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Plastemüll als Chemie-Rohstoff

Die geplante Forschungsanlage zur Verwertung von Kohlenstoff-Abfällen. Foto: TU-Bergakademie Freiberg

Die geplante Forschungsanlage zur Verwertung von Kohlenstoff-Abfällen. Foto: TU-Bergakademie Freiberg

Freiberger Ingenieure planen Testreaktor in Leuna

Freiberg/Leuna, 12. Mai 2018. Um dem Plastemüll in Ozeanen und auf den Straßen zu mindern, wollen ostdeutsche Ingenieure einen Reaktor konstruieren, der Synthesegas aus Kunststoff-Abfällen erzeugt. Die „Carbontrans“-Pilotanlage soll nach 2021 im Chemiepark in Leuna in Sachsen-Anhalt gebaut werden und jährlich 25.000 Tonnen kohlenstoffhaltiger Stoffe verarbeiten können. Beteiligt sind die Bergakademie Freiberg und das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) in Halle. Weiterlesen

Aus für Batteriefirma Litarion in Kamenz

Batteriezelle von Litarion, die später zu kompletten Batterien gestapelt werden. Die Zellen der Kamenzer galten zwar - ähnlich wie die von Li-tec - als hochwertig, aber wirtschaftlich waren sie nicht erfolgreich genug. Foto: Litarion.

Batteriezelle von Litarion, die später zu kompletten Batterien gestapelt werden. Die Zellen der Kamenzer galten zwar – ähnlich wie die von Li-tec – als hochwertig, aber wirtschaftlich waren sie nicht erfolgreich genug. Foto: Litarion.

Insolvenzverwalter kündigt 120 verbliebenen Mitarbeiten

Kamenz, 11. Mai 2018. Aus der Traum von der kompletten Batterieproduktion von A bis Z in Sachsen: In der pleite gegangenen Litarion GmbH in Kamenz geht nun endgültig das Licht aus. Die letzten 120 Mitarbeiter bekommen in den nächsten Tagen ihre Kündigungen. Das hat Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg heute angekündigt. „Für die Beschäftigten, die bis zuletzt gehofft hatten, ist das natürlich eine herbe Enttäuschung“, betonte Wienberg. „Allerdings lässt das Insolvenzrecht hier keinen Handlungsspielraum.“

Elektroden-Bahnen von Litarion für Lithium-Ionen-Batterien. Foto: Litarion

Elektroden-Bahnen von Litarion für Lithium-Ionen-Batterien. Foto: Litarion

Traum von eigener Auto-Batterieproduktion von A bis Z „Made in Germany“ gescheitert

Damit ist der Versuch, in Deutschland eine komplette Wertschöpfungskette in Konkurrenz zu den dominierenden Anbietern aus Asien aufzubauen, fürs erste gescheitert. Dahinter hatte die Idee gestanden, vor allem die deutsche Autoindustrie unabhängiger von Samsung, Panasonic und LG zu machen.

Die Vorgeschichte:

Litarion war ursprünglich Teil des – 2006 mit großen Hoffnungen gegründeten – Gemeinschaftsunternehmen „Li-Tec“ von Daimler und Evonik gewesen. Als Evionik bei Li-Tec ausstieg, entstand 2007 die Litarion GmbH. Diese stellte zunächst als Tochter des Evonik-Energiekonzerns in Kamenz nördlich von Dresden Elektroden und Separatoren für Batterie her. Diese Schlüssel-Komponenten wurden gleich nebenan von Li-Tec zu Batteriezellen und im nächsten Schritt zu kompletten Autobatterien – und anderem für Daimlers “Smart”-Kleinwagen – verarbeitet.

Nur Batterie-Endfabrik wurde ausgebaut

2015 schloss Daimler die Batteriezellen-Fertigung bei Li-Tec: Die Zellen galten zwar als qualitativ hochwertig. Wirtschaftlich konnten die Kamenzer aber gegen die Konkurrenten in Fernost nicht bestehen. Übrig blieb nur der Batteriehersteller Deutsche ACCUmotive, dessen Kamenzer Werk seitdem auch mehrfach von Daimler ausgebaut wurde. 2015 übernahm zudem das kanadische Batterie-Unternehmen Electrovaya Inc. die Litarion GmbH. Das Unternehmen begann daraufhin, in Sachsen auch eigene Lithium-Ionen-Batteriezellen zu entwickeln und herzustellen. Aber auch dies rettete die Kamenzer Unternehmung nicht: Im Januar 2018 ging Litarion pleite.

Mietverhandlungen gescheitert

Seitdem versuchte der Insolvenzverwalter, eine Einigung zwischen zwei möglichen Investoren und dem Vermieter Daimler, dem das Gelände immer noch gehört, zu arrangieren. Diese Verhandlungen über einen Anschlussmietvertrag seien nun aber gescheitert, teilte Rüdiger Wienberg mit. Damit müsse der Batteriekomponentenhersteller Litarion den Betrieb einstellen.

Autor: Heiko Weckbrodt

Infineon richtet Entwicklungszentrum für Autoelektronik in Dresden ein

Infineon Dresden. Foto: Infineon

Infineon Dresden baut aus. Foto: Infineon

250 Spezialisten sollen Produkte und KI-Lösungen entwickeln

Dresden/München, 11. Mai 2018. Das deutsche Halbleiter-Unternehmen Infineon richtet in Dresden ein neues Entwicklungszentrum ein. Das hat Konzernchef Reinhard Ploss in München angekündigt. Das Zentrum wird mit zunächst rund 100 neuen Mitarbeitern gegen Jahresende 2018 starten und später zirka 250 Ingenieure, Wissenschaftler und andere Spezialisten beschäftigen. Sie sollen in Dresden neue Produkte und Lösungen für Steuerelektronik, Leistungselektronik und Künstliche Intelligenz (KI) in Autos entwickeln – vor allem auch für Elektro- und Roboterautos. Weiterlesen

Atomdünnen Solarzellen auf der Spur

Der Physiker Dr. Jens Kunstmann forscht an der Chemiefakultät der TU Dresden. Foto: TUD

Der Physiker Dr. Jens Kunstmann forscht an der Chemiefakultät der TU Dresden. Foto: TUD

Forscher aus Dresden und Regensburg untersuchen in 2D-Werkstoffen verheiratete Exziton-Paare, die über Atomabgründe hinweg fest zusammenhalten

Dresden, 11. Mai 2018. Physiker aus Dresden und Regensburg experimentieren mit Werkstoffen, die in Zukunft extrem dünne Solarzellen ermöglichen könnten. Solche Kollektoren könnten wie dünne Häute nahezu jede Oberfläche – seien es nun Hauswände, Smartphone-Bildschirme oder Autos – in autarke Energiesammler verwandeln. „Bis man daraus marktreife Solarpaneele konstruieren kann, werden allerdings noch Jahre der Entwicklungsarbeit notwendig sein“, betonte Dr. Jens Kunstmann vom Lehrstuhl für Theoretische Chemie der Technischen Universität Dresden (TUD), der die dabei verwenden 2D-Kristalle gemeinsam mit Kollegen aus Regensburg, New York und dem brasilianischen Fortaleza untersucht hatte. Weiterlesen

Magnesium und Karbon ringen um Leichtbau-Krone

Magnesium-Bauteil für einen Jaguar-Landrover von Meridian Lightweight Technologies. Foto: IDTechEx

Magnesium-Bauteil für einen Jaguar-Landrover von Meridian Lightweight Technologies. Foto: IDTechEx

ID-TechEx: Beide Materialien könnten Alu und GFK beerben

Cambridge, 10. Mai 2018. Nach Aluminium und Glasfaserkunststoffen (GFK) rücken nun immer mehr die Leichtbau-Werkstoffe Magnesium und Karbon in den Mittelpunkt von Auto-, Luftfahrt- und anderen Industrien. Darauf hat das Marktanalyse-Unternehmen „IDTechEx“ aus Cambridge hingewiesen. Welches dieser Materialien sich demnächst in der Serienproduktion durchsetzen werde, sei aber längst noch nicht entschieden. Weiterlesen

Bitkom: Lockerung des Fernbehandlungsverbots hilft Menschen auf dem Land

Durch Telemedizin soll es in Sachsen bald möglich sein, ausgewiesenen Fachexperten auch dann Gewebeproben und Hausarzt-Diagnosen zur Zweit-Begutachtung vorzulegen, wenn diese Mediziner in weit entfernten Kliniken sitzen. Foto: CCS

Durch Telemedizin soll es in Sachsen bald möglich sein, ausgewiesenen Fachexperten auch dann Gewebeproben und Hausarzt-Diagnosen zur Zweit-Begutachtung vorzulegen, wenn diese Mediziner in weit entfernten Kliniken sitzen. Foto: CCS

Berlin/Erfurt, 10. Mai 2018. Nachdem der deutsche Ärztetag in Erfurt das Fernbehandlungs-Verbot gelockert hat, sieht der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ aus Berlin darin einen wichtigen Schritt zu einer besseren Telemedizin – vor allem für die Landbevölkerung. Dies sei „ein richtiger Schritt zu mehr Gesundheit für alle“, kommentierte Bitkom-Präsident Achim Berg. Weiterlesen

Audi will 2025 rund 800.000 E-Autos verkaufen

Die Designskizze zeigt den geplanten Audi Aicon. Er soll das erste autonom fahrende Elektroauto des Konzerns werden. Foto: Audi

Neue Formsprache: Die Designskizze zeigt den geplanten Audi Aicon. Er soll das erste autonom fahrende Elektroauto des Konzerns werden. Foto: Audi

VW-Tochter kündigt Unternehmens-Umbau an

Ingolstadt, 9. Mai 2018. Die Audi-Spitze will den Ingolstädter Autokonzern zum führenden Anbieter für elektrische Oberklasse-Wagen profilieren. Das Unternehmen soll ab 2025 bereits über 800.000 Elektro- und Hybrid-Autos pro Jahr verkaufen. Diese Ziele hat der Auto-Vorstandsvorsitzende Rupert Stadler heute während einer Aktionärsversammlung formuliert. „Auch in der Elektromobilität wollen wir die Nummer 1 unter den Premiumanbietern werden“, betonte er. Weiterlesen

Ifo: Jeder 4. Händler hat Fachkräfte-Probleme

Sachsens Hightech-Gründer leiden unter Risikokapital-Lücken. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Doch kaum einer reagiert mit Lohnerhöhungen

München, 9. Mai 2018. Jeder vierte Einzelhändler hat inzwischen ernste Probleme, Fachkräfte zu finden. Doch offensichtlich versucht kaum einer, dieses Problem durch höhere Löhne zu lösen. Das geht aus einer Analyse des Wirtschaftsforschungs-Instituts „Ifo“ aus München hervor. Weiterlesen

Computer- und Gesundheitsprobleme behindern Job-Suche für Senioren

Die Grafik veranschaulicht die mit dem Alter sinkenden Chancen Arbeitsloser, rasch wieder einen Job zu finden. Abb.: IAB

Die Grafik veranschaulicht die mit dem Alter sinkenden Chancen Arbeitsloser, rasch wieder einen Job zu finden. Abb.: IAB

Nürnberg, 8. Mai 2018. Gesundheitliche Probleme, mangelhafte Computer-Kenntnisse und Vorbehalte der Arbeitgeber sind mitverantwortlich dafür, dass viele Senioren nur noch schwer einen neuen Job bekommen. Das geht aus einer Analyse des arbeitsagentur-nahen „Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung“ (IAB) in Nürnberg hervor. „Arbeitslose ab 55 haben es deutlich schwerer als jüngere Arbeitslose, wieder eine Stelle zu finden“, heißt es in der Untersuchung, die sich im Westentlichen auf Experteninterviews mit 61 Vermittlungsfachkräften der regionalen Arbeitsagenturen stützt. Weiterlesen

Siemens schließt Werk Görlitz doch nicht

Der Energiesektor von Siemens konnte erst kürzlich wieder Großaufträge in Ägypten und in Belgien an Land ziehen - hier ein Blick in die Turbinenmontage im Berliner Siemens-Werk. Das IfW rechnet damit, dass sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland noch beschleunigen wird. Foto: Siemens

Foto: Siemens

Konzern und Gewerkschaft einigen sich über Nacht

Berlin/Dresden/Görlitz, 8. Mai 2018. Der deutsche Technologie-Konzern Siemens wird seine Fabrik in Görlitz doch nicht schließen, wie ursprünglich avisiert. „Der Standort Görlitz wird zur weltweiten Zentrale für das Industriedampfturbinengeschäft ausgebaut“, teilte die Siemens-Konzernzentrale nach nächtlichen Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall heute mit. Allerdings will das Unternehmen hier weiter Jobs streichen. Gewerkschaften und das Wirtschaftsministerium in Dresden begrüßten im Grundsatz die Einigung. Weiterlesen

Künstliche Muskeln für Roboter und Menschen

Künstliche und sensor-gespickte Muskeln könnten Industrierobotern mehr Gefühl beibringen. Abb.: TM/TUD

Künstliche und sensor-gespickte Muskeln könnten Industrierobotern mehr Gefühl beibringen. Abb.: TM/TUD

TU Dresden und Institut für Polymerforschung kooperieren in DFG-Kolleg

Dresden, 8. Mai 2018. Künstliche Muskeln für Roboter und Menschen haben sich Dresdner Textil- und Polymer-Experten auf die Forschungsagenda gesetzt. Die „Deutsche Forschungsgemeinschaft“ (DFG) fördert dieses Vorhaben der TU Dresden und des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden  als Graduiertenkolleg „Interaktive Faser-Elastomer-Verbunde“ (I-FEV). Das hat das Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden mitgeteilt. Weiterlesen

DVD-Box „Follow The Money“: Dreckige saubere Energie

Mads Justese (Thomas Bo Larsen, links) arbeitet mit Alf Rybjerg (Thomas Hwan) von der Wirtschafts-Kripo zusammen, um Energreen endlich dranzukriegen. Foto: Christian Geisnæs

Mads Justese (Thomas Bo Larsen, links) arbeitet mit Alf Rybjerg (Thomas Hwan) von der Wirtschafts-Kripo zusammen, um Energreen endlich dranzukriegen. Foto: Christian Geisnæs

Dänische Krimiserie über ein windiges Unternehmen, das Luftschlösser aus Öko-Verheißungen baut

Nach Mord, Totschlag und Regierungsintrigen haben sich die Macher von „Borgen“ und „Kommissar Lund“ diesmal auf die Wirtschaftskriminalität verlegt. In der dänischen Krimiserie „Follow the Money“ nehmen sie eine Industrie aufs Korn, die oft und gern zu den „Guten“ gezählt wird: Das Geschäft mit „Erneuerbaren Energien“ skizzieren sie in ihrer fiktiven Geschichte als ein windiges Kartenhaus, das nur Subventionen, Scheinbilanzen und Öko-PR ventiliert. Weiterlesen

Deutschland handelt vor allem mit EU-Ländern

Die meisten deutschen Ausfuhren gehen in die EU. Abb.: Destatis

Die meisten deutschen Ausfuhren gehen in die EU. Abb.: Destatis

58,4 % der deutschen Ausfuhren gehen in EU-Raum

Wiesbaden, 7. Mai 2018. Die USA sind zwar weiterhin das wichtigste Zielland für deutsche Exportgüter. Aber unterm Strich geht mehr als die Hälfte (58,4 %) aller deutschen Ausfuhren in EU-Länder. Darauf hat das statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden hingewiesen. Weiterlesen

Sachsens Spezial-Hochschulen tun sich in „Saxony5“ zusammen

Selbst die Crashtest-Dummies waren mit Feuereifer dabei und ließen während der Wissenschaftsnacht 2017 sich in der HTW Dresden immer wieder gegen die Wand schleudern. Foto. Heiko WeckbrodtSelbst die Crashtest-Dummies waren mit Feuereifer dabei und ließen während der Wissenschaftsnacht 2017 sich in der HTW Dresden immer wieder gegen die Wand schleudern. Foto. Heiko Weckbrodt

Crashtest-Dummies in der HTW Dresden. Foto. Heiko Weckbrodt

Verbund soll Wissenstransfer in die Wirtschaft unterstützen

Dresden, 6. Mai 2018. Die fünf sächsischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften haben einen gemeinsamen Verbund „Saxony5“ gegründet, der den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis übernehmen soll. Bund und Länder fördern diesen Transferverbund mit rund 15 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren. Dies hat das sächsische Wissenschaftsministerium mitgeteilt. Weiterlesen

Dresdner Minzeduft für Chinesen

Die Dental-Marken sind zumindest in Ostdeutschland sehr bekannt. Abb.: Dental

Die Dental-Marken sind zumindest in Ostdeutschland sehr bekannt. Abb.: Dental

Asien-Geschäft spielt für Zahnpflege-Firma Dental wachsende Rolle

Dresden, 5. Mai 2018. Das Dresdner Unternehmen Dental verlegt sich in wachsendem Maße darauf, für die Chinesen und andere Konsumenten in Asien spezielle Zahnpflege-Produkte zu entwickeln, die dann dort unter anderen Marken verkauft werden. Im Reich der Mitte werde zum Beispiel die erfrischende Dresdner Minzmischung „Made in Germany“ sehr geschätzt, teilte Dental- Britt Nicole Schendekehl mit. Weiterlesen