Alle Artikel in: Forschung

Neues aus der Wissenschaft

Mit Wissenschaftsmotiven auf farbenfrohen Bio-Textlien wollen die Dresdner Modemacher Nerds, Studenten und Professoren einkleiden. Foto: Unipolar

Wer sich als Ausländer fühlt, freundet sich nur mit seinesgleichen an

Studie: Selbst-ID könnte Schlüssel für mehr Freundschaft liefern Leipzig/Mannheim, 17. August 2017. Jugendliche, die sich selbst zuallererst als Türken sehen, haben meist auch fast nur türkische Freunde – und ähnlich sieht dies bei anderen Minderheiten in Deutschland aus. Wer sich dagegen vor allem oder teilweise als Deutscher empfindet, wird auch Freundschaften außerhalb der eigenen Wurzeln knüpfen. Das haben Psychologen der Universität Leipzig und Soziologen der Universität Mannheim in einer gemeinsamen Studie herausgefunden. Dafür haben sie unter anderem die Aktivitäten von 1004 Mittelschülern von fünf verschiedenen Schulen in Kontaktnetzwerken ausgewertet. Studie: Selbst-ID könnte Schlüssel für mehr Freundschaft liefern Leipzig/Mannheim, 17. August 2017. Jugendliche, die sich selbst zuallererst als Türken sehen, haben meist auch fast nur türkische Freunde – und ähnlich…



Meteorologin Dr. Astrid Ziemann von der TU Dresden arbeitet zusammen mit "QuWind100"-Projektpartnern an einem neuen Windatlas für Deutschland. Weil Windkraftanlagen immer höher wachsen, soll dieser Atlas die besonderen Wetterverhältnisse für Höhen zwischen 100 und 200 Meter für die nächsten Jahrzehnte voraussagen. Sie zeigt in ihrem Tharandter Büro auf einen Vorgänger-Atlas für Höhen bis etwa 80 Meter. Foto: Heiko Weckbrodt

Windräder wachsen – und der Wind bläst härter

TU Dresden und Wetterdienst arbeiten an einem neuen Windatlas für Deutschland Dresden/Tharandt, 14. August 2017. Um die Wende in Deutschland hin zu erneuerbaren Energien zu unterstützen, arbeiten Meteorologen der Technischen Universität Dresden gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst und den Stadtwerken in Offenbach am Projekt „QuWind100“: Bis Ende 2018 wollen sie gemeinsam einen neuen Atlas erstellen, der genau vorhersagt, wo der Wind in Höhen zwischen 100 und 200 Metern in Deutschland richtig stark weht. „Wir wollen damit Betreibern von Windkraftanlagen sowie den Genehmigungsbehörden ein Hilfsmittel zur Verfügung stellen, damit sie abschätzen können, wo es sich lohnt, Windkraftanlagen aufzustellen, oder wo starke Winde die Standsicherheit solcher Anlagen gefährden“, erklärt Meteorologin Dr. Astrid Ziemann, die am TUD-Standort in Tharandt das Projekt betreut. TU Dresden und Wetterdienst arbeiten an einem neuen Windatlas für Deutschland Dresden/Tharandt, 14. August 2017. Um die Wende in Deutschland hin zu erneuerbaren Energien zu unterstützen, arbeiten Meteorologen der Technischen…



Das ist der Schädel von Alesi - der neuen ausgestorbenen Menschenaffenart Nyanzapithecus alesi. Foto: Fred Spoor

Affenkind weist auf Afrika als Wiege der Menschheit

Ältester gemeinsamer Vorfahr von Mensch und Menschenaffe lebte im heutigen Kenia Leipzig/Nairobi, 9. August 2017. Nachdem in jüngster Zeit die Frage nach dem Ursprung der frühesten Menschen neu aufgeworfen wurde, hat ein internationales Anthropologen-Kollektiv darauf nun neue Antworten beigesteuert. Der bisher älteste bekannte gemeinsame Vorfahr der Menschen und der heutigen Menschenaffen lebte demnach vor rund 13 Millionen Jahren in Afrika. Das hat ein internationales Anthropologen-Team unter der Leitung von Isaiah Nengo von der „Stony Brook University“ aus den USA nun herausbekommen. Die Wissenschaftler stützen sich dabei auf den Schädel eines Affenkindes, das die Entdecker nachträglich auf Alesi getauft haben. Beteiligt an den Forschungen war auch Fred Spoor vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Ältester gemeinsamer Vorfahr von Mensch und Menschenaffe lebte im heutigen Kenia Leipzig/Nairobi, 9. August 2017. Nachdem in jüngster Zeit die Frage nach dem Ursprung der frühesten Menschen neu aufgeworfen wurde,…



Wollen die Exzellenzbewerbung der Technischen Universität Dresden unterstützen: Robert Franke (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden), Herr Dr. Wolfgang Göhler (Vorstandsvorsitzender des Kompetenzzentrums Luftund Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen e.V.), Herr Prof. Dr.- Ing. habil. DEng/Auckland Hans Müller-Steinhagen (Rektor der Technischen Universität Dresden) und Frau Dr. Bettina Bunge (Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH). Foto: André Wirsig für die Landeshauptstadt Dresden

Stadt Dresden will TU im Exzellenz-Wettbewerb helfen

Uni hat sich mit acht Projekten in aktueller Vergaberunde beworben Dresden, 3. August 2017. Die Stadt Dresden will der TU Dresden helfen, sich in der nächsten Vergaberunde um die Exzellenz-Fördermillionen des Bundes wieder durchzusetzen. Sie will in diesem Wettbewerb auch die Dresdner selbst einbinden. Die Verwaltung hat deshalb nun eine Internetseite dresden.de/exzellenz gestartet. Die soll die Bürger über die Exzellenz-Uni und deren Bemühungen um weitere innovative Forschungsschwerpunkte informieren. Uni hat sich mit acht Projekten in aktueller Vergaberunde beworben Dresden, 3. August 2017. Die Stadt Dresden will der TU Dresden helfen, sich in der nächsten Vergaberunde um die Exzellenz-Fördermillionen…



Noch bevor der erste Prototyp gebaut ist, wollen die Dresdner DLR-Ingenieure für jedes neue Flugzeug zuerst "virtuelle Zwillinge" für den Erstflug am Supercomputer entwerfen. Foto: DLR

Virtueller Erstflug

DLR eröffnet in Dresden ein Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung Dresden, 3. August 2017. Um die deutsche Luftfahrt-Industrie und andere Technologiebranchen mit hohem Innovationsdruck konkurrenzfähiger zu machen, hat das „Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt“ (DLR) heute ein spezielles Software-Forschungszentrum in Dresden gegründet: Das „DLR-Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung“ (ISOPROV) soll auf Hochleistungs-Rechnern computergenerierte virtuellen Labore aufbauen, in denen Ingenieure künftig Flugzeuge, Autos und andere Hightech-Produkte schneller, umweltfreundlicher und billiger entwickelt können. Ganz nebenbei bekommt Dresden dadurch einen neuen Supercomputer. DLR eröffnet in Dresden ein Institut für Softwaremethoden zur Produkt-Virtualisierung Dresden, 3. August 2017. Um die deutsche Luftfahrt-Industrie und andere Technologiebranchen mit hohem Innovationsdruck konkurrenzfähiger zu machen, hat das „Deutsches…



Eines der Projektgebiete von "MaGICLandscapes": die Landschaft der Collina Torinese und des piemontinischen Po in der Region des Parco del Po Torinese. Foto: Elmar Csaplovics

Soziale Dividende von Natur messbar machen

Internationales Forschungsprojekt „MaGICLandscapes“ von Geowissenschaftlern der TU Dresden geleitet Dresden, 3. August 2017. Wenn Straßenbäume steinerne Hausschluchten grün kolorieren, freuen sich die meisten Stadtbewohner unwillkürlich. Holt man im Stadtpark tief Luft, kann das Labsal für die smoggeplagte Lunge sein. Und wenn der Dresdner Besuch von auswärts bekommt, weist er seine Gäste eher oder später auf die Naturschönheiten der Sächsischen Schweiz hin. Was indes der eine als wohltuend, als Bereicherung der eigenen Wohnqualität empfindet, mag dem nächsten selbstverständlich oder dem von vielen Fernreisen verwöhnten Touristen als völlig unzureichend erscheinen. Internationales Forschungsprojekt „MaGICLandscapes“ von Geowissenschaftlern der TU Dresden geleitet Dresden, 3. August 2017. Wenn Straßenbäume steinerne Hausschluchten grün kolorieren, freuen sich die meisten Stadtbewohner unwillkürlich. Holt man im Stadtpark tief…



Die Prototypen-Fahrplattform der TU Dresden für den Elwobot. Von Partnern und Kunden um Sensoren und Aufbauten ergänzt, soll dieses Chassis als Basis für autonom agierende künstliche Erntehelfer dienen. Foto: Heiko Weckbrodt

Agrar-Ingenieure verdonnern Roboter zur Erntehilfe

ELWOBOT aus Dresden kurvt künftig durch Plantagen und pflegt den Wein – der Mensch schaut zu Dresden, 2. August 2017. Noch zu DDR-Zeiten haben sich viele Geringverdiener ein Zubrot als Erntehelfer auf Erdbeerfeldern und Obstplantagen verdient. Heute aber wollen nur noch wenige für die paar Kröten die Rücken krumm machen. Und mal abgesehen vom wachsenden Problem, dafür überhaupt noch Personal zu finden: Warum eigentlich sollen Menschen überhaupt noch solche mühseligen Sklaven-Arbeiten auf Plantagen erledigen, da es doch Roboter gibt? ELWOBOT aus Dresden kurvt künftig durch Plantagen und pflegt den Wein – der Mensch schaut zu Dresden, 2. August 2017. Noch zu DDR-Zeiten haben sich viele Geringverdiener ein Zubrot als…



Skelett eines Neandertalers (links) und eines modernen Menschen (rechts). Abb.: Ian Tattersall

Junge Kriminalisten lernen von Archäologen

Polizisten wollen Mord um Plaste-Skelett lösen Dresden, 28. Juli 2017. In anderen Staaten ist sie schon etabliert, im Fernsehen ohnehin, nun soll sie auch in Sachsen Einzug halten: die forensische Archäologie, bei der uralte Kriminalfälle durch Ausgrabungen und andere archäologische Methoden gelöst werden. Dafür wollen Polizisten und Archäologen im Freistaat nun enger zusammenarbeiten. Dies hat das Landesamt für Archäologie heute in Dresden mitgeteilt. Polizisten wollen Mord um Plaste-Skelett lösen Dresden, 28. Juli 2017. In anderen Staaten ist sie schon etabliert, im Fernsehen ohnehin, nun soll sie auch in Sachsen Einzug halten: die forensische…



Kinderlabor-Leiter Dr. Uwe Schwarzenbolz, zeichnet die 10-jährige Grundschülerin Josefine Bohn als 2.000 Teilnehmerin des Kinderlabors aus. Foto: K.-A. Magister, TU Dresden

Kinderlabor der TU Dresden empfängt 2000. Kind

Wissenschaftler wollen so mehr Mädchen und Jungen für Chemiestudium begeistern Dresden, 26. Juli 2017. Studenten-Akquise der etwas anderen Art: Das Kinderlabor der TU Dresden hat die 10-jährige Josefine Bohn als 2000. junge Teilnehmerin geehrt. Das teilte die Uni heute mit. Kinderlabor-Leiter Dr. Uwe Schwarzenbolz zeichnete die Grundschülerin mit einem Chemiebaukasten und einer Urkunde aus. Wissenschaftler wollen so mehr Mädchen und Jungen für Chemiestudium begeistern Dresden, 26. Juli 2017. Studenten-Akquise der etwas anderen Art: Das Kinderlabor der TU Dresden hat die 10-jährige Josefine Bohn als…



Das Universum in einem Kristall: Kürzlich ist es Forschern gelungen, ein starkes Schwerefeld, welches eigentlich nur weit draußen im Universum existiert, in einem Kristall nachzuempfinden. Dadurch konnten sie ein bisher unmöglich geglaubtes Experiment realisieren und die Existenz der Schwerkraft-Quantenanomalie nachweisen. Bildrechte: Robert Strasser, Kees Scherer; Komposition: Michael Büker, Lizenz: gemeinfrei

Physiker werfen klassische Physik über den Haufen

Durchbruch für Astrophysik und Nanoelektronik? Dresdner Team simuliert gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmals Schwerkraft-Quantenanomalie auf der Erde Dresden, 20. Juli 2017. Physikern aus Dresden ist gemeinsam mit Kollegen aus Hamburg, Zürich und weiteren Städten ein womöglich sensationeller Durchbruch gelungen: Sie haben in einem Labor die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt – jedenfalls die der klassischen Lehre, laut der Energie weder geschaffen noch vernichtet werden kann. Ihnen ist nun aber eben dies vermutlich gelungen, indem sie eine Schwerkraft-Quantenanomalie in einem besonderen Kristall simulierten. Diese Entdeckung könnte bahnbrechend für die Teilchen- und Astrophysik sein – und die beteiligten Forscher des US-Elektronikkonzerns IBM träumt bereits von superschnellen Quantenanomalie-Computern. Durchbruch für Astrophysik und Nanoelektronik? Dresdner Team simuliert gemeinsam mit internationalen Kollegen erstmals Schwerkraft-Quantenanomalie auf der Erde Dresden, 20. Juli 2017. Physikern aus Dresden ist gemeinsam mit Kollegen aus Hamburg,…



Foto. Heiko Weckbrodt

Was ist ein Undulator?

Ein Undulator (deutsch: „Schlängler“) ist ein Gerät, das mit einer wellenförmigen Anordnung von Magneten schnelle geladene Teilchen in eine Schlängelbahn zwingt. Durch diese Ablenkung der Teilchen von ihrer geraden Bahn entsteht Strahlung einer zuvor eingestellten Wellenlänge. Ein Undulator (deutsch: „Schlängler“) ist ein Gerät, das mit einer wellenförmigen Anordnung von Magneten schnelle geladene Teilchen in eine Schlängelbahn zwingt. Durch diese Ablenkung der Teilchen von ihrer geraden Bahn…



Beamline-Scientist Dr. John Michael Klopf stellt Aggregate am Freie-elektronen-Laser im ELBE-Zentrum in Dresden-Rossendorf ein. Er bereitet den FEL für die Experimente der Kollegen vor. Foto: Detlev Müller, HZDR

Undulatoren, Beschleuniger und Rouladen

Der Amerikaner Mike Klopf ist im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf der Experte für den „Freie-Elektronen Laser“ Dresden, 19. Juli 2017. Internationale Experten wie der US-Amerikaner Dr. Michael Klopf sorgen im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“ (HZDR) dafür, dass Wissenschaftler aufwendige Forschungsanlagen wie den „Freie-Elektronen Laser“ (FEL) für ihre Experimente nutzen können. Auch ihm ist es verdanken, dass die Forscher die Grenzen dieser Quelle für Infrarot- und andere Strahlen ständig hinausschieben können. Der Amerikaner Mike Klopf ist im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf der Experte für den „Freie-Elektronen Laser“ Dresden, 19. Juli 2017. Internationale Experten wie der US-Amerikaner Dr. Michael Klopf sorgen im „Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf“…



Blick auf das Hörsaalzentrum und den Beyerbau-Turm der TU Dresden. Foto: Foto: TUD/Eckold

Nach Brexit: Londoner Uni erwägt Campus in Dresden

King’s College und TU Dresden kooperieren bereits im Transcampus Dresden, 18. Juli 2017. Das renommierte „King’s College London“ erwägt, nach dem Brexit einen externen Universitäts-Campus in Dresden einzurichten. Das haben die BBC sowie CNN berichtet. Auf Anfrage äußerte sich das King’s College allerdings nicht zu dem Bericht. King’s College und TU Dresden kooperieren bereits im Transcampus Dresden, 18. Juli 2017. Das renommierte „King’s College London“ erwägt, nach dem Brexit einen externen Universitäts-Campus in Dresden einzurichten. Das haben…



Techniker verbinden die Module am Europäischen XFEL-Linearbeschleuniger. Foto: Heiner Müller-Elsner / European XFEL

Was ist ein Freie-Elektronen Laser?

Ein „Freie-Elektronen Laser (FEL)“ erzeugt leistungsstarke Strahlung für Forschungszwecke – meist im Bereich zwischen dem unsichtbaren Infrarot-Licht bis hin zu Röntgenstrahlen. Ein „Freie-Elektronen Laser (FEL)“ erzeugt leistungsstarke Strahlung für Forschungszwecke – meist im Bereich zwischen dem unsichtbaren Infrarot-Licht bis hin zu Röntgenstrahlen.



Silbermünzen vor und nach der Plasma-Behandlung bei Fraunhofer. Foto: Fraunhofer FEP Dresden

Plasma-Putze wienert Silbermünzen blank

Dresdner Fraunhofer-Experten entwickeln Hightech-Saubermacher für Kunstschätze Dresden, 15. Juli 2017. Fraunhofer-Forscher aus Dresden haben eine Plasma-Putze entwickelt, die angeschwärzte Silbermünzen, Tafelsilber und andere historische Kunstschätze wieder auf Hochglanz bringt. Dafür sperren die Spezialisten des Fraunhofer-Instituts für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik (FEP) die Münzen zusammen mit reaktionsfreudigen Gasen in eine abgedichtete Kammer, in die sie dann mit einer Elektronenkanone hineinschießen. Die Elektronen entzünden drinnen ein Plasma, das den Belag von den Münzen saugt. Dresdner Fraunhofer-Experten entwickeln Hightech-Saubermacher für Kunstschätze Dresden, 15. Juli 2017. Fraunhofer-Forscher aus Dresden haben eine Plasma-Putze entwickelt, die angeschwärzte Silbermünzen, Tafelsilber und andere historische Kunstschätze wieder auf Hochglanz bringt. Dafür…