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„Wir nähern uns der globalen Synchronizität“

Der Bling blitzt vom Ernemannturm zur Versöhnungskirche und zurück gestrahlt - in Echtzeit natürlich. Abb.: Matthias Lehmann

Der Bling blitzt vom Ernemannturm zur Versöhnungskirche und zurück gestrahlt – in Echtzeit natürlich. Abb.: Matthias Lehmann

Sonderschau in den Technischen Sammlungen Dresden thematisiert globale „Echtzeit“ und reflektiert Gedankenblitze

Dresden, 16. Dezember 2017. Dem Phänomen der „Echtzeit“ in Technologie und Gesellschaft widmet sich ab heute eine Sonderausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden (TSD). Im Fokus steht die Frage, wie sich unsere Welt, ja der Mensch selbst verändert, wenn jedes Geschehnis, das sich irgendwo auf der Erde ereignet, nahezu im selben Moment auf der anderen Seite des Planeten miterlebbar ist – durch Twitter, Facebook, Live-Streaming und andere Technologien. „Mit Echtzeittechnologien nähern wir uns der globalen Synchronizität“, schreiben die Kuratoren der Ausstellung „ECHTZEIT – Zwischen Millisekunde und Authentizität“ in ihrem Geleittext. Dies stoße Transformationen in Kultur und Alltag, Wissenschaft und Gesellschaft an. „Die zunehmende Beschleunigung, in der sich die Menschen seit der „Erfindung“ der Zeit, deren Messung und Rhythmisierung befinden, erzeugen enorme technologische, ökonomische, soziale und auch neurobiologische Veränderungen.“ Weiterlesen

IoT-Sensor-Baukasten für Mittelstand in Sachsen

Kernkomponenten der Datenbrille sind OLED-Displays, die vor dem Auge reale und virtuelle Umgebung einspeigeln. Abb.: Comedd

Abb.: Comedd

Globalfoundries und Fraunhofer-Institute entwickeln Elektronik-Entwurfsplattform für Dummies

Dresden, 15. Dezember 2017. Fraunhofer-Forscher und Globalfoundries Dresden wollen bis 2019 einen Hightech-Baukasten für den sächsischen Mittelstand entwickeln. Diese „Universelle Sensor-Plattform“ (USeP) soll es auch kleineren Betrieben ohne eigene Chip-Entwicklungsabteilung ermöglichen, im „Internet der Dinge“ (IoT) mitzumischen.Will ein Mittelständler etwa einen Roboter, ein innovatives mobiles Gerät oder eine Auto-Komponente mit künstlichen Sinnen ausstatten, können sich dessen Ingenieure im USeP wie in einem Lego-Baukasten bedienen. Weiterlesen

Metallschaum für die Energiewende

So soll das hybride FHKL-System funktionieren. Links heizt es, rechts kühlt es den Raum. Grafik: Fraunhofer IFAM Dresden

So soll das hybride FHKL-System funktionieren. Links heizt es, rechts kühlt es den Raum. Grafik: Fraunhofer IFAM Dresden

Fraunhofer-Forscher arbeiten in Dresden an Flächenheizungen aus , die auch Kühler und Klimaanlagen sind

Dresden, 15. dezember 2017. Heizungen waren gestern: In den Häusern von morgen sind Decken und ganze Wände mit Metallschaum bedeckt, der Räume sowohl heizen wie abkühlen kann und Menschen ein angenehmes Lüftchen um die Ohren bläst. Darauf zielt jedenfalls ein Forschungsprojekt „Entwicklung und Untersuchung von modularen hybriden Heiz- und Kühlflächen in Kombination mit Raumluftkonditionierung“ (Hybrid-FHKL), das nun in Dresden begonnen hat.

Gemeinschaftsprojekt Hybrid-FHKL mit der Industrie

Beteiligt sind das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), die Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung der TU Dresden, die Ilkazell Isoliertechnik  Zwickau und die Firma Mayser aus dem Allgäu. Sie wollen zusammen in den nächsten drei Jahren ein neues Flächenheiz- und -kühlsystem entwickeln, das gleichzeitig die Funktionen einer Klimaanlage übernimmt.

Auch lauwarme Energiequellen werden für Heizzwecke nutzbar

Dabei setzen die Partner auf zellulare metallische Werkstoffe, also zum Beispiel Metallschäume. Sie sollen durch ihre große Wirkoberfläche dafür sorgen, dass Wärme und Kälte gleichmäßig verteilt und keine extrem heißen Kessel mehr benötigt werden, um jede Raumecke warm zu bekommen. Dies hätte wiederum den Vorteil, auch regenerative Wärmequellen mit eher niedrigen Temperaturen besser verwerten zu können – beispielsweise Wärmepumpen und Geothermie-Bohrlöcher mit geringer Tiefe. Massenhaft installiert, könnten solche innovativen Metallschaum-Heizkühler einen wichtigen Beitrag zur sogenannten Energiewende leisten.  hw

Computer erfinden sich selbst neu

Die Silizium-Nanodrähte (blau) können alle Funktionen eines Transistor-Minischalters mit Tor (Gate), Ladungsquelle (Source) und Ladungsziel (Drain) annehmen. Grafik und Mikroskop-Foto: Namlab

Die Silizium-Nanodrähte (blau) können alle Funktionen eines Transistor-Minischalters mit Tor (Gate), Ladungsquelle (Source) und Ladungsziel (Drain) annehmen. Grafik und Mikroskop-Foto: Namlab

Mal Rechenkünstler, mal Strom-Knauserer: Dresdner Silizium-Nanodrähte wollen Chips mit gespaltenen Persönlichkeiten ermöglichen

Dresden, 14. Dezember 2017. Elektronikforscher aus Dresden arbeiten gemeinsam mit internationalen Kollegen an Computerchips, die sich selbst auf der untersten Hardware-Ebene neu verschalten können. Ihre kleinsten Bauelemente sind 20 Nanometer (Millionstel Millimeter) dünne Silizium-Drähte („Si Nanowire“), die sich per mal zu einem Rechenwerk, dann wieder zu einem Speicher organisieren. „Diese Technologie könnte besonders interessant für das Internet der Dinge sein“, schätzt Prof. Thomas Mikolajick vom „Namlab“ der TU Dresden ein, der das Projekt koordiniert. Weiterlesen

Otto-Tochter OSP avisiert 50 neue Jobs in Dresden

Logo: OSP Dresden

Logo: OSP Dresden

Softwareschmiede will in Sachsen ausbauen, um den geplanten Otto-Marktplatz im Internet unterstützen

Dresden, 14. Dezember 2017. Die Otto-Tochter „Otto Group Solution Provider“ (OSP) will neue Geschäftsfelder starten und daher seinen Hauptsitz in Dresden erweitern und 50 neue Jobs schaffen. Das hat das Software-Unternehmen heute angekündigt. Weiterlesen

Navi lotst Fahrer künftig zum freien Parkplatz

Thorge Harms ist der Chef von "Smart City System" - und zeigt vor der gläsernen VW-Manufaktur die Magnetsensoren, die er auf dem Manufaktur-Parkplatz verlegt hat. Foto: Anja Schneider

Thorge Harms ist der Chef von „Smart City System“ – und zeigt vor der gläsernen VW-Manufaktur die Magnetsensoren, die er auf dem Manufaktur-Parkplatz verlegt hat. Foto: Anja Schneider

Nürnberger „Smart City System“ testet in Dresden Parkplatz-Sensoren

Dresden, 14. Dezember 2017. Das Nürnberger Jungunternehmen „Smart City System“ (SCS) haben den Parkplatz vor der Gläsernen VW-Manufaktur Dresden nun mit Magnetsensoren gepflastert. Die zeigen künftig in Navigationsprogrammen den Autofahrern an, wo noch Stellplätze frei sind. Im ersten Quartal 2018 werde Volkswagen diese Funktion in die konzerneigenen Apps „WePark“ und „Travipay“ integrieren, kündigte Manufaktur-Sprecher Carsten Krebs an. Außerdem erwäge man in Wolfsburg, ein ganzes Firmen-Parkhaus mit den SCS-Sensoren auszurüsten. „Wir sehen großes Potenzial in diesem Start-up“, sagte Krebs. Weiterlesen

Weniger Regionalförderung in Ostdeutschland absehbar

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Prof. Joachim Ragnitz ist Stellvertretender Leiter der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Institut: Deutscher Dauer-Aufschwung und der Brexit verschieben Wirtschaftsbalance in der EU

Dresden, 13. Dezember 2017. Die Wirtschaftsforscher von ifo Dresden rechnen damit, dass Ansiedlungszuschüsse für Unternehmen und andere Regionalförderung ab 2020 auch in Ostdeutschland kaum noch möglich sein wird. „Bei Fortbestand der geltenden Regeln wird Deutschland ab 2020 nur noch in geringem Maße Förderung betreiben können“, schätzte ifo-Dresden-Vizedirektor Joachim Ragnitz ein. Schuld seien vor allem der Brexit und der lange Wirtschaftsaufschwung in Deutschland. Weiterlesen

Dresden braucht mehr Gewerbeparks

Heets-Produktion in der Philip-Morris-Fabrik nahe Bologna. Foto: Philip Morris International

Heets-Produktion in der Philip-Morris-Fabrik nahe Bologna. So ähnlich soll das neue Werk nahe am Dresdner Flughafen aussehen. Foto: Philip Morris International

Neues Gewerbegebiet am Rähnitzsteig ist kaum fertig, das zeichnet sich schon Vollauslastung ab

Dresden, 13. Dezember 2017. Große Unternehmen wie Bosch, Globalfoundries, Philip Morris und Müller-Milch investieren derzeit Milliardenbeträge in und um Dresden – und auch der nach der Wende gewachsene Mittelstand expandiert. Die Kehrseite: In Dresden werden die Gewerbe-Flächen knapp. Heute hat der kommunale Wirtschaftsförderungs-Chef Robert Frank das neue Gewerbegebiet Rähnitzsteig im Dresdner Norden mit rund 55.000 Quadratmetern offiziell freigegeben. „Für das Gewerbegebiet Rähnitzsteig liegen uns schon mehr als 25 Bedarfsanzeigen von Unternehmen vor“, informierte er. „Das wird absehbar zu einer vollständige Auslastung führen.“ Weiterlesen

80 Prozent der Sachsen sind online – die meisten gucken Videos

Statt mit "echtem" Geld sollen Leser und Zuschauer im Internet durch Rechenzeit, die in Krypto-Geld umgerubelt wird, die Blogger und Online-Journalisten bezahlen, schlägt Prof. Alex Biryukov von der Universität Luxemburg vor. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Kamenz, 13. Dezember 2017. Rund 80 Prozent der Sachsen ab einem Alter von zehn Jahren gehen regelmäßig ins Internet. Das hat das Statistische Landesamt Sachsen heute in Kamenz mitgeteilt. Weiterlesen

Das Arbeitszeugnis und die Tücken bei der Erstellung

Arbeitszeugnis, Unterschrift, Foto: edar, Pixabay, CC0 Creative Commons

Foto: edar, Pixabay, CC0 Creative Commons

Arbeitszeugnisse sind häufig eine heikle Angelegenheit. Einerseits können und sollen sie eine Beurteilung der Leistungen eines Mitarbeiters ermöglichen, andererseits zwingt der Gesetzgeber zur positiven Formulierung. Sofern tatsächlich eine objektive Beurteilung gefordert wird, handelt es sich hier um einen offensichtlichen Widerspruch – den Arbeitgeber regelmäßig durch Formulierungen umgehen, die nur scheinbar positiv zu deuten sind. Für beide Seiten birgt diese Gegebenheit Zündstoff. Weiterlesen

Hart wie Hightech-Holz

Yves Mattern (links) und Philipp Strobel (mit Holzbuch, rechts) sind die Chefs der Holz-Leichtbaufirmen Lignoa (in Gründung) und Jungholz aus Dresden. Sie wollen mit ihren Holztechnologien Kinderagen, Rollstühle und Autos bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Yves Mattern (links) und Philipp Strobel (mit Holzbuch, rechts) sind die Chefs der Holz-Leichtbaufirmen Lignoa (in Gründung) und Jungholz aus Dresden. Sie wollen mit ihren Holztechnologien Kinderagen, Rollstühle und Autos bauen. Foto: Heiko Weckbrodt

Drei Studenten aus Dresden haben Holz mit Luftfahrt-Technologien superstabil gemacht – und wollen damit nun Autos, Fahrräder und Rollstühle bauen

Dresden, 13. Dezember 2017. Drei Studenten wollen in Dresden einen Leichtbau-Konzern für Autos, Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen aus Holz etablieren: Yves Mattern, Philipp Strobel und Lukas Denzner haben am Institut für Leichtbau (ILK) der TU Dresden ein innovatives Verfahren entwickelt, um Holzbauteile so leicht wie Karbon und stabiler als Aluminium zu fertigen. Diese Hightech-Hölzer halten auch hohen mechanischen Belastungen stand – und können nahezu jede Form annehmen. Die Drei wollen das Konzept ab dem Sommer 2018 unter den Marken „Jungholz“ und „Lignoa“ kommerzialisieren. Erste Aufträge haben sie bereits in Aussicht. „In 15 Jahren will ich mit einem von uns gebauten Elektroflitzer aus Holz zur Autoausstellung IAA zu fahren“, verrät der 28-jährige Yves Mattern. Weiterlesen

Hub-Förderung: 836.000 Euro für Infrastruktur-Forschung in Leipzig

Auch die vernetzten Städte (Smart Cities) der Zukunft werden ohne "intelligente Systeme" benötigen. Visualisierung: TU Dresden

Visualisierung: TU Dresden

Leipzig, 12. Dezember 2017. Das sächsische Wirtschaftsministerium fördert den neuen Forschungsverbund „Smart Infrastructure Hub“ in Leipzig mit 836.000 Euro für die nächsten fünf Jahre. Das hat das Ministerium heute angekündigt. „Durch die Digitalisierung können sich viele neue Geschäftsmodelle ergeben, welche den Menschen in Sachsen gute und zukunftssichere Arbeitsplätze bieten“, hofft Digital-Staatssekretär Stefan Brangs. Weiterlesen

KI kitzelt mehr Reichweite aus der Batterie

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW hat einen Ikubator für innovative Mobilitäts-Konzepte in der Gläsernen Manufaktur Dresden eingerichtet, in der auch der neue eGolf produziert wird. Foto. VW

VW-Manufaktur Dresden brütet die nächsten sechs Mobilitäts-Firmen aus

Dresden, 12. Dezember 2017. Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig dabei helfen, die Lebensdauer und Reichweite von Batterien für Elektroautos zu verlängern. An einem entsprechenden automatisierten „Batterielabor“ zum Mitnehmen arbeitet „Novum“ aus Dresden. Das junge Unternehmen ist eines von sechs Start-ups, die ab März beziehungsweise April 2018 in den Firmeninkubator der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden einziehen werden – und die dort vorher ausgebrüteten Jungunternehmen ablösen werden. Dies hat Volkswagen heute angekündigt. Weiterlesen

Mitarbeiter-App löst die Betriebs-Zeitung ab

Frank Wolf (links), Martin Böhringer und Lutz Gerlach sind die Gründer und Leiter von Staffbase.. Foto. Henry Sowinski - Staffbase

Frank Wolf (links), Martin Böhringer und Lutz Gerlach sind die Gründer und Leiter von Staffbase.. Foto. Henry Sowinski – Staffbase

Softwareschmiede „Staffbase“ siedelt sich in Dresden an, um weiter zu expandieren

Dresden/Chemnitz, 12. Dezember 2017. Die gedruckte Betriebszeitung hat ausgedient: Heute verständigen sich Unternehmen und Mitarbeiter per Betriebs-App – „und das auf Augenhöhe“, wie Frank Wolf von der sächsischen Softwareschmiede „Staffbase“ sagt, die eben solche Apps für Siemens, DHL, US-Sportorganisationen, Hotel-Ketten und viele andere große Auftraggeber weltweit entwickelt. Und weil diese Mini-Programme für Computertelefone (Smartphones) so gut ankommen, hat die vor drei Jahren in Chemnitz gegründete Firma nun auch eine Niederlassung in Dresden gegründet. Weiterlesen

Fraunhofer erprobt Landwirtschaft 4.0 in Portugal

Die Prototypen-Fahrplattform der TU Dresden für den Elwobot. Von Partnern und Kunden um Sensoren und Aufbauten ergänzt, soll dieses Chassis als Basis für autonom agierende künstliche Erntehelfer dienen. Foto: Heiko Weckbrodt

Technologieplattform der TU Dresden für autonom agierende künstliche Erntehelfer. Foto: Heiko Weckbrodt

Gemeinschaftsprojekt „Präzisionslandwirtschaft“ mit Uni Porto gestartet

Porto/Dresden, 11. Dezember 2017. In der künftigen „Landwirtschaft 4.0“ werden Satelliten, Smartphones und künstliche Drohnen eine mindestens ebenso große Rolle spielen wie Pflug, Traktor und Mähdrescher: Unzählige Sensoren vernetzter Ernterobotern und fliegender Vehikel sollen Umweltdaten sammeln, Schädlinge aufspüren und Wachstumsprobleme sichtbar machen. Die tauschen sie dann untereinander aus und liefern dem Bauern vor Ort Entscheidungsvorschläge für eine umweltbewusste und gleichzeitig effiziente Ernte. So etwa könnte die „Präzisionslandwirtschaft“ aussehen, die das Dresdner Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) und weitere Fraunhofer-Einrichtungen gemeinsam mit der Uni Porto und dem Center for Assistive Information and Communication Solutions (AICOS) in den nächsten Jahren in Portugal erproben wollen. Weiterlesen