Alle Artikel in: Astrophysik & Raumfahrt

Neues aus Raumfahrt und Astronomie

Die künstlerische Visualisierung zeigt Lisa Pathfinder auf dem Weg zum L1-Punkt von Erde und Sonne. Visualisierung: ESA/ C. Carreau

Pfadfinderin LISA lasert im All

Etappe auf der Suche nach Einsteins Gravitationswellen geschafft Sonnensystem, 13. Januar 2016. Die Wissenschaftler und Ingenieure der Mission „LISA Pathfinder“ haben damit begonnen, schrittweise die Instrumente der gleichnamigen Raumsonde im All einzuschalten. Das teilte heute das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) mit. Vor allem sei es gelungen, das Lasersystem zu starten, mit dem „LISA Pathfinder“ später die Position von zwei Testmassen im All bis auf etwa zehn Pikometer (hundertmillionstel Millimeter) genau vermessen wird. Etappe auf der Suche nach Einsteins Gravitationswellen geschafft Sonnensystem, 13. Januar 2016. Die Wissenschaftler und Ingenieure der Mission „LISA Pathfinder“ haben damit begonnen, schrittweise die Instrumente der gleichnamigen Raumsonde im…






Falschfarbendarstellung der Landestelle für das europäische Schiaparelli-Modul auf dem Mars: die Ebene "Meridiani Planum". Abb.: ESA, DLR, FU Berlin, G. Neukum

Exomars sucht nach Lebens auf dem Mars

Gemeinsame Mission von ESA und Russen startet 2016 Darmstadt/Baikonur, 20. Dezember 2015. Im März 2016 wollen die europäische Raumfahrtagentur ESA und die Russen die gemeinsame Mission „Exomars“ starten, um auf dem Mars nach Spuren von Leben zu suchen. Die erste Proton-Rakete dieser Missionsreihe wird im März 2016 vom russisch verwalteten Weltraum-Bahnhof Baikonur starten, hat die ESA heute angekündigt. Gemeinsame Mission von ESA und Russen startet 2016 Darmstadt/Baikonur, 20. Dezember 2015. Im März 2016 wollen die europäische Raumfahrtagentur ESA und die Russen die gemeinsame Mission „Exomars“ starten, um auf…






Die Visualisierung zeigt die Mira-Rakete und ihr Innenleben: In der blauen Spitze wird der Fallschirm untergebracht. In der grün-schwarzen Komponente dahinter stecken die Bordelektronik, das GPS-Ortungssystem, die Kamera und weitere Instrumente. Der gelbe Behälter dahinter enthält den Stickstoff, der wiederum den flüssigen Sauerstoff und das Ethanol aus den Tanks drückt. Ganz hinten, zwischen den Stabilisator-Flügeln, sind Injektor, Brennkammer und Düse zu sehen. Visualisierung: Smart Rockets

Schub für Dresdner Uni-Rakete Mira

TU-Raketeningenieure jubeln: Brennkammer erreicht 500 Newton Dresden/Großenhain, 26. November 2015. Die Raketenbauer an der TU Dresden freuen sich über mehr Schub für ihr „Smart Rockets“-Projekt – im wörtlichen wie übertragenen Sinne: Die selbstentwickelte Brennkammer für ihre Rakete „Mira“ ist auf dem Prüfstand in Großenhain nördlich von Dresden nun erstmals auf eine Schubkraft von 500 Newton gekommen. Das teilte Entwicklungsleiter Dr. Olaf Przybilski von der Professur für Raumfahrtsysteme der TUD mit. Damit habe das Team die wichtigste Vorgabe des Fördergeld-Gebers, des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), erfüllt. TU-Raketeningenieure jubeln: Brennkammer erreicht 500 Newton Dresden/Großenhain, 26. November 2015. Die Raketenbauer an der TU Dresden freuen sich über mehr Schub für ihr „Smart Rockets“-Projekt – im wörtlichen wie übertragenen…






Prof. Dr. Kai Zuber. Foto: Amac Garbe/ www.ein-satz-zentrale.de

Durchbruch-Preis für Neutrino-Physiker

Stiftung zeichnet auch Prof. Zuber von TU Dresden aus Dresden/New York, 9. November 2015. Die Stiftung des russischen Milliardärs Juri Milner zeichnet in diesem Jahr gemeinschaftlich 1377 Neutrino-Physiker mit dem „2016 Breakthrough Prize in Fundamental Physics“ aus. Zu den Ausgezeichneten gehört auch der Physik-Professor Kai Zuber von der TU Dresden. Stiftung zeichnet auch Prof. Zuber von TU Dresden aus Dresden/New York, 9. November 2015. Die Stiftung des russischen Milliardärs Juri Milner zeichnet in diesem Jahr gemeinschaftlich 1377 Neutrino-Physiker mit dem…






Die künstlerische Visualisierung zeigt, wie der geladene Sonnenwind immer mehr Gas aus der Mars-Atmosphäre ins All schleudert. Visualisierung: NASA/GSFC

Solarwind machte Mars lebensfeindlich

NASA-These: Sonnenpartikel dünnen die Luft unseres Nachbarplaneten immer mehr aus Sonnensystem, 8. November 2015. Der hochenergetische Sonnenwind ist wahrscheinlich schuld daran, dass sich unser Nachbarplanet Mars von einer einst wahrscheinlich feuchtwarmen Welt in einen lebensfeindlichen, trockenen und kalten Felsen verwandelt hat. Diese Hypothese haben US-Forscher aufgestellt und stützten sich dabei auf neuere Messungen der NASA-Raumsonde „Mars Atmosphere and Volatile Evolution“ (MAVEN). NASA-These: Sonnenpartikel dünnen die Luft unseres Nachbarplaneten immer mehr aus Sonnensystem, 8. November 2015. Der hochenergetische Sonnenwind ist wahrscheinlich schuld daran, dass sich unser Nachbarplanet Mars von einer einst wahrscheinlich…






Im "Schleier-Nebel" im Sternbild Schwan finden sich diese Überreste eines Sterns, der vor Tausenden Jahren als Supernova explodierte. Es handelt sich hier um mehrere Aufnahmen des Hubble-Teleskops, die Wissenschaftler zu einem Falschfarben-Bild zusammengesetzt haben. Um solche Ereignisse zu analysieren, werten Forscher sowohl kosmische Teilchen und Strahlung aus, die uns von dort aus erreicht. Foto: NASA/ESA/Hubble Heritage Team

Jugend jagt kosmische Teilchen

Auch in Dresden fahnden 35 Schüler nach Boten aus dem All Dresden, 2. November 2015. Sie mögen lichtschnell sein, und doch sind ihre Botschaften aus fernen Welten oft schon Jahrtausende oder gar Jahrmilliarden alt, wenn sie bei uns auf der Erde eintreffen: kosmische Teilchen wie Neutrinos, Protonen oder Photonen. Wer sie richtig analysiert, erfährt viel über neblige Überbleibsel kosmischer Katastrophen, über tödliche Gamme-Blitze weit draußen und über die Geburt junger Sterne. Daran wollen sich zum „International Cosmic Day“ am 5. November 2015 Jugendliche in der ganzen Welt versuchen. Darunter sind auch 35 Schüler aus Sachsen, die an diesem Tag in den „Technischen Sammlungen Dresden“ (TSD) zusammen mit Physikern der TU Dresden experimentieren, forschen und über ihre Ergebnisse diskutieren. Auch in Dresden fahnden 35 Schüler nach Boten aus dem All Dresden, 2. November 2015. Sie mögen lichtschnell sein, und doch sind ihre Botschaften aus fernen Welten oft schon Jahrtausende…






Spukhimmel über Norwegen. Doch nicht Hexen oder Außerirdische, sondern Sonnenteilchen waren dafür verantwortlich. Foto: Bjørn Jørgensen

Halloween: Gruselhimmel über Norwegen

Grotfjord, 31. Oktober 2015. Als Beitrag zur heutigen Halloween-Gruselei hat die europäische Raumfahrtbehörde ESA diese – bereits vor über drei Jahren entstandene – Aufnahme vom Himmel über Grotfjord in Norwegen veröffentlicht. Der Betrachter mag dabei an Chemieunfälle, Alien-Aktivitäten oder Hexen-Spuk denken, tatsächlich aber haben Sonneneruptionen diese Polarlichter im hohen Norden ausgelöst. Grotfjord, 31. Oktober 2015. Als Beitrag zur heutigen Halloween-Gruselei hat die europäische Raumfahrtbehörde ESA diese – bereits vor über drei Jahren entstandene – Aufnahme vom Himmel über Grotfjord in Norwegen…






Dieses Foto des Zwergplaneten Pluto wurde aus mehreren Aufnahmen von "New Horizons" auf verschiedenen Wellenlängen zusammengesetzt. Abb.: NASA/JHUAPL/SwRI

Eisspiele auf Pluto

Pluto, 18. Oktober 2015. Der Mini-Planet Pluto am Rande unseres Sonnensystems offenbart immer neue faszinierende Besonderheiten, seit er vom NASA-Raumschiff „New Horizons“ genauer gemustert werden konnte. So wird die planetare Oberfläche von Pluto anscheinend von ganz anderen Kräften geformt als die Täler und Berge der Erde. Pluto, 18. Oktober 2015. Der Mini-Planet Pluto am Rande unseres Sonnensystems offenbart immer neue faszinierende Besonderheiten, seit er vom NASA-Raumschiff „New Horizons“ genauer gemustert werden konnte. So wird die planetare…






Die dunklen Streifen auf diesem Fehlfarben-Bild vom Mars-Krater Hale deuten nach Ansicht der NASA-Analysten auf kürzlich geflossenes Wasser auf dem Mars hin. Abb.: NASA/JPL-Caltech/Univ. of Arizona

Wasser auf dem Mars

NASA-Sonde findet Hinweise auf fließendes Wasser Mars, 28. September 2015. Die NASA hat starke Hinweise darauf gefunden, dass es auf unserem Nachbarplaneten Mars flüssiges Wasser gibt. Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte, geht dies aus Spektrometer-Bildern der Raumsonde „Mars Reconnaissance Orbiter“ (MRO) hervor. Darauf deuten unter anderem Streifen auf Marsabhängen hin, die offensichtlich durch kürzlich geflossenes Wasser gebildet wurden, und stets verschwinden, wenn die Temperaturen auf der Planetenoberfläche fallen. NASA-Sonde findet Hinweise auf fließendes Wasser Mars, 28. September 2015. Die NASA hat starke Hinweise darauf gefunden, dass es auf unserem Nachbarplaneten Mars flüssiges Wasser gibt. Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte,…






Wie auf dem echten Mars dürfen die Wissenschaftler beim hi-seas-Experiment in einer Basalt-Wüste auf Hawaii ein Jahr lang nur im Astronauten-Anzug die Raumstation verlassen. Foto: hi-seas.org

Droht WG-Zoff auf dem Mars?

Deutsche Physikerin und fünf andere Forscher lassen sich für ein Jahr auf nachgebildeter Mars-Station auf Hawaii einsperren Mars/Hawaii, 15. August 2015. Wenn sechs Männer und Frauen in einer WG zusammenleben ist das das eine – aber ein Jahr auf engstem Raum zusammengepfercht auf einer Station auf dem Mars? Wo jeder Schritt vor die Tür nur im klobigen Raumanzug denkbar ist? Wo man ein Jahr auf Gedeih und Verderben miteinander auskommen muss, weil es vorher kein Zurück zur Erde gibt? Die deutsche Physikerin Christiane Heinicke und fünf andere Wissenschaftler im Alter zwischen 25 und 36 Jahren wollen das nun für die US-Weltraumbehörde NASA ausprobieren, wie die Tschira-Stiftung ankündigte: Am 28. August schließen sich für das Sextett die Türen in einer nachgebildeten Raumstation, die inmitten einer Lava-Wüste auf Hawaii steht. Ein Jahr lang werden die 29-jährige deutsche Physikerin sowie eine Ärztin, eine Umweltwissenschaftlerin, ein Astrobiologe, ein Architekt und ein Militärpilot aus den USA und Italien dort eine Marsmission simulieren. Deutsche Physikerin und fünf andere Forscher lassen sich für ein Jahr auf nachgebildeter Mars-Station auf Hawaii einsperren Mars/Hawaii, …






Hubble-Foto vom Nebel NGC 6818 im Sternbild Schütze. Foto: Judy Schmidt, ESA/Hubble & NASA

Hubble findet kosmisches Schmuckstück

Nebel NGC 6818 entstand, als alter Stern Ballast abwarf Erdorbit, 9. August 2015. Obwohl schon über 25 Jahre im Erdorbit, überrascht das Weltraumteleskop „Hubble“ doch immer wieder mit neuen Fundstücken – die teilweise erst durch die richtigen Filter sichtbar werden. So hat die NASA jetzt einen ganz besonderen „Diamanten“ aus der Hubble-Datenbank herausgefiltert und veröffentlicht: „NGC 6818“ ist ein stellarer Nebel im Sternbild „Schütze“ (Sagittarius), der wie ein Schmuckstück anmutet und etwa 6000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Nebel NGC 6818 entstand, als alter Stern Ballast abwarf Erdorbit, 9. August 2015. Obwohl schon über 25 Jahre im Erdorbit, überrascht das Weltraumteleskop „Hubble“ doch immer wieder mit neuen Fundstücken…






Um eine Marsreise zu überleben, brauchen künftige Astronauten starke Schutzschilde gegen die tödliche kosmische Strahlung im All. Das CERN will dafür Supraleit-Spulen einsetzen. Abb.: A Syed, freeimages.com, CERN

CERN arbeitet an Supraleit-Schutzschild für Marsreise

Technologien der Antwortmaschine LHC sollen Astronauten gegen kosmische Strahlung abschirmen CERN/Mars, 7. August 2015. Im TV-Raumschiff „Enterprise“ war das ganz einfach: Da befahl Captain Picard nur kurz: „Schutzschilde hoch!“ – und schon konnten weder klingonische Faserkanonen noch kosmische Strahlung der Überlicht-Festung etwas anhaben. Wissenschaftler des europäischen Teilchenphysikzentrums CERN bei Genf möchten diesen Science-Fiction-Szenario nun etwas näher rücken: Sie wollen Supraleit-Technologien, die sie für die unterirdische Weltantwortmaschine LHC entwickelt hatten, für den Schutz von Astronauten während künftiger Mars-Missionen einsetzen. Dafür arbeiten sie derzeit zusammen mit der „European Space Radiation Superconducting Shield“-Initiative (SR2S) an extrem starken Magnetspulen, die einen Schutzschild gegen die kosmische Strahlung an Bord eines interplanetaren Raumschiffs aufbauen können, wie das CERN mitteilte. Technologien der Antwortmaschine LHC sollen Astronauten gegen kosmische Strahlung abschirmen CERN/Mars, 7. August 2015. Im TV-Raumschiff „Enterprise“ war das ganz einfach: Da befahl Captain Picard nur kurz: „Schutzschilde hoch!“ –…






Nahaufnahme vom Kometen 67P/Churyumov–Gerasimenko. Foto: ESA/Rosetta/Philae/CIVA

Kometen – die Lebensspender?

Daten von „Philae“ deuten auf organische Moleküle auf dem kosmischen Wanderer 67P hin Sonnensystem, 3. August 2015. Der Komet „67P/Churyumov-Gerasimenko“ enthält komplexe und möglicherweise organische Moleküle. Das haben die vorläufigen Analysen der Daten ergeben, die das Landesmodul „Philae“ auf dem kosmischen Wanderer gesammelt hat. Dies würde die These stützen, dass auf der Erde in Jahrmillionen aufgeschlagene Kometen die Grundbausteine des Lebens auf unseren Heimatplaneten gebracht haben. Die europäische Raumfahrt-Behörde ESA hat nun eine Reihe von Fotos und daraus generierten Animationen veröffentlicht, die den Kometen von nahem und die mutmaßliche Position von „Philae“ auf dem unförmigen Brocken zeigen. Daten von „Philae“ deuten auf organische Moleküle auf dem kosmischen Wanderer 67P hin Sonnensystem, 3. August 2015. Der Komet „67P/Churyumov-Gerasimenko“ enthält komplexe und möglicherweise organische Moleküle. Das haben die vorläufigen…






Diese "Nahaufnahme" aus einer Distanz von 768.000 Kilometern hat die NASA-Sonde "New Horizons" am 13. Juli 2015 vom Pluto gemacht und nun zur Erde gesendet. Foto: New Horizons, NASA, APL/SwRI

Pluto, wir kommen!

NASA-Sonde „New Horizons“ hat nach zehn Jahren ziel erreicht Sonnensystem, 14. Juli 2015. Nach einer fast zehnjährigen Reise hat die Erdlings-Sonde „New Horizons“ heute ihr Ziel erreicht: den Zwergplaneten Pluto, der früher als der neunte, äußerste Planet unseres Sonnensystems galt. Bei der Gelegenheit hat das unbemannte Raumschiff diese schöne Nahaufnahme vom Pluto geschossen und zur Erde gefunkt – zur Begeisterung des NASA-Kontrollteams. Es handelt sich immerhin um das bisher detaillierte Foto des Zwergplaneten, der die Sonne in einer sehr exzentrischen Bahn umkreist. NASA-Sonde „New Horizons“ hat nach zehn Jahren ziel erreicht Sonnensystem, 14. Juli 2015. Nach einer fast zehnjährigen Reise hat die Erdlings-Sonde „New Horizons“ heute ihr Ziel erreicht: den Zwergplaneten Pluto,…






Kein Foto, sondern eine Visualisierung: Philae auf dem Kometen. Visualisierung: ESA

Philae meldet sich vom Kometen

Sonne hat Landemodul nachgetankt Sonnensystem, 15. Juni 2015. Das verschollen geglaubte Landemodul „Philae“ hat sich am 13. Juni 2015 um 22.28 Uhr vom Kometen Churyumov-Gerasimenko wieder per Funk bei der Erde gemeldet. Das hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gestern mitgeteilt. Sonne hat Landemodul nachgetankt Sonnensystem, 15. Juni 2015. Das verschollen geglaubte Landemodul „Philae“ hat sich am 13. Juni 2015 um 22.28 Uhr vom Kometen Churyumov-Gerasimenko wieder per Funk bei der…