Alle Artikel in: Forschung

Neues aus der Wissenschaft

Archäologen legen den Boden rund um den Moscheebau frei. Im Vordergrund Fundamente einer Panzerhalle aus der NS-Zeit. Foto: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landemuseum/Prof. Dr. Susan Pollock, Freie Universität Berlin

Archäologen graben älteste Moschee Deutschlands aus

Berlin/Wünsdorf, 31. August 2015. Archäologen der FU Berlin haben die vermutlich älteste Moschee in Deutschland ausgegraben: In einem Meter Tiefe fanden sie in Wünsdorf nahe Berlin die Überreste Verspannungsdrähte und Eisenbolzen der Holzkuppel sowie grüne und blaue Glasscherben der Fenster des islamischen Gotteshauses. Berlin/Wünsdorf, 31. August 2015. Archäologen der FU Berlin haben die vermutlich älteste Moschee in Deutschland ausgegraben: In einem Meter Tiefe fanden sie in Wünsdorf nahe Berlin die Überreste Verspannungsdrähte und…






Ringen nicht nur mit wissenschaftlichen Herausforderungen, sondern auch mit Image-Problemen: Chemiker gelten, wenn von der Öffentlichkeit überhaupt wahrgenommen, als eingekapselte Laborforscher, die potenziell gefährliche Stoffe mischen. Hier ein Szenefoto aus dem Chemietheater: „Das geheime Labor“, das Grundschülern zeigen soll, welchen Herausforderungen sich moderne Chemiker stellen. Foto: Umweltbühne / GDCh

Chemiker wollen Klimakiller CO2 als Rohstoff nutzen

2000 Teilnehmer diskutieren beim Wissenschaftsforum in Dresden über Zukunftsaufgaben der Chemie Dresden, 31. August 2015. Kohlendioxid und Methan werden heute meist als „Klima-Killer“ wahrgenommen. Als gefährliche Treibhaus-Gase, die die Erderwärmung vorantreiben. Doch deutsche Chemiker hoffen Verfahren zu finden, um diese in riesigen Mengen vorkommenden Gase als Ressource einzusetzen, um zum Beispiel Kraftstoffe herzustellen. „Kohlendioxid ist nicht nur eine Gefahr, sondern auch ein Rohstoff“, betonte Dr. Thomas Geelhaar, der Präsident der „Gesellschaft Deutscher Chemiker“ (GDCh) beim „GDCh-Wissenschaftsforum Chemie 2015“ in Dresden. 2000 Teilnehmer diskutieren beim Wissenschaftsforum in Dresden über Zukunftsaufgaben der Chemie Dresden, 31. August 2015. Kohlendioxid und Methan werden heute meist als „Klima-Killer“ wahrgenommen. Als gefährliche Treibhaus-Gase, die die Erderwärmung…






Auch Nanoelektronik-Professor Dr. Oliver G. Schmidt (vorn) wird im Nanomembran-Zentrum forschen. Foto: Christian Schenk, TU Chemnitz

TU Chemnitz bekommt Nanomembran-Zentrum

33 Millionen Euro teurer Komplex soll 2016 fertig sein Chemnitz, 28. August 2015. Innovative Nano-Membranen, die dünnere und biegsame Elektronik und Sensoren ermöglichen, wollen Forscher der Technischen Universität Chemnitz in einem neuen „Zentrum für Materialien, Architekturen und Integration von Nanomembranen“ (MAIN) entwickeln. Der sächsische Finanzminister Georg Unland (CDU) legte heute den Grundstein für das 33 Millionen Euro teure Gebäude an der Rosenbergstraße. 33 Millionen Euro teurer Komplex soll 2016 fertig sein Chemnitz, 28. August 2015. Innovative Nano-Membranen, die dünnere und biegsame Elektronik und Sensoren ermöglichen, wollen Forscher der Technischen Universität Chemnitz in…






Bringen selbst nur 650 Gramm auf die Waage, tragen aber bis zu 200 Kilogramm: die Karbon-Hocker von Polymerforschern aus Dresden. Foto: IPF

Superleichter Karbon-Hocker trägt auch schwere Jungs

Einziges ostdeutsches Exponat für Karbon-Schau im Deutschen Museum Bonn kommt aus Dresden Dresden/Bonn, 27. August 2015. Er wiegt gerade mal 650 Gramm, wirkt sehr filigran und ist zweifellos ein Hingucker: Ein Hocker aus Karbonfasern, der selbst superschwere Fauliane noch tragen kann. Bis zu 200 Kilogramm Last verträgt dieser Leichtbau-Hocker, den Forscher des Leibniz-Instituts für Polymerforschung (IPF) Dresden gemeinsam mit Design-Studenten der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden entwickelt haben. Als einziges ostdeutsche Exponat wird er ab 1. September 2015 in der neuen Ausstellung „Harter Stoff“ im Deutschen Museum in Bonn zu sehen sein. Einziges ostdeutsches Exponat für Karbon-Schau im Deutschen Museum Bonn kommt aus Dresden Dresden/Bonn, 27. August 2015. Er wiegt gerade mal 650 Gramm, wirkt sehr filigran und ist zweifellos ein Hingucker:…






Mikrofossilien wie die circa 420 Millionen Jahre alten Chitinozoen haben aufgrund von Schwermetall-Vergiftungen Fehlbildungen entwickelt. Abb. b zeigt eine gesunde, normale Chitinozoe, für die ein kolben- oder flaschenartiger Hals charakteristisch ist. Der breit auseinander gewucherte „Flaschenhals“ (Abb. a) weist hingegen auf eine Fehlbildung hin. Abb.: Thijs Vandenbroucke

Massensterben: Urzeitviecher durch Arsen und Blei vergiftet

Schwermetalle wurden vermutlich durch natürliche Ereignisse freigesetzt Erlangen, 26. August 2015. Bis heute ist nicht ganz sicher geklärt, ob ein Meteoriten-Einschlag oder ein Klimawandel die Dinosaurier hat aussterben lassen. In der Erdgeschichte hat es zudem auch anderen Massensterben von Arten gegeben, deren Ursachen ebenfalls noch nicht sicher geklärt sind. Bayrische Paläontologen präsentierten dafür nun neue Befunde: Demnach könnten natürlich verursachte Schwermetall-Vergiftungen vor rund 420 Millionen Jahren im Erdzeitalter Silur die Hälfte aller Arten auf unserem Planeten ausgerottet haben. Schwermetalle wurden vermutlich durch natürliche Ereignisse freigesetzt Erlangen, 26. August 2015. Bis heute ist nicht ganz sicher geklärt, ob ein Meteoriten-Einschlag oder ein Klimawandel die Dinosaurier hat aussterben lassen. In…






"Repowering": Techniker rüsten eine Windkraftanlage mit stärkeren Generatoren auf. Dies ist ein weltweiter Trend in der Branche, in Sachsen kommt er laut BWE-Angaben aber erst langsam voran. Foto: REpower Systems AG, BWE

Große Windparks bremsen sich selbst aus

Simulation: Zuviel Turbinen lassen Ausbeute pro Turm immer mehr sinken Jena, 24. August 2015. Der Bau immer größerer Windparks ist anscheinend keine gangbarer Weg zur Energiewende: Wie Jenaer Forscher jetzt in einer Wetter-Simulation herausgefunden haben, bremsen sehr große Windkraftparks den Wind derart aus, dass die Anlagen unterm Strich nur noch sehr ineffizient arbeiten. Simulation: Zuviel Turbinen lassen Ausbeute pro Turm immer mehr sinken Jena, 24. August 2015. Der Bau immer größerer Windparks ist anscheinend keine gangbarer Weg zur Energiewende: Wie Jenaer Forscher jetzt…






Cfaed-Koordinator Gerhard Fettweis freut sich schon auf den 35 Millionen Euro teuren Neubau für das Elektronikzentrum an der Nöthnitzer Straße in Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Elektronik-Zentrum Dresden geht neue Forschungspfade

35 Millionen Euro teurer Neubau wird mit Kurskorrektur verbunden Dresden, 24. August 2015. Auf der Suche nach der Nanoelektronik von morgen und übermorgen wird das Dresdner Exzellenzzentrum für fortgeschrittene Elektronik cfaed demnächst neue Forschungspfade einschlagen. Das hat cfead-Koordinator Prof. Gerhard Fettweis angekündigt. „Wir haben inzwischen drei Themen in der engeren Wahl, wollen uns allerdings auch nicht verzetteln“, sagte er heute beim ersten Spatenstich für einen 35 Millionen Euro teuren cfaed-Neubau auf dem Süd-Campus der TU Dresden. Nähere Details zur geplanten Kurskorrektur wollte er noch nicht nennen. 35 Millionen Euro teurer Neubau wird mit Kurskorrektur verbunden Dresden, 24. August 2015. Auf der Suche nach der Nanoelektronik von morgen und übermorgen wird das Dresdner Exzellenzzentrum für fortgeschrittene Elektronik…






Die Greifswalder Leibniz-Physiker setzten kaltes Plasma ein, um Wunden zu heilen. Foto: Heiko Weckbrodt

Plasma-Pflaster heilt Wunden

Greifswalder Physiker wollen damit Verletzungen schließen, die sonst nie verheilen Greifswald, 20. August 2015. Leibniz-Physiker aus Greifswalder haben einen Plasma-Verband entwickelt, der selbst Wunden schließen soll, die sonst keine Salbe und kein Medikament zu heilen vermag. Greifswalder Physiker wollen damit Verletzungen schließen, die sonst nie verheilen Greifswald, 20. August 2015. Leibniz-Physiker aus Greifswalder haben einen Plasma-Verband entwickelt, der selbst Wunden schließen soll, die sonst keine Salbe…






Blick in das Physikinstitut Greifswald - die Universität gehört zu den führenden Forschungseinrichtungen für Plasmaphysik in Deutschland. Foto: Heiko Weckbrodt

Der Plasmaphysik-Standort Greifswald

Bereits zu DDR-Zeiten war Greifswald ein wichtiger Standort der Plasma- und Kernphysik –auch bedingt durch das nahe Kernkraftwerk Greifswald/Lubmin (KKW Nord). In Greifswald betrieb die DDR-Akademie der Wissenschaften (AdW) das Institut für Gasentladungsphysik. Auch die Uni Greifswald beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Plasmaphysik. Bereits zu DDR-Zeiten war Greifswald ein wichtiger Standort der Plasma- und Kernphysik –auch bedingt durch das nahe Kernkraftwerk Greifswald/Lubmin (KKW Nord). In Greifswald betrieb die DDR-Akademie der Wissenschaften (AdW) das…






Blick in den Reaktorraum des Wendelstein 7X. Foto: Heiko Weckbrodt

Sonne auf Erden in Greifswald

Im weltweiten Rennen um den ersten Kernfusions-Reaktor laufen Planck-Physiker aus Meck-Pomm ganz vorn mit Greifswald, 18. August 2015. Die Kernfusion gilt als schier unerschöpfliche Energiequelle, ergiebiger als Öl, sauberer als Kernspaltung, steuerbarer als Windenergie. In Greifswald nicht weit vom Ostseestrand wollen Forscher nun diese Kraft der Sonne für die Menschheit bändigen – zur Abwechslung mal nicht in Form einer zerstörerischen Wasserstoff-Bombe, sondern als unermüdlichen Strom- und Wärmspender. Im weltweiten Rennen um den ersten Kernfusions-Reaktor laufen Planck-Physiker aus Meck-Pomm ganz vorn mit Greifswald, 18. August 2015. Die Kernfusion gilt als schier unerschöpfliche Energiequelle, ergiebiger als Öl, sauberer als…






Dr. Oliver Arnold voim Dresdner Extellenzzentrum cfaed hat den "Tomahawk 2" mitentwickelt - er entwarf den "Koordinator" für die 20 Kerne des Prozessors mit. Foto: Heiko Weckbrodt

Elektronik-Zentrum der TU Dresden erhält Neubau

Cfaed-Koordinator Fettweis absolviert derzeit Forschungs-Semester in den USA Dresden, 17. August 2015. Um besser nach chemischen, biologischen oder gar Kohlenstoff-Computern der Zukunft suchen zu können, bekommt das Exzellenz-Zentrum für fortgeschrittene Elektronik „cfaed“ der TU Dresden einen Neubau. Entstehen soll der insgesamt 5100 Quadratmeter Nutzfläche fassende Komplex am Barkhausen-Bau an der Technologiemeile „Nöthnitzer Straße“. Cfaed-Koordinator Fettweis absolviert derzeit Forschungs-Semester in den USA Dresden, 17. August 2015. Um besser nach chemischen, biologischen oder gar Kohlenstoff-Computern der Zukunft suchen zu können, bekommt das Exzellenz-Zentrum für fortgeschrittene…






Dr. Hartmut Fröb erläutert im rohbaufertigen Photonikinstitut der TU Dresden die neue Forschungsprojekte der Physiker, darunter auch organische Mikro-Laser. Foto: Heiko Weckbrodt

Photoniker aus Dresden arbeiten an organischen Mikro-Lasern

Neue Technologie könnte mobile Diagnostik und Lebensmittel-Analyse Schub verleihen Dresden, 14. August 2015. Photoniker der TU Dresden wollen organische Laser-Chips entwickeln, die zum Beispiel die medizinische Diagnostik oder die Schnell-Analyse von Lebensmittel durch tragbare Mikrolabore verbessern könnten. Diese Mini-Laser sollen nur drei bis vier Tausendstel Millimeter (Mikrometer) messen und ähnlich wie heutige Laser-Dioden aufgebaut sein – nur dass die Lichtverstärker eben nicht aus dotiertem Silizium oder ähnlichen Materialien bestehen sollen, sondern aus Polymeren. Neue Technologie könnte mobile Diagnostik und Lebensmittel-Analyse Schub verleihen Dresden, 14. August 2015. Photoniker der TU Dresden wollen organische Laser-Chips entwickeln, die zum Beispiel die medizinische Diagnostik oder die Schnell-Analyse…






Dr. Hartmut Fröb (links) und Finanzminister Georg Unland entrollen schon mal eine der Solarfolien aus der Dresdner Helaitek-Fabrik, mit denen die Südfassade am Institutsneubau gepflastert werden sollen. Foto: Heiko Weckbrodt

Ein Mammut und ein Ufo für die Photophysiker

Neues Physikinstitut der TU Dresden wird von organischen Stromsammlern umrankt und saugt sich Wärme vom Superrechner Dresden, 13. August 2015. Das neue Physikinstitut der TU Dresden wird im Herbst 2016 bezugsbereit sein. Es soll dann neben Physikern und Elektronikforschern unter anderem auch ein „Ufo“ und ein „Mammut“ beherbergen. Seine Heizungswärme wird das Institut aus dem benachbarten Supercomputer der Uni saugen, einen Teil seines Stroms durch organische Solarzellen, die das Haus umranken. Das haben der sächsische Finanzminister Georg Unland (CDU) und Dr. Hartmut Fröb vom Institut für angewandte Photophysik (IAPP) angekündigt. Neues Physikinstitut der TU Dresden wird von organischen Stromsammlern umrankt und saugt sich Wärme vom Superrechner Dresden, 13. August 2015. Das neue Physikinstitut der TU Dresden wird im Herbst 2016…






Doktorand Alexander Fedorov ist aus Russland an das IFW Dresden gekommen, um zu forschen. Hier bereitet er gerade eine Vakuumkammer in den neuen unterirdischen Instituts-Laboren für eine spektroskopische Untersuchung vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Neues Zentrum für Elektronikmaterialien entsteht in Dresden

Leibniz-Institut IFW und TU richten gemeinsames CTD ein Dresden, 6. August 2015. Materialien, die Strom aus bisher ungenutzter Abwärme gewinnen, aber auch gedruckte Elektronik, neuartige Sensoren, Mikro-Wandler und Labore in Computerchip-Größe rücken künftig stärker in den Forschungsfokus des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) in Dresden. Das hat Professor Manfred Hennecke, der wissenschaftliche Direktor des Instituts angekündigt. Dafür baut das IFW unter anderem derzeit gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden (TUD) ein neues „Center for Transport Devices“ (CTD, Zentrum für Transport-Bauelemente) auf. Leibniz-Institut IFW und TU richten gemeinsames CTD ein Dresden, 6. August 2015. Materialien, die Strom aus bisher ungenutzter Abwärme gewinnen, aber auch gedruckte Elektronik, neuartige Sensoren, Mikro-Wandler und Labore in…






Auch dieses "Cluster Tool", mit sie Materialien unter verschiedenen Umgebungsbedingungen untersuchen können, wollen die Ionenstrahl-Physiker im Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf nutzen, um innovative Werkstoffe für Energieanlagen zu entwickeln. Foto: HZDR

Helmholtz steckt 46 Millionen Euro in Energieforschung

Zentrum Dresden-Rossendorf installiert für 3,5 Millionen neue Nano-Belichter Berlin/Dresden-Rossendorf, 29. Juli 2015. Die Helmholtz-Gemeinschaft will bis 2020 für 46 Millionen Euro einen neuen Laborverbund aufbauen, der sich auf die Entwicklung neuartiger Materialien für die Energiespeicherung und -umwandlung konzentriert. Diese standortübergreifende „Helmholtz Energy Materials Foundry“ (HEMF) soll beispielsweise innovative Werkstoffe und Systeme für Solarzellen, Brennstoffzellen, Batteriesysteme sowie thermoelektrische und thermochemische Bauelemente entwickeln und in kleinen Serien herstellen. Zentrum Dresden-Rossendorf installiert für 3,5 Millionen neue Nano-Belichter Berlin/Dresden-Rossendorf, 29. Juli 2015. Die Helmholtz-Gemeinschaft will bis 2020 für 46 Millionen Euro einen neuen Laborverbund aufbauen, der sich auf die Entwicklung…