Alle Artikel in: Wirtschaft

Berichte und Kurznachrichten aus der Hightech-Branche

Die Visualisierung zeigt, wie sich die Festo-Ingenieure die Digtalisierung der Fabriken vorstellen. Visualisierung: Festo

Wer Industrie 4.0 macht, soll an Dresden denken

Sächsische Landeshauptstadt präsentiert sich auf Hannovermesse als Standort für das industrielle Internet der Dinge Dresden/Hannover, 20. April 2018. Dresden wird sich vom 23. bis zum 27. April 2018 auf der Hannovermesse als wichtiger Forschungs- und Industriestandort für die vollautomatische und vernetzte Fabrik der Zukunft präsentieren. Das hat Robert Franke, der Chef der städtischen Wirtschaftsförderung in Dresden, angekündigt. „Wir wollen in den Köpfen der deutschen und internationalen Entscheidungsträger den Gedanken verankern, dass es sich lohnt, nach Dresden zu schauen, wenn jemand etwas im industriellen Internet der Dinge vorhat“, sagte er. Sächsische Landeshauptstadt präsentiert sich auf Hannovermesse als Standort für das industrielle Internet der Dinge Dresden/Hannover, 20. April 2018. Dresden wird sich vom 23. bis zum 27. April 2018 auf der…

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

VW-Manager: Musks Roboter-Probleme hatten wir schon in den 1980ern

Deutsche setzten seitdem auf Evolution statt Revolution Wolfsburg/Dresden, 19. April 2018. Volkswagen hatte in den 1980er Jahren ähnliche Roboter-Probleme wie jetzt Tesla-Chef Elon Musk: Auch der deutsche Autokonzern hatte damals versucht, sehr schnell auf hochautomatisierte Fabriken umzuschwenken, berichtet Thomas Ulbrich, der VW Sachsen leitet und außerdem im Konzern Markenvorstand für E-Mobilität ist. Der Einsatz und das Zusammenspiel von Robotern in der Autoproduktion habe sich aber als komplexer erwiesen als gedacht. Deutsche setzten seitdem auf Evolution statt Revolution Wolfsburg/Dresden, 19. April 2018. Volkswagen hatte in den 1980er Jahren ähnliche Roboter-Probleme wie jetzt Tesla-Chef Elon Musk: Auch der deutsche Autokonzern hatte damals…

Visualisierungen der geplanten ID-Elektroautos von VW. Foto: VolkswagenVisualisierungen der geplanten ID-Elektroautos von VW. Foto: Volkswagen

VW-Manufaktur Dresden baut ab 2020 neue Elektroautos

Neuer VW-Sachsen-Chef Thomas Ulbrich kündigt Produktion auf MEB-Basis an Dresden/Wolfsburg/Zwickau, 18. April 2018. Die gläserne VW-Manufaktur baut ab 2020 Elektroautos, die auf der neuen Volkswagen-Plattform „Modularer Elektrifizierungsbaukasten“ (MEB) basieren. Das hat der neue Geschäftsführer von Volkswagen Sachsen, Thomas Ulbrich, angekündigt. Ob es sich dabei um den Neo oder ein anderes E-Auto handeln wird, teilte er nicht mit. Neuer VW-Sachsen-Chef Thomas Ulbrich kündigt Produktion auf MEB-Basis an Dresden/Wolfsburg/Zwickau, 18. April 2018. Die gläserne VW-Manufaktur baut ab 2020 Elektroautos, die auf der neuen Volkswagen-Plattform „Modularer Elektrifizierungsbaukasten“ (MEB) basieren. Das…

Liacon setzt für seine Batterien auf Lithium-Titanat-Polymer-Zellen. Foto: Liacon

Liacon startet Mitte 2018 neue Batteriefabrik in Sachsen

Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in Ottendorf-Okrilla Ottendorf-Okrilla/Itzehoe, 18. April 2018. Der Stromspeicher-Hersteller Liacon aus Itzehoe in Schleswig-Holstein will Mitte 2018 mit der Produktion von Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in einer neuen Fabrik in Ottendorf-Okrilla nördlich von Dresden beginnen. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, bis zu 160 Mitarbeiter zu beschäftigen und rund 50 Millionen Euro in ein aufgekauftes Werks-Gelände zu investieren. Offizielle Baustart war im März 2018. Unternehmen investiert rund 50 Millionen Euro in Ottendorf-Okrilla Ottendorf-Okrilla/Itzehoe, 18. April 2018. Der Stromspeicher-Hersteller Liacon aus Itzehoe in Schleswig-Holstein will Mitte 2018 mit der Produktion von Lithium-Titanat-Polymer-Batterien in einer neuen…

Im ostdeutschen Maschinenbau brummen die Geschäfte derzeit. Hier im Foto sind gerade zwei Mitarbeiter von Niles-Simmons Chemnitz mit der Qualitätskontrolle einer großen Kurbelwelle beschäftigt. Foto: Wolfgang Schmidt, VDMA Ost

Volle Auftragsbücher im ostdeutschen Maschinenbau

Leipzig, 17. April 2018. Die Auslastung im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau steigt: Die Betriebe dieser Branche sind durchschnittlich zu 91,2 Prozent ausgelastet. Das teilte der Industrieverband „VDMA Ost“ mit. „Damit lag die Kapazitätsauslastung ein Prozentpunkt über der vom Jahresende 2017“, hieß es vom Verband. Leipzig, 17. April 2018. Die Auslastung im ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbau steigt: Die Betriebe dieser Branche sind durchschnittlich zu 91,2 Prozent ausgelastet. Das teilte der Industrieverband „VDMA Ost“ mit. „Damit…

Raik Brettschneider ist einer der beiden Geschäftsführer von Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon investiert in Dresdner Chipfabriken

Neuer Geschäftsführer Brettschneider verspricht im DNN-Interview 300 neue Jobs Dresden, 16. April 2018. Infineon plant, in den nächsten Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in den Standort Dresden zu investieren und will 300 neue Jobs schaffen. Ein Teil der Gelder fließt in Roboter und neue Automatisierungs-Ausrüstungen, ein anderer Teil in die ehemalige Qimonda-Fabrik: Anfang der 2020er Jahre wird dieses Chipwerk mit der Produktion von Leistungs-Mikroelektronik voll ausgelastet sein, verspricht Raik Brettschneider. Der gebürtige Sachse ist seit Oktober 2017 kaufmännischer Geschäftsführer von Infineon Dresden und Vizepräsident des sächsischen Hightech-Verbandes „Silicon Saxony“ – und hat in beiden Funktionen Helmut Warnecke beerbt. Oiger-Reporter Heiko Weckbrodt hat ihn über seine Pläne ausgefragt: ob die Roboter die Menschen verdrängen, wie der neue Chef die 300-mm-Fabrik auszulasten gedenkt und wie er über die Bosch-Ansiedlung denkt. Wo sehen Sie den Infineon-Standort innerhalb des Konzerns und im internationalen Vergleich? Raik Brettschneider: Wir haben hier eine sehr effiziente Fertigung, die sehr wettbewerbsfähig ist und gut ausgelastet. Ich sehe Infineon Dresden als einen starken und zukunftssicheren Standort. Neuer Geschäftsführer Brettschneider verspricht im DNN-Interview 300 neue Jobs Dresden, …

So etwa stelllen sich die VW-Ingenieure die autonome Zukunft der Parkplatzsuche vor: glücklich lächelnde Menschen verlassen ein Parkhaus. Foto: VW

VW testet autonomes Einparken am Flughafen Hamburg

Hamburg/Wolfsburg, 14. April 2018. Volkswagen, Audi und Porsche wollen Anfang der 2020er Jahre das vollautomatische Parken am Flughafen Hamburg testen. Das teilte der Mutterkonzern VW in Wolfsburg mit. Ein Parkhaus am Airport wird dann für den Pilotversuch reserviert, Menschen haben dann aus Sicherheitsgründen keinen Zutritt mehr. Hamburg/Wolfsburg, 14. April 2018. Volkswagen, Audi und Porsche wollen Anfang der 2020er Jahre das vollautomatische Parken am Flughafen Hamburg testen. Das teilte der Mutterkonzern VW in Wolfsburg mit. Ein Parkhaus…

Geschäftsführer Marcus Stein von der Watttron Freital inszpiziert die Demonstrator-Maschine, die Thermoplaste energiesparend in Verpackungen verwandelt. Foto: Heiko Weckbrodt

Keramikdamm gegen die Plastemüll-Lawine

Watttron aus Freital will mit innovativen Matrix-Heizungen dafür sorgen, dass die Industrie Millionen Tonnen Verpackungsmüll spart Freital/Dresden, 13. April 2018. Ingenieure aus Freital wollen mit neuartigen digitalen Heizmodulen helfen, die weltweit wachsende Mülllawine einzudämmen. Ihre Technologie verpulvere zum Beispiel bei der Produktion von Joghurtbechern knapp ein Drittel Plaste und Energie weniger als herkömmliche Verfahren, verspricht die Watttron GmbH. „Wir werden es den Leuten nicht ausreden können, aus Joghurtbechern zu essen und Kaffeekapseln zu benutzen“, räumt Geschäftsführer Marcus Stein ein, der Watttron gemeinsam mit Sascha Bach leitet. „Aber wir können wenigstens dafür sorgen, dass dabei weniger Kunststoffe verbraucht werden.“ Watttron aus Freital will mit innovativen Matrix-Heizungen dafür sorgen, dass die Industrie Millionen Tonnen Verpackungsmüll spart Freital/Dresden, 13. April 2018. Ingenieure aus Freital wollen mit neuartigen digitalen Heizmodulen helfen, die…

Raik Brettschneider. Foto: Infineon

Kurzvita von Raik Brettschneider, Infineon Dresden

1978 geboren in Sebnitz 1979-2002: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden 2003: Einstieg bei Infineon, zunächst als Controller und Planer, später als Leiter für den Finanzbereich Seit Oktober 2017: gemeinsam mit Mathias Kamolz Geschäftsführer von Infineon Dresden 1978 geboren in Sebnitz 1979-2002: Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Dresden 2003: Einstieg bei Infineon, zunächst als Controller und Planer, später als Leiter für den Finanzbereich Seit Oktober 2017:…

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Deutschland ist gleicher geworden

Ifo: Wirtschaftskraft der Städte und Kreise nähert sich an – vor allem durch staatliche Eingriffe München, 12. April 2018. Die Einkommen und die Wirtschaftskraft der Städte und Kreise in Deutschland hat sich seit der Jahrtausendwende angenähert. Das hat eine Analyse des Wirtschaftsforschungs-Institutes Ifo aus München ergeben. Ifo: Wirtschaftskraft der Städte und Kreise nähert sich an – vor allem durch staatliche Eingriffe München, 12. April 2018. Die Einkommen und die Wirtschaftskraft der Städte und Kreise in Deutschland…

Eine Mitarbeiterin veredelt an dieser 35PE-Anlage im Technologiezentrum Dresden GaAs-Wafer im Hochvakuum zu GaAs-Leistungshalbleitern. Foto: 35PE/Kristin SchmidtEine Mitarbeiterin veredelt an dieser 35PE-Anlage im Technologiezentrum Dresden GaAs-Wafer im Hochvakuum zu GaAs-Leistungshalbleitern. Foto: 35PE/Kristin Schmidt

Fabrik für hochspannende Chips startet in Dresden

Firma „3-5 Power Electronics“ produziert Gallium-Arsenid-Halbleiter für Elektroautos und Solarkraftwerke Dresden, 11. April 2018. Das Unternehmen „3-5 Power Electronics“ (35PE) hat heute eine Mini-Fabrik für Hochspannungs-Spezialchips im Technologiezentrum Dresden offiziell eingeweiht. Dabei handelt es sich um sogenannte Leistungs-Halbleiter, die aus Gallium-Arsen-Verbindungen (GaA) statt aus dem sonst in Computerchips üblichen Silizium bestehen. Diese elektronischen Bauteile vertragen sehr hohe Spannungen und Stromstärken, wie sie zum Beispiel in Elektroautos, Batterie-Schnellladestationen, Motorsteuerungen, Solar- und Windkraftwerken oder auch in Notstrom-Batterien (USVs) für Rechenzentren auftreten. Laut 35PE-Geschäftsführer Gerhard Bolenz steckt dahinter eine weltweit einzigartige Fertigungstechnologie im Hochvakuum, die die Gründer in den vergangenen fünf Jahren selbst entwickelt haben. Firma „3-5 Power Electronics“ produziert Gallium-Arsenid-Halbleiter für Elektroautos und Solarkraftwerke Dresden, 11. April 2018. Das Unternehmen „3-5 Power Electronics“ (35PE) hat heute eine Mini-Fabrik für Hochspannungs-Spezialchips im Technologiezentrum Dresden offiziell…

Die Stella-Programmierer wollen mit ihrem G2-Programm Excel beerben. Foto: Anja Schneider/StellaDie Stella-Programmierer wollen mit ihrem G2-Programm Excel beerben. Foto: Anja Schneider/Stella

Stella Dresden will die Excel-Wurstelei beenden

Chef: Digitalisierung ist mehr als nur schneller, höher, weiter Dresden, 11. April 2018. Die Dresdner Software-Schmiede „Stella Systemhaus“ schickt sich an, der Digitalisierung in den deutschen Behörden, Instituten und Unternehmen neuen Schwung zu geben. Dabei wollen die Dresdner die Tabellenkalkulation „Excel“ als Standardprogramm an vielen Arbeitsplätzen durch eine leistungsfähigere Alternative ersetzen – durch ein Stella-Programm, versteht sich. Chef: Digitalisierung ist mehr als nur schneller, höher, weiter Dresden, 11. April 2018. Die Dresdner Software-Schmiede „Stella Systemhaus“ schickt sich an, der Digitalisierung in den deutschen Behörden, Instituten und Unternehmen…

Studie: Digitalisierung frisst 1,5 Millionen Jobs – und schafft fast genauso viele neue

Nürnberg, 10. April 2018. Die Digitalisierung der Wirtschaft wird bis zum Jahr 2035 rund 1,46 Millionen Arbeitsplätze vernichten – dafür aber etwa 1,4 Millionen neue Jobs schaffen. Das hat eine Studie des arbeitsagentur-nahen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) in Bonn. Die Forscher gehen in ihrer Prognose von einer vollständig durchdigitalisierten Wirtschaft im Jahr 2035 aus. Nürnberg, 10. April 2018. Die Digitalisierung der Wirtschaft wird bis zum Jahr 2035 rund 1,46 Millionen Arbeitsplätze vernichten – dafür aber etwa 1,4 Millionen neue Jobs schaffen. Das hat eine…

Viele Reinraum-Mitarbeiter in der Globalfoundries-Fabrik tragen Ohrschützer mit lustigen Motiven. Bald haben sie mehr zu tun: Prozessoren und Sensorsysteme für Automobile gehen in Serie. Foto: Globalfoundries Dresden

Globalfoundries Dresden steigt in Autochip-Produktion ein

Nach Zertifizierung hoffen die Mikroelektroniker auf neue Aufträge und eine stabile Grundauslastung der Fabrik Dresden, 9. April 2018. Aufträge aus dem Automobilbau sollen ab diesem Jahr neue und vor allem auch langfristige Aufträge für Globalfoundries (GF) in Dresden sichern. Angesichts der besonderen Qualitätsforderungen in dieser Branche hat sich die sächsische Dresdner Halbleiterfabrik extra für dieses Einsatzfeld zertifizieren lassen. Das teilte der Chip-Auftragsfertiger heute mit. „Unser Standort hat mit der Zertifizierung einen bedeutenden Meilenstein auf dem Weg zu einem großen europäischen Automobilzulieferer erreicht”, betonte Oliver Aubel, der bei GF Dresden für das Automobilbau-Programm zuständig ist. Nach Zertifizierung hoffen die Mikroelektroniker auf neue Aufträge und eine stabile Grundauslastung der Fabrik Dresden, 9. April 2018. Aufträge aus dem Automobilbau sollen ab diesem Jahr neue und vor allem…

Blick in den Reinraum des Chipmasken-Entwicklungszentrums. Abb.: AMTC

Chipmasken-Zentrum AMTC in Dresden wächst

Anteilseigner Globalfoundries und Toppan haben weitere 100 Millionen Euro investiert Dresden, 9. April 2018. Das Dresdner Chipmasken-Zentrum AMTC ist für dessen Anteilseigner, den US-Halbleiterhersteller Globalfoundries und das japanisch-stämmige Unternehmen Toppan Photomasks, eine „Erfolgsgeschichte“. Beide Seiten haben deshalb nun beschlossen, das gemeinsame Unternehmen (Joint Venture) in den nächsten Jahren fortzuführen. Erst im Jahr 2017 hatten die Gesellschafter noch mal 100 Millionen in das Dresdner Zentrum investiert, das nun weiter wachsen soll. Anteilseigner Globalfoundries und Toppan haben weitere 100 Millionen Euro investiert Dresden, 9. April 2018. Das Dresdner Chipmasken-Zentrum AMTC ist für dessen Anteilseigner, den US-Halbleiterhersteller Globalfoundries und das japanisch-stämmige Unternehmen Toppan…