Neueste Artikel

Abwehr gegen fremdes Erbgut

Dresdner Forscher lernen von der Natur: DNA-Befehle dienen ihnen als Baupläne für selbstkonstruierende Elektronik. Visualisierung: cfaed/ TUD

DNS. Visualisierung: cfaed/ TUD

DFG gibt 8,6 Millionen Euro für Sonderforschung in Dresden, Bonn und München

Dresden, 20. Mai 2018. Wie wehrt unser Immunsystem die Versuche fremder Organismen ab, fremdes Erbgut bei uns einzuschleusen? Wie unterscheidet es körpereigene und fremde DNS? Warum funktioniert dieser Abwehrmechanismus manchmal nicht richtig und macht uns krank? Diesen und verwandten Fragen wollen Experten aus Dresden, Bonn und München in einem gemeinsamen Sonderforschungsbereich (SFB) „Nukleinsäure-Immunität“ nachgehen. Das teilte die TU Dresden mit – dort hat das Instituts für Immunologie an der Medizinischen Fakultät „Carl Gustav Carus“ die Federführung. Weiterlesen

Millionenbetrug mit falschen Liebesschwüren per Internet

Nicht immer sind die Liebesschwüre von Internet-bekanntschaften echt, warnt das LKA Sachsen. Grafik: Heiko Weckbrodt

Nicht immer sind die Liebesschwüre von Internet-bekanntschaften echt, warnt das LKA Sachsen. Grafik: Heiko Weckbrodt

LKA Sachsen warnt vor „Romance Scam“-Welle im Netz

Dresden, 18. Mai 2018. Indem sie die Einsamkeit und das Liebesbedürfnis von Singles ausnutzen, haben Internetbetrüger in den vergangenen zwei Jahren mindestens 1,6 Millionen Euro von gutgläubigen Menschen in Sachsen ergaunert. Das hat das Landeskriminalamt (LKA) in Dresden eingeschätzt. Die Behörde stützt sich dabei auf Abfragen im polizeilichen Auskunftssystem Sachsen. Dahinter stecke „eine besonders perfide Anbahnungsmasche, mit der Betrüger nicht nur die Gefühle und das Vertrauen ihrer Opfer schamlos ausnutzen“, warnte das LKA. „Auch der finanzielle Schaden, den sie anrichten, ist enorm.“ Weiterlesen

Ifo: Ungleichheit und Wachstum hängen nicht direkt zusammen

Prof. Dr. Clemens Fuest beim Besuch in der ifo-Niederlassung Dresden. Foto: Heiko Weckbrodt

Prof. Dr. Clemens Fuest. Foto: Heiko Weckbrodt

München, 18. Mai 2018. Große Einkommensunterschiede innerhalb eines Landes haben keinen großen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum. Das berichtet das Ifo-Institut aus München und stützt sich dabei auf eine Studie „Ungleichheit und Wirtschaftswachstum: Warum OECD und IWF falsch liegen“ der Ifo-Ökonomen Clemens Fuest, Florian Neumeier und Daniel Stöhlker. Weiterlesen

Nur jedes 4. Unternehmen hält Frist für neuen Datenschutz ein

Nur ein Viertel der Unternehmen schätzt selbst ein, die neuen Datenschutz-Vorgaben fristgemäß zu erfüllen. Grafik: Bitkom

Nur ein Viertel der Unternehmen schätzt selbst ein, die neuen Datenschutz-Vorgaben fristgemäß zu erfüllen. Grafik: Bitkom

Datenschutz-Grundverordnung bleibt umstritten

Berlin, 17. Mai 2018. Rund drei Viertel der Unternehmen in Deutschland wird alle Vorgaben der neuen EU-weiten „Datenschutz-Grundverordnung“ (DS-GVO) fristgemäß zum 25. Mai 2018 umgesetzt haben. Das geht aus einer Umfrage des deutschen Digitalwirtschafts-Verbandes „Bitkom“ unter rund 500 Betrieben hervor. Weiterlesen

United States of Europe oder zurück zur D-Mark?

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

Braucht die EU einen eigenen Finanzminister mit eigenem Haushalt? Frankreich ist dafür, Deutschland eher dagegen, Foto: Heiko Weckbrodt

Ifo-Umfrage: Deutsche Ökonomen sind gegen einen EU-Finanzminister

München, 17. Mai 2018. Gegen einen EU-Finanzminister, wie ihn der französische Präsident Emmanuel Macron (En March) einführen will, haben sich deutsche Ökonomen ausgesprochen. Das teilte das Ifo-Institut aus München mit und berief sich dabei auf eine Umfrage unter 129 deutschen Volkswirten. Weiterlesen

Gemischte Teams aus Mensch und Roboter im Kommen

Roboter, umzingelt von Menschen - jetzt bloß nichts falsch machen, sonst bricht eine Anti-Roboter-welle aus. Abb.: Automatica

Roboter, umzingelt von Menschen – jetzt bloß nichts falsch machen, sonst bricht eine Anti-Roboter-Welle aus. Abb.: Automatica

„Automatica“-Umfrage: Die meisten Arbeiter sehen eher Chancen in solche Zusammenarbeit mit künstlichen Kollegen

München, 16. Mai 2018. Roboter gelten oft als Jobkiller. Andererseits sehen viele Hightech-Experten in einer engeren Zusammenarbeit von Mensch und Roboter – „Cobotics“ genannt – eines der ganz großen Zukunftsthemen. Und: Auch die meisten Arbeiter in den führenden Industriestaaten können solchen gemischten Teams aus Roboter und Menschen in den Fabriken der Zukunft durchaus Gutes abgewinnen: 68 Prozent sehen in diesem Trend eine Chance, eine qualifiziertere Arbeit zu erlernen. Das geht aus einer Umfrage unter 7000 Arbeitnehmern in den USA, Asien und Europa im Vorfeld der Automatisierungsmesse „Automatica“ (19. bis 22. Juni 2018 in München) hervor. Weiterlesen

Elisabeth von Sachsen: Giftmörderin oder Giftopfer?

Elisabeth von Sachsen, gemalt von Lucas Cranach dem Jüngeren um 1564. Repro aus: H. Lilienfein: Lucas Cranach und seine Zeit, 1942, Wikipedia, gemeinfrei

Elisabeth von Sachsen, gemalt von Lucas Cranach dem Jüngeren um 1564. Repro aus: H. Lilienfein: Lucas Cranach und seine Zeit, 1942, Wikipedia, gemeinfrei

Biografie zeichnet das Bild einer unglücklichen Kurfürstentochter, die jung in der Ferne starb

Was passiert, wenn man eine eingefleischte Lutheranerin mit einem noch fanatischeren Calvinisten verheiratet? Das kann eine wunderbar inspirierende Verbindung sein – heute. Im 16. Jahrhundert hingegen mündete solch eine Ehe zwischen Elisabeth von Sachsen (1552-1590) und Pfalzgraf Johann Kasimir (1543 bis 1592) in einer Tragödie: Eines Giftmordkomplotts gegen ihren Gatten beschuldigt, starb sie im Alter von nur 37 Jahren fern der Heimat. Hans-Joachim Böttcher hat der unglücklichen Kurfürstentochter nun eine eigene, längst überfällige Biografie gewidmet. Weiterlesen

Bordelektronik erkennt eigene Altersschwäche

Teil des Resist-Frühwarnsystems: Sensor zur Funktionsüberwachung einer Schaltung. Foto: Fraunhofer IIS/EAS

Teil des Resist-Frühwarnsystems: Sensor zur Funktionsüberwachung einer Schaltung. Foto: Fraunhofer IIS/EAS

Resist-Programm soll Bauelemente in Autos und Flugzeugen ausfallsicherer machen

Dresden, 15. Mai 2018. Moderne Autos und Flugzeuge enthalten immer mehr Elektronik, an deren Zuverlässigkeit Menschenleben hängen – man denke nur an den Trend zum autonomen Fahren. Diese Bordelektronik soll in Zukunft nicht nur zehn bis 15 Jahre lang garantiert halten, sondern mehr als doppelt so lange: 25 bis 35 Jahre. Um dies zu erreichen, hat ein internationales Konsortium „Resist“ aus Instituten und Technologiefirmen nun besonders ausfallsichere Elektronik entwickelt. Die Computerchips und Bauelemente überwachen nun zum die eigene Alterung, erkennen ein drohendes Versagen und sollen selbst bei Teilausfällen noch weiter ihre Grundfunktionen aufrecht erhalten. Das geht aus einer Mitteilung des Fraunhofer-Institutsteils „Entwicklung Adaptiver Systeme“ (IIS-EAS) aus Dresden hervor, das die Entwicklungsarbeiten in Deutschland koordiniert hatte. Weiterlesen

BHG: Dashcam-Video kann als Beweis dienen

Grafik: Bitkom

Grafik: Bitkom

Wird aber immer Einzelfall-Entscheid sein

Karlsruhe/Berlin, 15. Mai 2018. Kameras („Dashcams“) im Auto, die den Verkehrsfluss ringsum ununterbrochen aufnehmen – verstoßen gegen den Datenschutz. Aber wenn es zu einem Unfall kommt, können die von ihnen aufgenommenen Videos unter Umständen trotzdem als Beweismittel eingesetzt werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Grundsatzurteil entschieden. Trotzdem bleiben Rechts-Unsicherheiten, kritisierte der deutsche Digitalwirtschafts-Verband „Bitkom“ in einer ersten Reaktion. Weiterlesen

Supraleit-Pumpen für den Helium-Durst

Verkauft Kristallzüchtungs-Öfen und Supraleit-Technik aus Dresden weltweit: SciDre-Chef Robert Schöndube. Foto: Heiko Weckbrodt Foto: Heiko Weckbrodt

Verkauft Kristallzüchtungs-Öfen und künftig auch Supraleit-Technik aus Dresden weltweit: SciDre-Chef Robert Schöndube. Foto: Heiko Weckbrodt

Scidre Dresden baut Pumpen, deren supraleitende Lager keine Reibung kennen

Dresden, 15. Mai 2018. Reibung ist die Erz-Krux für den Maschinenbauer: So stark er oder sie auch das Auto motorisiert, die Turbine antreibt, die Batterien verstärkt: Immer fressen Reibung und Luftwiderstand viel wertvolle Energie auf, verplempert sie als Abwärme. Das Technologie-Unternehmen „Scidre“ arbeitet nun in Dresden an einer neuen Generation von Maschinen, in denen zumindest einige Teile keine Haftreibung mehr kennen: Dank des sogenannten Supraleit-Effektes schweben hier die rotierenden Achsen in den Lagern – gehalten von sehr starken Magnetfeldern, aber ohne Extra-Stromzufuhr. Als erstes Produkt hat das Unternehmen eine Pumpe für flüssiges Helium vorgestellt, das so kalt ist, dass klassische Kugellager hier sofort festfressen würden. Weiterlesen

Silicon Saxony Day 2018: Am Brennpunkt von Hardware, Software und Konnektivität

Das Industriemuseum schlägt auch den Bogen zu den hochautomatisierten Roboterfabriken der Gegenwart und Zukunft. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Hightech-Branchentreffen in Dresden richtet den Blick auf IoT-Chancen

Dresden. Anfangs galt „Silicon Saxony“ vor allem als Branchenverband für die wiedererstarkte Halbleiter-Industrie in Sachsen. Mehr und mehr Mitgliedsunternehmen stammen inzwischen jedoch aus verwandten Technologiesektoren. Und diese gewachsene thematische Breite schlägt sich auch im „13. Silicon Saxony Day” nieder: Das Branchentreffen steht in diesem Jahr unter dem Motto “Hardware.Software.Connectivity.”, verknüpft also mehrere Sichten auf die Digitalisierung der Wirtschaft und der gesamten Gesellschaft. Austragungsort ist am 29. Mai 2018 das Tagungszentrum “DGUV Congress” in Dresden-Klotzsche. Es werden ca. 300 Besucher erwartet. Weiterlesen

Mit Ultraschallkanonen gegen die Hormonsuppe

Solche Keramikmodule mit integrierten Ultraschallsensoren sollen Medikamentenrückstände im Abwasser zerstören. Foto: Fraunhofer IKTS

Solche Keramikmodule mit integrierten Ultraschallsensoren sollen Medikamentenrückstände im Abwasser zerstören. Foto: Fraunhofer IKTS

Dresdner Keramikexperten entwickeln neue Waffe im Kampf gegen multiresistente Keime und Unfruchtbarkeit

Dresden, 14- Mai 2018. Um Hormone, Antibiotika und Viren-Hemmer aus den Abwässern der großen Städte endlich herausfiltern zu können, haben Fraunhofer-Ingenieure aus Dresden spezielle Keramik-Ultraschall-Zerstörer entwickelt. Dafür haben die Experten des Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) winzige Ultraschall-Kanonen auf keramische Elektroden aus einer Zinn-Antimon-Verbindung aufgedruckt. Die Elektroden spalten auf elektrochemischem Weg die brisanten Medikamenten-Reste im Wasser so lange auf, bis nur noch Kohlendioxid übrig bleibt. Die Ultraschall-Sender sorgen dafür, dass das Abwasser fest an die Keramikplatten gedrückt und die Problemstoffe schneller abgebaut werden. Weiterlesen

Sci-Fi-Bluray „Titan“: Gentech-Turbo für die Evolution

Papi sieht plötzlich so komisch aus: Rick Janssen (Sam Worthington) nach seiner "Optimierung" zum Übermenschen, der den Titan besiedeln soll. Szenenfoto: Eurovideo

Papi sieht plötzlich so komisch aus… Rick Janssen (Sam Worthington) nach seiner „Optimierung“ zum Übermenschen, der den Titan besiedeln soll. Szenenfoto: Eurovideo

Warum Monde ewig terraformen, wenn man den Menschen viel schneller ummodeln kann?

Ist die gentechnologische Beschleunigung der menschlichen Evolution statthaft, um das Überleben unserer Spezies zu sichern – oder doch eher verdammenswerte Nazi-Denke? Dieser Frage widmet sich der starbesetzte Science-Fiction-Streifen „Titan“ – findet dabei allerdings nicht allzu originelle Antworten. Dafür macht der erste Spielfilm des deutschen Nachwuchsregisseurs Lennart Ruff – der bisher vor allem Kurz- und Werbefilme drehte – zumindest optisch durchaus etwa her. Erschienen ist der US-Streifen nun auf DVD und Bluray fürs Heimkino. Weiterlesen

ERP-Programme sorgen für effiziente Produktionsplanung

Montage eines Akkus für Hybrid-Autos im ACCUmotive-Werk Kamenz. Die runden Zellen kommen teils aus den USA, teils aus Korea. Foto: Heiko Weckbrodt

Foto: Heiko Weckbrodt

Mehr und mehr Unternehmen planen ihre Fertigung mit spezieller Planungs-Software

Um ein Auto, einen TFT-Fernseher oder ein ähnliches Technologie-Produkt herzustellen, muss ein Unternehmer zahlreiche Ressourcen in seinem Betrieb rechtzeitig einsetzen und koordinieren: Personal, Material, Kapital, Informationen und dergleichen mehr. Und je hochwertiger die Erzeugnisse sind, desto komplexer ist auch dieser Ressourcen-Einsatz zu organisieren. Weil der einzelne Mensch diese komplexen Planungsprozesse kaum noch überblicken kann, setzen mehr und mehr Unternehmen aus der Industrie und dem Mittelstand sogenannte ERP-Systeme ein. ERP ist hier eine Abkürzung für „Enterprise Resource Planning“, also Ressourcenplanung für Unternehmen – und wird heute in aller Regel durch Rechner erledigt, also durch ein spezialisiertes ERP-Programm. Weiterlesen