheren DDR-Computerkombinats wird schrittweise abgerissen – nur einige künstlerische Elemente kommen ins Lapidarium Dresden, 2. März 2016. Die Bleiglasfenster der Künstler Günter Gera und Gerhard Papstein im Robotron-Komplex…