Alle Artikel in: Forschung

Neues aus der Wissenschaft

"Repowering": Techniker rüsten eine Windkraftanlage mit stärkeren Generatoren auf. Dies ist ein weltweiter Trend in der Branche, in Sachsen kommt er laut BWE-Angaben aber erst langsam voran. Foto: REpower Systems AG, BWE

Forscher suchen Wege zur Energiewende

TU Dresden übernimmt Leitung von EU-Projekt Dresden, 28. April 2016. Forscher aus sechs Länder wollen unter Führung der TU Dresden untersuchen, wie eine Energiewende weg von Kohle und Öl in Europa gelingen kann. Die Wissenschaftler möchten vor allem auch technologische und wirtschaftliche Lösungen finden, um die problematischen Produktionsschwankungen von Wind- und Solarkraftwerken auszugleichen. TU Dresden übernimmt Leitung von EU-Projekt Dresden, 28. April 2016. Forscher aus sechs Länder wollen unter Führung der TU Dresden untersuchen, wie eine Energiewende weg von Kohle und Öl in…






Abb.: hw

1/5 weniger Habilitationen in Sachsen

Kamenz, 28. April 2016. An den sächsischen Universitäten und Hochschulen haben im vergangenen Jahr insgesamt 73 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung als Dozent beziehungsweise Professor nachgewiesen. Damit ist die Zahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel gesunken. Das geht aus einer Veröffentlichung des Statistischen Landesamtes in Kamenz hervor. Kamenz, 28. April 2016. An den sächsischen Universitäten und Hochschulen haben im vergangenen Jahr insgesamt 73 Wissenschaftler ihre Lehrbefähigung als Dozent beziehungsweise Professor nachgewiesen. Damit ist die Zahl der Habilitationen…






Lebt und arbeitet inmitten seiner Segelschiffe: Professor Bernhard Irrgang von der TU Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Christentum sog Technologie-Zivilisation der Römer in sich auf

Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang über das Verhältnis von Buchreligionen und Wissenschaften Dresden, 28. April 2016. Besonders in Ostdeutschland ist die Vorstellung weitverbreitet, der größte Feind der Wissenschaften sei die Religion. Das aber stimmt so pauschal überhaupt nicht, sagt der Dresdner TU-Technikphilosoph Prof. Bernhard Irrgang: Religionen haben über die Jahrtausende hinweg viele Menschen zu wissenschaftlich-technischen Höchstleistungen angetrieben. Und ohne die islamische Expansion wäre für Europa viel antikes Wissen ganz verloren gegangen. Heiko Weckbrodt hat Prof. Irrgang über das wechselhafte Verhältnis der drei größten monotheistischen Religionen – Christentum, Islam und Judentum – zu Naturwissenschaft und Technologie ausgefragt. Der Dresdner Technikphilosoph Bernhard Irrgang über das Verhältnis von Buchreligionen und Wissenschaften Dresden, 28. April 2016. Besonders in Ostdeutschland ist die Vorstellung weitverbreitet, der größte Feind der Wissenschaften sei die…






Dr. Priska Daphi. Foto: Heiko Weckbrodt

Pegida-Anhänger extrem misstrauisch gegen Parteien und Medien

Online-Umfrage: Pegidisten sind keine Modernisierungs-Verlierer, sehen für künftige Generationen aber schwarz Kassel/Dresden, 27. April 2016. Pegida-Anhänger sind größtenteils „keine Verlierer der Modernisierung“ und viele von ihnen haben nur wenige konkrete Sorgen für ihr eigenes weiteres Leben. Was sie umtreibt, sind eher auf künftige Generationen projizierte Ängste vor einer „Überfremdung“, sozialem Anstieg oder „Islamisierung“. Das hat eine nichtrepräsentative Online-Befragung der Goethe-Universität Frankfurt am Main ergeben, die Dr. Priska Daphi nun auf einer Populismus-Konferenz in Kassel vorgestellt hat. Sie und ihre Kollegen hatten dafür rund 200 Anhänger der rechtspopulistischen Pegida-Bewegung in Dresden befragt. Online-Umfrage: Pegidisten sind keine Modernisierungs-Verlierer, sehen für künftige Generationen aber schwarz Kassel/Dresden, 27. April 2016. Pegida-Anhänger sind größtenteils „keine Verlierer der Modernisierung“ und viele von ihnen haben nur wenige konkrete…






Direktorin Maria Springenberg-Eich von der Landeszentrale für politische Bildung in NRW. Foto: hw

Politische Bildung nur für politisch Gebildete?

Immer mehr Landeszentralen reagieren auf Politikverdruss und erstarkenden Populismus mit bürgernäheren, aufsuchenden Konzepten Kassel/Dresden/Magdeburg, 26. April 2016. Angesichts von Politikverdruss und eines erstarkenden Rechtspopulismus in Deutschland entwickeln immer mehr Landeszentralen für politische Bildung neue Veranstaltungsformate, um schneller auf aktuelle gesellschaftliche Probleme reagieren zu können – und um überhaupt noch ihre eigentlichen Zielgruppen zu erreichen. Die Kernidee: Die politischen Bildungsarbeiter gehen zum Bürger, statt zu warten, dass der Bürger zu ihnen kommt. Auf einer Populismustagung in Kassel haben mehrere Landeszentralen solche „aufsuchenden“ Projekte vorgestellt. Immer mehr Landeszentralen reagieren auf Politikverdruss und erstarkenden Populismus mit bürgernäheren, aufsuchenden Konzepten Kassel/Dresden/Magdeburg, 26. April 2016. Angesichts von Politikverdruss und eines erstarkenden Rechtspopulismus in Deutschland entwickeln immer mehr Landeszentralen…






Vor allem im Facebook finden sich viele Gruppen, in denen fremdenfeindliche Beiträge auftauchen. Abb.: Bildschirmfoto (anonymisiert)

Die eigene Dynamik von Gerüchten

Netz-Multiplikatoren beeinflussen, ob Facebook-Berichte über Flüchtlinge epidemisch werden Kassel, 26. April 2016. „Die Asylanten klauen jeden Montag den Edeka-Supermarkt im Dorf K. leer!“ (obwohl es in K. nur einen Aldi gibt). Gerüchte über vermeintliche oder tatsächliche Missetaten von Flüchtlingen machen in den sogenannten „sozialen“ Subnetzen des Internets oft und rasch die Runde. Ob aus einzelnen Facebook-Meldungen weitverbreitete Gerüchte werden, das beeinflussen vor allem Internetnutzer mit besonderem Ansehen – also Multiplikatoren der Netzwelt – ganz wesentlich mit. Allein ein Gerücht in einer Facebook-Gruppe zu teilen, reiche nur selten aus, dass es sich viral verbreite, betonte David Begrich vom Magdeburger Verein „Miteinander“ auf einer Populismus-Tagung in Kassel. Er stützte sich dabei auf eigene Analysen solcher Internet-Phänomene. „Die Plausibilität einer Meldung steigt, wenn sie von Gruppen-Administratoren, von Nutzer mit vielen Followern oder lokalen Prominenten geteilt wird“, hat er beobachtet. Netz-Multiplikatoren beeinflussen, ob Facebook-Berichte über Flüchtlinge epidemisch werden Kassel, 26. April 2016. „Die Asylanten klauen jeden Montag den Edeka-Supermarkt im Dorf K. leer!“ (obwohl es in K. nur einen Aldi…






Frank Richter auf der Populismus-Konferenz inKassel. Foto: Heiko Weckbrodt

Schwere Demokratiekrise in Ostdeutschland

Richter: Pegida-Anhänger sehen sich kulturell enteignet Kassel/Dresden, 25. April 2016. Der Osten Deutschlands erlebt 26 Jahre nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung eine „schwere gesellschaftliche und demokratische Krise“. Das hat Direktor Frank Richter heute auf einer Populismus-Tagung in Kassel eingeschätzt. Die rechtspopulistische Pegida-Bewegung in Dresden sei ein deutliches Anzeichen dafür, betonte der Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Richter: Pegida-Anhänger sehen sich kulturell enteignet Kassel/Dresden, 25. April 2016. Der Osten Deutschlands erlebt 26 Jahre nach der friedlichen Revolution und der Wiedervereinigung eine „schwere gesellschaftliche und demokratische Krise“. Das…






Professor Jan-Werner Müller. Foto: Heiko Weckbrodt

Populisten agieren vor allem anti-elitär und anti-pluralistisch

Kassel, 25. April 2016. Der Wesenskern heutiger Populisten ist vor allem eine anti-elitäre und anti-pluralistische Einstellung. Diesen Definitionsversuch hat Professor Jan-Werner Müller von der Princeton-Universität heute auf einer Populismus-Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung in Kassel unternommen. Wesentlich sei weder ihre völkische, rechte oder emotionale Ausrichtung, sondern ihr „moralischer Alleinvertretungsanspruch“ für einen von ihnen angenommenen „reinen“ Volkswillen. Temor: Sie vertreten eine schweigende Mehrheit, die sich nicht zu äußern wagt oder von der „Lügenpresse“ und „dem System“ in die Irre geführt wird. Kassel, 25. April 2016. Der Wesenskern heutiger Populisten ist vor allem eine anti-elitäre und anti-pluralistische Einstellung. Diesen Definitionsversuch hat Professor Jan-Werner Müller von der Princeton-Universität heute auf einer Populismus-Tagung der…






Hanne Wurzel von der Bundeszentrale für politische Bildung. Foto: Heiko Weckbrodt

Gespenst des Populismus geht um in Europa

Populismus-Tagung in Kassel Kassel 25. April 2016. In Europa geht das Gespenst des Populismus‘ um und mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat nun auch Deutschland eine rechtspopulistische Partei in den Parlamenten vertreten. Davor hat Hanne Wurzel von der Bundeszentrale für politische Bildung heute auf einer „Populismus“-Konferenz in Kassel gewarnt – im Vertretung von Bundeszentralen-Präsident Thomas Krüger, der wegen Bahnproblemen in Wolfsburg festsaß. Sie verwies auf die die vielen populistischen Bewegungen, die sich in Osteuropa etabliert haben, aber auch auf solche Tendenzen in Mitteleuropa und in der Türkei. Populismus-Tagung in Kassel Kassel 25. April 2016. In Europa geht das Gespenst des Populismus‘ um und mit der „Alternative für Deutschland“ (AfD) hat nun auch Deutschland eine rechtspopulistische Partei in…






Stephen Schulz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Jan Weigand. Hier stoßen beide mit einem Alt an, das sie in ihrer Uni-Brauerei zubereitet haben. Foto: Heiko Weckbrodt

Phosphor-Pils aus der Uni-Brauerei

Dresdner TU-Chemiker entwickeln in Forschungs-Brauerei ein Nerd-Bier – das Ballhaus Watzke will es nun nachbrauen Dresden, 22. April 2016. An aufregenden Fächern mangelt es der TU Dresden eigentlich nicht: Studenten können hier Raketen bauen, Karbon-Rennwagen konstruieren und Gehirncomputer basteln. Wer es aber richtig anregend haben will, studiert bei Professor Jan J. Wiegand am Lehrstuhl für Anorganische Molekülchemie. Das klingt trocken, ist aber genau das Gegenteil. Denn Jan Weigand betreibt gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Thomas Henle von der Lebensmittelchemie eine eigene kleine Bier-Brauerei auf dem Uni-Campus an der Mommsenstraße. Natürlich nur „zu Forschungszwecken“, wie beide Professoren beteuern. Dresdner TU-Chemiker entwickeln in Forschungs-Brauerei ein Nerd-Bier – das Ballhaus Watzke will es nun nachbrauen Dresden, 22. April 2016. An aufregenden Fächern mangelt es der TU Dresden eigentlich nicht: Studenten…






Die weltweite Kohlefaser-Produktion schwankt derzeit zwischen 50.000 und 60.000 Tonnen. Foto: TUD/ILK

Neues Karbon-Forschungszentrum in Dresden gegründet

Leichtbauer und Textil-Experten wollen gemeinsam nachwachsende Kohlenstofffasern spinnen Dresden, 20. April 2016. Bisher setzen vor allem Flugzeug-, Raumfahrt- und Automobil-Unternehmen Kohlenstofffasern ein, um ihre Mobile leichter und kraftstoffsparender konstruieren zu können. Künftig werden Karbon-Verbundwerkstoffe aber noch enorm an Bedeutung und Anwendungsbreite gewinnen, ist Professor Hubert Jäger vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der TU Dresden überzeugt: Karbon-Verstärkungen könnten zum Beispiel sehr grazile Häuser aus dem 3D-Betondrucker oder superfeste Bauteile nach dem Vorbild der Natur („Bionik“) ermöglichen. Dafür haben Jäger und sein Kollege Prof. Chokri Cherif vom Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) nun an der TU Dresden ein gemeinsames Karbonfaser-Forschungszentrum („Research Center Carbon Fibers Saxony“ = RCCF) an der TU Dresden gegründet. Leichtbauer und Textil-Experten wollen gemeinsam nachwachsende Kohlenstofffasern spinnen Dresden, 20. April 2016. Bisher setzen vor allem Flugzeug-, Raumfahrt- und Automobil-Unternehmen Kohlenstofffasern ein, um ihre Mobile leichter und kraftstoffsparender konstruieren zu…






Hyperloop

Schallschnelle Reise-Kapsel zwischen Berlin und Dresden gefordert

Dresdner Professor Jäger will Reisende durch Super-Rohrpoströhre jagen Dresden, 20. April 2016. Sächsische Ingenieure sollen ein Rohrpost-Röhrensystem zwischen Dresden, Berlin und Prag aufbauen, das Geschäftsleute, Forscher und andere Reisende im Schalltempo hin- und hertransportiert. Das hat heute der Leichtbau-Professor Hubert Jäger von der TU Dresden im Vorfeld der Hannover-Messe vorgeschlagen. Dieses Rohrsystem für eilige Reisende soll helfen, die oft beklagte verkehrstechnische Isolation Dresdens von internationalen Zielen zu überwinden. Dresdner Professor Jäger will Reisende durch Super-Rohrpoströhre jagen Dresden, 20. April 2016. Sächsische Ingenieure sollen ein Rohrpost-Röhrensystem zwischen Dresden, Berlin und Prag aufbauen, das Geschäftsleute, Forscher und andere Reisende im…






Der Ur-Saurier Orobates pabsti gehörte zu den frühesten Wirbeltieren, die vollständig an das Leben an Land angepasst waren, vermutet Evolutionsbiologe Prof. John Nyakatura von der Humboldt-Universität zu Berlin. Das 3D-Modell soll weitere Aufschlüsse über diese Hypothese liefern.. Abb. (bearbeitet): John Nyakatura, Amir Andikfar, Jonas Lauströer

Dino nach 300 Millionen Jahren reanimiert

Dresden/Berlin/Jena, 15. April 2016. Forscher der TU Dresden und der Humboldt-Uni Berlin haben ein 300 Millionen Jahre altes Ur-Echsen-Skelett durchleuchtet und den Ur-Saurier „Orobates pabsti“ dann als bewegtes Computermodell reanimiert. Das hat die TU Dresden heute mitgeteilt. Dresden/Berlin/Jena, 15. April 2016. Forscher der TU Dresden und der Humboldt-Uni Berlin haben ein 300 Millionen Jahre altes Ur-Echsen-Skelett durchleuchtet und den Ur-Saurier „Orobates pabsti“ dann als bewegtes Computermodell reanimiert….






Die Libelle Asiagomphus reinhardti lebt an Bergbächen. Das männliche Tier hat einen schwarzen Leib mit gelben Flecken und grünen Augen. Foto: Oleg Kosterin

Libelle nach Dresdner Forscher benannt

Neu entdeckte „Asiagomphus reinhardti“ gräbt sich gern im Schlamm ein Dresden, 13. April 2016. Eine höchst seltene Ehrung hat der Biologe Prof. Klaus Reinhardt von der TU Dresden jetzt erfahren: Die Insektenforscher Oleg Kosterin aus Russland und Naoto Yokoi aus Japan haben eine neu entdeckte Libellenart nach ihrem Dresdner Kollegen benannt. Sie würdigten damit Reinhardts Verdienste um die Förderung der internationalen Libellenkunde. Neu entdeckte „Asiagomphus reinhardti“ gräbt sich gern im Schlamm ein Dresden, 13. April 2016. Eine höchst seltene Ehrung hat der Biologe Prof. Klaus Reinhardt von der TU Dresden jetzt erfahren:…






nach dem Kampf mit Darth Vader bekommt Luke Skywalker in "Starwars" eine künstliche Hand, die sich funktional und optisch kaum noch von einer natürlichen Hand unterscheidet. Inzwischen sind Verbindungen zwischen natürlichen und künstlichen Nervenzellen kein Sci-Fi mehr. Foto: LucasFilm/Disney

Luke Skywalkers Superhand naht

Neurocomputer-Experten aus Dresden und Haifa verknüpfen künstliche Nerven und biologisches Gewebe per Internet Dresden, 13. April 2016. Als der junge Jedi-Ritter Luke Skywalker Anfang der 1980er in den „Starwars“-Filmen eine künstliche Hand bekam, die sich virtuos wie eine natürliche Hand bewegen ließ und Laserschwerter schwang, erschien dies damals noch wie ferne Science Fiction. Doch Neurocomputer-Experten der TU Dresden arbeiten gemeinsam mit israelischen Kollegen bereits daran, künstliche und natürliche Nerven so zu verbinden, dass Prothesen à la Skywalker in überschaubarer Zukunft Realität werden können. Neurocomputer-Experten aus Dresden und Haifa verknüpfen künstliche Nerven und biologisches Gewebe per Internet Dresden, 13. April 2016. Als der junge Jedi-Ritter Luke Skywalker Anfang der 1980er in den „Starwars“-Filmen eine…